Aktuelles zur Wilderei


Wie steht's


um die Tiere?


Breitmaulnashörner am Nakuru-See, Kenia © Michael Poliza / WWF
Elefantenmassaker im Regenwald


von Marcel
12.02.2013
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Eine WWF-Studie zeigt: Seit 2004 haben Wilderer rund 11.000 Waldelefanten in Gabun getötet.

Die Wildereikrise in Zentralafrika bedroht den Fortbestand seiner Elefantenpopulationen. Das belegt eine neue Studie, die der WWF, die Nationalparkbehörde von Gabun und die Wildlife Conservation Society (WCS) jetzt veröffentlicht haben. Vor zehn Jahren beheimatete der Minkébé Nationalpark in Gabun die größte Waldelefantenpopulation Afrikas. Doch seit dem Jahr 2004 wurden dort 11.100 Elefanten von Wilderern getötet. Das entspricht zwischen 44 und 77 Prozent der regionalen Bestände.

"Die Zahlen aus Minkébé bestätigen einen dramatischen Trend. Die Elefanten werden vor den Augen der Welt systematisch abgeschlachtet. In der Demokratischen Republik Kongo zum Beispiel haben sich die Bestände in den vergangenen zwanzig Jahren um 90 Prozent reduziert", sagt Dr. Ilka Herbinger, Afrika-Referentin des WWF Deutschland. "In gesamt Zentralafrika könnten die Tiere bald ausgerottet sein. Und nun fallen die Wilderer auch in die besser geschützten Nationalparks in Ost- und Südafrika ein."

In der Zentralafrikanischen Republik nutzen die Wilderer die derzeit politisch instabile Lage aus. Das Land war Mitte der 1980er Jahre Heimat von bis zu 80.000 Dickhäutern. Nun sollen es noch einige Tausend sein. In den letzten Tagen wurden dort mehrfach Wilderei-Vorfälle mit bis zu 60 getöteten Tieren in verschiedenen Landesteilen gemeldet. Um zu verhindern dass die Wilderer auch in das UNESCO-Weltnaturerbe Dzanga-Sangha eindringen, ist die neue Regierung dringend aufgefordert, ihr Militär zu Hilfe zu schicken.

Der Grund für den starken Anstieg der Wilderei ist die extrem gestiegene Elfenbein-Nachfrage aus Asien, die die Gewinnspannen deutlich nach oben treibt. Der Preis, der am Anfang der Handelskette für das Elfenbein eines einzigen großen Elefanten gezahlt wird, entspricht inzwischen einem Jahreseinkommen in Gabun und sogar vier Jahreseinkommen in Kamerun.

"Initiativen in Kamerun, Tschad und Gabun wie der Einsatz von Militär und Neueinstellung von Rangern sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Um die blutige Elfenbein-Wilderei zu stoppen, sind die Regierungen der Abnehmerstaaten in der Verantwortung. Länder wie China oder Thailand müssen dringend im eigenen Land Aufklärungsarbeit leisten", sagt WWF-Expertin Ilka.

Ihr könnt helfen! Wie ihr vielleicht schon wisst, haben wir vom WWF eine Petition gestartet, um den Elfenbeinhandel in Thailand zu verbieten. Das Land ist eines der größten Schwarzmärkte für afrikanisches Elfenbein weltweit. Jede Unterschrift setzt ein Zeichen für den Schutz der Elefanten:

Bis 28. Februar die Petition unterschreiben und weitersagen: www.wwf.de/wildtiermafiastoppen

 

Foto: © WWF / Green Renaissance

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Kommentare (12)
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09.03.2013
Makanie hat geschrieben:
Es ist so unfair, wir dürfen töten, aber selbst getötet werden, das wollen wir auch nicht.
ABER TIERE SCHEINEN IRGENDWIE WENIGER WERT ZU SEIN ALS WIR MENSCHEN.
23.02.2013
girlofnature hat geschrieben:
Es macht mich immer wieder betroffen, wie herzlos manche Menschen sind - so etwas darf nicht zugelassen werden! Das schlimme daran ist, dass die Wilderer die Tiere nur aus Eigenvorteil und Geldgier umbringen! Deshalb hab ich auch schon unterschrieben. Die Wilderei muss gestoppt werden!!!
16.02.2013
jouissive hat geschrieben:
Echt unglaublich zu was Menschen in der Lage sind. Schrecklich!
15.02.2013
Helen1698 hat geschrieben:
Das ist wirklich schrecklich! Hoffentlich bewirken die Unterschriften und Aktionen etwas!
15.02.2013
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
13.02.2013
Smilex hat geschrieben:
Also sorry wenn ich hier jetz bisschen aggressiv rüber komm aber manche Menschen treiben mich einfach zur -wie sagt man so schön- zur Weisglut (?) .. früher haben die Wilderer ja meistens einfach gewildert um sich am Leben zu halten, wiel sie meistens arm waren und einfach was zum Essen und so brauchten .. aber seit wie vielen Jahren wildern sie jetz nur noch wegen Geld weil sie wunder weiß was für ne Kohle machen können mit Elfenbein .. übel die Mafia geworden D:
12.02.2013
anni95 hat geschrieben:
Ehm. Kleine Frage. auf der Unterschriftenliste, die ich runtergeladen habe, steht, man soll bis zum 14. März unterschreiben. Am Ende dieses Berichtes ist es der 28. Februar. Wann ist die Petition denn geschlossen? Nicht, dass ich Unterschriften sammel, die dann gar nicht mehr ankommen.
12.02.2013
Larmoma hat geschrieben:
Ich hab auch unterschrieben, aber dieses Problem gibt es nicht nur in Afrika, es ist auch in Asien, wie Indien. Auch gegen diese Wilderer muss man etwas machen.
12.02.2013
Tierfreundin hat geschrieben:
Wer noch mehr tun möchte,als seine eigene Unerschrift zu geben kann auch z.B. eine Schulaktion machen ! :)
12.02.2013
gelöschter User hat geschrieben:
Meine Stimme ist schon längst abgegeben

Diese Zahlen sind wirklich unfassbar. Es klingt so unwahrscheinlich, dass eine ganze Art durch die Habgier der Menschen ausgerottet werden kann.....
12.02.2013
AlinaSky hat geschrieben:
Ich hab auch unterschrieben! Hoffentlich sammeln wir noch ganz viele Unterschriften!!!!
12.02.2013
LSternus hat geschrieben:
Ich hab unterschrieben.
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