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Öko Krieger (2) Dian Fossey


von Lukas96
19.06.2013
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Öko-Krieger
Dian Fossey, die Frau die mit den Affen lebte...
                                                                         Hallo und herzlich Willkommen zum zweiten Bericht meiner Berichtsreihe „Öko-Krieger“. Die meisten von euch kennen bestimmt die berühmte Gorillaforscherin „Jane Godall“. Eine weitere Frau, die meiner Meinung nach viel für die Gorillas getan hat ist…Dian Fossey.
 

Dian Fossey wurde am 16 Januar 1932 geboren. Sie interessierte sich schon immer für Tiere und wollte auch Tiermedizinstudieren. Dies scheiterte allerdings an ihren schlechten Prüfungsergebnissen in Chemie und Physik. Ihr Traum nach Afrika zu gehen verfestigte sich als das erste Mal während einer Afrikareise Gorillas sah. Bis dahin arbeitete sie als Verhaltensforscherin.
Sie bewarb sich bei dem berühmten Anthropologen Louis Leakey um eine Stelle – und hatte Glück. Der hatte schon die Weichen für zwei andere Forscherinnen gestellt: Die Engländerin Jane Goodall erforschte Schimpansen in Tansania, die Kanadierin Biruté Galdikas leitete ein vergleichbares Projekt mit Orang-Utans auf Borneo

Louis Leaky  (Bild: www.wikipedia.de)(Lois Leaky: www.Wikipedia.de)
 

 

Ende 1966 konnte Fossey ihre Arbeit in Zaire (Demokratische Republik Kongo) antreten, da dort aber Bürger Krieg herrschte musste sie ins das benachbarte Ruanda ausweichen.
18 Jahre ihres Lebens verbrachte sie in ihrer selbst gegründeten Forschungsstation in den den Virunga-Bergen. „Die Frau die in den Wäldern lebt – Nyiramacibili“ so nannten die Einwohner der Umliegenden Dörfer sie.
Durch ihre Ruhe und ihre Beharrlichkeit lernte sie das Verhalten der Gorillas so genau kennen wie kein anderer. Sie lernte die Familien Strukturen, das Verhalten zwischen Tieren an unterschiedlichen Positionen der Hierarchie und die Kommunikation. So gelang es ihr auch, von den Tieren in ihrer Mitte akzeptiert zu werden. Ihre unzähligen Artikel, Dokumentationen wurden schnell in der Fachwelt bekannt.
Doch Fossey erntete auch heftige Gegenreaktionen. Für sie waren die Gorillas nicht nur Inhalt ihrer Arbeit, sie wurden auch zum Familienersatz. Vor allem den Verlust von Tieren durch Wilderer nahm Fossey persönlich. Sie startete einen regelrechten Kreuzzug gegen Wilderer und zerstörte nicht nur ihre Fallen, sondern ließ auch ihre Häuser und Felder niederbrennen. Mit ihrem Vorgehen brachte sie viele Menschen gegen sich auf. Sie warfen ihr vor, Affen wie Menschen zu behandeln und Menschen wie Affen. Viele Ruander sagten, dafür habe sie sterben müssen.
Die Tourismus Behörde, mit der sich Dian anlegte, wollte ihr kein Visum mehr geben. Nur durch Intervention an höchster Stelle bekam sie es doch noch.
Am 27. Dezember 1985 wurde Dian Fossey ermordet in ihrem Camp aufgefunden.
Man bezweifelt das Dian von Wilderern ermordet wurde. Eher geht man von Auftragskillern vom Staat aus.
Wilderer hätten Fossey mit geringem Risiko im Wald erschießen können. Sie war jedoch mit eingeschlagenem Schädel in ihrer Hütte gefunden worden. Dort hatte es noch einen Kampf gegeben, die Forscherin hatte auch noch zu ihrer Pistole gegriffen. Allerdings konnte sie nicht damit schießen – es war darin Munition des falschen Kalibers.
Fossey erlebte den Erfolg der internationalen Bemühungen, die Berggorillas besser zu schützen, nicht mehr. Anfang der 80er-Jahre war die Zahl der Tiere auf nur noch 250 zurückgegangen. Inzwischen leben wieder mehr als 800 Tiere in den Vulkanbergen in Ruanda, dem Kongo und Uganda. Dafür sorgt heute – das ist das Paradoxe zu Fosseys tourismuskritischer Haltung – ausgerechnet der Tourismus. Es sind nicht die durch Wilderer getöteten Gorillas, die den Menschen der Umgebung Lohn und Brot geben, sondern die lebenden. Ein sanfter. Tourismus sorgt dafür, dass die Zahl der Tiere wächst, ohne dass diese durch Besucher zu sehr gestört werden.
Man kann über Dian Fossey denken was man will. Für mich ist sie eine wahre Öko-Kriegerin. Sie hat für die Gorillas gekämpft, doch das war ihr Ende…
Was haltet ihr von Dian Fossey? Bitte schreibt mir doch eure Meinung in die Kommentare.

