Wir wollen hoch hinaus!


Weltretten


zum mitmachen


©  Florian Niethammer / WWF
Tieren helfen, wenn Menschen hungern?


von Cata
08.10.2010
13
0
100 P

Hallo ihr Lieben,

ich führe im Moment per Facebook eine kleine Diskussion mit meiner Freundin in Amerika. Sie ist sehr christlich erzogen worden( methodistin), und hat somit die christlichen Werte von ihren Eltern mitbekommen. Ich möchte hier mal kurz einbauen, dass auch ich christlich erzogen bin, dagegen also nichts habe!! Ihrer Meinung nach sollte man natürlich Tiere retten, sich jedoch erstmal um die tausenden Menschen kümmern die jeden Tag auf der Welt verhungern. Sie sieht das als wichtiger an, als Tiere!

Ich habe ihr darauf geantwortet, dass ich sie verstehen kann, dass sie mit diesen Menschen Mitleid hat, jedoch der Ansicht bin, dass die Menschheit so blöd ist, sich selber umzubringen, und die Tiere nicht. Sie können sich auch kaum wehren, wenn der Regenwald abgeholzt wird. Außerdem gibt es nurnoch 3200 Tiger, und im Gegensatz dazu bewohnen 6,9 Milliarden Menschen die Erde. Diese 2 Zahlen sind in meinen Augen nicht vergleichbar.

 

Jedoch kann ich meine Freundin verstehen, es ist auch nicht schon mit anzusehen, wie Menschen sterben, nur weil ihnen keiner Hilft.

Ich würde gerne mal wissen, was ihr dazu sagt!! Eure Meinung bitte, auch wenn sie 2 Seiten hat! Ich bin mir auch nicht immer 10% sicher, ob meine Meinung richtig ist. Diese Diskussion ist meiner Meinung nach eine wichtige Diskussion. Vielleicht gibt es ja einen Mittelweg, oder ist er schon da?

Danke

Liebe Grüße

eure Cata

Weiterempfehlen

Kommentare (12)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
18.10.2010
Philipp hat geschrieben:
Ich würde zwar auch den Tieren helfen aber ich finde das Argument dass die Menschen doch sowieso alles vernichten hat eine Lücke
Denn Menschen in Afrika haben, denke ich einen ziemlich niedrigen CO² Austoß im Vergleich zu uns und sie wildern auch nur aus Not heraus.
16.10.2010
Schmusetigerle hat geschrieben:
Genau über dieses Thema habe ich bereits neulich mit meiner Freundin diskutiert.
Wir lieben beide Afrika, doch sie will dorthin um den Menschen zu helfen, ich möchte dort allerdings den Tieren helfen. Doch wer von uns beiden hat nun Recht?
Ich denke man kann dies nicht einfach begründen, denn es gibt kein entweder oder. Man muss beides verbinden und sowohl wirklich Hilfsbedürftigen (die Betonung liegt auf wirklich) helfen als auch den Tieren. Nur so kann man das höchste Ziel einer intakten Umwelt erreichen. Wir müssen den Menschen Entwicklungshilfe anbieten, damit sie lernen ökonomisch und auch umweltschonend zu wirtschaften. So helfen wir auch den Tieren und verhindern unnütze Jagd und Ausrottung. Zusätzlich müssen noch mehr Schutzgebiete schaffen und die Ausbreitung der Menschheit in solche Gebiete verhindern damit Wildtiere eine Chance haben auf unser allem Planeten zu leben, denn es gibt bisher nur diesen einen!.
16.10.2010
JoPeace hat geschrieben:
natürlich sind menschen sowie tiere sehr wichtig. meiner meinung nach sollte man menschen nicht bevorteiligen, tiere haben das gleiche recht auf ein (gutes) leben wie wir menschen. wenn man sich aber überlegt, das täglich mehrere tausend kinder in afrika an hunger sterben ist das schon sehr bedenklich. man sollte unbedingt gegen dieses problem ankämpfen, jedoch sollte man sich für die tiere genauso ins zeug legen. die sind auch lebewesen wie wir. und menschen halten sich oft für etwas besseres als tiere, aber was gibt ihnen den anlass dazu? das die denken und sprechen können? wer sagt das tiere das nicht auch können?
so bin ich der festen überzeugung, dass man tieren UND menschen helfen soll. jedoch ist die lage der tiere momentan problematischer, wir haben keine zeit mehr. deshalb sollten wir JETZT sofort damit anfangen (und damit meine ich richtig anfangen) den fortbestand der tierarten und ölosysteme zu sichern, danach oder meinetwegen auch dabei können die probleme des menschen in angriff genommen werden.
ich hoffe, ich konnte dir helfen, jo. ;)
12.10.2010
DominiKatie hat geschrieben:
"Außerdem gibt es nurnoch 3200 Tiger, und im Gegensatz dazu bewohnen 6,9 Millionen Menschen die Erde. Diese 2 Zahlen sind in meinen Augen nicht vergleichbar."

