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Steven Siegel, NOAA / Marine Photobank
Plastiktütenverbot: Ein Zeichen setzen


von Cookie
02.03.2012
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Ich möchte gern ein Thema aufgreifen, dass hier bei der WWF Jugend schon recht oft angesprochen wurde: Die Plastiktüte. 

Ich denke, dem Großteil von uns sind die Schäden bewusst, die dieser für uns so alltägliche Gegenstand anrichten kann. Die meisten von uns kennen die schockierenden Bilder von überdimensionalen Müllstrudeln in unseren Meeren und durch Plastik zu Tode gekommenen Vögeln und Meerestieren. Allein wenn man die Tatsache bedenkt, dass eine Plastiktüte, die im Durchschnitt zwölf Minuten in Gebrauch ist, um die 500 Jahre braucht, um abgebaut zu werden, wird man umso fassungsloser angesichts unseres leichtfertigen Umgangs damit. Einige Länder haben das schon verstanden und Gesetze dagegen entwickelt. Die Frage, warum es solche Regelungen in Deutschland nicht gibt, kam auch hier bei der WWF Jugend schon des Öfteren auf. Ich will das alles hier auch nicht weiter ausführen, aber denjenigen, die sich genauer über Auswirkungen des Gebrauchs von Plastiktüten und die Gesetzlage weltweit informieren wollen, empfehle ich die folgenden Berichte:

http://www.wwf-jugend.de/leben/fair-kaufen/plastiktueten-ueberschwemmung;512
http://www.wwf-jugend.de/community/artikel/plastiktueten--deutschland-weit-zurueck;1154 

Der Grund, warum ich diesen Bericht schreibe, ist: Ich will endlich aktiv werden! Und dazu brauche ich Unterstützung. 

Ich habe mich innerhalb der letzten Woche genauer mit dem Thema beschäftigt und mit Freunden über mögliche Lösungen der „Plastiktüten-Problematik“ diskutiert. Dabei ist ein recht grobes, auf jeden Fall noch ausbaufähiges Konzept entstanden, dass ich euch gerne vorstellen würde. Ich hoffe auf eure Kritik, Vorschläge, Ideen… damit sich aus unseren ungefähren Ideen eine richtige Aktion entwickeln kann, falls ihr eine solche auch für sinnvoll haltet. 

Im Großen und Ganzen beinhaltet unser Konzept drei Schritte, auf die ich gleich weiter eingehen möchte: 

1)      Selbst ein Zeichen setzen

2)      Kunden und Geschäfte überzeugen

3)      Appell an die Regierung: Auch Deutschland braucht ein Plastiktütengesetz!

Unsere genaueren Vorstellungen zu diesen drei Punkten sehen folgendermaßen aus: 

1) Selbst ein Zeichen setzen 

Dieser Schritt erklärt sich wohl von selbst. Wenn wir dafür sorgen wollen, dass unsere Mitmenschen in Zukunft auf Plastiktüten verzichten, müssen wir natürlich bei uns selbst anfangen und immer unsere eigenen Taschen mitbringen. Beim Einkaufen im Supermarkt tun das sicherlich die meisten, aber wie sieht es aus, wenn ihr shoppen geht? 

Um unser Zeichen deutlicher zu machen, hatten wir die Idee, eine Stofftasche selbst zu designen, die auf unsere Aktion und das Plastiktütenproblem allgemein hinweist. Damit würden wir unser „NEIN zu Plastiktüten“ nicht nur an der Kasse äußern, sondern unser Statement mit uns herumtragen. Einen doppelten Nutzen hätte eine solche Tasche, wenn der Erlös aus ihrem Verkauf an den WWF ginge. 

2) Kunden und Geschäfte überzeugen

Hier wird es schon schwieriger. Natürlich wollen wir die Menschen ganz aktiv davon überzeugen, auf Plastiktüten zu verzichten. Nur wie bekommen wir die Aufmerksamkeit? Unmöglich ist es nicht. So ist es BBC-Filmfrau Rebecca Hosking gelungen, ihren Heimatort in Großbritannien durch ein schockierendes Video auf einen plastiktütenfreien Weg zu bringen. Wir haben leider noch keine genaue Vorstellung, wie wir auch Deutschland dazu bringen, diesem Beispiel zu folgen. 

