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Steven Siegel, NOAA / Marine Photobank
Warum wir bald unsere Verpackungen essen und kein Mensch mehr Einwegbecher braucht!


von Ronja96
26.08.2016
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Plastik ist ein Material, das nicht nur uns in der Community ständig beschäftigt. Mittlerweile haben viele die Probleme erkannt, die mit Kunststoffen zusammenhängen: Auf der ganzen Welt setzen sich Leute dafür ein, die Umweltverschmutzung durch Plastik zu verringern. Ständig gibt es neue Erkenntnisse und Möglichkeiten, die Welt ein kleines bisschen plastikfreier zu gestalten. Einige davon möchte ich euch hier kurz vorstellen.


Das gibt es diesen Monat:


-Initiative „BecherBonus“ in Hessen
-Backhaus Lüning- Rabatt für Mehrwegbecher
-Umweltminister gegen Einwegbecher!
-NABU will keinen Müll mehr im Meer
-Essbare Verpackungen
-Kitzingen will keine Plastiktüten mehr!
-Selbst aktiv werden

 

Initiative „BecherBonus“ in Hessen

Das Problem der Einwegbecher ist bekannt. Es werden jedes Jahr etwa 2,6 Milliarden bundesweit verbraucht. Aber was wird dagegen getan? Zum Beispiel die Initiative Coffe to go again, die euch Anne vorgestellt hat. Aber auch Hessen will jetzt stärker gegen die Plastikbecher vorgehen. Und wie? Mit der Initiative „BecherBonus“, welche von der hessischen Umweltministerin Priska Hinz ins Leben gerufen wurde. Das Ziel von „BecherBonus“ ist, dass Kunden mit einem selbst mitgebrachten Mehrwegbecher einen Preisnachlass von 10 Cent bekommen. Dabei sollen verschiedenste Handelsketten und Großbäckereien mitmachen. Bis jetzt steht das Projekt noch in den Startlöchern. Wir können also gespannt sein!

© https://pixabay.com/


Backhaus Lüning- Rabatt für Mehrwegbecher

Nicht nur Hessen sagt den Plastik-Einwegbechern den Kampf an, sondern auch das Backhaus Lüning. Alle Kunden, die einen Mehrwegbecher mitbringen, bekommen Kaffee und Co. 5% günstiger als Kunden, die sich einen Einwegbecher befüllen lassen. Wenn man noch keinen eigenen Thermobecher zu Hause hat, kann man sogar einen bei der Bäckerei Lüning für 6,95 Euro erwerben und gleich auffüllen lassen. Wenn du da mal vorbeischauen willst, Bäckerei Lüning hat 61 Filialen im Rhein-Main- und Nahe-Gebiet.

Umweltminister gegen Einwegbecher!

Auch die Umweltminister sind auf das Problem der Coffe-to-go-Becher aufmerksam geworden, und wollen dessen Verbrauch verringern. Bereits Mitte Juni haben sie den Beschluss gefasst, dass der Bund die ökologischen Folgen untersuchen soll, die durch den erheblichen Verbrauch von Coffee-to-go-Bechern zustande kommen. Des Weiteren soll erfasst werden, ob eine Reduzierung erzielt werden kann, wenn die Kunden besser über die Folgen aufgeklärt werden. Wenn das nicht der Fall sein sollte, muss die Wirkung anderer Maßnahmen geprüft werden. Zudem fordern die Umweltminister auch Initiativen in den Ländern und Städten, die sogar schon teilweise vorhanden sind (siehe oben).

NABU will keinen Müll mehr im Meer!

Nicht nur auf dem Land stellt Plastik, wie die Einwegbecher, ein Problem dar. Auch im Wasser finden sich mehr als zehn Tonnen Plastikmüll! Viele Tiere, wie zum Beispiel Schildkröten, verheddern sich in Netzen, Seevögel fressen den Müll oder bauen Nester aus Plastikteilen. Da das nicht so weitergehen kann, hat der NABU das Projekt „Meere ohne Plastik“ ins Leben gerufen, denn auch die Nord- und Ostsee sind stark von diesem Problem betroffen. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Initiative „Fishing for Litter“. Dabei werden die Fischer mit Sammelsäcken ausgestattet, in denen sie den Müll sammeln können, der ihnen beim Fischen ins Netz gerät. Diesen können sie dann im Hafen in den dafür vorgesehenen Container entsorgen. Der Müll wird anschließend genau sortiert, damit der NABU Infos über die Herkunft und die Zusammensetzung des Mülls erhält, und kann somit helfen entsprechende Maßnahmen zu entwickeln. Bis jetzt beteiligen sich schon über 120 Fischer an dem Projekt mit steigender Tendenz. Neben der Hauptinitiative „Fishing for Litter“ umfasst das Projekt aber auch die Erstellung von Informationsmaterialen, Reinigungsaktionen an den Küsten und vielem mehr.

