Aktuelles zur Wilderei


Wie steht's


um die Tiere?


Breitmaulnashörner am Nakuru-See, Kenia © Michael Poliza / WWF
Ranger: Kämpfer für die Natur


von zeemzee
07.11.2012
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Jedes Kind kennt die Serengeti, die Savanne, die Löwen, Giraffen und Elefanten. Sie existiert nur noch nur, weil es mutige Menschen gibt, die sie verteidigen. In Arusha, ganz im Norden Tansansias, in der Nachbarschaft der Serengeti und des Kilimanjaro, versammeln sich vom 4. bis 9. November 2012 Ranger, Wildhüter und Naturschützer aus den USA, Australien, Kanada, Korea und natürlich Afrika zum 7. World Ranger Congress um darüber zu sprechen, wie sie ihre Arbeit noch besser machen können – und damit einzigartige Landschaften, ihre Tier- und Pflanzenwelt bewahren zu können.

Vielleicht war dieses Treffen noch nie so wichtig wie heute. Denn auf dem ganzen Planeten steht die Natur unter Druck. Eine stetig wachsende Bevölkerung und ihr Hunger nagen an der Wildnis. Global operierende Bergbaufirmen durchwühlen die Erde nach Rohstoffen. Und schließlich dezimiert eine Mafia Nashörner, Elefanten oder Tiger mit immer brutaleren Methoden, um fragwürdige Bedürfnisse zu befriedigen. Immer öfter bleiben dabei auch die Ranger tot zurück. „Die Wilderer sind immer besser ausgerüstet, auch mit automatischen Waffen“, sagt Brit Reichelt-Zolho. Die Afrika-Expertin des WWF hat auch schon selbst Ranger ausgebildet und kennt ihren gefährlichen Job.

Tansania lebt sehr gut mit und von seinen Naturschätzen. Menschen fliegen um die halbe Erde, um auf Safaris Elefanten, Nashörner und Löwen zu sehen. 40 Prozent der Landesfläche sind geschützte Natur. Allein 16 Nationalparks gibt es, die Serengeti ist nur der bekannteste. Fast fünf Milliarden Dollar hat das Land mit seiner Natur verdient, 17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts hängen von den Gästen ab. Tansania ist aber auch das Land mit der höchsten Rate an ermordeten Rangern.

Gerade in Afrika riskieren Männer und Frauen jeden Tag ihr Leben für die Natur. Wie etwa Jean Pierre Mirindi, ein Ranger aus dem Kongo, dessen Aufgabengebiet nicht nur Umweltbildung und Waldbrandkontrolle umfasst. „Wir haben auch mit Rebellen zu tun“, erzählt er. „Es geht um Macht, Einfluss, Erdöl, Gold, die haben große Fische im Hintergrund, die wir nicht benennen wollen. Das ist nicht unsere Aufgabe.“ Er muss trotzdem mit ihnen im Park leben und überleben. „Wenn sie vor unserem Hauptquartier auftauchen, können wir nicht in der Hauptstadt Kinshasa anrufen und um Hilfe bitten. Also versuchen wir, mit ihnen zu reden.“ Der kleine, kräftige Mann zeigt auf sein großes, gelbes Abzeichen. „Die Rebellen wissen, dass die, die so ein Abzeichen tragen, keine Feinde sondern Ranger sind. Das ist natürlich kein hundertprozentiger Schutz, aber besser als nichts.“

Und wenn er Rebellen erwischt, die etwa einen Elefanten getötet haben? „Dann behandeln wir sie wie jeden Wilderer. Und das heißt: Wir schießen, wenn er nicht gleich aufgibt, bevor wir beschossen werden. Das ist unser Auftrag.“ Sein Gesicht bekommt einen harten Ausdruck. „Und jeder Wilderer sollte wissen, dass wir Ranger einig sind. Einer für alle, alle für einen. Das gilt für uns Ranger weltweit. Das ist unsere Stärke.“

Wenn man sich die hier versammelten Ranger ansieht, glaubt man das sofort. „Dabei müssen Ranger und Game Scouts viel aushalten und kriegen dafür nur sehr wenig Gehalt“, sagt WWF-Expertin Brit Reichelt-Zolho. Sie sollten eigentlich nicht nur ein Abzeichen, sondern einen Orden tragen.

