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© Timothy Shivers / WWf Intl.
Die Klimademo in Paris - eine schwierige Entscheidung


von Marcel
18.11.2015
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Die Gewaltwelle, die wir in den letzten Wochen erleben mussten - nicht nur in Paris, sondern auch in Beirut, Istanbul und vielen weiteren Städten - macht uns zutiefst traurig. Wir können und werden niemals verstehen, wie Menschen dazu fähig sein können, anderen Menschen das Leben zu nehmen und ihre Familien und Freunde lebenslanger Trauer zu überlassen. Wir sind doch alle Menschen, die auf einem gemeinsamen Planeten leben - und anstatt Hass und Gewalt zu verbreiten hätten wir so wichtige gemeinsame Ziele: Den weltweiten Klimaschutz, die Bekämpfung von Hunger, den gleichberechtigten Zugang zu Bildung, den Aufbau einer nachhaltigen Welt, die Bewahrung der Natur.

Doch die Anschläge religiöser Extremisten oder auch die Hetze rechter Populisten erinnern uns erneut an die traurige Tatsache, dass nicht alle Menschen an diese gemeinsamen Ziele glauben wollen. Müssen wir uns damit abfinden? Nein, wir müssen weiter kämpfen! Wir müssen für die richtigen Werte einstehen und an das Gute im Menschen glauben!

In der vergangenen Woche hat die Gewalt - erneut - Paris erfasst. Die Stadt, zu der wir uns ursprünglich in wenigen Tagen aufmachen wollten, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Eine bunte, verrückte und laute Aktion hatten wir uns überlegt, über 160 von euch hatten sich bereits dafür angemeldet. Nach den Anschlägen erscheint all das plötzlich unmöglich. Oder doch nicht? Können wir euch weiter dazu aufrufen, nach Paris zu fahren?

Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir mit der WWF Jugend Redaktion vor über eineinhalb Jahren bei einem wunderschönen Treffen in Ravensburg zusammengesessen haben und beschlossen haben: "Wir wollen diese historische Demo nicht im Fernsehen verfolgen. Wir wollen dabei sein! Wir fahren nach Paris!" Seitdem haben wir mit Herzblut die Kampagne geplant, haben Videos produziert und jede Menge Wirbel im Netz gemacht. Umso schwerer fiel uns die Entscheidung, wie wir nach den Anschlägen reagieren sollen. Aber wir mussten eine Entscheidung fällen, und wir möchten euch hier erklären, wie und warum wir uns entschieden haben. Für mich persönlich ist es einer der schwierigsten Texte, die ich je geschrieben habe. Denn die Entscheidung fällt leider so aus:

Wir können nicht weiter an der Paris-Aktion festhalten. Frankreich wird aller Wahrscheinlichkeit nach den Ausnahmezustand auf drei Monate ausdehnen. Konzerte, Feiern und große Versammlungen rund um den Klimagipfel werden wahrscheinlich nicht stattfinden können. Das Aktionsbündnis "Coalition Climat 21", dem auch der WWF angehört, will weiter mobilisieren und mit den Behörden eine Lösung finden. Wir hoffen natürlich sehr, dass es gelingt, die Demo doch irgendwie möglich zu machen, doch sicher damit planen kann wirklich niemand. Die Ereignisse gestern in Hannover haben gezeigt, wie schnell sich das Blatt wenden kann.

Wir wollen unser Leben NICHT durch den Terror bestimmen lassen. Und dennoch können wir euch nicht einfach weiter dazu ermutigen, nach Paris zu fahren. Wir sind in einer Situation, in der jede und jeder einzelne für sich entscheiden muss, ob man nach Paris fahren will. Wir können und wollen in dieser Situation niemanden unter Druck setzen.

Würden wir weiterhin sagen: "Jetzt erst recht, wir fahren nach Paris", so wäre dies ein Signal der Stärke - doch für diejenigen, die einfach menschliche Angst empfinden, bringt dieses Signal unweigerlich die Botschaft mit: "Du bist nicht mutig genug", auch wenn dies so natürlich niemand so meinen würde. Wir sind nunmal Menschen, und das was man meint ist nicht immer das, was das Gegenüber wahrnimmt.

Wir haben sehr lange und intensiv diskutiert, auch die Geschäftsführung des WWF war dabei. Wir haben eure Diskussionen verfolgt und die Meinungen der Aktionsteamer eingeholt. Wir alle waren hin- und hergerissen. Am Schluss überwog die Gewissheit, dass eine Entscheidung gegen die Paris-Aktion kein Signal der Schwäche sein muss. Eure Sicherheit hat bei allen Bedenken Vorrang. Frankreich liegt - auch aufgrund der Luftangriffe in Syrien - mitten im Fadenkreuz der Terroristen. Niemals wären wir darüber hinweg gekommen, wenn der extrem unwahrscheinliche Fall eingetreten wäre, dass jemand von euch zu schaden gekommen wäre. Es muss kein Anschlag sein - allein eine Panik, ausgelöst durch einen Knall, kann ein furchtbares Unglück zur Folge haben.

 

Deshalb sieht unsere Entscheidung so aus:

1. Wir organisieren nicht mehr eine Aktion bei der Klima-Demo in Paris und rufen entsprechend nicht mehr dazu auf.

2. Wir rufen jedoch nicht dazu auf, nicht nach Paris zu fahren. Das Aktionsbündnis wird weiter für die Demo kämpfen, und jeder von euch, der eigenverantwortlich nach Paris fahren möchte, kann dies tun.

