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© Timothy Shivers / WWf Intl.
KlimaWende! Klimaschutz und Wirtschaft – Jobs mit Zukunft


von Sunlight
08.07.2015
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Wie kann die Ökonomie dem Klimawandel nützen, wie schadet sie ihm? Welche Perspektiven erwarten uns in der grünen Branche? Und was muss man dafür lernen oder studieren? Um all diese Fragen soll es in der heutigen KlimaWende-Folge gehen!

Grundsätzlich ist der Klimawandel ein naturwissenschaftliches Phänomen. Naturwissenschaftler haben ihn entdeckt und machen Vorherhersagen, wie er sich entwickeln wird. Naturwissenschaftler arbeiten an neuen Technologien zur Abmilderung des Klimawandels bzw. zur Anpassung an ihn. Gleichzeitig macht es aber grundlegende gesellschaftliche Veränderungen notwendig, ihn zu verhindern. Neue klimaschonende Technologien brauchen politische und wirtschaftliche Unterstützung sowie Veränderungen im Lebensstil jedes Einzelnen. Auch die naturwissenschaftlichen Reduktionsziele von z.B. 80% bis 2050 lassen sich nicht nur mit technologischen Innovationen durchsetzen, denn es sind Beschränkungen und Veränderungen im „westlichen“ Konsum- und Lebensstil notwendig. Und schon sehen wir die enge Verflechtung des naturwissenschaftlichen Phänomens Klimawandel mit politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Phänomenen.

Manchmal lohnt es sich querfeldein und nich die altbekannten, geebneten Wege zu gehen...

Somit stellen sich u.a. die Fragen: Wie viel Klimaschutz scheint in Abwägung gegenüber anderen Werten, z.B. Wirtschaftswachstum, angemessen? Unter welchen Bedingungen lässt sich ein angestrebtes Maß an Klimaschutz realisieren? Welche wirtschaftlichen Strukturen und Prozesse haben eine unterstützende oder verhindernde Wirkung?

Zunächst gibt es vier Faktoren zur Vermeidung des Klimawandels, bei denen auch die Wirtschaft eine große Rolle spielt, wo sie ihm also eindeutig nutzen kann:

1. Integrierter Klimaschutz: die Entstehung von Treibhausgasen während des Produktionsprozesses wird von vornherein vermindert bzw. verhindert (Bsp: CO2-arme Energiegewinnung durch regenerative Energieträger).

2. End-of-Pipe-Innovation: bereits entstandene Treibhausgase werden neutralisiert (Bsp: Kompensation bereits getätigter Emissionen durch Geo-Engineering).

3. Effizienz: der Bedarf an Primärenergie wird durch Effizienzsteigerungen und Mehrfachnutzungen reduziert (Bsp: besser gedämmte Häuser; Recyclingsysteme für Kunststoffprodukte)

4. Suffizienz: Reduzierung der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, die unter Freisetzung von Emissionen produziert wurden. Hier ist konkreter Konsumverzicht bzw. die Einschränkung von klimaschädlichen Lebensstilen gemeint (Bsp: Einschränkung von Flugreisen; vegetarische Ernährungsweise).

Auch wenn es uns gelingt, das 2°Limit einzuhalten, wird allerdings eine Anpassung an den Klimawandel in Form von verringertem Wirtschaftswachstum notwendig sein, hier ein paar wenige Beispiele: Diversifizierung der Wirtschaft, vermehrter Technologietransfer, Sicherung der relevanten Infrastrukturen, weitere Deregulierung, Investitionen in durch den Klimawandel profitierende Branchen (Bsp: Klimaanlagen, Ostseetourismus, auch wenn es makaber ist...).

Dass die Wirtschaft dem Klima zur Zeit aber mehr schadet als nützt, ist kein Geheimnis, trotzdem gilt Wachstum als positiv, als Ziel jeglichen Wirtschaftens und es wird viel gesellschaftliche und wirtschaftliche Kraft investiert, um Wachstum beibehalten zu können. Dass es aufgrund begrenzter Ressourcen eine natürliche Begrenzung dieses Wachstums gibt, wird dabei gern außer Acht gelassen und dass ein System, welches nur auf Wachstum basiert, vielleicht irgendwann zusammenbrechen könnte sowieso. Gleichzeitig versucht man, den Nutzen der Individuen zu maximieren. Dabei wird vor allem materieller Wohlstand angestrebt und es besteht die Annahme, dass das BIP mit dem Einkommen und dem Glück der Menschen verbunden sei. Das Paradoxon an der Sache ist nur, dass es kein unbegrenztes Wachstum von Glück gibt...