Wichtig ist natürlich auch, dass die Geschäfte das Mitbringen einer eigenen Tasche fördern. In vielen Läden wird man gar nicht erst gefragt, oft sind die gekauften Waren eingetütet, bevor man STOP schreien kann. Unsere Traumvorstellung wären hier Hinweisschilder an sämtlichen Kassen, die die Probleme darstellen und zum Verzicht auf Plastiktüten auffordern und Verkäufer, die alle explizit danach fragen, ob man denn eine Tüte möchte oder nicht. An dieser Stelle sind wir leider noch relativ ratlos was die Umsetzung betrifft.  

Was die Sache erschwert, ist die Tatsache, dass die Tüten billige Werbemöglichkeiten für die Läden darstellen. So wie wir mit der oben erwähnten Aktions-Tasche unser Statement durch die Gegend tragen würden, tragen wir mit den Plastiktüten auf gewisse Weise Werbung für die entsprechenden Geschäfte mit uns. 

3) Appell an die Regierung 

Solche hat es das Thema Plastiktüten betreffend schon gegeben. So gab es im vorigen Jahr schon eine Petition, in der ein Verbot von Plastiktüten in Deutschland gefordert wurde. Diese wurde jedoch mit der Begründung "Ein Verbot der Tragetaschen würde gegen das Prinzip der Warenverkehrsfreiheit verstoßen" abgelehnt. Wir finden jedoch, dass man deshalb nicht aufgeben und weitere Petitionen starten und vielleicht auch einmal demonstrieren sollte. Schließlich existieren schon konkrete Ideen, wie ein solches Antiplastiktütengesetz aussehen könnte. Hier zum Beispiel ein Antrag der Grünen: http://www.gruene-partei.de/cms/default/dok/393/393287.verbot_von_plastiktueten_zur_reduzierung.htm 

So viel erst mal von mir, jetzt hoffe ich auch euer Interesse, eure Meinung und eure Ideen! Dafür im Voraus schon DANKE! 

Quellen: 

http://www.innovativ-in.de/plastiktueten-aktion-elita-wiegand-jahr-kunststoff-tragetasche-_id1915.html
http://www.guardian.co.uk/lifeandstyle/2008/jan/27/foodanddrink.features6