3. Wir beurteilen niemanden, der weiterhin nach Paris fährt, als besonders mutig, und wir verurteilen niemanden, der Paris meidet, als unmutig. Paris bleibt die individuelle Entscheidung jedes einzelnen.

4. Wir organisieren eine Alternative zur Paris-Aktion in Berlin, und zwar im Rahmen des Climate March am 29. November. Diese Aktion wird anders (und ernsthafter) sein als das, was wir ursprünglich in Paris vorhatten (s. weiter unten).

5. Alle, die sich bisher beim CrowdFinding angemeldet haben und nun ihre Reise nach Paris absagen, bekommen die Stornierungskosten erstattet. Hierbei können wir euch wie bei den Reisekosten versprochen bis zu 50 Euro erstatten.

6. Allen, die weiterhin nach Paris fahren wollen, können wir leider die Reisekosten nicht erstatten, da wir dort keine Aktion mehr starten. Reisekosten nach Paris müsst ihr eigenständig tragen.

7. Alle, die sich beim CrowdFinding angemeldet haben (oder dies noch bis Ende dieser Woche tun!), bekommen ihre Reisekosten erstattet für Berlin! Ihr könnt also vergünstigt (auch hier 50% bis maximal 50 Euro) zur Klima-Demo nach Berlin anreisen.

Wir hoffen, diese Lösung ist für euch fair und nachvollziehbar. Wir wollen es unbedingt möglichst vielen von euch ermöglichen, nach Berlin zu kommen, weil unsere Aktion in Paris leider nicht stattfinden kann.

 

Zu Berlin:

Der Climate March in Berlin wird eine riesige Demo und Teil eines weltweiten dezentralen Protestes zum Beginn des Klimagipfels (Auch hierzu hatten wir bereits aufgerufen). Nun gilt es, dass wir unsere komplette Energie, die eigentlich auf zwei Großdemos verteilt war, für Berlin bündeln. Der Klimaschutz wird natürlich das Kernthema bleiben, dem WWF ist aber auch daran gelegen, bei dieser Demo ein Zeichen der Solidarität mit allen Klimaaktivisten in Paris und in der ganzen Welt zu setzen. Wir wollen betonen, dass Klimaschutz Frieden bedeutet und daher eine unverschiebbare Aufgabe für uns alle bedeutet.

Bei der Abschlusskundgebung wird der WWF auf seinen Redebeitrag verzichten und der WWF Jugend das Wort übergeben - als Zeichen unserer Wertschätzung für euren großartigen Einsatz in diesem Klimajahr, und als Dank für eure ursprüngliche Bereitschaft, den WWF in Paris repräsentieren zu wollen.

Wir vom Jugend-Team wollen mit euch gemeinsam den Redebeitrag entwickeln. Hierfür kann uns jeder ein paar Gedanken schicken (gerne direkt an mich per Community-Nachricht). Wir werden versuchen, alle Sätze zu bündeln und zu einer Rede zusammenzufassen, in der sich alle Stimmen wiederfinden werden. Außerdem wird es Raum geben für die Entwicklung eines kreativen Beitrags der Jugend - denkbar wäre z.B. ein gestaltetes Banner, dass wir auf der Bühne ausrollen.

Dass der Climate March in Berlin stattfinden wird ist ebenfalls noch nicht sicher. Wir wissen nicht, wie es in den nächsten Tagen weitergeht, und daher ist leider nicht ausgeschlossen, dass auch diese Demo untersagt wird. Es ist jedoch nach jetzigem Stand deutlich unwahrscheinlicher, dass die Demo in Berlin abgesagt wird, als in Paris. Wir hoffen das Beste, müssen uns aber auf jede Eventualität einstellen. Infos zu Treffpunkt und Ablauf gibt es sehr bald hier auf wwf-jugend.de.

 

Meine abschließenden Worte...

...sind keine abschließenden Worte, sondern meine bitte an euch, dass wir weiter miteinander reden. Was sind eure Gefühle nach den Anschlägen? Wie seht ihr unsere Entscheidung? Wie kann Protest in der Zukunft aussehen? Postet hier eure Gedanken per Kommentar unter diesen Artikel, wenn ihr mögt.

Uns vom WWF ist wichtig, dass ihr unsere Botschaft erkennt:

Wir geben dem Terror nicht nach - Wir bleiben bei unserer Überzeugung, dass eine andere Welt möglich ist!

Wir setzen nicht auf kurzfristige Signale der Stärke, sondern auf wirkliche Stärke und nachhaltige Lösungen!

Wir werden uns immer einmischen, und wir können unsere Pläne immer anpassen!

Wir sind solidarisch mit allen, die auf der Welt für den Klimaschutz kämpfen, egal wie und wo!

Wir lassen uns als Gemeinschaft der Guten nicht spalten - Wir Klimaschützer sind vereint, nous sommes unis!