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Kommentare (8)
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17.07.2013
Makanie hat geschrieben:
Ich kann ihre Wut und ihren Zorn verstehen. Für mich ist sie eine Öko-Kriegerin, denn sie hat jeden Tag aufs Neue ihr Leben riskiert für die Tiere. Das ist Mut. Und es hat weiter geholfen wie alle ach so tollen Konferenzen von Politikern, wo ja doch nichts bei raus kam.
Sie war nicht immer fair, ja, aber sie hat gekämpft und sie hat dabei alles gegeben.
21.06.2013
Morgentau hat geschrieben:
Es ist ja sehr mutig, was Dian Fossey getan hat, aber ich finde es nicht in Ordnung. Die Häuser und Felder anzuzünden ist einfach nur eines: Gewalt. Und meiner Meinung nach darf man Gewalt (gegen Gorillas) nicht mit Gewalt (gegen Menschen und deren Eigentum) bekämpfen. Rache bringt einen nicht weiter. Natürlich hätte man sie nicht umbringen sollen, aber ich hätte sie wahrscheinlich inhaftiert.
An ihrem Beispiel kann man sehen: Verhandlungen und Frieden bringt einen weiter als Krieg.

Für mich ist sie deswegen kein richtiger Ökokrieger, aber ich finde es gut, dass du auch über sie berichtet hast. Wobei ich finde, dass du ein bisschen mehr und detaillierter über die Ökokrieger berichten könntest. :o)
20.06.2013
Lukas96 hat geschrieben:
Ups sorryyy :D Da hasst du recht :D
20.06.2013
Carina hat geschrieben:
Ein schöner Bericht. Nur eine klitzekleine Sache möchte ich anmerken: Jane Goodall hat Schimpansen erforscht, keine Gorillas. ;)
19.06.2013
Smilex hat geschrieben:
Ich finde sie super mutig!!!
Ich muss dazu sagen, dass ich es nicht okay finde, die Häuser und Felder von anderen Leuten abzubrennen .. allerdings kann ich verstehen, dass einen einfach die Wut überfällt wenn man selber dabei ist und die getöteten Gorillas kannte etc ...
Schrecklich dass sie ermordet wurde!!! Ich habe sehr viel Respekt vor ihr!
19.06.2013
LSternus hat geschrieben:
Ohne sie,würde es heute wohl möglich gar keine Gorillas mehr geben.

Das bedeutet nicht, dass ich mit ihrem Methoden einverstanden bin. Mit dem Niederbrennen von Häusern und Feldern war sie in meinen Augen zu weit gegangen. Eigendlich sehr kontra produktiv, denn gerade die Menschen deren Feld ihre einzige Nahrungsquelle war mussten nun wildern um nicht zu verhungern.
19.06.2013
icelandhorse98 hat geschrieben:
Ich habe schon mal was von Dian Fossey gehört und finde ihr Verhalten viele Leute gegen sich aufzuhetzen (nur) zum Schutz der Gorillas wahnsinnig mutig. Ich denke sie ist ein tolles Vorbild für Naturschützer etc. und hätte bestimmt noch viel in ihrem Leben erreicht, wenn man sie nicht ermordet hätte. Vielleicht sähe es dann heute schon viel besser mit dem Bestand der Gorilla aus. Wer weiß!!!
19.06.2013
Lukas96 hat geschrieben:
Habt ihr noch Wünsche, welchen Menschen ich einen Bericht widmen soll?
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