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Kommentare (28)
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15.04.2012
Cookie hat geschrieben:
@wintersommer: Jup, die armedangels-Idee ist bei uns in der Gruppe (Da bist du ja jetzt auch drin, oder? :) ) auch schon mal aufgekommen. Wir haben da auch schon beim WWF angefragt, haben leider noch keine Antwort. Wenn du die ganze Diskussion genauer lesen möchtest, dann schau am besten bei dem Thema "Stoffatschen selbst gestalten" relativ am Anfang.
15.04.2012
wintersommer hat geschrieben:
WWF wird doch stark von Armed Angels unterstützt, könnte man die nicht mal anhauen, ob sie solche Taschen herstellen würden?
Die haben da doch gute Designer, dann sehen die Taschen auch richtig fesh aus.
Es müsste wirklich so ein Zeichen geben, welches sich die Läden an die Kasse oder die Tür kleben können. Sowas wie diese Aufkleber von der Kindernotinsel.
Dann wissen alle Kunden sofort bescheid, dass der laden was für die Umwelt macht.
Dann müsste für diese Aktion Werbung gemacht werden, dass auch wirklich alle wissen, was das Zeichen heißt. Und dabei kann man die Leute auch von dem enormen Plastik-und Papierverbrauch durch Tüten und Bons aufmerksam machen.
24.03.2012
Laurii hat geschrieben:
Es ist ja auch oft so, das sich die meisten ihr Schulbrot in eine Frischhaltefolie wickeln, Äpfel in eine, das Brot in eine. Das ist auch wirklich eine Verschwendung. Ich bin auch immer hinterher ihnen dann zu sagen, dass eine Brotdose es ebensogut tut. Dafür aber noch viel Umweltfreundlicher ist, da man sie viel öfter benutzen kann. Dann denk ich schon ich habe Erfolg, als meine Freundin mit einer Brotdose in der Hand zu mir kommt. Doch was ist, sie klappt den Deckel auf und holt stolz ihr Brot aus der Brotdose, (und ratet :D ) es war in Folie eingewickelt. :D Naja,..
21.03.2012
Sarah25 hat geschrieben:
Das Plastiktütenproblem ist wirklich ein Problem was eigentlich leicht zu bekämpfen sein sollte, ist es aber leider doch nicht :(
Ich fände es super, wenn wir daraus eine große Aktion machen würde, wie vorgeschlagen. Ich glaub es würden echt viele Leute mitmachen! :) Ich wär auf jeden Fall dabei! :)
15.03.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Ich nehme in Geschäften nie ein Plastik tüt und ich versuche das auch meinen Freundinnen zu sagen aber eine nimmt immer eine plastiktüte und jetzt kommt das verrückte, sie steckt die Plastiktüte in ihre Tasche!!!!
11.03.2012
Puma hat geschrieben:
Eine sehr gute Aktin.In meinem Schrank stapeln sich auch schon die Plastiktüten.Dabei gehe ich gar nicht so oft shoppen......
07.03.2012
anni95 hat geschrieben:
Die Überlegung mit den Stofftaschen hatten eine Freundin und ich schon vor einer Weile und wi sind auf dieselben Grenzen gestoßen: billiger, einfacher, Werbung. Vielleicht würde es etwas bringen, den Geschäften vorzurechnen, wie viel sie sparen, wenn sie eine Stofftasche im Gegensatz zu sagen wir mal 10 Plastiktüten rausgeben. Für die Tasche wid man bezahlt, für die Tüte nicht.
Ein weiteres Problem ist natürlich, dass eine Kleidungskette nicht auf ihre "Bonuswerbung" verzichten möchte, wenn es keine weitere tut. Diese Gefahr besteht für sie nämlich auch, wenn sie bedruckte Taschen rausgeben- wer sagt denn, dass der Kunde immer genau die dabei hat. Ich bin da skeptisch, wie schnell wir Unternehmen erreichen können. Ich glaube, man müsste erst beim Kunden die Wahrnehmung für das Problem wecken.
06.03.2012
Anne95 hat geschrieben:
Ich finde auch, dass man da was tun muss. Es ist so eine Verschwendung... Nach kurzer Zeit hat man Berge an Plastiktüten Zuhause rumfliegen, die man eh nicht mehr braucht. :(
06.03.2012
Cosima hat geschrieben:
Man könnte auch noch einen Stand mit Stofftaschen zum selber machen haben.
Wir könnten ja ein paar gute Sprüche als Vorlage geben, aber dann kann man die Tasche selber gestalten.
05.03.2012
SaveTheWorld. hat geschrieben:
@Zerschmetterling: Immerhin war das eine Idee :) Vlt können wir daraus was machen.

@Cookie: Danke :) Ja, das Drama fehlt wirklich etwas. Man könnte bunten, sauberen Müll (also Bonbonpapier etc.) abgefüllt in durchsichtigen Säckchen oder verschmutze weiße Laken unter den Teilnehmern mit den Plastiktops platzieren und Blumentöpfe um die Stoffbeutel-Teilnehmer ;) Vielleicht könnten sich die Teilnehmer nach dem Tanz oder ähnlichem splitten und in 2 unterschiedliche Richtungen laufen, wo dann Stände mit Infoflyern und Postern aufgebaut sind und die Deko (Müll oder Blumen) dann passend zu der Gruppe.
Die Gruppen könnten sich dann z.B. auf das Thema "Verschmutzung durch Plastiktüten-Konsum und Möglichkeiten zum Recyclen" und das Thema "Schöne, umweltfreundlcihe Stoffbeutel, schon lange nicht mehr nur für Ökos - Vorteile" (+ Verkaufsstand) fixieren.
Die Beutel könnten wir fertig designt mit individuellen Motiven, dem Motiv der Aktion oder zum Selberdesignen (evtl. am Stand?) anbieten. :)
05.03.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Ich weiß nicht, ob es schon genannt wurde, aber man könnte doch versuchen diese Stofftaschen mit besagtem Aufdruck zu organisieren und sie in der FUßgängerzone (wo viele leute beim shoppen vorbeigehen) zu verkaufen und der Erlös geht an den WWF
05.03.2012
Cookie hat geschrieben:
@Zerschmetterling: Das ist echt praktisch, dass du dich durch deine Arbeit genauer auskennst und uns quasi "Insider-Infos" geben kannst. :) Und klar hast du recht, durch Demos allein werden wir nicht alle unsere Ziele erreichen, aber dadurch könnten wir vielleicht erst mal generelle Aufmerksamkeit wecken. Die Leute ordentlich zu informieren ist natürlich echt wichtig. Die Frage ist da einfach nur: Wie machen wir das am schlausten??

