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Steven Siegel, NOAA / Marine Photobank
Plastik-Pause: Ergebnisse des Experiments


von lolfs
19.02.2015
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Am 26. Januar starteten wir ein Experiment an dem viele von euch teilgenommen haben. Eine Woche lang hieß es so wenig Plastik wie möglich zu verbrauchen. Welche Erkenntnisse und Ergebnisse wir mit der Aktion erreicht habt, erfahrt ihr jetzt.

Laut Kalender nahmen 40 WWF Jugend Mitglieder an der Plastik-Pause teil. So gab es viele Erfahrungen, die ihr mit uns geteilt habt.

Die Teilnehmer der Plastik-Pause

Vor Beginn des Experiments habt ihr euch überlegt, wie ihr die Woche verbringen wollt. So hat KikiFi uns mit einem spannenden kleines Gedankenspiel in die Aufgabe des Experiments mitgenommen. Doch auch Recherche war vor der Plastik-Pause angesagt. So hat Sospita uns in ihrem Bericht vor dem Experiment auf den Online-Shop lush-shop.de aufmerksam gemacht. Zu diesem Shop meint JuliusS in seinem Bericht nach der Plastik-Pause: "Einen neuen Rekordumsatz hat LUSH diese Woche sicherlich gemacht. bei so vielen neuen Kunden." Und tatsächlich, immer wieder liest man von diesem Shop. In Heidelberg gibt es eine Filiale, die Regentag während der Experiments besuchte. Am Anfang noch etwas ratlos, am Ende jedoch um viele Erfahrungen reicher, hat sie wie die anderen das Experiment gelungen absolviert.

Doch was sind denn nun so die Erfahrungen? - Eure Berichte zeigen uns einige größere Bereiche auf, die ihr während der Plastik-Pause näher betrachtet habt.

Einkauf: Die erste Hälfte der Woche war wohl die härtere Hälfte. Denn oftmals ist der Wochenmarkt nicht direkt am Montag oder Dienstag. Carina hatte glücklicherweise am Montag noch Äpfel aus dem Garten. Doch am Dienstag hieß es dann Einkaufen gehen. Die Käsetheke scheint eine gute Alternative zu sein, wenn man nicht den verpackten Käse aus dem Kühlregal nehmen möchte. Doch Achtung! - Vielleicht sind die Verkäufer in ihrem alten Trott, sodass sie die Bitten nicht beim ersten Mal wahrnehmen und man sie noch ein zweites Mal bitten muss, doch keinen zusätzlichen Müll einzupacken. Durch die Beschränkung der Lebensmittel stellte sich bei Ronja96 am Ende des Experiments eine gewissen Eintönigkeit ein, doch teilt Jayfeather leckere plastikfreie Gerichte.

Bad / Kosmetik: Der zweite Bereich spielt sich im Bad ab. Seifen, Deos, Zahnseide, Zahnpaste, Zahnpürste, Cremes …. . Gibt es im Bad irgendetwas, was nicht mit Plastik zu tun hat? - Auf den ersten Blick wohl eher nicht. Doch statt Flüssigseife kann man Kernseife nutzen und Haarwaschmittel kann man sich selbst herstellen. Dies hat Ronja96 auch ausprobiert und berichtet uns davon. Auch LisaLisa21 probiert sich an selbst hergestellten Kosmetikartikeln und gibt uns den Tipp, sich mal auf schwatzkatz.com umzusehen.

Kleidung: Ein Blick auf das Schnipselchen in der Kleidung verrät, woraus das Kleidungsstück besteht. Daydreamer erschrak bei der genaueren Begutachtung des Kleiderschranks.

Neuanschaffungen: Puma listete erst einmal alle offensichtlichen Plastikdingen auf. Dabei kam Puma schnell auf eine Liste mit über 3 Seiten. Auch JuliusS zählte auch die plastikhaltigen Gegenstände aus seinem Alltag auf. Doch nur weil ein Ding aus Plastik besteht, macht es keinen Sinn, dieses sofort wegzuschmeisen und sich eine plastikfreie Alternative anzulegen. So achtet auch Jayfeather bei der nächsten Anschaffung auf die Beschaffenheit. Doch wie Anni95 in ihrem Tops und Flops und alles was dazwischen ist-Artikel beschreibt, ist nicht unbedingt jede plastikfreie Alternative wirklich besser.

Öffentliche Dinge: Im privaten Umfeld kann man noch lenken, wo man Plastik erlaubt und wo nicht. Doch in öffentlichen Anstalten wie Schule, Uni und Bibliothek, öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse und Züge haben wir keinen Einfluss. Wie LisaLisa21 berichtet, sind wir einfach darauf angewiesen, man kann einfach nicht jede Strecke laufen.

