Aktuelles zur Wilderei


Wie steht's


um die Tiere?


Breitmaulnashörner am Nakuru-See, Kenia © Michael Poliza / WWF
Gewinner und Verlierer des Jahres 2012


von zeemzee
20.12.2012
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Elefantenmassaker, Tigerschutzgebiete und Deiche an der Elbe. Nach einem ereignisreichen Jahr zieht der WWF eine zweigeteilte Jahresbilanz für den Artenschutz.

Verlierer 2012

Afrikanische Elefanten: Seit Anfang 2012 sind weit über 10.000 Elefanten aus den Savannen und Wäldern Afrikas verschwunden. Sie wurden Opfer grausamer Verbrechen, niedergemetzelt und verstümmelt von skrupellosen Kriminellen, die es auf die Stoßzähne abgesehen haben. 

© WWF / Green Renaissance

Nashörner: Auch die Nashörner sind von der dramatischen Wildereikrise betroffen. Allein in Südafrika wurden 2012 pro Tag etwa zwei Tiere getötet. Die Hörner gehen vor allem nach Vietnam, wo sie in geriebener Form als dubiose Heilmittel eingesetzt werden. Dementsprechend ist auch die Lage der asiatischen Nashörner extrem kritisch. So zählen die Java-Nashörner zu den bedrohtesten Säugetieren weltweit.

 

Menschenaffen: Egal ob Gorilla, Bonobo, Orang-Utan oder Schimpanse: Unseren nächsten Verwandten im Tierreich geht es immer schlechter. Rücksichtlose Wilderei, Lebensraumzerstörung, die unruhige politische Situation und das tödliche Ebola-Virus, vor allem in den Ländern Zentralafrikas, führen zu einem bisher ungebremsten Rückgang der Bestände. Nur die Population des Berggorillas ist leicht ansteigend.

© Bruce Davidson / WWF

Lonesome George: Ein symptomatisches Einzelschicksal ist der Tod von Lonesome George. Mit ihm ist im Juni 2012 auf der Galapagos-Insel Pinta der letzte Vertreter der Riesenschildkröte Chelonoidis nigra ssp. abingdoni gestorben. George wurde etwa 100 Jahre alt und galt als einsamstes Tier der Welt. Forscher haben zwar im November Gene von Chelonoidis nigra ssp. abingdoni in anderen Schildkröten entdeckt, doch nach derzeitigem Stand der Wissenschaft ist es nicht möglich hieraus eine neue Generation zu züchten oder gar zu klonen.

© Martin Harvey / WWF

Ostsee-Schweinswal: Deutschlands einzige Walart kämpft weiter ums Überleben. Selbst inden Meeresschutzgebieten ist der kleine Wal vor den Todesfallen der Stellnetzfischerei nicht sicher. Die feinmaschigen Netze sind für das Echolot der Meeressäuger unsichtbar, die Tiere verheddern sich darin und ersticken. Etwa 4.500 Quadratkilometer sind in der deutschen Ostsee offiziell dem Schweinswalschutz gewidmet. Aber jeder Quadratkilometer davon darf weiter befischt werden, weil Umweltminister Peter Altmaier und Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner seit 20 Monaten eine Regelung der Fischerei in Schutzgebieten blockieren.

© Britta König / WWF

Gewinner 2012

Wölfe: Im Herbst gelangen, keine 25 Kilometer von der Stadtgrenze Berlins entfernt, mit einer WWF-Fotofalle Aufnahmen eines neuen Familienverbands. Der Wolf besiedelt somit trotz mancher Rückschritte und Verluste seine alte Heimat immer weiter neu. Seine Rückkehr ist Erfolg und zugleich Herausforderung für den Naturschutz. In Deutschland gibt es mittlerweile 18 bestätigte Rudel und einige Einzeltiere. Der WWF setzt sich dafür ein, ein möglichst konfliktfreies Miteinander von Mensch und Wolf zu ermöglichen.

© Ralph Frank / WWF

Dugongs, Meeresschildkröten und Quastenflosser: Mosambik hat 2012 Afrikas größtes Küstenschutzgebiet ausgewiesen. Das Primeiras e Segundas-Archipel erstreckt sich über eine Millionen Hektar und umfasst zehn Inseln. Seltene Meeresschildkröten haben hier ihre Nistplätze. Auch der Quastenflosser, ein Fisch, der schon lange vor den Dinosauriern die Meere bevölkerte, ist in der Region zuhause. Die letzten großen Seegraswiesen Afrikas und extensive Mangrovenwälder sind zudem Lebensraum der bedrohten Dugongs. Dugongs sind die einzigen heute noch lebenden Vertreter der Gabelschwanzseekühe.

© Andrey Nekrasov / WWF-Canon

Amur-Leopard: Nach jahrelanger Vorarbeit des WWF hat die russische Regierung im Fernen Osten einen neuen Nationalpark eingerichtet, um die letzten Amur-Leoparden zu schützen. Die Leoparden-Unterart gilt als die seltenste Großkatze der Welt. Zukünftig sollen bis zu 50 Tiere im neuen sogenannten „Leopardenland“ leben können und so die Unterart vor dem Aussterben bewahrt werden.