 

euer Marcel vom WWF Jugend-Team

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Kommentare (27)
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01.12.2015
Hummelelfe hat geschrieben:
Die Entscheidung wäre mir auch total schwer gefallen.
Genau das wollen die Terroristen ja auch; dass wir Angst vor ihnen bekommen.
Aber ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen; das widerspricht sich.
Ich finde die Entscheidung richtig, dass die Demonstration in Berlin stattfindet, besser als gar nicht. Bestimmt werden dadurch trotzdem viele Menschen mehr auf den Klimawandel aufmerksam. Leider kann ich nicht mitmachen, weil ich in Bayern wohne und zu wenig Möglichkeiten habe, nach Berlin zu kommen :(
Irgendwann wird sich wohl noch eine Chance ergeben.
Dann werde ich SICHERLICHST mitmachen!

@Marcel: Machen eigentlich viele nicht mehr mit, weil die Demo in Berlin statt in Paris stattfindet?
23.11.2015
Ivonne hat geschrieben:
Lieber Marcel, vielen Dank für deine bewegenden Worte! Ich finde die Entscheidung des WWF richtig und wichtig. Auch in Berlin können wir ein mächtiges Zeichen setzen für den Klimaschutz! LG! Ivonne
19.11.2015
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Vor einigen Wochen habe ich mit meinen Eltern darüber diskutiert, ob ich mit nach Paris fahren darf. Nur einige Tage später starben über 100 Menschen bei diesem Anschlag. Das muss eine sehr schwere Entscheidung für den WWF gewesen sein. Und wenn sie auch sehr enttäuschend ist, kann ich sie durchaus verstehen. Das ganze Jahr hatte die WWF Jugend auf dieses große Ziel hingearbeitet- Paris. Und dann so etwas. Ich habe gelesen, dass die Demo jetzt aber komplett abgesagt worden ist, was ich persönlich für einen Fehler halte. Damit ist ein Teil der Demokratie- Recht auf Meinungsfreiheit, das Recht zu protestieren vorübergehend "außer Karft gesetzt" und damit hätten die Terroristen einiges erreicht. Chaos, Ausnahmezustände. Die Sicherheit geht hier in jedem Fall vor, daher kann ich die Entscheidung der WWF Jugend, die ja bereits vor der offiziellen Absage bekannt war, nachvollziehen. Aber wer von sich aus für Klimaschutz auf die Straße gehen will, sollte dazu die Möglichkeit haben. So traurig für Paris, aber jetzt eben in Berlin. Ich werde in Berlin nicht dabei sein können, leider. Ich danke Dir für deine Worte, auch, dass Du am Ende auf die anderen Terroranschläge aufmerksam machst halte ich für wichtig.
19.11.2015
Monamona hat geschrieben:
Danke Marcel für deine Worte. Ich kann eure Entscheidung nachvollziehen und habe auch keine andere erwartet, vor allem nicht, nachdem ich vorgestern in Hannover den Ausnahmezustand miterlebt habe. Für mich ist das keine Art von Nachgeben gegenüber dem Terror. Was würde es bringen, jetzt zu provozieren? Viel wichtiger ist doch die Solidarität, die gerade überall auf der Welt deutlich wird.

Ich finde auch nicht, dass es zu erwarten wäre, dass der WWF die Fahrtkosten nach Paris unterstützt, denn würde etwas passieren, würde dies denen in die Hände spielen, denen der WWF ein Dorn im Auge ist. Es wäre einfach unverantwortlich.

Ich verstehe alle, für die Paris ein Schockmoment war. Für mich war es das nicht, es nie richtig angekommen emotional. Ich halte auch die Trauer für richtig. Trotzdem finde ich es absurd und traurig, wie wenig Beachtung die bekamen, die schon lange aufgrund von Terror den Tod fanden. Ich wünsche mir, dass es nicht nur heißt: Ich trauere mit den Opfern in Paris; sondern mit denen, die durch Terror und Unterdrückung sterben. Ich finde gut, dass du das am Anfang deines Artikels erwähnt hast, Marcel.

Und ich stimme Tigerlein zu: Unsere Solidarität den Geflüchteten gegenüber darf nicht nachlassen, weil wir Angst haben, denn die Angst würde sich gegen die Falschen richten. Überhaupt ist es nicht Angst, was wir jetzt brauchen, wahrscheinlich auch nicht Mut, sondern eben Solidarität. Zusammenhalt. Unterstützung. Wir müssen weder zurückweichen noch vorwärtsstürmen, sondern an unseren Standpunkt glauben.
19.11.2015
Anais hat geschrieben:
Ich finde die Entscheidung richtig und denke, dass wir mit geballten Kräften auch in Berlin viel erreichen können! Also lasst uns gemeinsam beim Climate March laut werden und ein starkes Zeichen für's Klima setzen!
19.11.2015
Tigerlein hat geschrieben:
Großer Respekt für diese schwierige, aber auch sehr verantwortungsbewusste Entscheidung! Ich halte sie ebenfalls für richtig. Wir können nur hoffen, dass der Terror bald ein Ende hat und wir wieder wie gewohnt für Klimaschutz demonstrieren können, ohne Angst zu haben. Denn wenn wir Angst haben, haben die Terroristen gewonnen. Das ist es, was sie wollen: Angst und Verunsicherung verbreiten, das Sicherheitsgefühl stören, unseren Alltag beeinflussen und die Stimmung im Land verschlechtern.

Das Wichtigste ist, dass wir uns davon nicht beeinflussen lassen und auf KEINEN FALL die Flüchtlingskrise und den Terror des IS vermischen. Die Flüchtlinge fliehen vor dem Terror, sie haben kein Interesse, hier den gleichen Terror zu verbreiten! Unsere Willkommenskultur ist dem IS ein Dorn im Auge!