Das mit der Gruppe hab ich jetzt auch erledigt: http://www.wwf-jugend.de/community/group.php?group_id=299
Würde mich freuen, bald möglichst viele von euch dort als Mitglieder zu sehen, damit wir gemeinsam eine Aktion planen können! :)
05.03.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Das ist eine super Idee.

Ich finde man müsste auch einen Weg finden um Werbung für Stoff- statt Plastiktüten zu machen. Zum Beispiel Plakate am Eingang der Läden. Am besten gleich mit Stoff-tüten zum kaufen oder mitnehmen.

Oder man könnte auch zum Beispiel witzige Sprüche auf die Tüten aufdrucken lassen, weil das dann so noch besser bei den Menschen ankommen wird. :)
05.03.2012
Cookie hat geschrieben:
@SaveTheWorld: Super! Danke schon mal! :)
Tanzen ist zwar nicht mein Ding, aber die Sache mit dem Plastiktütentops gefällt mir irgendwie... Ich fände es nur gut, wenn bei dem Flashmob irgendwie einigermaßen drastisch rauskommen würde, welchen Schaden die Tüten anrichten. Notfalls auch ein bisschen übertrieben, Hauptsache die Leute sind schockiert und lassen sich keine Plastiktüten mehr geben. Am besten soll das ganzen noch in einem Shopping-Center oder einer Fußgängerzone stattfinden, wo viele Leute mit Plastiktüten rumlaufen, damit die sich gleich richtig mies fühlen... Hast du oder sonst jemand hier vielleicht ne Idee, wie man das mit den Plastiktütentops verbinden könnte? Die Idee find ich nämlich echt kreativ! :)
05.03.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
@Akari: Ich habe auch mal in einem Drogeriemarkt gearbeitet und verstehe GENAU was Du da schreibst. Es ist wirklich krass was man für einen Eindruck bekommt, wenn man dort erstmal arbeitet.
Bei REWE wird der Zettel nur bei Bedarf gedruckt.

@Cookie:
Wie viele dadrauf zurückkommen? Ja, da haben wir es nämlich wieder.
Ich arbeite noch nicht allzu lange dort, und habe noch keinen erlebt, der die Tüten zurückbringt.
(Ich frage bei kleineren Einkäufen oft, ob das noch so mitgeht.
Außerdem verwende ich immer die möglichst kleinste Tüte.)
Was das mit den Flyern angeht: Das stimmt, die Meißten haben nicht das Recht das zu entscheiden.
Und, zumindest bei uns, ist es auch schwer möglich die Verkäufer dadrauf anzusprechen, weil immer wieder Kunden kommen. Und wenn ein Gespräch geführt werden kann, bin ich mir nicht sicher, ob das auch mit dem nötigen Ernst geführt wird (von den Angestellten/Chefs). Oder ob da private Meinung und berufliche Begebenheiten nicht doch auch sehr auseinandertriften.

Demos finde ich oft sehr überschätzt.
Meine Reaktion auf Demos ist oft: Nicht schon wieder.

Es muss eine originelle Aktion sein, mit einer wichtigen Message die auf eine posetive Veränderung hinausläuft.
D.h.: Statt einfach gegen etwas zu wettern (selbst wenn es zu recht ist), empfinde ich es als tausendmal besser, ganzheitlich zu informieren und Lösungsvorschläge aufzuzeigen.

Eine Eröffnung einer Gruppe empfinde ich als sinnvoll. Bin dann auch sofort dabei! ;)

@SavetheWorld: Warscheinlich besser als eine stumpfe Demo, aber wohl auch ohne langfristige Wirkung.
05.03.2012
SaveTheWorld. hat geschrieben:
Ich finde deinen Beitrag super!! Ich bin auf jeden Fall dabei wenn ihr eine Aktion plant! :D Ich überlege mir die Tage mal ein paar Designs und poste die dann hier, okay?

