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Steven Siegel, NOAA / Marine Photobank
Meine Plastikpause im Radio


von AlinaSky
15.03.2015
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 Auch wenn zwischen der Plastikpause und heute schon viele Wochen liegen, möchte ich euch noch von meinen Erfahrungen berichten:

 Am Mittwochabend loggte ich mich hier in der Community ein und sah, dass ich eine neue Nachricht von Marcel hatte: „Deine Plastikpause im Radio“.
Völlig überrascht las ich, das der Hessische Rundfunk über die Aktion berichten will und ob ich ein Interview geben will. Ich war natürlich sofort begeistert! :)
Eine Antwort an Marcel, zwei Telefonate mit dem Radiosender und schon stand ich am Freitag mit Juli Rutsch, der Reporterin, vor einem Alnatura-Markt und erzählte ihr von meinen bisherigen Erfahrungen.

Zu Beginn des Experiments hatte ich mich dazu entschieden, nicht alle möglichen Dinge zu ersetzten und wegzuschmeißen, vor allem wenn sie noch voll funktionstüchtig sind und für längeren Gebrach ausgelegt. Doch hier erzähle ich euch lieber von den Dingen die ich erlebt und verändert habe:

In mein Mäppchen nahmen Buntstifte den Platz der Filzstifte ein und das Geodreiek wich einem Holzlineal.

 Vorher

Nachher

Der Taschenrechner blieb, da er für mich im Mathe-LK nicht wegzudenken ist. Auch auf Füller und Tintenkiller wollte ich einfach nicht verzichten, weil ich es nicht mag mit Kugelschreiber zu schreiben und alles durchzustreichen. Auch nach der Plastikpause blieben die Buntstifte in meinem Mäppchen. Lediglich das Geodreieck kam wieder hinzu (Ebenfalls wegen Mathe).

 Im Bad hatte ich festgestellt dass einige Sachen sowieso schon plastikfrei waren. Als Duschgel benutze ich seit längerem plastikfreiverpackte Seife und der Deo-Zerstäuber von CD ist in einer Glasflasche (nur der Deckel ist aus Plastik). Shampoo und Cremes waren leider mit Plastik... Da ich wegen Allergien leider ohnehin nur wenige Shampoos und Cremes vertrage, mussten die, Plastik hin oder her, jedoch bleiben.

Doch auf die Suche nach einer plastikfreien Zahnpasta hatte mich das Experiment gebracht und Lebensmittel ohne Plastik bauchte ich natürlich auch.

 Juli Rutsch wollte mich bei einem Einkauf begleiten um die Herausforderungen und Alternativen darzustellen. Hierzu stellten wir auch die „Zahnpasta-Mission“ da, obwohl ich mich der natürlich schon zu Beginn der Woche zugewendet hatte. Leider fand ich keine ganz Plastikfrei verpackte Zahnpasta sondern nur Tuben aus Aluminium mit Plastikdeckel. Um Zahnpasta selbst herzustellen fehlte mir in dieser Woche leider die Zeit, doch ich werde es irgendwann einmal ausprobieren!

Neben Zahnpasta, suchten wir unter anderem in der Süßwarenabteilung nach plastikfreien Artikeln. Auch hier war es gar nicht so leicht... Die Süßigkeiten sind zwar des Öfteren in einer Papierverpackung, aber innendrin ist dann doch Plastik - Ein „böses Erwachen“!
Bei Getränken hingegen kann man problemenlos auf Glasflaschen umsteigen und Obst und Gemüse kann man unverpackt oder in Papier- bzw. Stofftüten mitnehmen. Aufstriche finet man zahlreich in Gläsern und selnbst Nudeln findet man in Papierverpackungen (z.B von Barilla).

Unser nächster Halt war die Käsetheke. Auf den ersten Blick sahen wir, dass alle Käsestücke in Frischhaltefolie eingepackt waren und fragten die Verkäuferin, ob wir hier auch plastikfreiverpackten Käse kaufen können. Daraufhin erklärte sie uns, dass sie auch speziell beschichtetes, plastikfreies Käsepapier haben, in das sie es packen könnte. Einige von euch werden sich jetzt vermutlich fragen, warum der Käse dann überhaupt in die Folie gepackt wird, wenn es doch Alternativen gibt!? Das war auch meine Frage und der Grund liegt darin, dass die Käsetheke in diesem Laden eine Selbstbedienungstheke ist.
Fakt ist das der Käse zuvor schon in Folie war und nur umgepackt wird, wenn man ihn plastikfrei kaufen möchte. Ich finde, das ist nur ein bedingt zufriedenstellender Kompromiss...

Indem man Verpackungsmüll im Laden lässt zeigt man aber zumindest, dass man gegen Plastik ist und die Läden bleiben letztlich auf dem Müll sitzen. Einige denken jetzt vielleicht: Die paar Verpackungen zu entsorgen ist für Alnatura, Rewe, Aldi und Co. doch kein Aufwand. Doch auch hier gilt: Die Masse macht’s. Wenn viele Leute die Verpackungen ihrer Einkäufe dalassen und die Läden diese entsorgen müssen, so werden sie den Produzenten nahelegen das Verpackungsmaterial zu reduzieren oder umweltfreundlicher zu gestalten.

Das wäre zum Beispiel ein Kompromiss für das Toilettenpapier-Problem, vor dem nahezu alle Teilnehmern des Experiments standen. Und auch Waschmittel könnte man sich umfüllen...

 Neben dem Verzicht auf Plastik war auch die Radioaufnahme eine tolle Erfahrung für mich! Besonders gefreut hat mich, dass ich noch mehrmals darauf angesprochen wurde, von Leuten, die den Beitrag im Radio gehört haben. Die Reaktion auf unsere Aktion war immer sehr positiv! :)

 

Eigentlich wollte ich den Radiobeitrag in diesen Bericht mit einbinden, aber ich habe vom Hessischen Rundfunk leider keine Rückmeldung bekommen ob ich das darf... Und bevor das noch Ärger gibt, lass ich es lieber. Aus diesem Grund ist dieser Bericht leider ohne den Radiobeitrag und so verspätet... 

 

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Kommentare (4)
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17.03.2015
MimiAnimal hat geschrieben:
Cool das du es ins Radio geschafft hast, so erfahren mehr Leute davon und wollen es vielleicht auch mal ausprobieren.
16.03.2015
OekoTiger hat geschrieben:
Cool das du es ins Radio geschafft hast.
16.03.2015
KikiFi hat geschrieben:
Cool! Wie toll, dass es deine PlastikPause ins Radio geschafft hat! Und es ist schon was Besonderes, wenn man plötzlich mit den Leuten vom Radio zu tun hat. Ich sprech da aus Erfahrung ;)
15.03.2015
Cookie hat geschrieben:
Danke für den Bericht, Alina! Echt super, dass du die Plastikpause sogar ins Radio gebracht und somit noch viel mehr Leute auf das Problem aufmerksam gemacht hast. Ich hätte den Beitrag wirklich gerne mal gehört.
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