Fazit: Ich verstehe eure Entscheidung und hoffe, dass der Terror bald ein Ende hat.
18.11.2015
JenniNightnight hat geschrieben:
Es kam gerade in den Nachrichten, dass die ganze Demo in Paris abgesagt und sogar untersagt und verboten ist. Wir dürfen also auch nicht mehr privat hin. Dies ist echt doof. :(
18.11.2015
somebodywholovesourearth hat geschrieben:
Ich hätte auf keinen Fall mit dir oder mit anderen Verantwortlichen tauschen wollen, Marcel. Eine Entscheidung hätte ich nicht fällen können.
Aus eurem Blickwinkel hattet ihr kaum eine Wahl: es wäre ein zu großes Risiko gewesen, weiterhin im Namen der WWF Jugend hier hin zu kommen.
Nur leider kann habe ich hier keinerlei Alternativen mich einer Gruppe zu dem 29. anzuschließen, weil diese Demo hier, in Paris, ja auch untersagt worden ist. http://www.zeit.de/news/2015-11/18/frankreich-grossdemonstrationen-bei-klimakonferenz-in-paris-abgesagt-18220402 (Aber vielleicht ist das nicht die aktuellste Meldung, und es ist doch noch möglich, dass die Demo am 12. stattfindet.) Ich bin ziemlich enttäuscht und traurig.
Es wäre einfach so genial gewesen, wenn die Demos in Paris stattgefunden hätten, während ich hier bin und sooo viele WWF Jugendmitglieder aufeinmal zu treffen! Aber wäre ist so wie hätte. Hätte, hätte, Fahrradkette... Wir können es nicht ändern, wir sind in diesem Punkt machtlos. Doch nicht überall, wir müssen die Macht, die wir haben, nutzen um unsere Gesellschaft und um unseren Planeten zu retten. Vielleicht weiterhin mit kleineren Dingen, zu Hause, doch vielleicht auch einige in dem sie zum Climate March am 29 gehen. In der Zukunft werden noch andere Aktinen gemacht, die zwar ein Ereignis wie die Demo in Paris nicht ersetzen, jedoch für das gleiche Ziel stehen. Wir dürfen uns nicht bezwingen lassen! Wie Marcel gesagt hat (ich weiß, sehr kompremiert, aber ich wollte hier jetzt nicht alles wiederholen): wir werden für die Zukunft nachhaltig und vereint Kämfen!
18.11.2015
RichardParker hat geschrieben:
Lieber Marcel,

auch für mich ist eure Entscheidung absolut nachvollziehbar. Das Risiko und die Verantwortung, die der WWF eingegangen wäre, hätte alles wie geplant stattgefunden, ist in meinen Augen untragbar. Ich kann mir gar nicht richtig vorstellen, wie intensiv eure Diskussion gewesen sein muss, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schwer es für dich gewesen sein muss diese Zeilen zu verfassen...
Ich kann es nur noch einmal betonen, ich finde es war die absolut richtige Entscheidung!

Tja, was soll ich zu Paris sagen? Wir sind wieder einmal in der grausamen Realität angekommen und Terrorismus ist längst nicht mehr nur Problem der arabischen Länder, wenn man es genau nimmt, war es das noch nie nur ein Problem bestimmter Länder...

Seit es den IS gibt, habe ich meinen Glauben an die Menschheit ein bisschen mehr verloren und ich kann einfach nicht verstehen, wie Menschen so überzeugt und verblendet sein können, um derartige Massaker wie die Paris an richten zu können...

Es ist einfach unfassbar... Die Welt kann dich doch gar nicht so fallen lassen, dass du gewillt bist so zu handeln und zu leben...?
Ich habe Angst vor diesem Fanatismus und vor dieser Gleichgültigkeit, diesem Streben nach kaltblütiger Rache, vor dieser Unmenschlichkeit. Ich meine wirklich Angst. Die Welt muss (noch) mehr an einem Strang ziehen und sich endlich über ein paar Dinge einig werden. Ich bin auch der Meinung, dass man Terrorismus nicht bekämpfen kann indem man auch mordet, sondern man muss das Kommunikationsnetz unterbrechen und Waffenlieferungen unterbinden. Ich weiß dass das leichter gesagt ist als getan, aber ich glaube, dass man es schaffen kann.

Marcel, ich finde du hast die richtigen Worte gefunden, ich fühle mich motiviert und gestärkt und kann nur den Hut ziehen. Danke für diesen Bericht, Marcel.

Wir sind ein Team und wir halten zusammen. Terror hat keinen Platz in der Welt.
18.11.2015
Helen hat geschrieben:
Ach Marcel, ich schließe mich ganz Carinas Worten an. Danke, dass du mit so viel Kraft das alles mitträgst.
Und diese Aktion ist so viel mehr, als das, was sich jetzt verändern musste: Sie ist Tatkraft und Hoffnung und Zusammenhalt. Und die behalten wir immer bei!
18.11.2015
Lillilum hat geschrieben:
Hallo Lieber Marcel, ich finde eure Entscheidung absolut nachvollziehbar. Die Anschläge in Paris haben uns alle sehr erschüttert.
Ich kann midori nur zustimmen in dem Punkt, dass letztendlich der Ort unerheblich für das Ziel ist. Unser gemeinsames Ziel.
Was mich an diesen ganzen Anschlägen besonders erschüttert ist die Erkenntnis, dass es anscheinend nicht möglich ist, als eine Welt zu agieren, in der Menschen leben, die alle letztendlich in einem Boot sitzen. Nicht allein in der Sache des Klimaschutzes, wofür so viele Menschen einfach blind sind, sondern letztendlich sind wir doch alle Menschen, haben alle das selbe Recht auf Leben.