Und vlt könnte man eine Demo in Form eines Flashmobs machen, bei dem viele Teilnehmer mit unseren coolen Stoffbeuteln über einen großen, belebten Platz (in Köln zum Beispiel die Domplatte) gehen, plötzlich ihre Jacken ausziehen & wegwerfen, und darunter ihr Plastiktüten-Top präsentieren. Vielleicht mit einer Aufschrift wie "Ich bin ein stolze Plastiktüte, ich werde recycelt & verschmutze nicht die Umwelt!" Ein anderer Teil der Teilnehmergruppe könnte Tops aus Stoffbeuteln tragen, mit einer Aufschrift wie "Gut, aber ich halte ewig & seh besser aus!" Und eventuell könnte man nach dem Jacken-Ausziehen einen kleinen Tanz aufführen, dann einfach die Jacke aufheben und weitergehen :)

Was haltet ihr davon? Es klingt wahrscheinlich etwas verrückt, aber es würde auffallen, oder? :D
04.03.2012
MJ1499 hat geschrieben:
@Akari1994: Zumindest Penny setzt bei Kassenzetteln jetzt ja ein Zeichen...
04.03.2012
Cookie hat geschrieben:
Wow! Erst mal vielenvielenvielen Dank für eure ganzen Ideen und Vorschläge! :) Tut mir leid, dass ich jetzt nicht gleich auf euch alle einzeln eingehen kann, dazu fehlt mir leider grad die Zeit. Aber was haltet ihr eigentlich von einer Gruppe, in der wir das Thema weiter diskutieren können?

Die Idee, Tüten selbst zu gestalten, scheint ja besonders gut anzukommen! :) Meine künstlerischen Fähigkeiten halten sich leider in Grenzen, aber hat da vielleicht jemand von euch mehr Talent und könnte mal einen Entwurf machen? Die Idee, eine Schablone zu machen, finde ich ziemlich gut, nur müsste das Motiv dann leider recht einfach gehalten werden. Was mir aber auch eingefallen ist: Es gibt doch diese Bügelfolie, auf die man Bilder drucken und dann auf Stoff bügeln kann. Hat dann nicht die beste Qualität aber na ja... Man könnte dann zumindest einfach ein oder besser mehrere Motive für jeden zum Downloaden online stellen. Ansonsten sollte man sich vielleicht doch mal umhören, wie die Möglichkeiten sind, so etwas richtig drucken zu lassen.

Was die Geschäfte angeht, find ich die Idee mit der E-Mailaktion recht gut. Das wäre zumindest einfach umzusetzen. Allerdings hab ich die Befürchtung, das ein Großteil unserer Bemühungen im Spam-Mülleimer landen würden oder die Geschäfte mit ihren "tollen" Argumenten, wie umweltfreundlich ihre Tüten doch wären, kommen. Da hätte ich auch eine spezielle Frage
@Zerschmetterling: Wie viele Leute kommen denn so ungefähr darauf zurück, das die Tüten zurückgegeben werden können? Und weißt du zufällig, was genau dann damit passiert? Das frag ich mich schon lange!
Vielleicht sollten wir vielleicht wirklich einen Flyer entwickeln und einfach auf die Leute in den Geschäften zugehen, wie Hanja vorschlägt? Wobei ich glaube, dass da auch ein großes Problem sein wird, dass die Verkäufer glaub ich gar nicht befugt sind, das einfach zu erlauben. :( Wobei uns aber immer noch die Möglichkeit bleibt, sie einfach anzusprechen, ihnen die Folgen von Plastiktütennutzung klarzumachen und sie dazu bringen, in Zukunft IMMER vorher nachzufragen.