Die Reaktionen der Anderen waren ähnlich. So schwiegen Ronja96s Eltern ersteinmal, Carinas Freunde und Bekannte interessierten sich für das Experiment, doch viele hielten das Experiment von Anfang an für viel zu schwierig.

Im Ausland ist es nicht viel anders. Cookie berichtet aus England und peacemeinfreund aus Südafrika. Die Bereiche, die genauer betrachtet wurden, sind wieder Einkauf, Bad und Kleidung. Doch beim Lesen der Berichte fällt auf, dass es im Ausland noch etwas schwieriger ist, plastikfrei zu leben.

Das meist gezogene Fazit ist, es gibt ein Haufen Plastik in unserem Umfeld. Doch durch das Experiment wurde dies erst einmal so richtig bewusst. Nun, wo wir sensibilisiert für das Thema sind, werden wir auch in Zukunft auf den Plastikkonsum achten. Puma berichtet, dass es auch eine Befreiung sein kann, wenn der Schreibtisch von unnötigem Plastikkram befreit ist. An vielen Stellen ist Plastik schlicht weg unnötig, an anderen Stellen ist Plastik wiederum einfach genial und die beste Erfindung, die man sich vorstellen kann. Dazu schrieb midori am Ende ihres Experiments ein Plädoyer für Plastik.

Ihr habt nun Lust, euch mit gleichgesinnten auszutauschen? - Sei es das Weiterempfehlen von Links oder Tipps, das Berichten von Erfahrungen und Reaktionen Anderer - dann schaut doch mal in der Tüten-Wahnsinn-Gruppe vorbei. Dort gibt es nun eine entsprechende Diskussion.

Doch wir haben nicht nur in der Community Aufmerksamkeit bekommen. Auf Facebook wurde unsere Aktion 13x mal geteilt. Okay, das ist nicht unbedingt viel, doch ist es interessant, wer die Aktion geteilt hat. So haben neben einigen Privatpersonen die Schutzstation Wattenmeer, der einfach-ohne-plastik - plasticarian-Shop und der Wachholtz Verlag die Aktion verbreitet. Auch auf Twitter gibt es ein paar Einträge mit dem Hashtag #PlastikPause. Darunter haben Privatpersonen, Kräuter Verbana, caladesi, Rosengarden MAG und Original unverpackt den Hashtag #PlastikPause genutzt. Und Plötzlich gabs unter dem Ankündigungsbericht noch einen Tipp für die Seite ichnehmsohne.

Plastiktüte in der Wildniss

Doch was hält der WWF von der Aktion und den erzielten Ergebnissen? - Diese Frage haben wir Marcel, unseren Community-Manager, gestellt.
Knapp 40 Jugendliche hatten sich bereit erklärt, mitzumachen - also schon 25 mehr als beim Energiespar-Experiment. Besonders toll fanden wir die Berichte der Teilnehmer, und dass darin vor allem Alternativen zum Plastik vorgestellt wurden. In ihrer Not wurden die Teilnehmer schnell neugierig und erfinderisch. So konnte jeder erfahren, dass man mit Kreativität auch plastikfreier leben kann. Die Aktion hat es sogar ins Radio geschafft: Der Hessische Rundfunk interviewte Teilnehmerin Alina und berichtete auf mehreren Wellen über ihre Plastik-Pause. Was leider nicht so gut funktioniert hat war die mit der Plastik-Pause verknüpfte Spendenaktion. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich auf Betterplace für ihren Einsatz sponsern zu lassen und somit Geld für die Bergung von Plastiknetzen aus der Ostsee zu sammeln - aber da kam leider nicht viel Geld bei heraus. Wir würden gerne wissen, woran es liegt, dass Spendenaktionen in der WWF Jugend noch nicht so gut laufen. Wie ist eure Meinung dazu?

Zusammen haben wir 150 Euro für die WWF-Kamagne zur Bergung von Geisternetzten aus der Ostsee gesammelt. Damit helfen wir zwar bei der Finanzierung der Miete eines Fischkutters samt geschulter Besatzung plus ein bisschen mehr, doch hatten wir uns ein wenig mehr erhofft. Daher stellen wir euch die Frage von Marcel: Wir würden gerne wissen, woran es liegt, dass Spendenaktionen in der WWF Jugend noch nicht so gut laufen. Wie ist eure Meinung dazu? - Gern könnt ihr uns eure Meinung via persönlicher Nachricht, Kommentar oder mittels der Tüten-Wahnsinn-Gruppendiskussion zukommen lassen.

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Kommentare (2)
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28.02.2015
Franzi... hat geschrieben:
Super Zusammenfassung, danke!
Ich hab mir in dieser Woche viel mehr Gedanken über Plastik gemacht als sonst...
19.02.2015
Ronja96 hat geschrieben:
Danke für die schöne Zusammenfassung von der Plastik-Pause! Das war schon eine interessante Woche =)
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