Ich finde es toll, dass sich der WWF und auch die WWF Jugend nicht dem Terror ergeben wollen, sondern, dass wir in dieser Gemeinschaft alle doch für das selbe Ziel kämpfen und daran glauben, dass unser Zeichen, dass wir setzten etwas bewirkt. Und das tut es auch!

Danke nochmal für deinen Artikel, Marcel.
18.11.2015
Carina hat geschrieben:
Lieber Marcel, danke für diese Stellungnahme und für diese schwierige Entscheidung, die viel Kraft kostet und Herzschmerz bringt, aber sehr nachvollziehbar ist. Auch ich erinnere mich noch gut an den schönen Tag in Ravensburg, den Du erwähnt hast ... Es macht mich wirklich traurig, dass neben allem anderen nun auch noch solch schöne und wichtige Aktionen wie die COP Demo unter den Terroristenanschlägen leiden müssen.

Auch hier in Edinburgh wird am 29. November ein Climate March stattfinden. ich glaube, dass das eine schöne Alternative bietet, um dem Terror und dem Klimawandel in einem sicheren Rahmen die Stirn zu bieten. Du hast viel über Mut gesprochen in Deinem Artikel: Ich sage, wir lassen uns nicht entmutigen! :)
18.11.2015
Ronja96 hat geschrieben:
Ich kann die Entscheidung absolut nachvollziehen. Es birgt auf jeden Fall ein großes Risiko im Moment nach Paris zu fahren. Es ist zwar schade, dass die Aktion nicht stattfinden kann, aber ich denke, dass man auch in Berlin ein Zeichen setzen kann. Es ist wichtig, dass etwas gemacht. Natürlich wäre Paris nach der Konferenz optimal gewesen, aber die Sicherheit geht vor, und ich bin überzeugt, dass man auch in Berlin eine Menge erreichen kann.

Seit ich von den Anschlägen in Paris gehört habe, bin ich einfach erschüttert über das, was Menschen anderen Menschen antun können. Ich bin immer noch sprachlos und weiß nicht, wie ich das Geschehene in Worte fassen soll, sodass es der Situation gerecht wird. Am Samstag habe ich einfach immer wieder verschiedene Nachrichten über den Anschlag gehört und gelesen, und konnte einfach nicht glauben, dass es passiert ist. Und auch in den vergangenen Tagen habe ich viel darüber nachgedacht. Es macht mich traurig, wütend und auch ängstlich. Ängstlich, weil ich nicht weiß, was das für uns in Zukunft bedeuten soll. Und ich denke an die Opfer, die diese grausame Tat nicht überlebt haben. Ich versuche mir vorszustellen, was sie gedacht und gefühlt haben, als die Täter in die Konzerthalle kamen. Doch es geht nicht, weil die Angst, die diese Menschen in diesen Augenblicken gehabt haben mussten, wahlscheinlich so groß war, dass man es sich einfach nicht vorstellen kann.
18.11.2015
AfriKaro hat geschrieben:
Ich finde eure Entscheidung absolut nachvollziehbar. Sicherheit geht vor. Ein freundlicher WWF-Mitarbeit hat mal zu mir gesagt: "Spenden muss Spaß machen". So ist es auch mit dem Einsatz für das Klima. Wie kann man denn aus ganzem Herzen für das Klima eintreten, wenn man nebenbei Angst um sein Leben haben oder immer daran denken muss, dass hier vor Kurzem 200 Menschen um ihr Leben gebracht worden sind? Vor allem WIR haben noch unser ganzes Leben vor uns.
Ich finde nicht das dies Feigheit oder fehlende Leidenschaft ist. Ich finde die Botschaft des WWFs richtig. Wer möchte kann wertfrei nach Paris fahren und wer nicht, dann nicht. Klar, kann ich die Enttäuschung verstehen, aber so ist es nun. Wir werden noch genug Chancen haben das Klima zu retten. In Hessen zum Beispiel. Bäume pflanzen ist eine gute Beschäftigung, um auf gute Gedanken zu kommen. :-)

Ich werde in Berlin dabei sein...wenn es denn stattfindet.
Ich lasse das, was in Paris geschehen ist nicht zu nah an mich heran. Gibt es etwas schlimmeres, als das was dort geschehen ist? Wohl kaum. Doch jedoch haben wir das Privileg erhalten zu leben. Und wer sein Leben in Angst verbringt, der lebt nicht.
18.11.2015
Marcel hat geschrieben:
@regentag: Wir rufen nicht "nicht dazu auf, nach Paris zu fahren", sondern wir versuchen weiterhin im internationalen Netzwerk, dass es eine Demo geben kann. Das Aktionsbündnis, dem auch der WWF angehört, versucht mit Hochdruck, die Demo gemeinsam mit den Behörden möglich zu machen. Aber: Selbst wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass sie genehmigt wird, kann sie jederzeit – auch kurzfristig vorher wie beim gestrigen Freundschaftsspiel in Hannover – abgesagt werden. Die Situation ist also zu unsicher, um eine Aktion zu planen, Material nach Paris zu transportieren und sich an dem Ort zu versammeln, der aktuell so gefährdet ist. Das müssen wir leider akzeptieren, auch wenn es weh tut.