Dann war mehrmals von einer Demo die Rede. Glaubt ihr, so was könnte man auf die Beine stellen? Vielleicht fällt uns ja auch ne coole Idee für nen Plastiktütenflashmob ein, was meint ihr? Fänd ich irgendwie cool! :)
04.03.2012
Akari1994 hat geschrieben:
super Beitrag!
Ich arbeite selbst in einem Supermarkt an der Kasse neben der Schule und es ist echt krass, wie viele Tüten gekauft werden, aber noch viel, viel krasser ist es, wie viel Verpackungsmaterial weggeschmissen wird, wenn wir Ware bekommen! Das sind wirklich Berge von Pappe und Plastik! Da müsste meiner Meinung nach auch was gemacht werden. Ich habe da auch schon in der Schule drüber gesprochen und den Chefs, aber leider ist es halt eine billige Möglichkeit Werbung zu machen und die Kunden kaufen auch lieber Plastiktüten, weil sie billiger sind als ein Stoffbeutel. Wir haben bei uns Plastik, Papier und Stoff, aber Plastik wird leider am häufigsten gekauft.
Was noch heftig ist, sind die Kassenzettel. Wir schmeißen gut 90% der Kassenzettel weg. Das ist so viel Papier! Das ist echt eine Verschwendung. Meiner Meinung nach sollte der nur ausgedruckt werden, wenn der Kunde den auch will.
04.03.2012
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Super Initiative! Da könnte man richtig was draus machen! :)
03.03.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
Ja, guter Beitrag.

Bei DM sind die Tüten mit dem BLAUEN ENGEL zertifiziert.
Außerdem arbeite ich bei einer Textilkette im Verkauf und ich sehe WIE VIELE Tüten da über den Tisch gehen.
(Wir nehmen Tüten zum recyclen zurück)
Meinst Du beim Shoppen solle jeder zwei/drei Beutel mitnehmen, damit er keine Tüten braucht? Ist bestimmt machbar.
Aber irgendwas müssen die Geschäfte ja auch anbieten.
Ich fände es gut, wenn wenigstens alle erstmal auf BLAUE ENGEL - Tüten zurückgreifen würden! Dann kann man sehen in welchem Tempo man sich wie steigern kann.

LG
03.03.2012
Primavera hat geschrieben:
Anne, meine Süße ein guter Beitrag und die idee mit den individuellen Stofftaschen finde ich sehr gut, da sie vor allem auch gut umsetzbar ist.
Ich habe gerade mir zehn Umweltbeutel bestellt, da kann ich ha mal ausprobieren, inwiefern ich dir "anti Plastiktüten " botschaft drauf schreiben kann.

Habt ihr/du irgendwelche schlagfertigen, witzigen Sprüche die man auf den Beutel drucken könnte? Oder eine Idee für ein Bild?
einen Stoffbeizel der die ganzen überflüssigen tüten frisst?
wir müssten uns auch entscheiden, on wir etwas gegen Die tüte oder Pro Beutel machen...obwohl der Beutel hat ja zwei Seiten!!! :D


@hanja: die idee mit dem Beutelverkauf bei einer Demo finde ich super- Dort ist auch das Publikum das sich für so etwas interessiert und eine botschaft auch weoter vermitteln möchte.
Wenn wir einen Beutel kreiren, machen wir das bei der nächsten Demo, ja??
Wir könnten dazu auch gucken ob wir vielleicht ein kleines Infoblatt ersetllen, dass wir den Meschen dann in die Hände drücken können damit sie mehr Informationen haben..
03.03.2012
Carina hat geschrieben:
Ich finde den Plan auch super! Bei dem Logo müsste man das vielleicht so gestalten, dass man im Internet (vielleicht hier in einem Bericht) eine Art Schablone veröffentlicht, sodass sich jeder das selbst auf eine Stofftasche aufmalen kann. Zumindest glaube ich, dass es schwer umzusetzen wäre, die wirklich im großen Stil zu bedrucken und zu verkaufen... Cool wäre es natürlich ;)

