WWF Jugend Wolfsretter


Den Wölfen


auf der Spur!


Die Wölfe kehren zurück nach Deutschland. © WWF
"Ah, Kacke! Alles mitnehmen!"


von LaLoba
17.09.2011
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Um fünf klingelte der Wecker. Heute ging es für mich nochmal ganz früh raus in den Wald. Unser heutiges Ziel: eine Trasse, die direkt zu einem See führt, bei dem wir schon Seeadler beobachten hatten. Eine Trasse ist eine große Schneise im Wald, mit einem geraden Flussbett in der Mitte. Der Fluss führt gerade kein Wasser und ist wie auch der Rest der Trasse dicht mit Gras bewachsen. Hier laufen oft Wölfe entlang, die vom See kommen oder zum See gehen.

Ob wir heute wieder einen Wolf sehen konnten? Es dauerte nicht lange, da erkannten wir Bewegung... Schon kurz nachdem wir es uns am Rand der Trasse gemütlich gemacht hatten, beobachteten wir eine Gruppe Wildschweine auf dem Weg von einer Waldseite zur anderen. Immer wieder erstaunlich, wie man mit etwas Geduld mitbekommt, wieviel eigentlich los ist im Wald. Nachdem die Wildschweine wieder verschwunden waren, hörten wir noch ein paar Tiere im Wald, sahen aber nichts weiter. Kein Wolf also - was aber nicht heißt, dass kein Wolf in unserer Nähe war:

Als wir nämlich zur Stelle zurückkamen, wo unser Auto stand, sahen wir, dass mindestens ein Wolf hier entlang gekommen sein muss! Ziemlich wahrscheinlich sogar zwei. Auf dem Platz fanden wir sogar noch eine ältere und eine frische Losung (am einfachsten zu übersetzen mit „Kackehaufen“...) von den Wölfen.

Das ist noch besser als ein paar Spuren, weil man mit der Losung unter anderem genau bestimmen kann, was der Wolf gegessen hat und vielleicht sogar welcher Wolf es war.

Stephan wird die Losung zum wildbiologischen Büro Lupus schicken. Dort wird sie untersucht - was man dabei alles Spannende rausfinden kann, konnten wir ja bereits im Naturkundemuseum lernen (hier der Bericht). Glücklich sammelten wir also die Losung ein und fuhren direkt weiter zu unserer zuerst installierten Fotofalle. 

Dort wartete das nächste Highlight auf uns! Direkt vor der Kamera war der Boden aufgewühlt, ein sicheres Zeichen für Wildschweine. Damit war uns klar, schon bevor wir die Kamera öffneten: Hier müssen wir Tierfotos bekommen haben! Und so war es dann auch, als wir die Karte in den Laptop steckten. Nachts war hier eine Gruppe junger Wildschweine vorbeigekommen!

 

 

Die zweite Fotofalle in der Nähe unseres Camps hatte über Nacht ebenfalls ein Bild gemacht. Jedoch nicht von einem Wolf, sondern von einem Tier mit kleinen Pfoten, Spitzen Ohren und Schnurrbarthaaren, die jeder von uns kennt. Genauer: eine Hauskatze.

Daneben haben wir natürlich auch noch einige mehr oder weniger unfreiwillige Fotos von uns, wie wir die Falle anbringen, und von Stephans Hund Bobby. Nicht jede Fotofalle lichtet also direkt einen Wolf ab. Das zeigt deutlich, wie selten die Gelegenheit ist, überhaupt einmal eines dieser scheuen Tiere zu sehen - im Gegensatz zu unserer Wolfsichtung beim ersten Ansitzen also ein totaler Normalfall.

Fotofallen sind ein wichtiges Instrument, um die Wölfe und ihre Wanderbewegungen zu erforschen. Nur mit diesem Wissen können Wölfe auch geschützt werden! Ihr könnt uns helfen, dieses WWF-Projekt zu unterstützen! Am besten, indem ihr ein Wolfsretter-Shirt bestellt, denn damit gehen 10 Euro an das Projekt, und ihr zeigt gleichzeitig, dass ihr die Wölfe in Deutschland unterstützt. Oder ihr spendet einen freiwilligen Betrag oder schickt eine SMS. Hier geht‘s zur Hilfeseite!

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Kommentare (3)
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19.09.2011
Marcel hat geschrieben:
Danke Phoenix für Deinen starken Appell! Ich bin weiter zuversichtlich, dass wir noch viele Spenden für das Beobachten der Wölfe sammeln können. Dieses Monitoring mit Fotofallen ist sehr wichtig, um für die Wölfe argumentieren zu können. Vielen Dank auch an Ines für ihren super Bericht: Die Fotos der letzten Woche sind wirklich witzig. Und wer weiß, vielleicht ist auch schon bald auf einer der Kameras auch wieder ein bestimmter Wolf zu sehen?
17.09.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Hallo Wolfsretter.. es tut mir wirklich leid, dass bisher kaum gespendet wurde.. Da haben wir mal die Möglichkeit etwas zu bewirken und uns effektiv zu engagieren und dann wird diese Gelegenheit nur von den wenigsten wahrgenommen. Geldmangel kann keine Ausrede sein, denn der hat mich auch nicht aufgehalten.. Aber was löst dann diese Trägheit aus und wie können wir sie beheben? Marcel kennt bereits einen Vorschlag.. Ansonsten kann ich nur noch mal an alle in der WWF-Jugend appellieren: Bitte spendet diesem Projekt, die Wölfe haben es dringend nötig!! Auch kleine Spenden können etwas bewirken, denn die Masse macht es! Also schiebt es nicht voraus oder seid zu bequem..
17.09.2011
Wildnislehrer hat geschrieben:
Hi,
toll das ihr zwei nochmal losgezogen seid.
Und das ihr auch fündig geworden seid rundet
die ganze Sache noch ab.
Schön!

Liebe Grüße
Jörg
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