"Upcycling-Bude" informiert:


Upcycling kann so bambus sein,


ich krieg mich gar nicht wieder ein!


© iStock / Getty Images
Portraits: Arthurkopf | KrawAnders | Lockengelöt


von lolfs
07.05.2016
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In dieser Folge wollen wir euch einen Einblick geben, inwiefern das Konzept von Upcycling bereits bei einigen Menschen durchgedrungen ist. Aus ihren kreativen und professionellen Ansätzen können wir uns für unser Vorhaben der Upcycling-Bude nämlich tolle Inspirationen holen.

Arthurkopf
Arthurkopf nennen sich die ersten kreativen Köpfe, die wir euch vorstellen wollen. Arthurkopf besteht aus Kathrin und Henry Trebstein, die sich 2004 dazu entschlossen haben aus ihrer Liebe zum Radfahren etwas ganz neues zu kreieren.

So heißt es auf ihrer Website: "handgefertigtes Design aus Schläuchen und Rädern". Angefangen haben sie damals, indem sie Portmonnaies aus alten Fahrradschläuchen herstellten. Heute arbeitet das 2 1/2 köpfiges Team in einer Werkstatt in Gladbeck.

Ihr heutiges Sortiment geht von Etuis über Satteltaschen bis zu Shirts für Radfreunde. Neben Schläuchen benutzen die beiden auch alte LKW-Planen, so kommen im ihre Produkte noch ein wenig Farbe. Auch die Abnutzung der Reifen und diverse Flicken aus ihrem früheren Leben gestalten jedes Produkt als Unikat. Natürlich fertigen die Trebsteiner jedes ihrer Stücke selbst an. Auf Wunsch bekommt man auch ein Stück als Spezialanfertigung.

Mittlerweile kann man ihre Produkte nicht nur in ihrem Onlineshop bekommen, sondern auch im vielen Läden in Nordrhein-Westfalen, sowie in Heidelberg und  Chemnitz.

Durch das robuste Material halten die meisten der Stücke länger als ihre Artgenossen.

Ihr Material kommt aus lokalen Fahrradgeschäften, die ihre ausrangierten Fahrradschläuchen abgeben.

Das Ladenlokal von Arthurkopf findet man auf der Horsterstraße 127 in Gladbeck.

Mann der einen Fahrradschlau in der Hand hält

KrawAnders
KrawAnders - das ist eine Mischung aus Krawatten und Anders. Und genau das sind die Grundzüge, die Carmen Deepe sich hinter ihren Produkten setzt. Begonnen hatte die Handtaschenliebhaberin im Oktober 2013, als sie sich eine Nähmaschine kaufte, um sich das Nähen selbst beizubringen. Sie stellte fest wie teuer normale Stoffe sind und beschloss für das anfängliche Üben alte Kleidung zu benutzen. Besonders angetan hatte es ihr die Krawatten, die man so vielfältig gestalten konnte und die durch ihre vielen verschiedenen Muster sehr auffällig sind. Während sie so mit den verschiedenen Stoffen experimentierte, kam ihr die Idee aus dem “Wohlstandsmüll” etwas neues zu machen. Und was liegt bei einer Handtaschenliebhaberin näher als Handtaschen zu gestalten.

Seit dem improvisiert Carmen Deepe ohne Schnittmuster mit alten Krawatten und verwandelt sie in Handtaschen. Dabei sticht sie vor allem mit einer Vielfalt an Mustern und Farben heraus, so dass jede Tasche ihren eigenen Charakter hat und es für jeden Anlass eine andere Tasche gibt.

100% nachhaltig sind ihre Taschen zudem auch. Die Altkleider bestehen aus Spenden von Begeisterten. Die Krawatten bekommt sie zudem auch aus Sozialkaufhäusern und stöbert für die besonderen Exemplare auf Flohmärkten.

Zudem gehen 10 Euro pro Tasche an “Kinder in Not”, so unterstützt Carmen mit ihrem Erlös auch noch soziale Projekte. 

Tasche mit Krawatten

Tasche aus Krawatten

Lockengelöt
Alte Industriefässer wiederverwerten hört sich schwer an und sieht bei “Lockengelöt” doch so einfach aus. Seit 2004 hauchen die Hamburger Jungs alten Fässern, Schallplatten und vielem mehr ein neues Leben ein und verkaufen diese nicht nur im Internet, sondern auch in ihrem eigenen Laden, in dem auch regelmäßig Lesungen und Konzerte veranstaltet werden, was dem Geschäft einen besonderen Flair verleiht.

Hinter dem Unternehmen stecken Dennis Schnelting und Carsten Trill. Ein Industrieelektroniker und ein Grafikdesigner, die ihre Stärken verbunden haben, um aus Altem etwas Neues zu schaffen.

So entstehen modische Schränke, bunte Schallplatten, Lampen und Schlüsselbretter in ihrer eigenen Werkstatt in Hamburg. 80% ihrer Produkte sind wiederverwendet, sie produzieren alles selbst und auch bei Strom und Gas in der Werkstatt achten sie auf Umweltfreundlichkeit.

Seit kurzem gehören auch alte Skateboards in ihr Repertoire, aus denen alles zwischen Schmuck und Küchenutensielien entsteht.

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Dieser Bericht entstand im Rahmen der "Upcycling-Bude" - eine Aktion der WWF Jugend um Mitmenschen anzuregen, über die Auswirkungen ihres Konsumverhaltens nachzudenken. Weitere Informationen zur Aktion erhaltet ihr im Bericht, in dem die Upcycling-Bude vorgestellt wurde.

 

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