Vielleicht sieht so das Wachstum von Glück aus?

Es gibt viele Argumente für langfristiges Wachstum, z.B. kann es zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen, einer Erhöhung der Beschäftigungszahlen, zur Stabilität von Infrastruktur und unserem sozialen Sicherungssystems führen. Auch unser gesamtes Finanzwesen basiert auf Wachstum und es bietet die Chance für privates Unternehmertum und Investment. Problematisch sind dabei aber vor allem folgende Überzeugungen der Ökonomen:

- Technologischer Fortschritt und Innovation werden immer fortgeführt werden können

- Der Mensch sei von Natur aus gierig und mehr sei besser als weniger (Nicht-Sättigung)

- Zukünftige Generationen werden reicher sein als wir (deswegen kann der Nutzen in der Zukunft ruhig etwas geringer ausfallen)

- Natürliches Kapital (also natürliche Ressourcen) kann durch menschliches Kapital ersetzt werden (in Form von Arbeit und Geld)

- Die Welt ist linear und kontinuierlich

Völlig ausgeblendet wird dabei, dass exponentielles Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen nicht funktioieren kann und dass wir, wenn wir so weitermachen wie bisher, bereits am Ende des 21. Jahrhunderts die Grenzen des Wachstums erreichen werden (wenn dann nicht schon alles zu spät ist...). Mehr dazu findet Ihr hier in meinem Bericht zu einem Vortrag von Prof. Dr. Michael Roos, Lehrstuhl für Makroökonomik an der Ruhr-Universität Bochum zum Thema „Growth and Ethics“. An dieser Stelle wird deutlich, dass wir weniger Wachstum, weniger Konsum und einen vollständigen Werte- und Strukturwandel benötigen, der die Ökonomie einschließt. Aber wie könnte solch ein gewandeltes System aussehen? Ein Patentrezept gibt es nicht, aber bereits viele Ansätze an denen geforscht wird. Ein Beispiel dafür ist die Ökonomie der Nachhaltigkeit von Prof. Dr. Reinhard Loske, Professor für Nachhaltigkeit und Transformationsdynamik an der Universität Witten/Herdecke. Diese könnte sich z.B. aus einer Ökonomie des Teilens, der Langlebigkeit, des Prosumierens (gleichzeitiges Produzieren und Konsumieren), der Subsidiarität (z.B. basierend auf regionalen Energiegemeinschaften), der Resilienz (Reduzierung der Außenabhängigkeit, wie z.B. heutzutage die 100%ige Abhängigkeit von Erdöl) und einer Ökonomie der Gemeinschaftsgüter („Ecommony“) zusammensetzen. Mehr dazu findet Ihr hier in meinem Bericht über einen Vortrag von ihm: Klimapolitik am Scheideweg? 

Einen guten Überblick zum Zusammenhang zwischen Ökonomie und Ökologie findet Ihr auch in Franzis letztem Bericht: Konflikt: Ökonomie vs. Ökologie 

Welten treffen aufeinander...

