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©  Florian Niethammer / WWF
Jagd mit den Udegen


von Chrisly
24.09.2010
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 Hey WWF Jugend,

gestern Abend gab es für uns Tigerbotschafter im Russischen Fernen Osten ein ganz besonderes Erlebnis : Zusammen mit unserem Udege Freund Iwan gingen wir auf die Pirsch im dunklen Urwald der Taiga, mitten in der Wildnis.
Unser Ziel war es mit Hilfe eines langen, gewundenen Holzrohres, das Röhren eines Rothirsches zu imitieren, um damit anderes Rotwild anzulocken. Dies ist eine traditionelle Jagdmethode der Udege und aus unserer Sicht deutlich aufregender, als nur auf dem Hochsitz zu sitzen und zu warten, wie es in Deutschland üblich ist.
Bevor es allerdings los ging zogen wir uns so viele Kleider wie irgend möglich an, denn es war klirrend kalt – minus vier Grad. So trugen die meisten von uns zwei Hosen, drei T Shirts und zwei Pullover und froren immer noch ☺, da ein eisiger Wind pfiff.
Gegen 23 Uhr liefen wir dann alle mit Kopflampen bewaffnet in den Wald, geführt von Iwan, der ein Jagdgewehr mit sich trug.
Es war ganz schön unheimlich durch den dunklen Wald zu laufen und nur den kleinen Lichtpunkt seiner Kopflampe vor sich zu sehen und dies in einem Wald, in dem neben Braun und Schwarzbären auch Tiger ihren Lebensraum haben.
Nach einiger Zeit erreichten wir eine Art Hochstand mitten im Wald. Jakob, ein anderer Udege, der mit uns gekommen war stieg die kleine Leiter nach oben und begann mit dem Holzrohr, Geräusche zu erzeugen, mit welchem wir Rotwild anlocken wollten. Immer wider in unregelmäßigen Abständen erzeugte er dieses Röhren und wir lauschten in die Dunkelheit, ob irgendetwas im Wald unsrer Rufe beantwortete.
Zunächst bemerkten wir nichts, doch dann konnten wir aus der Ferne den dumpfen Ruf eines anderen Rothirsches vernehmen.
Im Laufe der nächsten Stunde konnten wir immer wider diesen Antwortruf vernehmen allerdings aus größerer Entfernung. Auch Eulen und einige andere Tierstimmen, welche wir nicht genau zu ordnen konnten durchbrachen die Stille der Nacht. Insgesamt gesehen war es jedoch extrem ruhig, deutlich stiller als man es aus deutschen Wäldern kennt. Es war eine tolle Erfahrung mitten im Wald zu stehen und einfach in die Nacht hinein zu lauschen. Immer wider konnten wir den Ruf des Rothirsches hören, leider hatten wir nicht das Glück ihn zu sehen und so blieb unser Jagderfolg aus. Das war für uns allerdings nicht schlimm, ging es doch ohnehin mehr über die Erfahrung „Taiga bei Nacht“, als darum Wild zu erlegen.
Halb erfroren, aber um eine schöne Erfahrung reicher traten wir schließlich gegen 2:00 Uhr den Rückweg an. Zuvor probierten wir jedoch noch selbst, Töne aus dem Holzrohr von Udegemann Jakob zu erzeugen. Es zeigte sich schnell, dass dies keine einfache Sache ist, nach zahlreichen versuchen konnten jedoch einige Laute erzeugt werden, nach einem Rothirsch klang das allerdings nicht, was für viel Gelächter sorgte.
Zurück an der Jagdhütte tranken wir noch zusammen einen warmen Tee am Lagerfeuer und schließlich kuschelten wir uns gegen 2:30 Uhr in die Schlafsäcke!!
Soviel zu dieser kleinen Nachtexkursion!!

Es grüßen euch ganz lieb vom Bikin River,

eure Tigerbotschafter

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Kommentare (1)
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24.09.2010
Nivis hat geschrieben:
Wow, das war bestimmt ein tolles Erlebnis!
Danke für den schönen Bericht :)
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