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© Timothy Shivers / WWf Intl.
Klimawende- Unvergessliche Wetterextreme


von Ronja96
28.10.2015
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Kyrill, Katrina, 57,8°C, -93,2°C, Schlammlawine in Seoul- auf den ersten Blick scheinen dies ganz unterschiedliche Dinge zu sein. Doch wenn man sich diese näher anschaut, kommt man auf mindestens einen gemeinsamen Nenner: Sie alle sind unvergessliche Wetterextreme!

Kyrill, der „Monstersturm“, wie er in den Medien bezeichnet wurde. Dieser Sturm wütete vor allem in der Nacht vom 18. zum 19. Januar, und sorgte mit Böen mit bis zu 225 km/h für Stromausfälle, Chaos, entwurzelte Bäume und zerstörte Häuser. Dieser Sturm entwickelte sich in Irland, zog über England und erreichte schließlich Deutschland, wo er auch prompt zum stärksten Sturm seit „Lothar“ erklärt wurde. Kyrill erreichte in Deutschland zwar nicht, die Geschwindigkeit von 225 km/h, aber immerhin wurden auf dem Brocken Böen bis zu 198 km/h gemessen. Auf den Sturm wurde auch sofort reagiert, indem unter anderem LKW-Fahrer dazu aufgerufen wurden umgehend Rastplätze aufzusuchen und der Berliner Hauptbahnhof evakuiert wurde. Denn hier drohte die Glasfassade abzustürzen. Denn kurz zuvor war schon ein zwei Tonnen schwerer Stahlträger aus 40m Höhe auf eine Treppe gestürzt, welche vollständig zerstört wurde. Doch in Berlin sorgte nicht nur dies für Aufsehen, sondern auch die starken Regenfälle, die Kyrill mit sich brachte, flutete zahlreiche Keller, weshalb die Feuerwehr ganz schon was zu tun hatte. Zudem sorgte Kyrill für einen Stromausfall in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt, wo Bäume und Äste auf Freileitungen gefallen sind, und so keinen Strom mehr weiterleiten konnten. Doch auch in unseren Nachbarländern sorgte Kyrill für ordentliche Schäden, wie zum Beispiel in Österreich. Hier stürzte ein Dach auf mehrere Autos und forderte das Leben der Hausbewohnerin. Aber auch die Waldbestände litten massiv unter dem „Monstersturm“: Da die Temperaturen im Januar eher mild gewesen waren, war der Waldboden relativ instabil, weshalb die Bäume dem Wind kaum etwas entgegenzusetzen hatten.

https://www.youtube.com/watch?v=OH1syR3sQPo

Auch Katrina sorgte für Zerstörung. Dieser Hurrikan wird als eine der schlimmsten Naturkatastrophen der USA bezeichnet: Das Unheil begann am 23.08.2005. An diesem Tag bildete sich innerhalb kürzester Zeit über den Bahamas ein Hurrikan gewaltigen Ausmaßes. Von hier aus bewegte sich der Hurrikan über den Atlantischen Ozean, und schwächte am 28.08. kurzzeitig etwas ab, bevor er am 29.08. mit 280 km/h auf New Orleans traf. Dort brachen 53 Dämme, was für die Stadt, die unter dem Meeresspiegel liegt, schlimme Folgen hatte. Viele Häuser standen bis zum Dach unter Wasser oder wurden von dem Orkan und dem Wasser einfach weggerissen. Etwa 90% der Bewohner New Orleans konnten zuvor evakuiert werden, doch gerade die Obdachlosen hatte keine Chance Katrina etwas entgegenzusetzen. Nachdem Katrina über New Orleans gefegt ist, warteten viele Menschen auf den Hausdächern auf Hilfe, denn sie waren ringsherum von Wasser umgeben. Die traurige Zahl von 2000 Toten spricht von einer schlechten Evakuierung. In diesem Fall wurde viel zu spät reagiert.

