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© Martin Harvey / WWF-Canon
Reise in den Regenwald - Abschied von Mambele (14/15)


von Janine
27.12.2011
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Ich sitze im Camp Kombo und warte auf das Abendessen, das von Maryntho zubereitet wird. Es ist der 01. Juli und gerade war ich im Bach und habe mich und meine Wäsche gewaschen. Sie hängt jetzt auf der Leine und muss sich mit dem Trocknen ein wenig beeilen. Denn morgen ist mein letzter Tag in Mambele. Manchmal hängt die Wäsche drei Tage auf der Leine, bevor ich sie herunternehmen kann. Aber morgen wird sicherlich die Sonne scheinen!

In den letzten Tagen habe ich Julia bei ihren Untersuchungen der Wasser- und Bodenproben geholfen. Wir haben den Nährstoffgehalt des Wassers und die Konsistenz des Bodens untersucht. Um den Boden auf seine Konsistenz zu testen wird der Fingertest gemacht. Dazu wird zuerst bestimmt ob er gut zusammenhält, eher matschig, oder sandig ist. Danach wird eine kleine Wurst gerollt und untersucht ob sich bricht und wie dünn man sie rollen kann.

Ich bin noch gar nicht bereit mich von hier zu verabschieden. Die Zeit ist so schnell vergangen.. die Tage sind an mir vorbeigerauscht. Obwohl es sich so anfühlt, als hätte ein Tag hier viele Stunden mehr, als einer zu Hause. Und das obwohl es nur zwölf Stunden lang hell ist.

Heute gibt es noch ein letztes mal Makabu-Wurzeln. Eins meiner Lieblingsessen hier. Sie sind ein bisschen wie Kartoffeln, aber fester und zäher. Dazu macht Maryntho eine Tomaten-Zwiebel-Pfefferschoten-Sauce. Außerdem haben wir ca. vierzig Avocados. Die gibt es als Salat dazu, mit Salz und Zwiebeln. Es ist jetzt 17:50 Uhr. Die Sonne geht unter.

Wir haben heute übrigens so viel über Schlangen gesprochen, dass gleich zwei von ihnen im Wasser an Maryntho vorbeigeschwommen sind, der daraufhin einen riesigen Satz gemacht hat. Er meinte, dass das passiert, wenn man zu lang über Schlangen redet. Ich habe dann vorgeschlagen über Ananas und Tiramisu zu sprechen.

Am Sonntag werden Maryntho und ich zusammen mit ein paar anderen Leuten zurück nach Yaoundé, die Hauptstadt Kameruns fahren. Dort werden wir ein paar Tage Zeit haben und Maryntho will mir die Stadt zeigen. Am 06. Juli steige ich dann ins Flugzeug und fliege wieder nach Hause. Julia fährt zurück in den Kongo und arbeitet fleißig weiter an ihrer Doktorarbeit.

Ich bin zwar traurig, dass meine Zeit hier schon vorbei ist. Aber ich freue mich auch auf Deutschland, vor allem auf Gemüse! Ich freue mich auf Körnerbrot und Marmelade. Und ich freue mich auf meine Freunde. Und ich werde sicherlich auch gut auf die Insektenstiche und scharfkantigen Lianen verzichten können.

Am nächsten Morgen steigen wir ins Auto. Ich gebe Julia eine letzte Umarmung und wir machen uns auf Richtung Norden. Kaum sind wir auf der Straße, liegt schon das erste Hindernis vor uns. Ein LKW ist samt seiner Baumstammfracht umgekippt und versperrt die Straße. Wir suchen uns einen Weg durch das Dickicht und fahren weiter. Alle Plätze sind besetzt, es ist nicht nur warm, sondern auch ziemlich eng. Wir machen ein paar mal Rast und fahren so lange, bis wir von der Dunkelheit verschluckt werden. 

Und hier nochmal ein kleiner Einblick ins Camp Kombo:

 

 

Fotos: Julia und Janine © Maryntho, alle Anderen © Janine Koch

 

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Kommentare (7)
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06.01.2012
Janine hat geschrieben:
Ich habe auch noch ein paar Videos gemacht. Mein Rechner kriegt es nur leider nicht hin, sie ordentlich abzuspielen. Aber wenn ich die Möglichkeit bekomme, setze ich mich nochmal ran und werde sie zusammenschneiden. Dann gibt's auch noch mehr Geräusche, unter anderem Papageien und Äffchen ;o)
06.01.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
04.01.2012
Carina hat geschrieben:
Durch das tolle Viedeo erhält man nochmal einen richtig intensiven Einblick in dein Leben in dem Camp. Schön sind vor allem auch die ganzen Geräusche von Vögeln und Grillen im Hintergrund. Total klasse! :D
28.12.2011
midori hat geschrieben:
Bei dem Anblick Deiner Beine bekommt man Schmerzen und Juckreiz! :D
28.12.2011
Janine hat geschrieben:
Ich habe die Zeit sehr genossen; größtenteils jedenfalls. Manchmal war es auch ziemlich anstrengend, vor allem an den Grenzposten. Außerdem ist es echt heftig wenn man mitbekommt wie groß das Wilderei-Geschäft tatsächlich ist. Da verdreht es einem den Magen. Aber ich bin sehr froh darüber, dass ich viele tolle Menschen kennengelernt habe! Und es ist toll zu sehen, dass sich der Einsatz des WWF lohnt!
28.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
28.12.2011
FabianN hat geschrieben:
Meine Glückwünsche nochmals für deine tolle Zeit in Afrika!
Ich hoffe, du konntest sie genießen...
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