Jeder kann nach Paris fahren, wir werden es weder empfehlen noch davon abraten. Das, was wir lediglich tun ist, unseren Aktionsplan zu verlagern. Wir wollen dem Terror nicht nachgeben. Würden wir das tun, würden wir auch nicht zur Demo nach Berlin gehen und generell keine Aktionen mehr machen. Wir haben lediglich versucht - in der Verantwortung für viele Jugendliche stehend - eine Entscheidung zu fällen, bei der Sicherheit den Vorrang hat und wir trotzdem aktiv werden können.

Dass in Deinem konkreten Fall das Dilemma eintritt, dass du terminlich nicht kannst, ist extrem bitter - genauso auch für mich, der Dich unglaublich gerne bei der Demo getroffen hätte. Aber auch hier kann ich nur wiederholen: Wir haben die Planänderung nicht aus einer Laune heraus entschieden, sondern weil es in Frankreich einen Ausnahmezustand gibt und von Krieg die Rede ist. Es ist höhere Gewalt. Wir können - und das verbittert uns beim WWF ebenso wie euch - nicht jeden Plan bis zum Ende durchziehen, wir müssen flexibel sein können. Und darum brauchen wir jetzt eure positive Energie für Berlin.
18.11.2015
regentag hat geschrieben:
Für mich ist Berlin keine Option, nicht wegen des Orts sondern wegen des Datums. Am 29.11. habe ich beim besten Willen keine Zeit und kann deshalb nirgendwo, auch nicht in Deutschland oder meiner Heimatstadt auf die Straße gehen. Trotzdem will ich aber unbedingt ein Zeichen für den Klimaschutz setzen. Deshalb hatte ich mich auf die Großdemonstration in Paris gefreut. Und natürlich ist es im Grunde egal, an welchem Ort sich Menschen treffen um Forderungen zu stellen, aber jetzt fügen wir uns doch genau dem Willen der Terroristen. Wir ändern unsere Pläne und unser Leben aus Angst vor weiteren Anschlägen. Es ist zum aus der Haut fahren, dass die Anschläge in Paris den Klimagipfel und den Klimaschutz so in den Hintergrund drängen. Aber der Klimawandel wird auch zu Kriegen, Toten und Katastrophen führen und tut es schon. Deshalb ist es jetzt umso wichtiger, laut zu sein!
Natürlich kann ich verstehen, dass der WWF nicht weiter dazu aufruft, nach Paris zu fahren. Die Verantwortung sollte wirklich jeder selber tragen. Aber mich ärgert es genau wie Marcel, Johannes und Wasserjunge, dass nun keine Fahrkosten mehr für Paris übernommen werden.
18.11.2015
OekoTiger hat geschrieben:
Ich finde die Entscheidung gut, da man ja niemanden in Gefahr bringen will. Dennoch finde ich es sehr traurig das so eine tolle und lang geplante Demo nun abgesagt wird wegen so etwas Schlimmen. Ich wäre zwar eh nicht kommen, weil ich noch nicht so alt bin, aber ich hätte euch trotzdem Unterstützt.
18.11.2015
TobiS hat geschrieben:
Ich kann die Entscheidung und die Begründung voll und ganz nachvollziehen, und hätte als Verantwortlicher beim WWF wahrscheinlich ähnlich entschieden. Zwar ist der Weg für mich nach Berlin etwas weiter, aber es ist jetzt wichtig trotz der Anschläge ein Zeichen für die Umwelt zu setzen. Ich denke, dass unsere Botschaft ankommen wird, egal ob wir jetzt in Berlin oder Paris sind.
18.11.2015
Sunlight hat geschrieben:
Natürlich ist es unglaublich schade, dass unsere Demo in Paris nicht stattfinden kann, aber ich bin mir sicher, dass es die richtige Entscheidung ist.

Bei mir mischt sich seit Tagen unter die Trauer um die Opfer vor allem die Trauer, dass es tatsächlich Menschen gibt, die vor nichts zurückschrecken, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Es war so surreal diese schrecklichen Nachrichten zu lesen, wenige Stunden nachdem wir unsere Fahrt nach Paris gebucht hatten. Meine Freund*innen und ich haben auch lange hin und her überlegt, doch schweren Herzens haben wir uns dann schon am Sonntag entschieden, unsere Buchung wieder zu stornieren, weil uns das Risiko zu hoch ist. (danke noch für Deine Mail, die ich hiermit dann auch beantworte ;))

