Wir wollen hoch hinaus!


Weltretten


zum mitmachen


©  Florian Niethammer / WWF
Der Kampf der Zollbehörde gegen Artenhandel


von Chrisly
19.09.2010
4
0
57 P

Der Kampf der Zollbehörde gegen illegalen Artenhandel

 

 

Heute Mittag wurde uns Tigerbotschaftern ein Einblick in die Arbeit des Zolls gegen den illegalen Artenhandel gewährt.

Dazu besuchten wir die Zollakademie in Wladiwostok.

Von diesen Zollakademien, gibt es in ganz Russland nur vier Stück. Hier werden die angehenden Zollbeamten in einer fünfjährigen Ausbildung für ihre spätere Arbeit an den Grenzen geschult und werden dabei auch auf den Kampf gegen illegalen Artenhandel und Schmuggel vorbereitet. 

In der Akademie wurden uns das Fell eines Eisbären, eines Leoparden und auch eines Tigers gezeigt - alles aufgegriffene Schmuggelware. Es befanden sich dort eine ganze Sammlung  von illegal gehandelten, geschützten Arten, welche man an den Grenzkontrollen entdeckt hat – neben den  bereits erwähnten Fellen auch noch Schlangen, Echsen, die Heilpflanze Ginsing und,und,und...

Für uns war das alles sehr bedrückend, weil wir mit eigenen Augen sehen konnten, was mit diesen seltenen und faszinierenden Arten geschieht, wenn sie in die Hände der falschen Leute geraten und welche Ausmaße die Wilderei und der Artenhandel annehmen können. Es sind auch Tränen geflossen!

Nach dem Drogen und Waffenhandel ist der illegale Artenhandel der drittgrößte Schwarzmarkt der Welt, mit dem sich leider immer noch sehr viel Geld verdienen lässt.

Anhand eines Leopardenfells wurde uns gezeigt, wie man durch genaues Analysieren der Felle Rückschlüsse auf die Todesart und auch auf die Täter ziehen kann.

Man sah vier Einschusslöcher auf einer Seite des Tieres, welche von den Tätern vernäht worden waren . Das Fell war an einer falschen Stelle aufgeschnitten und abgezogen worden, was auf einen unerfahrenen, vermutlich jüngeren Jäger schließen lässt.

Auch von der Bearbeitung des Leders lassen sich Rückschlüsse über die verwendeten Werkzeuge und über die Erfahrung der Täter ziehen.

Die Auszubildenden werden in der Akademie gezielt dafür geschult solche Schmuggelware zu erkennen, zu finden ( auch mit Hundestaffel) und richtige Rückschlüsse über die Herkunft und den Verarbeitungsweg der „Ware“ zu ziehen.

Leider erwischt man meistens nur den kleinen, armen Mann der die „Trecksarbeit“ ausführt, die Hintermänner aber, die von irgendwoher weit weg die Strippen ziehen sind nur sehr schwer auszumachen. Deshalb ist es schwer die Ursache des Problems effektiv zu bekämpfen.

Ein Weg dazu ist sicherlich den lokal ansässigen Menschen vor Ort alternative Einkommensmöglichkeiten aufzuzeigen, damit sie die Möglichkeit haben auch auf ehrliche Weise und nicht auf kosten der Natur Geld zu verdienen.

 

Soviel zum Thema illegalen Artenhandel im Russisch Fernen Osten

 

Es grüßt euch ganz herzlich aus Wladiwostok ,von wo aus wir am Sonntag Richtung Bikin Gebiet aufbrechen ,

 

euer Tiger Team 

 

 

 

  

Weiterempfehlen

Kommentare (4)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
29.10.2010
Nyuuchan hat geschrieben:
Ich kann nur den Kopf schütteln
20.09.2010
Johannes11 hat geschrieben:
@ Gluehwürmchen und Cata: Natürlich haben die ansässigen Zollstellen hier viel zu kontrollieren, was aber auch daran liegt, dass die seltenen und für die Wilderer wertvollen Tierarten her ziemlich geballt im Amur-Gebiet vorkommen. Neben den Flughäfen finden die Kontrollen hauptsächlich an den Grenzübergängen statt.
19.09.2010
Cata hat geschrieben:
ja das glaube ich auch, vorallem frage ich mich, wie die so ein riesen land wie Russland kontrollieren wollen. schließlich ist das Land ja nicht umzäunt und man kommt nur von da weg, wenn man diese illegale Ware kontrollieren lässt. diese leute müssen doch schnell merken, dass sie beim flughafen kontrolliert werden. wo kontrollieren die noch außer am flughafen? ich meine die wilderer könne doch auch über die normale grenze in autos fliehen oder?
19.09.2010
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Ziemlich traurig. Meiner Meinung nach müsste es in einem so großen Land mit so viel Wilderei mehr zuständige Stellen geben. Sind die nicht ein bisschen überfordert?
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Mitglied des Monats
teaser_221.png


Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil
Folgen und mit Freunden teilen