Ich glaube das sollten Milliarden sein.
Wie kann man die Tiere und den Menschen helfen? Indem man die Tiere rettet und die biologische Vielfalt erhaelt. Nur dann kann auch der Mensch ueberleben. Braucht die Natur den Menschen? Nein! Aber trotzdem wollen wir doch human sein und dem Menschen auch aus seiner Miserien raushelfen. Wenn wir Regionen schuetzen und deren Einwohner, ist Artenschutz fuer beide Seiten gewaehrt!
11.10.2010
Snowdrop hat geschrieben:
Wenn die Welt der Tiere ausstirbt, gibt es auch für den Menschen keine Hoffnung mehr.
Meiner Meinung nach müssten wir zuerst den Tieren helfen, damit der Mensch überhaupt eine Chance hat zu überleben.
Ich denke mir immer der Mensch ist das dümmste Lebewesen, weil es mit seiner Intelligenz absolut nicht umgehen kann. Menschen machen sich alles einfacher, finden für alles eine Lösung, aber das leider extrem Rücksichtslos, nicht nur der Natur, sondern auch sich selbst gegenüber.
Ich glaube, dass wir den Tieren helfen müssen, selbst wenn dadurch vielen Menschen die Hilfe untersagt bleibt. Aber was bringt es uns, wenn wir die Welt weiter und weiter übervölkern (denn aufzuhalten ist dieser Prozess mit Sicherheit nicht mehr), jedoch damit unseren eigenen Lebensraum zerstören?
Wir rotten uns doch sowieso schon selbst aus, wenn wir den Mensch also als Priorität sehen, haben wir meiner Meinung nach keine Chance.
08.10.2010
Morgan hat geschrieben:
hmm...gute Frage.Ich selber würde zuerst den Tieren und dann den Menschen helfen,aber wie schon irgendwo hier erwähnt,wenn der Mensch hungert und keinen anderen Weg sieht,als zu wildern,kann man dem eigentlich verhältnismäßig wenig vorwerfen.
08.10.2010
Schneerose hat geschrieben:
Hallo Cata