Natürlich sollten wir alle uns nicht zum verstummen bringen lassen mit unseren Forderungen für eine bessere Welt, aber das tun wir ja auch nicht, nur weil wir als WWF Jugend jetzt nicht in Paris vor Ort sind! Bei einer globalen Bewegung kommt es ja auch darauf an, an möglichst vielen Orten Zeichen zu setzen...
18.11.2015
simondominik hat geschrieben:
Es tut mir sehr sehr sehr sehr leid für die Familien,die einen solchen Schmerz ertragen müssen, für Ganz Frankreich die schon mit Charlie Hebdo einiges Ertragen mussten und dann nun dies.Ausserdem Tut es mir sehr leid für alle Leute, die sich so sehr auf Paris gefreut haben und doch nun wegen den Umständen passen müssen. Weiteres werde ich noch wann anders in einem kleinen Bericht schreiben. Dort habe ich einfach mehr Platz.... Es ist schlimm. Menschen töten Menschen auf Grund ihrer religiösen Denkrichtung oder nicht vorhanden Religion... Manchmal schäme ich mich für die Menschheit..
18.11.2015
midori hat geschrieben:
Wir sollten uns beim Kampf für den Klimaschutz ohnehin nicht an einem Ort festklammern! Denn der ist eigentlich völlig unerheblich für unser Ziel :o) Wir können von Berlin aus genauso viel Einfluss ausüben - vor allem mit den vielen Menschen des Global Climate March im Rücken, die an diesem Tag überall auf der Welt auf die Straße gehen. Auch damit setzen wir ein unmissverständliches Zeichen! Lasst uns nicht Paris nachtrauern, sondern mit genauso viel Elan wie bisher auf Berlin zuarbeiten. Das Klima braucht uns jetzt :o) Hier und überall auf der Welt!
18.11.2015
JohannesB hat geschrieben:
Wirklich eine verdammt schwierige Entscheidung, wo es kein simples richtig oder falsch gibt. Deswegen maße ich mir auch nicht an, zu sagen, ihr habt richtig oder falsch entschieden. Dennoch ...

Ganz wichtig finde ich die Botschaft: „Wir beurteilen niemanden, der weiterhin nach Paris fährt, als besonders mutig, und wir verurteilen niemanden, der Paris meidet, als unmutig. Paris bleibt die individuelle Entscheidung jedes einzelnen.“

Es ist eine persönliche Entscheidung, die jeder für sich treffen muss. Erstaunlich finde ich dann allerdings, dass bezüglich der Fahrtkosten jetzt eine Unterscheidung aufgemacht wird und diejenigen die sich für Paris entscheiden, benachteiligt werden.
Klar, die WWF Jugend hat sich nun gegen eine Aktion in Paris entschieden. Die Coalition Climat 21, wo der WWF ja auch dabei ist, will aber weiter am 12.12. festhalten. Zumindest sofern es die Sicherheitslage zulässt.

In einer außergewöhnlichen Situation wie wir sie derzeit haben sollten wir das Große und Ganze sehen. Die Klimabewegung als Ganzes. Egal, ob nun die WWF Jugend aus Deutschland in Paris offiziell in Erscheinung tritt oder nicht: Diejenigen von uns, die weiter nach Paris fahren, setzen ein genauso wichtiges und starkes Zeichen für den Klimaschutz wie diejenigen die in Berlin auf die Straße gehen wollen. Dieses Zeichen ist nicht wertvoller oder mutiger als das, was aus Berlin kommt. Hauptsache, man steht auf und kämpft für’s Klima.

Es sollte nicht drauf ankommen, wo man seine Stimme erhebt und ob man nun Teil einer offiziellen WWF Jugend-Choreographie ist. Wer an einer, wie wir uns ja einig sind, extrem wichtigen Demo in Paris teilnimmt, sollte deshalb mindestens die gleiche Unterstützung erfahren, wie diejenigen die in Berlin an den Start gehen. Mindestens deshalb, weil mit der Reise nach Paris für die meisten höhere Kosten verbunden sind.
Die Unterstützung des WWF ist ja KEINE Bezahlung. Sie würde also nicht den Mut der Paris-Fahrer bezahlen, sondern sie bei ihren Ausgaben unterstützen. Insofern wäre es auch keine Benachteiligung derer, die sich entscheiden, jetzt nicht mehr nach Paris zu fahren.

Ich finde schade, dass die vorgestellte Lösung nun nicht mehr jedem die freie Entscheidung lässt: Es ist eine klare Bevorzugung von Berlin. Wenn jeder selbst die Entscheidung treffen muss, sollte er/ sie dann auch die gleiche Unterstützung vom WWF erfahren. Egal wie man sich entscheidet.

Wir sind EINE Klimabewegung. Und jeder Einsatz ist gleich wertvoll. Das sollte sich meiner Meinung nach auch in der Entscheidung des WWF widerspiegeln.
18.11.2015
Marcel hat geschrieben:
@Wasserjunge: Es tut uns sehr leid. Glaub mir, wir sind genauso traurig über die Entwicklung wie alle hier. Aber ich muss Dir das Gleiche antworten wie Marcel: Wenn wir zusätzlich zu allen Kosten auch die Parisfahrten weiter unterstützen, kommen nicht nur zu viele Kosten zusammen, vor allem wäre es ein indirektes Signal, das doch alle ermutigen würde, nach Paris zu fahren. Wir würden automatisch in eine Mitverantwortung rutschen, die wir seit den letzten Tagen nicht mehr gewährleisten können.