© https://pixabay.com/

Essbare Verpackungen

Nein, das ist kein Scherz. Aber keine Angst, ihr müsst euch jetzt nicht alle Plastikverpackungen in den Mund stopfen und runterschlucken, um etwas gegen das Plastik-Problem zu unternehmen. Da gibt es eine viel bessere Lösung: Forscher haben es geschafft, Verpackungen herzustellen, die aus dem Casein-Protein bestehen, welches in Milch enthalten ist. Die Eiweiße, die dieses Protein enthält, könnten zu einem so dichten Netzwerk verknüpft werden, dass es sogar noch viel mehr Sauerstoff abhalten kann, als die normale Plastikverpackung, die wir im Supermarkt finden. Des Weiteren enthält die Milch-Verpackung pflanzliche Pektine aus Zitrusfrüchten, wodurch die zu schnelle Löslichkeit bei Feuchtigkeit verhindert wird. Es sei auch denkbar, dass diesen Folien Vitamine, Nahrungsergänzungsmittel und Aromen zugesetzt werden. Wir können also gespannt sein, was uns die Zukunft noch so bringt. Und natürlich: Guten Appetit! =)

© https://pixabay.com/

Kitzingen will keine Plastiktüten mehr!

Kitzingen will ab sofort alle Plastiktüten verbannen und hat die Kampagne „Plastiktütenfrei. Kitzingen kann´s“ gestartet. Diese Kampagne setzt darauf im Non-Food-Bereich die Plastiktüten zu ersetzen. Dies wollen die Kitzinger anhand der umweltfreundlicheren Variante der Papiertüte umsetzen. Neben einem Infostand, der Kunden über das Problem der Plastiktüte informiert, wurden bereits 4000 Papiertüten mit Flyern an Geschäfte in Kitzingen ausgegeben, um diese von Papiertüten zu überzeugen. Einige Geschäfte setzen dies auch schon um. Des Weiteren wird während der Kampagne auch über die richtige Entsorgung von Alternativen der Plastiktüte informiert. Die Papiertüte stellt zwar insgesamt eine bessere Alternative dar als die Plastiktüte, allerdings wäre es wünschenswert, dass die Leute ihren eigenen Stoffbeutel mitbringen, da Papiertüten dennoch einen hohen Ressourcenverbrauch haben.

© https://pixabay.com/

Selbst aktiv werden

Ausbildung bei Original Unverpackt

Du bist noch auf der Suche nach einer coolen und plastikfreien Ausbildung? Dann bist du hier genau richtig: Original Unverpackt bietet dir einen Ausbildungsplatz an. Hier lernst du, wie man Produkte präsentiert, woher diese kommen, die Beratung von Kunden und warum es wichtig ist, Produkte regional, bio und unverpackt anzubieten, und vieles mehr! Du solltest auf jeden Fall viel Spaß an der Arbeit mit Menschen mitbringen und natürlich für den nachhaltigen Konsum begeistert sein. Hier kannst du dich bewerben!

Trashbusters- Es geht wieder los!

Es kann wieder eifrig Müll gesammelt werden! Vom 17.09. bis zum 01.10. kannst du wieder als Trashbuster aktiv werden, und deine Umgebung vom Müll befreien! Du kannst entweder ein Aufräum- oder eine Aufklärungsaktion starten! Oder vielleicht auch beides?! Mehr Infos findest hier auf der Internetseite der NAJU oder hier in dem Bericht von Anne! Bist du dabei?

© http://www.trashbusters.de/downloads/

Im letzten Plastik-Update gab es Metallstrohhalme, den Plastiltütenmann und Zellulose-Fahrradhelme.

Quellen:

http://www.stern.de/wirtschaft/coffe-to-go--hessen-sagt-einwegbechern-den-kampf-an-6772956.html
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/meere-ohne-plastik/fishing-for-litter/index.html
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/meere-ohne-plastik/
http://original-unverpackt.de/jobs/ausbildung-zumzur-ausbildungskaufmann-frau-im-einzelhandel/
https://merkurist.de/mainz/lifestyle/backhaus-luening-wer-an-die-umwelt-denkt-bekommt-seinen-kaffee-guenstiger_QCU
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/08/2016-08-08-muell-to-go.html
http://www.sueddeutsche.de/wissen/bio-plastik-essbare-verpackung-aus-milch-soll-plastik-flut-eindaemmen-1.3130670
http://www.infranken.de/regional/kitzingen/Ziel-Keine-Plastiktueten-mehr-in-Kitzingen;art218,2099886
http://www.trashbusters.de/aktionswochen-1/

 

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Kommentare (2)
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31.10.2016
Mareikeee hat geschrieben:
Sehr interessanter Bericht! Das Blöde ist nur, dass diese essbaren Verpackungen ja aus Milch bestehen...so muss noch mehr Milch "hergestellt" werden, was sicher dazu führt, dass noch mehr Kühe" abgepumpt" werden...
27.08.2016
Buchenblatt hat geschrieben:
Danke für das Update :)
Zwar bin ich mir bei Casein-Verpackungen nicht sicher, ob damit die Nachhaltigkeit wirklich gesteigert wird. Der Rest klingt aber sehr vielversprechend!
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