Nachdem wir jetzt betrachtet haben, wie die Ökonomie dem Klimawandel nützen kann und wie sie ihm schadet, wollen wir noch einen kurzen Blick auf die ökonomische Sicht auf den Klimawandel werfen. In der Ökonomie greift man zur Bewertung des Klimawandels zu einer Kosten-Nutzen-Analyse: potenzielle Schäden durch den Klimawandel werden monetär bewertet und dem Nutzen von Anpassungs- und Bekämpfungsmaßnahmen gegenübergestellt. Der international viel Aufmerksamkeit erregende Stern-Report von 2006 stellt eindeutig hervor, dass ein Nichthandeln gegen den Klimawandel die Menschheit deutlich teurer zu stehen kommt, als das Ergreifen von Klimaschutzmaßnahmen heute. Es gilt aber zu bedenken, dass eine auf monetäre Aspekte reduzierte Analyse voraussetzt, dass die Kosten des Klimawandels vorhersagbar seien und dass sie von der Untergrenze des Erwartbaren ausgeht, was wenig realistisch ist. Außerdem werden nicht-monetäre Aspekte, wie der ästhetische Wert einer erhaltenen Landschaft, nicht berücksichtigt. Trotzdem hilft der monetäre Ansatz, um die Bedrohung durch den Klimawandel in Zahlen greifbar zu machen, auch wenn es grotesk wird, wenn wir die Investitionen für die Projekte „Menschheit“ und „Wirtschaft“ dem „Preis“ einer Unbewohnbarkeit des Planeten gegenüberstellen. Hier ist Transdisziplinarität gefragt, also z.B. die Verbindung von Natur- und Geisteswissenschaften (Bsp: Ökologische Ökonomik).

Schön und gut, aber wie sieht es mit Perspektiven in der grünen Branche aus? Es zeigt sich deutlich, dass die grüne Branche wächst Klimaschutz sich auszahlt. Die Umweltindustrie verändert die gesamte Wirtschaft und entwickelt sich zur Leitbranche. Ernährungs-, Energie- oder Bauwirtschaft sind Branchen, die besonders von den Veränderungen profitieren. Der Wandel bringt neue Berufe und zahlreiche Jobs: "Es herrscht Aufbruchstimmung in Deutschland", sagt die Energieökonomin Claudia Kemfert, die die Weltbank und die Vereinten Nationen berät und an der Humboldt-Universität in Berlin lehrt. "In den Chefetagen passiert sehr viel." Baufirmen spezialisieren sich auf energiesparende Dämmtechniken, Fondsmanager investieren in nachhaltige Aktien, Telefonhersteller entwickeln Solarhandys, Logistiker rechnen durch, welche Verkehre am meisten CO2 einsparen. So zeigt sich deutlich: der Klimaschutz ist in der Wirtschaft angekommen. Vier Prozent trug die Umweltwirtschaft im Jahr 2005 zum Gesamtumsatz der deutschen Industrie bei. Bis 2030 wird der Anteil laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger auf 16 Prozent wachsen. Die Branche würde damit die bis dato führenden Branchen Fahrzeug- und Maschinenbau übertreffen und zur Leitindustrie des 21. Jahrhunderts aufsteigen. Bereits heute zählt sie knapp zwei Millionen Beschäftigte. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel spricht von der "dritten industriellen Revolution".

Etwas anders ausgedrückt hat es eine Vertreterin des Global Climate Forum in Berlin bei der Landeskonferenz des Eine Welt Netz NRW zum Thema „Welt.Macht.Europa:

- Es bräuchte einen „grünen“ Investitionsschub, um eine Transformation hin zu einer treibhausgasarmen Gesellschaft erzielen zu können (z.B. in den Bereichen Energieerzeugung, Transport, Gebäude etc.)

- Dieser Investitionsschub würde auch den Kampf gegen (Jugend-)Arbeitslosigkeit unterstützen

- Kurzfristig käme es zu einem Einbruch, da „alte“ Jobs wegfallen würden, langfristig würden aber noch mehr „grüne“ Jobs geschaffen

- Die sowieso anstehenden Investitionen in eine grüne Richtung zu lenken ist sinnvoll, trotzdem kann dies nur eine Übergangslösung sein und sollten parallel Postwachstums- und Gemeinwohlökonomie-Konzepte (z.B. von Niko Paech, welcher auch an der Uni Oldenburg lehrt) entwickelt und umgesetzt werden.

Grünes Wachstum oder vielleicht sogar besser gar kein Wachstum mehr?

Es ist also offensichtlich, dass sehr viele und vielfältige Jobs in der grünen Branche existieren und immer mehr dazu kommen werden. Was ist aber, wenn wir selber an einer nachhaltigen Wirtschaft forschen wollen oder in den Unternehmen ein nachhaltiges Unternehmertum etablieren wollen, z.B. als Change Agents oder als CSR (Corporate Social Responsibility = Unternehmerische Sozialverantwortung)- Verfechter? Was könnte man dafür studieren?

