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© Martin Harvey / WWF-Canon
Gefährlicher Rekordhalter - Die Gabunviper


von RichardParker
25.10.2015
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Schlangen sind Tiere vor denen viele Menschen Angst haben. Ich gehöre auch zu den Leuten, denen Schlangen nicht wirklich geheuer sind, aber meine Angst ist gerade einer gewissen Faszination gewichen. Es gibt unglaublich viele Schlangenarten und mich faszinierend gerade die giftigen Exemplare.

Die Gabunviper ist eine der längsten Schlangen unter den Vipern und mit bis zu 10 Kilogramm die schwerste Giftschlange dieser Welt.

Die Tiere sind etwa 1,5 Meter lang, wobei hier die Weibchen größer bzw. länger als die Männchen sind Man kann die Geschlechter anhand ihrer Schwanzlänge unterscheiden. Bei den Männchen macht der Schwanz 12 Prozent der gesamten Körperlänge aus, bei Weibchen nur 6.

Aufgrund ihrer schönen Färbung werden die Tiere auch Schmetterlingsvipern genannt. Die bräunliche-grüne, auch gelbliche Körperoberseite des Tieres ist mit quaderartigen Flecken gemustert, welche ein wenig an Mosaik erinnert. Das Tier besitzt mit ca. 5 Zentimetern Länge die längsten Giftzähne der Welt. Diese lassen sich außerdem noch einklappen und können mühelose Schuhwerk durchdringen. Die Gabunviper gehört zu der Gattung der Puffottern, welche derzeit 16 bekannte Arten umfasst.

Verbreitungsgebiet der Viper

Früher teilte man sie in zwei Unterarten: Die Ostafrikanische und die Westafrikanische Gabunviper, diese bilden aber nach neusten Erkenntnissen eigene Arten. Sie kommen vor allem im tropischen Regenwald und dessen Randwäldern vor. Häufig ist sie aber auch in Kaffee- und Kakaoplantagen zu finden.

Sie ist ein Lauerjäger und sehr träge, aber wenn sie ein Beutetier entdeckt hat, kann sie pro Sekunde 23,6 Meter hervorschnellen, was etwa 85 km/h entspricht. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Ratten und Mäusen, aber auch Vögeln, Fröschen oder sogar Stachelschweinen. Ihre langen Giftzähne sind dabei äußerst dienlich, da sie das Gift weit in den Körper des Opfers spritzen und es dementsprechend stark wirkt.

Die Gabunviper kann sich sehr gut tarnen, weshalb sie durchaus eine Gefahr für den Menschen darstellt. Beißt eine Gabunviper zu, sondert sie zwischen 200 und 600 Milligramm Gift ab. Zum Vergleich: 35 Milligramm gelten bei Menschen als lebensgefährlich, in den meisten Fällen tödlich. Bei einer gezielten Giftentnahme wurden rund 12 Milligramm Gift abgesondert, der höchste je gemessene Wert bei der Entnahme.

Fressfeinde sind nicht bekannt. Die Paarungszeit ist in der Regenzeit, kann jedoch regional variieren. Die Tragzeit dauert kann 7 Monate bis zu einem Jahr und es werden dann lebende Junge geboren, die nur von einer dünnen Embryohülle umgeben sind. Diese Art der Fortpflanzung nennt man Ovoviviparie.

Die Lebenserwartung der Gabunvipern kann man bislang nur schätzen, man geht hier von bis zu 30 Jahren aus. Die Art gilt als nicht gefährdet. 

Der Mensch stirbt an einem Biss der Gabunviper, wenn er unbehandelt bleibt... Warum?

Erstmal muss man darauf hinweisen, dass die Ausprägung der Symptome und die Geschwindigkeit der Wirkung, natürlich von der Giftmenge abhängig sind und auf welche Weise es wirkt. Das Gift der Gabunviper wirkt in erster Linie hämorrhagisch und cytotoxisch. Das bedeutet, das Gift schädigt oder zerstört Zellen und stört die Blutgerinnung. Das Blut wird ungerinnbar, Blut fließt in umliegendes Gewebe, es kommt zu einer verminderten Sauerstoffaufnahme und einer Schwächung des Herzmuskels. Schlussendlich stirbt der Patient an Organversagen.

 

Bildquellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gabunviper#/media/File:Vipere_gabon_28.JPG

https://de.wikipedia.org/wiki/Gabunviper#/media/File:Bitis-gabonica-range-map.png

https://de.wikipedia.org/wiki/Gabunviper#/media/File:Bitis_gabonica_fangs.jpg

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Kommentare (1)
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27.10.2015
midori hat geschrieben:
Ziemlich unangenehmer Tod :/
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