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© Martin Harvey / WWF-Canon
Baden mit den BaAka


von Janine
15.11.2009
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 Am Morgen verlassen wir Bai Houku. Louis, ein Amerikaner, der sich vor 24 Jahren dazu entschieden hat mit den BaAka zusammen zu leben, begleitet uns. Nach einem vierstündigen Lauf in den immer dichter werdenden Wald, durch Sümpfe, Flüsse, Ameisenhaufen und Dornengestrüpp, kommen wir an eine kleine Lichtung. Hier stehen igluartige Hütten. Sie sind aus dünnen langen Ästen und Blättern zusammengebaut und stehen im Halbkreis nebeneinander. Wir sind in einem BaAka Camp. Hier leben die Pygmäen, bei denen Louis sein Leben verbringt.

Ich sehe Frauen, die ihre Kinder säugen, Männer, die neue Hütten aufbauen und viele neugierige Gesichter. Die zwei kommenden Nächte wollen wir hier bleiben.

Silke und ich entschließen uns ein Bad zu nehmen. Direkt neben dem Camp fließt ein Bach. Wir schnappen unser Shampoo und gehen zum Wasser. Als wir uns umdrehen, merken wir, dass wir von ein paar BaAka Frauen verfolgt werden. Auch sie wollen baden. Wir gehen ein Stück den Bach hinauf. Hier ist der Wald so dicht, dass wir vor neugierigen Blicken geschützt sind. Die Frauen sind fasziniert von unserer Hautfarbe und bedeuten uns, dass sie gern tauschen möchten. Als Silke ihre Seife auspackt, bekommen die BaAka große Augen, auch sie wollen sich einschäumen. Silke gibt die Seife weiter. Die Frauen drücken lang auf die Tube. Sie nehmen nicht nur einmal sondern viermal, fünfmal von der faszinierenden weißen Masse und beginnen sich nass zu spritzen.

Als Silke versucht ihre Haare auszuspülen, kommen ihr die Frauen zu Hilfe. Sie spritzen so lange mit Wasser herum, bis der Schaum vollständig verschwunden ist. Als nächstes fällt der Blick auf unsere Handtücher. Wir sind noch nicht ganz trocken, da werden uns die Tücher aus den Händen genommen.Wie ein Kleid werden sie um den Körper gewickelt. Zuletzt wollen uns die Frauen beim Anziehen helfen.
Wir haben viel Spaß und müssen die Top drei, der bisher besten Badeorte neu ordnen.

Als wir ins Camp zurück kommen, brennen bereits Feuer für das Abendessen. Olli hilft dabei ein neues Haus zu errichten.
Wir schlagen unsere Wurfzelte auf und legen Schlafsäcke und Isomatten bereit. Danach setzen wir uns an eines der Feuer. Eine Frau kommt zu mir und drückt mir ihr Baby in den Arm. Es liegt ganz ruhig und schaut sich interessiert um. Ich halte es bereits seit zwanzig Minuten.

Plötzlich wird mein Bein sehr warm. Als ich hinsehe merke ich, dass mich das Baby angepinkelt hat. Ich verändere seine Position, damit es nicht in seinem Urin liegen muss. Ein wenig später bedeutet mir die Mutter, dass ich es zum Säugen zurück bringen soll.

Ich gehe das zweite Mal an diesem Tag zum Bach. Wieder wasche ich mich, aber diesmal bin ich allein.

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