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©  Florian Niethammer / WWF
Die Jagd und der Tiger


von Chrisly
19.09.2010
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Die Jagd und der Tiger

 

Heute morgen bekamen wir Tigerbotschafter  die Gelegenheit im Büro des WWFs in Wladiwostok mit Tatajana Aramileva, der Direktorin der staatlichen Jagdbehörde in der Provinz Primoje zu reden. Sie ist die einzige Frau in Russland, in einer solchen Position, erstaunlich, da die Jagdgenossenschaften total Männer dominiert sind.

Der Schutz des Tigers ist eng mit den Jagdgesselschaften verknüpft, da diese helfen Schutzgebiete einzurichten und die Jäger in ihrem Jagdgebiet die Möglichkeit haben Wilderei, , illegalen Holzeinschlag und die Anzahl der Beutetiere des Tigers direkt zu kontrollieren. Die Behörde hat 62 Mitarbeiter wovon ca. 5 Personen in der Verwaltung arbeiten, die meisten anderen allerdings gehen als Ranger auf die „Jagd“ nach Wilderern.

Was sind die Aufgaben einer solchen Jagdbehörde?  Zum einen Wilderei unterbinden durch Antiwilderer Brigarden, was jedoch schwierig ist, da auf einen Ranger ca. 1000 Wilderer kommen. Ausserdem stellen sie fest wie viel Wild es gibt und dementsprechend wie viel gejagt werden darf. Ausserdem sollen Konfliktsituationen zwischen Wildtieren und Menschen verhindert beziehungsweise behoben werden.

Auch die Jagdlizenzen für den Abschuss der Wildtiere werden von der Jagdbehörde vergeben, eine Abschusslizenz für den Braunbär für ein Jahr kostet beispielsweise ca. 700 Euro, fuer den Schwarzbär zahlt man das Doppelte.  

Die Mitarbeiter der Behörde müssen Biologie, Wildbiologie oder Forstwissenschaften studiert haben und verdienen im Schnitt ca. 375 Euro. Im Gegensatz dazu müssen die Ranger der Jagdgesselschaften keine besondere Qualifikation aufweisen und verdienen je nach Jagdgebiet bis zu 1200 Euro.

 In der Provinz Primoje gibt es 109 solcher Jagdgesselschaften, also ein privater Verbund von Jaegern, die ein bestimmtes Gebiet gepachtet haben.

Etwa 80% des Tigerhabitats befinden sich in den Wäldern, welche von Jagdgenossenschaften geleitet werden.

Natürlich gibt es bessere und schlechtere Jaggesellschaften, die Jagdbehörde versucht diesen Richtlinien und Tipps zu geben für eine nachhaltige Jagd im Tigergebiet.  Jede Gesellschaft ist letztlich aber eigenständig in ihrem Handeln, sodass manche mehr und manche weniger für den Tigerschutz machen.

Eines steht aber fest : Ohne die Jagdgenossenschaften, welche Wilderei und illegalen Holzeinschlag zu verhindern suchen und große Teile der Wälder im Russisch Fernen Osten kontrollieren, ist die Tiger Rettung nicht möglich !!!

 

Liebe Grüße aus dem Fernen Osten,

 

eure Tigerbotschafter

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