Aktuelles zur Wilderei


Wie steht's


um die Tiere?


Breitmaulnashörner am Nakuru-See, Kenia © Michael Poliza / WWF
Einzigartige Elefanten-Oase in Gefahr


von zeemzee
29.04.2013
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Das Weltnaturerbe Dzanga-Sangha durch Staatsputsch bedroht und WWF-Mitarbeiter evakuiert

Nachdem Mitte März Rebellen die Macht in der Zentralafrikanischen Republik übernommen haben, versinkt das Land im Chaos. Dies bringt bedrohliche Folge mit sich – für Menschen und auch Waldelefanten und viele andere Tierarten. Die Wilderei vor allem auf Elefanten landesweit und auch in der Nähe des berühmten Nationalparks Dzanga-Sangha nimmt immer mehr zu und das anhaltende Chaos wird wahrscheinlich zu zahlreichen weiteren Übergriffe auf die Dickhäuter führen.

Aufgrund der bedrohlichen Zustände mit Plünderungen und Schießereien in verschiedenen Landesteilen konnte die genaue Anzahl der getöteten Tiere bislang nicht ermittelt werden. Doch erste Meldungen deuten an, dass die Wilderei stark zunimmt. Die Gefahr für das Weltnaturerbe Dzanga-Sangha und seine Elefantenbestände ist besonders groß: Auf Märkten in der Nähe des Parks ist gesehen worden, dass Elefantenfleisch offen verkauft wird. Die ausländischen WWF-Mitarbeiter wurden wegen massiver Kidnapping-Gefahr aus dem Nationalpark evakuiert; die einheimischen Parkranger tun jedoch weiterhin ihr Möglichstes, um die Elefanten und andere Wildtiere trotz der Unruhen zu schützen.

Die Waldelefanten von Dzanga-Sangha. © Matthias Dehling / WWF„Der Druck auf die letzten Elefanten steigt täglich. Sie sind der unstillbaren Gier nach Elfenbein ausgeliefert. Nicht einmal in einem Weltnaturerbe wie Dzanga-Sangha ist ihre Sicherheit noch garantiert. Artenschutzerfolge, die über Jahrzehnte erkämpft wurden, drohen in wenigen Wochen vernichtet zu werden“, so Johannes Kirchgatter, Afrika-Referent beim WWF Deutschland.

Die Zentralafrikanische Republik und ihre Nachbarstaaten müssen sofort für den Schutz und die Sicherheit der Menschen und Elefanten vor Ort sorgen. Denn die hochkriminelle Wilderei bedroht die Stabilität in der ganzen Region und die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen. Die Regierungen Zentralafrikas wollen sich diese Woche in einer außerordentlichen Sitzung zusammenfinden, um gemeinsam den Kampf gegen die ständig zunehmende Wilderei zu verstärken. Denn es ist nun eine Realität, dass Elefanten in Zentralafrika innerhalb von zehn Jahren ausgerottet sein können.

Bilder: Waldelefanten auf einer Lichtung im Kongo-Becken. © WWF; Die Waldelefanten von Dzanga-Sangha. © Matthias Dehling / WWF

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Kommentare (8)
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08.05.2013
Kathrin hat geschrieben:
Danke für den Bericht und ich hoffe das sich die Situation schnell wieder bessert ;)
07.05.2013
Janine hat geschrieben:
Danke!!
02.05.2013
zeemzee hat geschrieben:
@Janine: hier die Antwort auf deine Fragen, die ich an Johannes Kirchgatter weitergegeben hatte:
"Alle einheimischen Mitarbeiter des Gorilla-Camps und alle EcoGuards sind (wieder) im Einsatz. Die ausländischen Mitarbeiter sind noch evakuiert - sie sind einfach zu sehr mögliches Ziel für Überfälle und Entführungen, wenn es wieder zu Unruhen kommen sollte (was leider immer noch sehr leicht möglich ist). Leider wurden 2 gewilderte Elefanten gefunden (aber trotz intensiver Suche nicht dutzende wie teilweise befürchtet und von Gerüchten verbreitet). Es ist jetzt seit Tagen ruhig vor Ort, es gibt Gespräche mit den neuen Machthabern und wir hoffen sehr, dass sich die Situation weiter beruhigt."
01.05.2013
Maikaefer hat geschrieben:
Jetzt bin ich doch etwas geschockt - wieso wird eine solch wichtige Nachricht nicht der breiten Öffentlichkeit bekanntgegeben? Meiner Meinung nach muss sofort gehandelt werden, damit die Rebellen und die Wilderer nicht die Möglichkeit haben, noch mehr Schaden anzurichten!!
30.04.2013
LSternus hat geschrieben:
Warum hört man nicht mal zur Abwechslung: Alle Menschen haben versprochen keine Regenwald Bäume mehr zu fällen und Elefanten zu wildern?

Und warum können die probleme nicht in politisch stabieleren Ländern liegen?
30.04.2013
Janine hat geschrieben:
Krass, das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass die Gegend nun so leer ist! Ich habe davon bisher nichts mitbekommen, aber ich hatte immer den Eindruck, dass der WWF und die Mitarbeiter in Dzanga-Sangha das Gebiet sehr gut "unter Kontrolle" haben, bzw. es geschafft haben dort einen sicheren Ort zu schaffen. Die nachricht trifft mich jetzt wirklich!

Weißt du denn, ob das Gorilla-Camp noch bewohnt ist? Oder musste es ebenfalls evakuiert werden? Was ist mit Angelique und den Freiwilligen? Und was ist mit Andrea Turkalo, sie arbeitet ja nicht für den WWF, aber sie ist wahrscheinlich auch weg, oder?

Das ist echt eine schlimme Nachricht, denn durch die ausländischen Helfer wurde echt viel erreicht und auch ein Umdenken bei vielen Einheimischen bewegt! Ich hoffe sehr, dass sich die Lage bald verbessert! Hast du noch mehr Informationen?
29.04.2013
AlinaSky hat geschrieben:
Hoffentlich finden sie bei dieser außerordentlichen Sitzung einen Weg die Wilderei zu bekämpfen... Das muss endlich aufhören!!! Die Elefanten dürfen nicht aussterben! Das sind so tolle Tiere *-*
29.04.2013
Zerschmetterling hat geschrieben:
Hey - der 1.April war schon. (Da hätte ich noch hoffen können, dass du scherzt)
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