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©  Florian Niethammer / WWF
Transsibirische Eisenbahn und Tiger hautnah


von Johannes11
20.09.2010
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Transsibirische Eisenbahn und Tiger hautnah

Pünktlich um 7:00 Uhr klopfte die Zugbegleiterin an der Tür unseres Wagons. Inzwischen lagen elf Stunden Zugfahrt hinter uns (übrigens u.a. auch durch China, was wir an den Mitteilungen auf unseren Handys erkennen konnten) und standen mit der Transsibirischen Eisenbahn kurz vor der Ankunft in Chabarowsk.
Die Stadt, die wir nach der Ankunft und einem Frühstück in einem Lokal, in dem man uns eigentlich mehr als nur einmal aus dem Lokal werfen wollte (…;), gemeinsam mit unserem Guide Evgeni (Verantwortlicher des WWF für Forstwirtschaft in der Region) erkundeten, stellte sich überraschender Weise als wirklich ansehnlich heraus. Nicht nur die zahlreichen alten, teils aber auch modernen Bauwerke beeindruckten uns, auch die im Vergleich zu Wladivostok deutlich saubereren und relativ modernen Einkaufsstraßen sowie der gewaltig große Amur, der die 600000 Einwohner starke Stadt durchfließt.
Nach dem Ende des kurzen Trips durch Chabarowsk machen wir uns dann mit zwei Off-Roadern weiter in Richtung Bikin auf. Als Zwischenstopp stand nach etwa zwei Stunden Fahrtzeit ein Halt im Kruglov-Centre, einem Rehabilitationszentrum für verwaiste und verletzte Wildtiere, auf dem Programm. Zwei „RedDeers“ sowie zwei kleine Schwarzbären aber vor allem ein leibhafter Sibirischer Tiger zogen uns in ihren Bann. Frank hatte letzte Woche schon von diesem 18 Jahre alten Amur-Tiger-Männchen erzählt, als wir aber dann tatsächlich vor dem Tiger standen, war das ein wirklich einzigartiges Gefühl, voll von Faszination, Spannung und sicherlich auch ein wenig Ehrfurcht. Das Männchen, das von der Leiterin des Rehabilitationszentrums mit einem „halben Schwein“ gefüttert wurde kam schon im Alter von wenigen Wochen in das Freigehege, nachdem es mit einem komplizierten Kieferbruch in der freien Natur aufgefunden wurde, der bei einer aufwendigen Operation wieder gerichtet werden konnte. Obwohl die 180 Kg und gut zwei Meter Länge bei langem nicht die Höchstmaße für ein ausgewachsenen Männchen sind, waren wir nicht nur von der Schönheit und enormen Kraft, sondern auch von der Intensität seines Blickes bei seinen „spielerischen“ Anpirschversuchen fasziniert (Bilder folgen)! Freut euch darauf.
Nach dieser wirklich wunderbaren Begegnung machten wir uns auf die zweite Auto-Etappe des heutigen Tages. Mit den beiden Off-Roadern wollten wir bis zum Bikin-Fluss vorstoßen, von dem es dann per Boot weiter in unsere Jagdhütte tief im Bikin-Urwald weitergehen sollte. Doch daraus wurde nichts…! Nach zweieinhalb Stunden Fahrt kamen wir zwar am Fluss an, jedoch konfrontierten uns die Bootsfahrer dann mit der Tatsache, dass wir aufgrund des niedrigen Wasserspiegels vier Stunden und nicht wie geplant nur eine mit dem Boot bis zur Hütte unterwegs wären, was allerdings eine Ankunft mitten in der Nacht bedeutet hätte. Auch aufgrund unseres Udegen-Freundes dauerte es aber glücklicher Weise nicht lange, bis wir ein Ersatzlager für die Nacht gefunden hatten. Ein nahegelegenes Dorf, oder besser eine Ansammlung von kleinen Hüten, die ab und zu als Unterkunft für Bauarbeiter dienen, stellte ab sofort unser neues Nachtlager dar. Nachdem wir unser Gepäck in den kleinen Unterstand (siehe neuer Videoclip!!!) gebracht hatten und ein kleines aber feines Abendessen zu uns genommen hatten, bereiteten wir uns auf die wahrscheinlich abenteuerlichste Nacht der bisherigen Expedition vor.


Ich freue mich auf eure Anregungen zu dem heutigen aufregenden Tag!


Viele Grüße und bis morgen, Euer Tigerbotschafter Johannes #tt10

 

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Kommentare (1)
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21.09.2010
Johannes11 hat geschrieben:
So jetzt auch mit Text ;) Sorry für die Verzögerung! Gruß Johannes
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