© Valerii Maleev / WWF

Elbebiber: Zwei Jahre nach Baubeginn wurde der erste Abschnitt des neuen Elb-Deiches nahe Dessau fertiggestellt. Die Deichrückverlegung ist Hauptbestandteil des derzeit größten WWF-Naturschutzprojekts in Deutschland. Durch Schaffung von zusätzlichen 600 Hektar Überflutungsfläche wird in der Region die Gefahr von Flutkatastrophen gemindert und zugleich profitiert der Elbebiber von der Vergrößerung seines Lebensraums. Der Bestand dieser nur in Deutschland heimischen Unterart konnte inzwischen stabilisiert werden. Gefördert wird das WWF-Projekt durch das Bundesumweltministerium (75 Prozent) und das Land Sachsen-Anhalt (15 Prozent).

© Ralph Frank / WWF

Bilder: © Michael Poliza / WWF; © WWF / Green Renaissance; © Brent Stirton / Getty Images / WWF UK; © Bruce Davidson / WWF; © Martin Harvey / WWF; © Britta König / WWF; © Ralph Frank / WWF; © Andrey Nekrasov / WWF-Canon; © Valerii Maleev / WWF; © Ralph Frank / WWF

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Kommentare (13)
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04.01.2013
david.s hat geschrieben:
der pfälzerwald sollte naturschutzgebiet für wölfe werden und in der ostsee soll das fischen an dem naturschutzgebiet und in weiteren teilen verboten sein damit nicht nur der OSTSEE -
SCHWEINSWAL sondern auch die fischbestände sich erholen können
26.12.2012
Carinaa hat geschrieben:
Woooow das sind doch echt schon Erfolge (:
Das mit dem Amur Leoparden freut mich sehr :)
Als nächsten sollte man sich um die Elefanten und Nashörner. Kümmern...
Auf jeden fall schon tolle erfolge!!
23.12.2012
Madamsel hat geschrieben:
Es ist wirklich schön zu sehen, dass der wolf auf der gewinner-liste steht und unsere kampagne zumindest ein bisschen dazu beigeholfen hat. :)
Durch den bericht wird aber auch deutlich, wie wichtig es ist nun gegen die wilderei vorzugehen. Ich hoffe, dass es 2013 endlich einige erfolge zu verzeichnen gibt. Also der aufruf an alle: lasst uns nächstes jahr bei der wildereikampagne was großes auf die beine stellen, um diesen tieren zu helfen!
21.12.2012
Juliaaa hat geschrieben:
Was ist eigentlich mit den Tigern? Nach der riesigen Kampagne letztes Jahr müssten die doch zu den Gewinnern gehören, oder nicht? :-)
20.12.2012
Jennifee hat geschrieben:
Ich finde es wirklich schön zu sehen wie die Lage einiger Tiere sich im letzen Jahr so sehr verbessert hat, aber im Gegensatz zu den ganzen Tieren denen es so viel schlechter geht, insbesondere wegen der Wilderei macht mich das nicht nur traurig sondern auch wütend! Wie kann man nur so grausam sein und kaltblütig tausende von wunderschönen Tieren abschlachten und das nur für Geld?? Was bringt den Menschen bitte Geld noch wenn wir unsere Umwelt und unseren Lebensraum eh zerstören?? Manche werden das wahrscheinlich erst begreifen, wenn es schon zu spät ist.... :( Morgen soll die Welt untergehen?! Ich denke das tut sie schon und zwar Tag für Tag.... :/ Ich denke das sollte man sich mal überlegen...
Naja, aber wie gesagt, schön das sich wenigstens ein Paar dafür einsetzen das zu retten, was zu retten ist :)
20.12.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
20.12.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
20.12.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
20.12.2012
AliceimWunderland hat geschrieben:
Yeaaah, der Wolf! Und wir haben dazu beigetragen und den größten Feind informiert, den Mensch :)

P.S. Ihr könnt dem Wolf auch noch weiter helfen, in dem WWF Jugend Wolfscamp und gaaanz viel über ihn lernen.

Neeeiiin, die armen Schweinswale...Ich habe aber letztes Jahr sogar beim Segeln zwischen Heiligenhafen und Fehmarn einen gesehen, der ist unserem Boot hinterher geschwommen ..Faszinierende Tiere
20.12.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
20.12.2012
LSternus hat geschrieben:
Traurig, aber ich freu mich, dass der Amur-Leopard zu den Gewinnern gehöhrt.
Dass die Bestände des Berggorillas angestiegen ist, hat mich schon etwas überrascht - natürlich angenehm ;)
20.12.2012
castronioni hat geschrieben:
Schade das die Verliere Liste länger ist als die Gewinner Liste! :(
20.12.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
Ich finde es immer wieder traurig wenn ich mir die Verlierer-Liste angucke. Auf der stehen so wunderschöne und liebenswerte Tiere wie der Elefant und Ostsee-Schweinswal.
Aber dann schau ich auf die Gewinner und sehe dort solch stolze und königliche Tiere wie den Wolf und Amur-Leopard. Und das macht mich dann froh.

Aber man sagt auch, die Letzten werden die Ersten sein, und deswegen hoff ich, dass die diesjährigen Verlierer im Endeffekt dann doch Gewinner sind od. werden. :)

LG
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