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© Martin Harvey / WWF-Canon
Gorillas - unsere nächsten Verwandten


von Franzi
30.11.2009
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Gorillas sind die größten Menschenaffen, die auf unserer Erde leben und atemberaubende Tiere. Sie werden bis zu 180 Kilogramm schwer und 1,70 Meter groß, sind jedoch trotz ihrer gewaltigen Gestalt Pflanzenfresser, die nur angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen. Dazu haben sie in den letzten Jahren leider immer mehr Grund bekommen: hemmungslos werden sie gejagt, da Affenfleisch in vielen Ländern als Delikatesse gilt und Wilderer für ihr Fleisch sehr viel Geld bekommen. Doch auch die immer weiter fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraumes bedroht die dem Menschen wohl am ähnlichste Tierart.

In den letzten 20 - 25 jahren ist der Bestand der Gorillas in Afrika um 60% zurückgegangen, von den Flachlandgorillas, die im Kongobecken vorkommen, gibt es weltweit sogar nur noch zwei Gruppen, die jeweils aus ca. 13 Tieren bestehen. Gorillas stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten, sie gelten als vom Aussterben bedroht. Aus diesem Grund wurde das Jahr 2009 zum "UN Jahr des Gorillas" ernannt.

Laut dem WWF kann ein Wilderer in einem Jahr bis zu 30 Gorillas töten und damit sehr viel Geld verdienen. Der Verkauf von dem sogenannten "Bushmeat" ist leider immer noch ein sehr lukratives Geschäft und da die Armut in vielen afrikanischen Ländern groß ist, sehen viele Menschen dort dieses Geschäft als einzigen Ausweg . Doch damit berauben sie der Welt nicht nur eine der faszinierensten Tierarten, sondern den Ländern, wie z.B. dem Kongo, einen Teil seiner Zukunftsperspektive: der Ökotourismus, bei dem die Tiere langsam an Menschen gewöhnt werden, hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und bietet den Einwohner einerseits eine lohnende Alternative zum Wildern, sowie den Gorillas andererseits die Erhaltung ihres Lebensraumes.

Auch Krankheiten wie das Ebola-Virus haben den Gorillas in den letzten Jahren schwer zu schaffen gemacht. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Touristen, die sich die Tiere anschauen wollen, nichts im Urwald zurücklassen, sich genau an die Anweisungen der erfahrenen Spurenleser halten und sich wenn sie niesen oder husten müssen unbedingt das T-Shirt vor den Mund halten. So wird eine Ansteckungsgefahr der Tiere mit menschlichen Viren verhindert.

Der WWF befürchtet, dass bis zum Jahre 2030 90% des Gorilla Lebensraumes zerstört sein werden, wenn wir nicht bald aufhören, den Regenwald abzuholzen um Straßen- und Bergbau zu betreiben. Auch dafür setzt sich der WWF in vielfältigen Kampagnen ein. Und das ist wichtig, denn Gorillas bleiben unsere nächsten Verwandten und sie mit allen Mitteln zu schützen sind wir ihnen denke ich schuldig.

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Kommentare (4)
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22.03.2010
Basti hat geschrieben:
Kommt ein bisschen spät der Kommentar...aber ich hab vor kurzem gehört, dass es in Afrika Gruppen gibt, die die Gorillas töten um so zu verhindern, dass Touristen dort hin reisen. Damit wollen sie anderen Gruppen schaden, die mit dem Tourismus Geld verdienen würden. Hat wohl auch irgendwas mit dem Bürgerkrieg dort zu tun. Ich finde es schrecklich, dass Gorillas Opfer eines Streits sind, mit dem sie gar nichts zu tun haben.
05.12.2009
Gorilla hat geschrieben:
klasse bericht schade das sie immer noch gejagt werden
01.12.2009
forest hat geschrieben:
ich schließe mich SophieK an !!!
Vielen Danke, für den nachdendlich stimmenden Artikel....is echt ne traurige Sache...die mich gleichzeitig auch wütend macht!...wir hocken hier, den bauch voll und adere töten ihre nächsten verwantden um zu überleben...da kann ne ganze menge doch nich passen...!
ich hoffe wirklich die konferenz in koppenhagen bewieckt was....
30.11.2009
Fine hat geschrieben:
Sehr bewegender Artikel...
Bin aufjedenfall auch der Meinung, dass man die armen Tiere schützen sollte...
Gerade weil sie die nächsten Verwandten des Menschen sind...
danke für den artikel...hat mich nochmals zum nachdenken gebracht...
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