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KlimaWende! - Die Kunst des Lügens – Wie Klimaskeptiker ticken


von Franzichen
20.05.2015
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Fast jeder von uns aus der WWF Jugend wird sich schon einmal in einer Diskussion über den Klimawandel befunden haben. Und meiner Erfahrung nach kommt irgendwann in der Diskussion jemand daher und meint: „Ja, aber was ist wenn der Klimawandel in Wirklichkeit nur eine Lüge ist? Und nur eine Drohkulisse?“. Wir wollen uns heute in der Klimawende-Reihe die Klimaskeptiker anschauen, von denen solch eine Aussage kommen könnte.

Zu Beginn dieses Artikels möchte ich erst einmal den Begriff „Skeptiker“ definieren. Grundsätzlich ist es in unserer Gesellschaft heutzutage nicht schlecht wenn man etwas mit Skepsis und Zweifel betrachtet. Allerdings darf man einen Menschen, der nachweislich falsche Argumente nutzt und nicht bereit ist das zuzugeben, nicht als „Skeptiker“ bezeichnen. Dies wäre ein „Leugner“, ein Klimaleugner. Man muss sich in dieser Diskussion immer fragen: Ist mein gegenüber ein ernstzunehmender Kritiker oder ein Zweifler, dessen Argumente zum Beispiel auf Dingen basieren die schon längst widerlegt sind.

Aber nicht nur Klimaskeptiker diskutieren über den Klimawandel, Klimawissenschaftler haben häufig auch Diskussionen, denn nicht alle Wissenschaftler sind der selben Meinung. Das Klima wird von so vielen Faktoren bestimmt und ist so komplex, dass Klimawissenschaftler auch nicht immer genau sagen können weswegen es diese und diese Wetterextremen gibt. Dennoch sind sich Klimawissenschaftler einig das der Mensch definitiv seinen Teil zum Klimawandel beiträgt und nicht wie von den Klimaskeptikern behauptet, dass es den Teil der vom Menschen verursacht ist nicht gibt.

Doch was dient es dem Klimaleugner zu behauptet, dass es den anthropogenen (vom Menschen verursachten) Klimawandel nicht gäbe? Oft wird von den Leugnern behauptet, dass menschliches Verhalten nichts mit dem Wandel zu tun hätte und dabei wird sich auffallend oft gegen die Verminderung von Kohlendioxid-Emissionen ausgesprochen. Außerdem sprechen sie sich gegen die Erweiterung der Erneuerbaren Energien aus. Hier stellt sich uns also die Frage: Wem nutzt es gegen diese Entwicklung der Energieproduktion zu sein? Einige große Energiekonzerne haben erkannt, dass es die fossilen Energieträger nicht mehr bis in alle Ewigkeit gibt, umdenken wird also versucht.

Eine These der Klimaskeptiker ist zum Beispiel: „Der Winter 2011/12 war eiskalt. Erwärmt sich das Klima doch nicht?“ Die Klimawissenschaftler aus München haben auf diese Aussage folgend geantwortet: Nur die Februar-Hälfte war so kalt, November, Dezember und Januar waren laut Messwerten deutlich zu warm. Dass der Winter 2011/12 als so kalt aufgefasst wurde liegt daran, dass der Februar sehr niedrige Temperaturen hatte - mit Rekordwerten. Des weiteren ermahnten die Wissenschaftler, dass man deutlich zwischen Wetter und Klima unterscheiden muss! Wenn man seit Beginn des 20. Jahrhunderts die Werte vergleicht, kann man eine Steigung der Werte feststellen, besonders in den letzten drei Jahren.
Eine weitere These der Skeptiker ist, dass CO2 doch auch in der Natur vorkommt,wie kann es dann sein dass CO2 einer der Hauptschuldigen an der Klimaerwärmung ist? Ein Professor antwortete darauf folgendes: Man kann die CO2-Konzentration aus der Vergangenheit aus Eisenkernen rekonstruieren. Seit dem Beginn der industriellen Revolution kann man einen drastischen Anstieg des CO2 Gehalts in der Atmosphäre feststellen. Heute beträgt sie 400 Parts per Million (PPM) und vor der industriellen Revolution war diese permanent auf dem Wert 280 PPM.
Auch wird von Kritikern versucht die Schuld von uns Menschen abzuladen, auf einfach irgendetwas anderes: Der Weltklimarat sagt ja, dass weit über 90 Prozent unserer Erwärmung durch die Klimagase erzeugt sind. Aber wir kommen zu dem Ergebnis: Die Hälfte des Klimawandels ist dem Menschen zuzuschreiben. Und die andere Hälfte der Erwärmung in der Vergangenheit durch die der Sonne. Allerdings konnte ein Professor das widerlegen: Wenn die Sonne die Hälfte der Erderwärmung schon in der Vergangenheit ausgemacht hätte, dann wäre dieser Effekt primär Tagsüber. Die Erwärmung müsste am Tag stärker sein als in der Nacht, allerdings wurde festgestellt dass die Temperaturen auch bei Nacht steigen. Und dies geschieht durch den Treibhauseffekt, der auch Nachts arbeitet.