Die folgende Auflistung ist nur eine subjektive Auswahl mir in diesem Bereich spannend erscheinender Studiengänge, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn Ihr also noch von weiteren Studiengängen wisst, die Wirtschaft, Klimaschutz und eine transdisziplinarische Perspektive verbinden, sind sie natürlich in den Kommentaren willkommen :)

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg:

Bachelor: Nachhaltigkeitsökonomik (B.Sc.) 

Und es gib auch einen zugehörigen Master: Sustainability Economics and Management (M.A.) 

Leuphana Universität Lüneburg:

Bachelor: Volkswirtschaftslehre (B.Sc.) 

Besonders ist hier das Major-Minor-Konzept in Lüneburg, d.h. um den Blick über den Tellerrand zu gewährleisten, studiert man noch einen der folgenden Minors dazu: Betriebswirtschaftslehre, Industrietechnik, Nachhaltigkeitswissenschaften, Politikwissenschaft oder Rechtswissenschaften (Unternehmens- und Wirtschaftsrecht).

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Fachbereich nachhaltige Wirtschaft:

Bachelor:  Unternehmensmanagement (B.A.), Finanzmanagement (B.A.) oder Regionalmanagement (B.A.)  

Master: Nachhaltige Unternehmensführung (M.A.)  

Ruhr-Universität Bochum:

z.B. den Kombi-Bachelor Volkwirtschaftslehre und „Politik, Wirtschaft, Gesellschaft“ Da ich selber genau diese Kombi studiere, findet Ihr hier auch noch mal einen ausführlicheren Einblick in diesen Studiengang ;) 

Hochschule Bochum:

Bachelor: Nachhaltige Entwicklung (B.Sc.), Vertiefungsrichtung: Wirtschaftswissenschaft

Universität Witten/Herdecke:

Bachelor: Philosophie, Politik und Ökonomik (B.A.) 

Und auch hier gibt es einen zugehörigen Master: Philosophy, Politics and Economics (M.A.)  

Alanus Hochschule Bonn:

Bachelor: Betriebswirtschaftslehre (B.A.),  nach dem Konzept „Wirtschaft neu denken“ Zugehöriger Master: Betriebswirtschaftslehre (M.A)

Bergische Universität Wuppertal:

Master: Sustainability Management (M.Sc.)  

Spannend ist hier auch die Anbindung an das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie 

Universität Bayreuth:

Bachelor: Philosophy and Economics (B.A.)  

Zugehöriger Master: Philosophy and Economics (M.A.)  

Insbesondere wenn man sich als Wirtschaftsstudent für einen wirtschaftswissenschaftlichen Blick über den Tellerrand engagieren möchte, gibt es z.B. die Initiative Oikos International oder das Netzwerk Plurale Ökonomik (jeweils auch mit aktiven Gruppen an verschiedensten Unis).

Aber was tun, wenn man sich für nachhaltiges Wirtschaften engagieren möchte, ohne ein wirtschaftswissenschaftliches Fach zu studieren? Es gibt auch regelmäßig interdisziplinarische Kongresse und Konferenzen zu dem Thema, hier zwei Beispiele:

Vom 9. bis 14. August 2015 ist die Degrowth Summerschool im Rheinland. Nach dem Motto "Degrowth konkret: Klimagerechtigkeit" sollen konkrete Antworten auf gesellschaftliche und ökologische Probleme entwickelt werden. Nicht zuletzt geht es auch um Widerstände, die einer (umwelt)gerechten Gesellschaft im Wege stehen. Hier kommt Ihr zum passenden Tipp der Woche.  

Vom 5. bis 9. September findet in Berlin der Kongress "Solidarische Ökonomie in der Praxis - Beiträge zur Transformation" statt. Der SOLIKON2015 soll Beiträge zur notwendigen Transformation in Richtung Ökologisierung und sozialer, globaler Gerechtigkeit entwickeln und aufzeigen.

