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Weitere Erfahrungen während der Plastik-Pause und mein Fazit!


von Ronja96
02.02.2015
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Nachdem ich am vergangenen Donnerstag von meinen ersten Erfahrungen berichtet habe, moöchte ich nun daran anknüpfen.

Da am letzten Donnerstag nichts interessantes mehr passiert ist, möchte ich mit dem Freitag fortfahren:

Am Freitag musste ich feststellen, wie sehr man als Schüler auf seinen Tintenkiller angewiesen ist, den ich die Woche über nicht mitgenommen hatte, da dieser leider aus Plastik besteht. Also musste ich das Wort wohl durchstreichen. Doch halt: So wie ich mich kenne, kriege ich doch keinen geraden Strich hin. Man könnte natürlich ein Holzlineal benutzen, doch das hatte ich vor der Plastik-Pause schon verzweifelt gesucht, und leider nicht gefunden. Gut, dass ich diesen Text nicht abgeben muss.

Am Nachmittag bin ich dann mit meiner Mutter zum Einkaufen gefahren, um möglichst plastikfreie Produkte zu bekommen. Da ich schon vorher Obst und Gemüse in einem kleinen Laden gekauft hatte, wo man die Produkte in eine eigene Tasche stecken kann, war ich damit schon mal versorgt. Als nächstes ging es an der Süßigkeitenabteilung vorbei, die ich wohl oder übel meiden musste, und nicht mal meine geliebten, vegetarischen Gummibärchen von Katjes mitnehmen konnte. Am Ende des Einkaufs war für mich nicht viel, außer einer Marmelade und noch einem vegetarischen Brotaufstrich gelandet, da alles andere in Plastik eingepackt, oder wie der Joghurt im Glas noch zu Hause vorrätig war. Jetzt musste nur noch ein Brot her. Wir suchten also ein Brot aus, was ja normalerweise immer in einer Papierverpackung eingepackt wird, doch die Verkäuferin hatte leider verstanden, dass wir das Brot geschnitten haben wollte. Das bedeutet, dass es danach schön in eine Plastikverpackung eingepackt werden wurde. Da ich schon das große P in den Augen hatte, konnte meine Mutter doch noch ein Brot am Stück und in Papier verpackt ordern. Glück gehabt...

Am Samstagabend war in der Schule meiner Freundin eine Theateraufführung, wo sie selbst auch mitspielte. In der Voraussicht, dass dort wahrscheinlich Getränke in Plastikflaschen angeboten werden würden, packte ich mir, wie schon die ganze Woche über, meine Glasflasche ein. Meine Mutter meinte etwas verständnislos, dass das ja wohl übertrieben ist, den ganzen Abend mit einer schweren Glasflasche in der Tasche bei der Aufführung zu sein. Aber ich ließ mich nicht davon abhalten, diese trotzdem mitzunehmen. Zu meiner großen Verwunderung aber, wurden an diesem Abend kleine Wasser- und Apfelsaftflaschen aus Glas angeboten. Ich blieb aber trotzdem bei meiner Wasserflasche.

Am letzten Tag der Plastik-Pause musste ich feststellen, dass es langsam etwas eintönig wurde, immer die gleichen Brotaufstriche zu essen. Da ich als Vegetarier immer gerne zu Käse greife, habe ich diesen schon etwas vermisst. Auch gingen mir langsam die Socken aus, von denen ich wusste, dass sie auf jeden Fall aus 100% Baumwolle bestehen. Das weiß ich auch nur, weil ich die bei C&A gekauft habe, die immer schöne Socken mit Snoopy-Motiv aus reiner Baumwolle haben.So langsam waren meine Snoopy-Socken aber aufgebraucht, und auch waren nicht mehr allzu viele Oberteile aus reiner Baumwolle in meinem Schrank zu finden, die nicht zu dünn für das Wetter sind.

Mein Fazit: Es ist gar nicht so einfach gewesen eine Woche auf Plastik zu verzichten. Bei manchen Dingen musste ich auch Ausnahmen machen, da ich auf diese leider nicht verzichten, oder diese ersetzen konnte. Jedoch möchte ich weiterhin meinen Plastikverbrauch möglichst niedrig halten, und bei Produkten, die neu angeschafft werden müssen, möchte ich darauf achten, dass diese möglichst wenig Plastik enthalten.

PS: Das Holzlineal habe ich heute in einer Schublade gefunden. =)

 

 

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Kommentare (5)
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03.02.2015
Cookie hat geschrieben:
Danke für diesen schönen Bericht!
Tja, ist doch immer so, dass man die Sachen genau dann wieder findet, wenn man sie nicht mehr sucht ;-)
Auf Süßigkeiten verzichten ist doof (wenn auch gesund), aber man kann sich ja auch selbst Kekse machen:
http://leben-ohne-plastik.blogspot.de/2014/04/plastikfrei-genieen-schoko-schnecken.html
Ich finde es auf jeden Fall super, dass du bei der Plastik-Pause dabei warst und auch in Zukunft weniger Plastik verbrauchen möchtest.
03.02.2015
Janinadl hat geschrieben:
Ich spiele auch Theater:D
Ich habe ein Holzlineral vomn BRUNNEN. Kanst ja einfach mal bei Thalia oder so fragen.
03.02.2015
Fabia hat geschrieben:
Super gut, dass du (und alle anderen die mitgemacht haben) das so durchgezogen hast!
Es scheint nicht einfach, aber auch nicht unmöglich zu sein ohne Plastik zu leben und innerhalb der Zeit sind doch viele alternativen aufgetaucht, an die man vorher nicht gedacht hatte! :)
02.02.2015
lolfs hat geschrieben:
Für das Durchstreichen eines Wortes hättest du einfach ein Papierstück (bpsw. das Löschpapier) nehmen können. Einmal falten und schon kann man den Füller an der Kante entlang führen. ;)
02.02.2015
RichardParker hat geschrieben:
Danke für den schönen Bericht! :)) Ich finde es klasse, dass du bis zum Schluss dran geblieben bist Ronja! :)
Ich habe zwar diese Woche nicht mitgemacht, aber ich habe mir fest vorgenommen, es irgendwann mal wenigstens zu versuchen, man kann ja nur daraus lernen ;)
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