Der Klimawandel wird von so vielen Faktoren beeinflusst, dass es manchmal schwer ist durchzublicken und alles noch genau nachzuvollziehen. Ich denke, deswegen gibt es so viele Skeptiker. Fakt ist, es wird wärmer. Nicht unbedingt schon heute das Wetter, aber das Klima auf lange Sicht hin! Es ist wichtig, das wir heute etwas gegen den Klimawandel unter nehmen, bevor man nicht mehr handeln kann. Versucht ruhig bei eurer nächsten Diskussion über den Klimawandel die Skeptiker zu überzeugen! Denn somit könnt ihr auch euren Beitrag zur Klimawende leisten!

Letzte Woche hat euch Johannes berichtet: Wie zehntausende grüne Finger ein Zeichen setzten!

Quellen:

http://www.br.de/themen/wissen/klimawandel-skeptiker100.html

http://www.dresden.de/media/pdf_neu/umwelt/Klimawandel-Klimaschwindel.pdf 

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Kommentare (4)
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21.05.2015
KikiFi hat geschrieben:
In unserer Zeitung habe ich vor einiger Zeit von einem Forscher gelesen, der behauptet, den Klimawandel gibt es nicht, die wärmeren Temperaturen kommen daher, dass man digitale Thermometer benutzt und nicht mehr die aus Glas und mit Quecksilber drin. Die digitalen messen genauer und grundsätzlich wohl etwas höhere Temperaturen. Ein ziemlich banales Argument, finde ich, denn wenn er weiß, dass die modernen Thermometer so funktionieren, werden das die vielen hundert Wissenschaftler überall auf der Welt, die zum Klimawandel forschen, auch gemerkt haben!
21.05.2015
FranziL hat geschrieben:
Schade, die Hauptargumente gegen den vom Menschen verursachten Klimawandel, die ich immer zu hören bekomme, waren hier leider nicht dabei.
So musste ich mir schon mehrfach anhören, dass der steigende Meeresspiegel ja nur davon kommen kann, dass sich neues Eis bildet - kein Dummer Gedanke, denn das Volumen von Eis ist ja bekanntlich größer als das des Wasser. Was jedoch oft vernachlässigt wird ist in dem Fall der Teil des Eisberges über Wasser. Dieser sorgt nämlich dafür, dass das Volumen des Wasser im Gegensatz zum Eis (im Wasser) um 6 % ansteigt.
Weitere interessante Argumente sind, die Wetteraufzeichnungen. Während ich argumentiere, dass es seit der Inustrialisierung stetig wärmer geworden ist, so bekomme ich zu hören, dass man seit dieser Zeit erst Aufzeichnungen über das Wetter macht. Das stimmt, ebenso wie die Tatsache, dass wir in unseren Breiten ja sogar mal tropische Temperaturen hatten. Ich kann dem nicht widersprechen, weil es schlichtweg keine Argumente dagegen gibt. Manche bringen hier die Geschwindigkeit des Temperaturanstieges an, aber woher wissen wir, dass sich die Erde damals nicht genauso schnell sondern langsamer erwärmt hat?
Ich bin wirklich der Meinung, dass es einem vom Menschen verursachten Klimawandel gibt, aber bei solchen Argumenten kann ich leider nichts entgegnen...
21.05.2015
Ronja96 hat geschrieben:
Danke für den tollen Bericht!
20.05.2015
BlueLikeTheSky hat geschrieben:
Sehr interessanter und informativer Bericht, danke! :)
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