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Steven Siegel, NOAA / Marine Photobank
Initiativen gegen Plastik!


von Ronja96
22.01.2015
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Was haben ein Eimer voll Müll, die Aktion Trashbusters und sechs schwimmende Männer gemeinsam? Richtig! Es handelt sich bei allen um Aktionen gegen Plastik bzw. Müll. Und was genau bei den Aktionen passiert ist, möchte ich euch jetzt vorstellen.

Die erste Initiative, die ich euch vorstellen möchte, handelt von Abby Goldberg, besser bekannt als Activistin Abby. 2012 wurde die damals 13-jährige Abby auf die Verschmutzung der Umwelt durch Plastiktüten aufmerksam. Dadurch geprägt, beschloss sie, sich dafür einzusetzen, dass sie erst einmal ihre Heimatstadt Grayslake von Plastiktüten befreien möchte. Auf Facebook begann sie unter dem Namen Activistin Abby fast täglich Artikel, Videos, Fotos und Cartoons, welche sich alle um das Thema Plastiktüten drehen, zu posten. Sie informiert die Leser über das Problem, berichtet über Fortschritte und vieles mehr. Zudem befreit sie mit Freunden Gelände von Plastiktüten und hält Vorträge in Schulen über das Problem und was dagegen getan werden kann.
 

Eine weitere tolle Initiative ist die Trash-Bucket Callenge, bei der es selbstverständlich nicht darum geht sich einen Eimer voll Müll über den Kopf zu schütten, aber trotzdem wird so auf den ganzen Müll in der Umwelt aufmerksam gemacht. Dabei werden genau wie bei der Ice-Bucket Callenge Leute nominiert, die sich dann einen Eimer nehmen sollen und auf einem bestimmten Platz den ganzen Müll, der verstreut ist, aufheben sollen, bis der Eimer voll ist. Dies sollte natürlich dokumentiert, und der ganze Müll anschließend recycelt werden. Die Gründer dieser Challenge waren selbst am Strand spazieren, wo sie einen Eimer fanden und mit Müll füllten. So war die Trash-Bucket Challenge geboren.
 

Mitte bis Ende September 2014 wurde von der NAJU wieder die Trashbuster-Challenge ins Leben gerufen. Im vorherigen Jahr haben wir auch erfolgreich mitgemacht und stolze 91 Kilogramm Müll gesammelt. Doch im Jahr 2014 wurde der Augenmerk vor allem auf die Plastiktüte gelegt, welche überall in unserer Umwelt zu finden ist. Diese Aktion wurde in 5 Kategorien unterteilt: Sammel-Aktion, Siegel-Aktion, Aufklär-Aktion, Presse-Aktion und Kreativ-Aktion. Bei der Sammel-Aktion ging es vor allem darum die Natur von Plastiktüten und anderem Müll zu befreien, und dabei möglichst viel zu sammeln. Die Siegel-Aktion stellte die Jugendlichen vor die Aufgabe Geschäfte auszuzeichnen, die auf Plastiktüten verzichten. Des Weiteren sollten bei der Aufklär-Aktion vielen Menschen von der Verschmutzung der Umwelt durch Plastiktüten berichtet, und anschließend überzeugt werden, weniger bzw. keine Plastiktüten mehr zu verwenden. Eine weitere knifflige Aufgabe stellt die Presse-Aktion dar, bei welcher die Presse überzeugt wird, über das Problem und die Aktion zu berichten, sodass möglichst viele Leute daran teilnehmen. Und zu guter Letzt gab es noch die Kreativ-Aktion, bei welcher man überlegen sollte, wie man Plastiktüten vermeiden kann, und was man aus diesen machen kann. In jeder Kategorie konnten sich Gruppen mit Jugendlichen bis 27 Jahren bewerben und ihre Dokumentation der jeweiligen Aktion einschicken und auf einen Gewinn hoffen.

                                                

Meret Nehe aus Zürich hat sich im November 2014 dazu entschlossen einen Monat plastikfrei zu leben. Dazu motiviert hat sie ein Besuch in Berlin im Sommer, bei welchem sie zufällig bei der Eröffnung des "Original-Unverpackt" -Marktes dabei war. Mit einer Freundin sprach sie anschließend über das Plastik-Problem und postete auf Facebook die Idee ihres Selbstversuchs, einen Monat auf Plastik zu verzichten. So wollte sie auch andere Leute dazu motivieren, ebenfalls den Selbstversuch zu wagen. Ziemlich schnell schlossen sich 2500 Leute an, die aus ganz verschiedenen Alters- und Berufsgruppen stammten, teilzunehmen. Sie berichtet, dass ihr der Anfang noch leicht viel, da sie zunächst die "alten" Produkte aufgebraucht hat. Aber als ihr die Dinge, wie Waschmittel und Shampoo ausgingen, wurde die Sache ganz schön knifflig. Zum Beispiel war es auch schwierig an Milchprodukte zu kommen, die nicht in Plastik eingepackt waren. Aber auch Käse und Wurst fand sie fast nur in Verpackungen, die Plastik enthielten. Obwohl es ihr manchmal wirklich schwer gefallen ist, führt sie manche Dinge noch heute fort. Zum Beispiel stellt sie ihr Putzmittel selbst her und plant für ihre Einkäufe besser.