Bilder: Afrikanische Elefanten © Michael Poliza / WWF, Ranger © Steve Felton / WWF Namibia, Giraffen © Michael Poliza / WWF

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Kommentare (13)
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06.07.2013
idanna hat geschrieben:
Großen Respekt an sie! An solchen Menschen sollte man sich ein Beispiel nehmen.
Helden *-*
06.07.2013
idanna hat geschrieben:
Großen Respekt an sie! An solchen Menschen sollte man sich ein Beispiel nehmen.
Helden *-*
04.01.2013
david.s hat geschrieben:
diese leute sind helden und sollten ein besseres gehalt bekommen . die rangen sollten hilfe bekommen um dafür zu sorgen das es keine wilderer schaffen arme, unschuldige tiere zu töten.
13.11.2012
Wasserjunge hat geschrieben:
Schöner Bericht :)
Diese Leute haben sehr großen Respekt für ihren Einsatz ihres Lebens verdient...!
;)
13.11.2012
LenaSun hat geschrieben:
Sowas ist beeindrucken. Dankeschön das du das geschrieben hast. Das meiste wusste ich garnicht .
13.11.2012
Jolly hat geschrieben:
Wow, danke für diesen Bericht! Respekt für die Ranger, ihre Arbeit ist knochenhart und auch wirklich ehrenwert, das sind kleine Helden der Nation, die man manchmal vergisst. Nochmals ein Danke!
10.11.2012
Puma hat geschrieben:
ich finds klasse,dass es solche leute gibt,die trotz lebensgefahr auf die tiere aufpassen!!! respekt! und danke für den bericht. :)
09.11.2012
Constantine hat geschrieben:
ich finde die Arbeit von den Ranger richtig klasse, schade aber das diese nicht genügen dafür entlohnt werden.
09.11.2012
killerwal hat geschrieben:
ich finde es so toll, dass sich diese ranger sich so einsetzten!! meinen vollen respekt!! sie machen unsere welt ein bisschen besser und das kann man nicht so einfach unbeachtet lassen!! das sollen vorbilder sein. man muss bewusst machen was die leute da machen. sie sind keine normale leute die normale jobs haben, nein sie sind unsere retter.
08.11.2012
Anni09 hat geschrieben:
Das sind richtige Helden! Ich danke den Rangern für ihre wirklich bedeutungsvolle Arbeit. Am Ende ihres Lebens können sie problemlos zurückblicken, um sich bewusst zu sein, etwas Großes bewirkt zu haben.

Was mich jedoch beunruhigt ist, dass Wilderer noch nicht mal davor zurückschrecken einen Menschen zu töten?Für mich sind Mensch und Tier zwar gleichwertig, jedoch ist für die meisten Menschen die Hemmschwelle einen Menschen zu töten höher. Anscheinend gibt es für manche Wilderer überhaupt keine Grenzen...
Obwohl wenn man sich die Probleme auf dieser Welt anschaut verwundert einen überhaupt nichts mehr, denn es wurde schon wegen weitaus Geringerem getötet- echt traurig :/
08.11.2012
FabianN hat geschrieben:
Ich kann den drei anderen Kommentaren wirklich nur zustimmen...

Dieser Beruf ist nicht nur irgendein Job, sondern eine Lebenseinstellung. Diese Leute riskieren täglich ihr Leben, um wundervolle Tiere zu retten. Das ist wirklich weit mehr wert als ein Abzeichen, und meiner Meinung nach auch mehr wert als ein Orden. Diesen Leuten, die TIERE RETTEN, sollte man extrem viel Respekt entgegenbringen... vielleicht können wir sie mit der Anti-Wilderei-Kampagne ja auch unterstützen...
08.11.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Ich habe größten Respekt für diesen Menschen!!! Sie stellen sich vor die Tiere und schützen sie so gut sie können anstatt nur zu reden und den Schutz zu fordern.

Die Ranger können wirklich stolz auf sich und ihren Beruf (oder eher gesagt ihre Berufung) sein.
Sie sollten alle Unterstützung bekommen, die man geben kann.
07.11.2012
LaLoba hat geschrieben:
Was für ein spannender aber auch gefährlicher Job! Es beeindruckt mich immer wieder, wie stark sich diese Menschen für unsere Natur einsetzen, obwohl sie dabei manchmal riskieren, ihr Leben zu verlieren. Respekt! Da kann ich der WWF Expertin nur zustimmen: Sie verdienen einen Orden.
Danke für den Einblick in die Welt der Ranger!
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