https://www.youtube.com/watch?v=HbJaMWw4-2Q

Doch neben Kyrill und Katrina gibt es auch noch andere Wetterextreme, wie sehr heiße, bzw. sehr kalte Temperaturen: Der Hitzerekord liegt bei 57,8°C im Schatten. Diese Temperatur wurde am 13.September 1922 in El Asisija, einer Stadt im Nordwesten Libyens, gemessen. Im Gegensatz dazu steht der Kälterekord. Dieser liegt bei minus 93,2°C. Da reichen auch ein dicker Mantel, Handschuhe und Mütze nichts mehr, die wir hier in Deutschland im Winter bei leichten Minusgraden gut gebrauchen können (Da kommt mir unser Winter gegen diese Temperatur aber reichlich mild vor.). Diese Temperatur wurde am 10. August 2010 in der Antarktis gemessen und brach den Rekord von 1983 um 4°C!

Ein weiteres Wetterextrem ist sehr starker Regen. Das klingt nicht allzu schlimm, kann aber enorme Folgen haben, wie zum Beispiel in Seoul 2011. In Seoul gab es im Juli 2011 massive Regenfälle, bei denen an einem Tag etwa 300 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen ist, was seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nie vorgekommen ist. Dies führte zu Erdrutschen und Schlammlawinen, die U-Bahn-Stationen und Straßen überfluteten und Gebäude zerstörten. Dies kostete mindestens 32 Menschen das Leben.

https://www.youtube.com/watch?v=FDeQGb6V2BI

Dies sind natürlich nicht alle Wetterextreme, die es schon einmal gab, und die die Menschheit schon erlebt hat. Wer jetzt noch mehr über die Wetterextreme wissen möchte, kann sich diese Doku anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=jcGEQ-opDnc

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Und hier kommt ihr zum letzten Bericht aus der Klimareihe: Ein Interview mit dem Regen!

 

Textquellen:

http://www.spiegel.de/panorama/nachrichtenueberblick-das-war-der-orkan-kyrill-a-460572.html

http://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=162977

http://www.wwf.de/nach-kyrill-wetterfeste-waelder-schaffen/

http://www.wetteronline.de/wetternews/2013-08-28-ka

http://www.americanet.de/html/hurricane_katrina.html

http://www.ard.de/home/wissen/Hitzerekorde_aus_aller_Welt/1466676/index.html

http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/suedkorea-22-tote-nach-unwetter-3780602.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/kaelterekord-antarktis-neue-tiefstemperatur-der-erde-gemessen-a-938128.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/kaelterekord-antarktis-neue-tiefstemperatur-der-erde-gemessen-a-938128.html

Bildquelle:

https://www.flickr.com/photos/fotospielwiese/8990489799/in/photolist-eGsBoP-eGxzeL-eGHhnq-eGDVqw-eGB5Eh-eFMu9f-eFLA5s-eFKx6f-eGswJX-eFGobC-eFEGi6-eFDbER-eFBEcv-eFCMyJ-eFvWeZ-eFuxXS-eFAF4e-eFryoz-eFs6Cs-eFFKNm-eFJzib-eFFEAv-eFJktA-eFzfXQ-eFAfFv-eFEdvK-eFrWft-eFqKjr-eFoA5M-eFo7Xc-eFiK4v-eFw4Eh-eFqrDK-eFqRwe-eFwpzx-eFujYq-eFr39t-eFogLr-eFnbyB-eFwF3o-eFAm2z-eFreka-eFnsip-eFhUwr-eHJ6Sf-eHAVYc-eHMXTC-eHHVBm-eHBs4X-eH1Vki (von fotospielwiese, 25.12.2011)

 

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Kommentare (1)
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29.10.2015
RichardParker hat geschrieben:
Oh Mann! Man macht sich echt keine Gedanken was für Gewalten die Natur hervorbringen kann! Und wir begünstigen das auch noch mit unserem verschwenderischen Lebensstil!! Vielen Dank für den informativen Bericht, liebe Ronja! :)
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