Wirklich beeindruckend finde ich auch den Einsatz von sechs israelischen Männern. Diese schwammen 380 Kilometer von Zypern bis nach Israel um auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam zu machen. Des Weiteren wollten sie selbstverständlich den Weltrekord der Amerikaner brechen und einer weitere Strecke im offenen Meer schwimmen als diese. Die 42 bis 66 Jahre alten Männer schwammen Tag und Nacht im Wechsel, sodass einer schwamm, einer auf die Zeit achtete und sich die anderen vier ausruhen konnten. Schon im vergangenen Jahr hatten sie einen Versuch gestartet, doch auf halber Strecke wurde ihr Plan von einem Sturm durchkreuzt. Doch nun gelang es ihnen die 380 Kilometer zu schwimmen. Dabei stellten die umherschwimmenden Plastiktüten das größte Hindernis neben Quallen, neugieriegen Delfinen und der doch etwas kühlen Wassertemperatur dar, wie ein Teammitglied berichtete. Er empfand es teilweise als erniedrigend durch die Plastiktüten zu schwimmen. Zudem ist er der Meinung, dass das Meer ein Heiligtum für alle sein sollte und er hofft, dass sie durch die Aktion ein Bewusstsein für den Schutz der Meere schaffen konnten.

Ich finde, dass das alle tolle Möglichkeiten sind, ein Bewusstsein für das weltweite Plastik-Problem zu schaffen. Natürlich müssen wir deswegen nicht alle 380 Kilometer durch das offene Meer schwimmen, aber auch wir können unser Bestes geben. Und die Plastik-Pause, die nächste Woche startet, ist ein guter Anfang!

 

Ist ein Leben ohne Plastik überhaupt noch möglich? Wir wollen es mit euch gemeinsam herausfinden. Hast du Lust das Experiment zu wagen? Dann sei dabei bei der WWF Jugend Plastik-Pause vom 26.01. bis zum 01.02.2015. Alle Infos zum Experiment findest du in diesem Bericht!

Hier kommt ihr zum letzten Bericht über die Geschichte des Kunststoffes!

 

Quellen:

http://www.timesofisrael.com/six-israelis-break-world-record-by-swimming-home-from-cyprus/

https://www.facebook.com/ActivistAbby/info?tab=page_info

https://www.facebook.com/thetrashbucketchallenge?fref=ts

http://www.trashbusters.de

http://blog.avocadostore.de/2015/01/16/ein-monat-plastikfrei-meret-nehe-hat-es-ausprobiert/?utm_source=DE

http://u.jimdo.com/www61/o/sadbfb634d2611154/img/ib0508c0504e38b68/1409774775/std/image.png

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Kommentare (4)
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25.01.2015
beautifulworld hat geschrieben:
Wow... ich habe vorher eigentlich noch nie so richtig bewusst über dieses Problem nachgedacht. Ich mein, ich fand es schon immer blöd, wenn andere Jugendliche ihren Müll in unsere Seen geworfen haben, aber dass dabei SO viel zusammen kommt...
Ich finde solche Aktionen beeindruckend und bin morgen auf jeden Fall dabei! Mal sehen, wie man dabei so klar kommt :)
23.01.2015
Juliecorn hat geschrieben:
danke für den Beitrag! Finde es immer wieder erschreckend wie viel Plastik in der Küche liegt, wenn ich gekocht habe :( Muss das sein?
Auf Plastiktüten aus Läden verzichte ich komplett und krieg auch jedes Mal nen Affen, wenn ich sehe wie bei dm, Leute teilweise gefühlte 20 von diesen Minitüten nehmen, anstatt einfach einen Rucksack, Jutebeutel oder sonst was von zu Hause mitzunehmen!
22.01.2015
sospita hat geschrieben:
Ein interessanter Bericht. Es ist wirklich immer wieder toll zu lesen, was sich manche Menschen einfallen lassen, um über derartige Probleme aufzuklären und der Umwelt zu helfen!
22.01.2015
KikiFi hat geschrieben:
Wirklich tolle Aktionen! Und nochmal eine Motivation für die PlastikPause nächste Woche! :)
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