In diesem Sinne, lasst uns den Wandel hin zu einem nachhaltigeren Wirtschaftssystem gemeinsam anpacken! Egal in welcher Position, als Schüler*in, Student*in oder Arbeitnehmer*in, wir können alle Einfluss nehmen, allein schon durch unsere alltäglichen Konsumentscheidungen. „Be the change you want to see in the World!“ :)

***********************

Hier kommt Ihr zu der letzten Folge, in der Lara fragt, ob das 2°Ziel wirklich das Ziel ist! 

Quellen:  „Zugänge zur Klimadebatte in Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie“, Tamina Christ, Angelika Gellrich und Tobias Die (Hrsg.), 2012 http://www.karriere.de/karriere/die-gruene-branche-waechst-8680/ und gehörte Vorträge sowie Erfahrungen aus dem eigenen Studium ;)

Fotos: eigene Aufnahmen

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Kommentare (2)
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10.07.2015
Sunlight hat geschrieben:
@Toni: Danke für Deinen ausführlichen Kommentar!
Ich glaube, wir stimmen in unseren Meinungen doch überein, haben uns nur in manchen Punkten missverstanden ;) (bzw. wollte ich in dem Artikel meine persönliche Meinung auch nicht so stark hervorheben, sondern eher einen objektiven Überblick geben :)).
1. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Wachstum überhaupt nicht immer positiv ist! Ich wollte nur deutlich machen, welche ökonomischen Grundannahmen hinter unserem heutigen Wirtschaftssystem stecken.
2. Außerdem glaube ich, dass es einen kompletten Wandel unseres Wirtschaftssystems braucht, wie genau so ein anderes System aussehen sollte, vermag ich heute noch nicht zu sagen... Deswegen studiere ich das ja , um es herauszufinden ;)
Allerdings haben wir heute noch "dieses" System (in dem Wachstum das oberste Ziel ist) und so lange bleibt uns meiner Meinung nach nicht anderes übrig, als heute schon anzufangen, nachhaltig zu wirtschaften und zu investieren. Wie oben geschrieben, stimme ich da mit dem Global Climate Forum (und wahrscheinlich auch mit Dir ;)) überein, dass das nur eine Übergangslösung sein sollte!
3. Persönlich favorisiere ich auch den oben beschriebenen 4. Ansatz zur Vermeidung des Klimawandels (also Suffizienz = konkreter Konsumverzicht bzw. die Einschränkung von klimaschädlichen Lebensstilen), allerdings muss man diesen Gedanken erst mal in der Gesellschaft etabliert bekommen... Wo wir wieder bei der Frage wären, wie man Veränderung initiiert...
10.07.2015
peacemeinfreund hat geschrieben:
Sehr interessanter Artikel, allerdings stimme ich mit wenigen Punkten nicht ueber ein. Du hast Recht, wenn wir den Klimawandel schaffen wollen muessen wir hin zu einer Postwachstumsgesellschaft. Allerdings schreibst du in den naechsten Momenten von gruener und nachhaltiger Wirtschaft sowie das Wachstum immer positiv ist. hier muss ich dir widersprechen. In dem Moment in dem wir versuchen "nachhaltig" zu wirtschaften sind immer noch die gleichen Ziele vorhanden -mehr, mehr, mehr. Mehr Geld, mehr Arbeitsplaetze, mehr verbrauch von Ressourcen.
Warum neue Handys entwickeln? Sollte man nicht viel lieber sein altes Handy so lange nutzen bis es wirklich aus ein anderfaellt?
Warum gruene Haeuserbauen, wenn die Stadt noch mit vielen ungedaemmten Haeusern zu gebaut ist?
Und so weiter und so weiter. Wir muessen erkennen, dass bereits unendliche Ressourcen von uns verbraucht worden und nun nach deren Obszulenz oder nach unserer Behauptung "das ist nun unbrauchbar" auf ihre Nutzung warten. Um dies zu erreichen, muss der Wandel aus uns selber herauskommen wie du geschrieben hast und wir muessen die Natur als ein Subjekt ansehen. Die Natur hat ihre Rechte und darf nicht von anderen nach deren Ermaessung "nachhaltig" ausgebaeutet werden.
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