Und dann zu dem Punkt mit den Geschäften: Als erstes fällt mir da ein, dass man einen E-Mail Aufruf starten könnte. Also, dass möglichst viele Menschen die Geschäftsleitung anschreiben und darum bitten, dass keine Plastiktüten mehr verkauft werden, bzw. dass an den Kassen mit einem Schild darauf hingewiesen wird, dass man diese nur verwenden sollte, wenn man sie auch wirklich braucht. Man müsste sich vielleicht erst mal auf eine Handvoll Läden konzentrieren, bei denen der Plastiktütenverbrauch besonders hoch ist. Wir könnten den Text für eine solche E-Mail-Aktion auf jeden Fall schon formulieren und die entsprechenden E-Mail-Adressen raussuchen, sodass man nur noch den Text kopieren und die Mail abschicken müsste.
03.03.2012
Berita hat geschrieben:
Eine weitere Möglichkeit wären vielleicht Tüten aus recyceltem Papier. Auch diese Tüten könnte man mit einem Logo bedrucken. Wenn man die Tüte nicht mehr benötigt, kann diese wieder in den Kreislauf eingeführt werden.
03.03.2012
Maddy hat geschrieben:
Man könnte einzelne Geschäfte davon überzeugen anstatt Plastiktüten Stofftüten anzubieten. Das wäre dann zwar für den Kunden etwas teurer, aber dann kaufen viele bestimmt auch nur ein mal eine Stofftüte und verwenden diese häufiger da sie nicht immer das Geld bezahlen wollen.
Eigene Designs auf Stofftaschen fänd ich echt gut. Wenn das Design gut ankommt sind auch viele Menschen bestimmt dazu bereit eine Stofftüte für ihre Einkäufe zu benutzen.
03.03.2012
Hanja hat geschrieben:
Echt toller Beitrag;)
nicht nur informierend, sondern auch mit konkreten Vorschlägen!
Es ist echt erschreckend, wie viele Tüten genommen werden, auch wenn man sie nicht braucht: meine Freundin und ich waren neulich ein Geschenk kaufen, es war nur ein Anhänger, kann man also problemlos in der Schultasche verstauen. Trotzdem hat meine Freundin gesagt, dass wir eine Tüte wollen, weil die so klein und so sind. Ich hab im letzten Moment noch NEIN geschrieen und war leicht sauer auf meine Freundin, aber sie hat mir mehr oder weniger versprochen das nächste mal keine Tüte zu fordern...

Ja, Rebecca Hosking hat glaub ich mit ihrem Film auch eine Kampanie gegründet und dem Beispiel ihres Heimatortes sind schon einige Dörfer/Städte ect gefolgt.

man kann ja in Läden und Geschäften ect fragen ob man einen Link oder Flyer an der Kasse hinterlegen darf, der über Plastik und Plastiktüten informiert, oder ob sie die gleich in die Tüte stecken, was leider sehr unwahrscheinlich ist...

Zu dem Design der Stofftasche: man kann ja das mehr oder weniger fertige Design über einen Bericht oder so hier veröffentlichen, so dass jeder seine Meinung und Verbesserungsvorschläge dazu sagen kann. Wenn man die Idee ausprobiert hat und merkt, dass es gut ankommt, kann man ja auch noch mehr Taschen designen, so dass es mehr Auswahl gibt. Oder (zusätzlich) in der Stadt (bei ner Demo oder einfach nur so) einen Stand machen, bei dem es leere Tüten gibt, die man dann mit Textilstiften bemalen und selbst designen kann, gegen eine Spende für den WWF oder gegen Plastiktüten (...) darf man die selbst designte Tüte behalten. So gibt es noch mehr Individualität!
03.03.2012
Cosima hat geschrieben:
Wow!
Ein toller Beitrag.
Das Thema hat mich in letzter Zeit auch beschaeftigt, da ich zur Zeit in Neuseeland bin und hier werden bei jedem Einkauf ca. 5-10 Plastiktueten verbraucht, die danach einfach weggeworfen werden. Auf diese Tueten ist nicht mal Werbung gedruckt.

Ich denke, dass ein Verkauf der Taschen in Schulen viele Jugendliche anspornen koennte. Man muesste natuerlich die ganze Aktion erklaeren.
Ich werde das auf jeden Fall in meiner Schule vorschlagen.

Euer Konzept find ich schon ganz gut. Man kann ja auch auf Stofftaschen Werbung drucken lassen, und diese Taschen halten viel laenger.
Es gibt schon einige Laender, bei denen es Plastiktuetengesetze gibt, wie zB Italien oder Frankreich.
Natuerlich gibt es immer Kritik, aber nur durch weiter entwickeln der Idee, kann man an den Problemen arbeiten.
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