Wir können immer Pläne machen, und in in den meisten Fällen konnten wir immer unsere Pläne verwirklichen. Aber eine Kampagne heißt nicht, einen Plan mit aller Gewalt durchzuziehen, auch wenn sich die Umstände ändern. Die Umstände haben sich diesmal extrem geändert, nicht nur geringfügig. Bitte versetzt euch in unsere Lage. Wir sind mehr als traurig, so entscheiden zu müssen, aber wir müssen eine konsequente Entscheidung fällen. Würden wir die Fahrtkosten nach Paris übernehmen, würde das unserer Botschaft widersprechen, dass es nun die individuelle Entscheidung jedes einzelnen sein muss, ob man nach Paris fährt oder nicht.

Es bricht mir das Herz, euch die Fahrtkosten für Paris nicht weiter zusagen zu können, aber wir sind der WWF und wir müssen die Kräfte nun für Berlin bündeln. Ich bin froh, dass wir zumindest die Stornierungen abfedern können.
18.11.2015
Wasserjunge hat geschrieben:
Oh man, da muss ich MarcelB zustimmen, ich wollte auch nach Paris fahren, aber so komplett ohne Unterstützung vom WWF gestaltet sich das bei mir echt nicht leicht...
Ich würde mich freuen, wenn da noch etwas zu machen wäre... :(
Nach Berlin komme ich dennoch...

Bei den Gefühlen, muss ich sagen, dass ich etwas traurig, enttäuscht bin, darüber, dass nichts übernommen werden soll. Klar kann ich das auch verstehen, aber finde das angesichts der wichtigen Aktion einfach komisch.
Ich freue mich schon auf die Aktion in Berlin. dennoch wäre ich gern in Paris...
18.11.2015
Puma hat geschrieben:
Ich finde es auch verdammt schade, dass die Demo in Paris nicht stattfindet. Ich hab mich schon riesig drauf gefreut und hätte auch mit Freuden die zwei Nächte im Bus verbracht. Ich hatte mich total gefreut, jede Menge neue Menschen kennenzulernen und alte Freunde wieder zu treffen. Auch wollte ich gerne ein Symbol für den Klimaschutz setzen. Ich wäre auch trotz der Anschläge nach Paris gefahren (jetzt, da die Fahrtkosten nicht erstattet werden, kann ich das leider nicht mehr)
Doch ich verstehe die Reaktion des WWF voll und ganz. Denn auch wenn es am Ende die Entscheidung eines jeden einzelnen gewesen wäre, wäre man als WWF Jugend Mitglied auf eine WWF Jugend Veranstaltung gefahren und wäre was passiert, dann wäre das auf den WWF zurückgefallen. Ich glaub das ist eine Sache, die keiner von uns hier will.
18.11.2015
Marcel hat geschrieben:
Marcel, ich verstehe deine Enttäuschung, aber beachte bitte: Wenn wir die Stornierungskosten und die neuen Reisekosten für Berlin zusammenfassen, kommt sicherlich bereits mehr zusammen, als wir ursprünglich an Ausgaben eingeplant hatten. Wir sind eine Spendenorganisation und müssen daher unsere Mittel absolut zielgerichtet einsetzen. Für uns war klar, dass wir nicht Berlin als "Ersatz" anbieten wollen, ohne euch bei den Fahrtkosten zu unterstützen - da mussten wir leider Prioritäten setzen.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sich die Aktivisten im Stich gelassen fühlen. Diese Situation ist extrem und war absolut unvorhersehbar. Wir haben das ja nicht aus einer Laune heraus so entschieden, das ist höhere Gewalt, und das werden sicher die allermeisten verstehen. Dass wir angesichts dieser Bedrohungslage unsere Pläne ändern müssen, wird uns daher kaum jemand als unzuverlässig oder unglaubwürdig vorhalten. Und die, die es doch tun: Wir müssen damit leben, dass unsere Entscheidung nie allen gefallen hätte, egal wie wir entschieden hätten.
18.11.2015
MarcelB hat geschrieben:
Ja...Ich kann die Position des WWFs verstehen. Die Aktion abzusagen ist kein Zeichen dafür, dass man sich dem Terrorismus beugt...

... aber ich habe auch zwischen den Zeilen gelesen... Einige werden weiterhin an ihren Plänen festhalten nach Paris zu fahren, so auch ich. Ich finde es schade und sogar ungerecht, dass die Leute, die an ihren Paris-Plänen festhalten nun garkeine finanzielle Förderung mehr bekommen. Die Erstattung der Reisekosten war zu dem Zeitpunkt an dem ich und weitere sich fürs Crowdfinding angemeldet haben zugesichert. Ich finds ok, wenn man sagt, dass man nicht weiter für die Aktion wirbt... aber die die schon gebucht fühlen sich sicherlich im Stich gelassen... Für Aktivisten die neu auf die WWF Jugend gestoßen sind und sich im Rahmen des Crowdfinding angemeldet haben, wirkt das eher unzuverlässig und unglaubwürdig.

Nur weil wir dort keine Aktion mehr "starten", heißt das ja nicht, dass wir nicht Teil einer großen Bewegung vor Ort sein können... Immerhin wollten wir nach Paris zur Klimademo, und nicht nur unser eigenes Ding in Paris durchziehen. Den Fokus jetzt auf Berlin zu lenken find' ich schade.

Ich möchte jetzt auch garnicht böse und undankbar klingen, aber du hast uns nach unseren Gefühlen gefragt und ich bin ein wenig enttäuscht. Aber ich habe mich natürlich auch schon das ganze Jahr auf Paris gefreut, da ist das wohl auch verständlich...
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