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© Martin Harvey / WWF-Canon
Eine Chance für den König


von Marcel
12.11.2014
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Der König der Tiere steht vielerorts vor dem Aussterben. Seit 1960 hat sich die Zahl der afrikanischen Löwen um zwei Drittel verringert, zeigt eine Studie der Großkatzen-Schutzorganisation Panthera. Man schätzt die Zahl der afrikanischen Löwen in freier Wildbahn auf etwa 23.000 Tiere. Wie zuletzt im Januar 2014 eine Studie von Science belegte, stehen die Löwen in Westafrika vor dem Aussterben. In Indien gibt es nur noch Restbestände des Asiatischen Löwen. Warum geht es einem Tier, das so viele Menschen so sehr lieben, so schlecht?

Die großflächige Umwandlung der natürlichen Lebensräume, illegale Jagd und Wilderei sind die Hauptgründe für den Rückgang der Löwen. Wir breiten unsere Siedlungen aus, und so kommt es immer häufiger zu Konflikten zwischen Menschen und Löwen. Ein Löwe braucht weite Gebiete zum Jagen seiner Beute: Zebras, Büffel und Kudu. Wird das Land als Weide genutzt und dringen immer mehr Viehherden in Löwenterritorien ein, dann werden Büffel und Zebras verdrängt.

Der Rückgang der natürlichen Beutetiere und der leichte Zugang zu Nutztieren bringt Löwen dazu, Rinder und Ziegen zu reißen. Für die Nutztierhalter werden die Löwen dann zur Gefahr für ihr Einkommen und ihre Sicherheit. Sie töten die Löwen - aus Rache für Verluste oder aus purer Angst. Doch es muss nicht so laufen - wie dieser Film zeigt:

Beim Schutz der Herden setzt auch die Naturschutzarbeit des WWF an. Rinderhalter können ihre Tiere schützen, ohne die Löwen zu erschießen oder zu vergiften. Der WWF kann dabei helfen. Wie etwa im Schutzgebietsnetzwerk KAZA.

KAZA ist das größte grenzübergreifende Schutzgebietsnetzwerk der Erde. Es umfasst ein Gebiet von 520.0000 Quadratkilometern und erstreckt sich über fünf afrikanische Staaten. Es ist KAZAs Vision, durch den Aufbau von Naturschutz und Ökotourismus eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, die Armut reduziert und gleichzeitig den Naturreichtum schützt.

In KAZA gibt es geschätzt noch 4000 Löwen. Und auch in KAZA leben viele Menschen von der Viehzucht. Wir arbeiten mit diesen Menschen zusammen und zeigen: Sie müssen den Löwen nicht töten, um zu leben. Wenn sie ihn verschonen, können sie sogar vom Löwen profitieren.

Wir erarbeiten mit den Viehhaltern bessere Zäune, um Einbrüche von Löwen in die Viehherden zuverlässig zu verhindern. Wir testen den Einsatz von Bewegungsmeldern mit Blitzlicht, um die Löwen abzuschrecken. Es werden Wildtierkorridore geschaffen, die Schutzgebiete KAZAs über die Ländergrenzen hinweg verbinden. Löwen und andere Tieren bekommen dadurch größere Verbreitungsgebiete - weit weg vom Menschen.

Wir wollen in den Gemeindeschutzgebieten Namibias ein Prämiensystem einführen. Tourismusanbieter zahlen der Gemeinde einen Betrag für jeden gesehenen Löwen. Einen stärkeren Anreiz, die Natur zu schonen, kann es kaum geben! Der König der Tiere hat also noch eine Chance!

Willst du die Arbeit des WWF für die Löwen und andere Tiere unterstützen? Dann werde jetzt mit 3 Euro monatlicher Spende WWF Jugend Mitglied!

Fotos © Michael Poliza / WWF

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Kommentare (6)
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14.11.2014
Monamona hat geschrieben:
Unglaubliche Fotos! Ja, von KAZA habe ich letztens in einer Zeitschrift gelesen und mich voll gefreut ;)
13.11.2014
Carinaa hat geschrieben:
Toller Bericht!! Die Fotos sind auch wirklich schön :) Toll, dass der WWF so viel hilft!
13.11.2014
LSternus hat geschrieben:
Das sind doch mal erfreuliche Nachrichten. Es freut mich wenn Menschen und Löwen in KAZA zusammen leben können, hoffentlich setzt sich das auch außerhalb durch.
12.11.2014
Rastello hat geschrieben:
Der Löwe ist auch mein Lieblingstier. Ich bin auch ein Löwe (6.August geboren!! ;))
Wir müssen ihn unbedingt helfen.
12.11.2014
Zohar7 hat geschrieben:
Der Löwe ist mein Lieblingstier und ich find es schrecklich wie seine Bestände zurück gehen! Danke für die gute Nachricht :) !
12.11.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Das ist wirklich eine schöne Nachricht! Hoffentlich können die Bestandszahlen weiter vergrößert werden.
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