also ich bin eher deiner Meinung, man muss sich echt mal die Zahlen durch den Kopf gehen lassen. Es gibt SO viele Menschen und vor allem viele gefühlskalte Menschen. Aber es gibt nichts, das so unschuldig ist wie ein Tier. Ich finde es wichtiger auch den Tieren zu helfen als hungernden Menschen. Wenn man mal recht überlegt, geht es der Menschheit viel besser als der Tierwelt und die Ansprüche der Menschen gehen immer mehr nach oben. Ein Tier hingegen ist einfach nur froh wenn es leben kann und seine Jungen großziehen kann, das ist alles. Deshalb ist es wichtig, diese unschuldigen und faszinierenden Wesen, die (wenn man recht bedenkt) doch nur so kleine Ansprüche haben - und zwar die auf ihr Leben und ihre Umgebung - schützen und unterstützen sollte.
08.10.2010
sternchen1 hat geschrieben:
ich denke es ist keine entscheidung ob ich den tieren oder den menschen helfe. denn meiner meinung nach hilft eine intakte (oder zumindest so intakt wie möglich) umwelt auf dauer mehr menschen als wenn man nur essen gegen den akuten hunger hinschickt. nur eine annährend ausgeglichene umwelt kann auf dauer viele menschen ernähren.
08.10.2010
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Ich sehe das ähnlich, wie es schon in den übrigen Kommentaren beschrieben wurde.
Man kann niemandem alles recht machen. Jeder muss sein Ding finden, für das er sich einsetzt. Ob man sich für Tiere oder für Menschen einsetzt, hat für mich den gleichen Stellenwert. Hätten wir alle Probleme auf der "Mensch" - Seite gelöst ( theoretisch ) und wäre dann alles in Ordnung, um sich anderen Dingen zuzuwenden, dann wären die Tiere, oder die ganze Natur vielleicht bereits ausgestorben.
Genausowenig sollte man sich für Tiere derart einsetzten, dass man über Menschenleichen geht.
Fakt ist, dass der Tiger akut bedroht ist. Hunger hatten wir schon immer auf Erden und wir wachsen trotzedem exponentiell an. Damit will ich nicht sagen, dass der Tiger wichtiger ist. Aber es liegt in unserem Ermessen, dass er auch weiterhin diesen Planeten bevölkern wird.
Was wäre es auch schon wert, wenn wir die Menschheit mit immer besseren Technologien, Strategien und Medikamenten aufrechterhalten, am Ende aber nichts bleibt? Wenn wir dann keine Artenvielfalt mehr hätten, keine Urwälder mehr, keine sauberen Strände? Wäre es dann überhaupt noch lohnenswert Mensch zu sein?
Die einen setzen sich für Tiere ein, die anderen für Menschen. Und das ist okay so. Das eine schließt das andere ja auch nicht unbedingt aus.
Wer wird sich auch schon direkt entscheiden müssen ? Eine Person alleine kann nicht die Welt retten oder ein Gesetz verabschieden, in dem es heißt, es muss so und so sein. Es hängt doch von jedem einzelnen ab. Egal für was man sich entscheidet, man entscheidet sich für das LEBEN...und man kann sich doch auch für beides entscheiden. Die meisten Naturschutzverbände arbeiten ja auch direkt oder indirekt an der Förderung solcher Krisenländer. Es hängt einfach alles zusammen.
Es geht darum, dass wir ein Miteinander schaffen. Ein Gleichgewicht zwischen allem. Das klingt zwar utopisch, aber man sollte ein Ziel haben, für das man lebt. Nichts ist unmöglich :-) Und wir sind dazu da, es besser zu machen, als es ist :-)
08.10.2010
Anni09 hat geschrieben:
Das ist eine sehr schwierige Frage…Ich denke,wenn man dafür sorgen müsste, dass es jeden Menschen gut geht und keiner mehr hungert, könnten wir niemals den Tieren helfen. Hunger oder Leid allgemein zu bekämpfen ist eine Sisyphos-Arbeit und es ist nicht in Ordnung wenn jemand dich oder andere kritisiert weil du Tieren hilfst (damit mein ich nicht deine Freundin). Ich denke es ist egal wie man sich engagiert, am wichtigsten ist es, dass man sich überhaupt engagiert. Es gibt sehr viele Menschen die anderen Menschen helfen, aber es gibt auch Menschen die Tieren helfen. Es ist doch gut, dass es diese und jene Menschen gibt. So wird wenigstens den Menschen und den Tieren geholfen. Tier/Naturschutz darf nicht abgewertet werden, denn es ist genauso wichtig wie den Menschen zu helfen.
Der Vergleich von 6,9 Milliarden Menschen gegenüber 3200 Tigern zeigt doch wie wichtig Artenschutz ist. Wer das nicht kapiert, sollte mal zum Artz gehen ;-)
08.10.2010
micah hat geschrieben:
Meiner Meinung nach geht beides sowieso nur zusammen: Wenn die Menschen in einer Region arm sind, hungern und keine Alternativen sehen, werden sie (verständlicher weise!) bedrohte tierarten jagen, wälder abholzen, meere überfischen oder anders die natur ausbeuten und zerstören. da wird man sie auch nicht mit gesetzen oder naturschutzgebieten von abhalten können. um die natur zu retten muss man meistens sowieso zuerst den menschen, die dort leben, helfen.
08.10.2010
Marcel hat geschrieben:
Sehr spannende Frage. Bin gespannt, was die Community dazu sagt.
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Mitglied des Monats
teaser_220.png


Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil
Folgen und mit Freunden teilen