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Steven Siegel, NOAA / Marine Photobank
Eine Woche ohne Plastik - es geht!


von Puma
19.02.2015
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88 P

Ja...Ich weiß das kommt ein bisschen spät,jetzt noch meine Erfahrungen während der Plastikpause zu schildern,aber besser spät als nie,was? ;)

Ich habe mir ja leider relativ spät Gedanken über meine Woche ohne Plastik gemacht,weshalb meine Vorbereitungen auch ziemlich schwach ausfielen.Deshalb hatte ich mich dazu entschlossen,vor allem in  meinem Zimmer und in der Schule auf Plastik zu verzichten.Und ich habe mir extra viele Notizen gemacht um euch berichten zu können. :)

Trotzdem ging ich total motiviert in die Plastikpause.Ich hatte extra meine Klamotten kontrolliert,damit ich auch ja nichts mit Plastik in der Woche anziehe...Ich steh am Montag also total motiviert auf und zieh mir meinen Pulli an.Dann schau ich an mir runter:Das Motiv besteht nur aus Pailletten.Also ausziehen und neuen anziehen...

Schwerere Entscheidungen musste ich in meinem Zimmer treffen: Radio,ja oder nein?Schweren Herzens habe ich mich dann für ja entschieden (Ich hab mich damit getröstet,dass das Ding noch Kassetten abspielen kann,was deutlich für sein hohes Alter spricht.Es wird mich wahrscheinlich auch noch mein Studium lang begleiten.)Dass ich es in der Woche nicht per Fernbedienung,sondern per Hand bedienen werde,stand für mich allerdings von Anfang an fest.Auch habe ich es nur die 10 Minuten zum aufstehen angeschaltet.Die restliche Zeit habe ich mit meinem Handy Musik gehört,das ich in ein tolles Bambusding stecken konnte,welches ohne jegliche Elektronik den Lautsprecher verstärkt.Meine Nachttischlampe blieb auch wo sie war.Der Rest flog raus.Das meiste davon war Kleinzeug und,wen wunderts,auf meinem Schreibtisch zu finden.Der sah danach richtig leer aus.Während der Woche habe ich aber festgestellt,dass so ein extrem reduzierter Schreibtisch verdammt viele gute Seiten hat und ich die Plasiksachen gar nicht vermisse,da ich entweder Alternativen aus Holz hatte (Lineal und Spitzer) oder sie gar nicht benötigt habe.Und bis jetzt hab ich die Sachen auch noch nicht wieder zurückgeräumt.Vermissen tu ich sie bis heute nicht.

Schwieriger gestalltete ich dann doch die Sache mit der Schule.Mein Schluranzen besteht aus recycelten Plastikflaschen,die Hälfte meines Mäppchens besteht aus Plastik.Meinen Schulranzen hab ich durch eine Baumwollbeutel erstezt,bis auf ein kleines Lineal und meinen Füller alle Plastikstifte (Fineliner und Filzstifte) aus meinem Mäppchen rausgeworfen.Es ist weitaus übersichtlicher und ich muss mich nicht ständig mit nichtschreibenden Filzstiften rumschlagen,die ich da noch drin hab weil ich zu faul bin,sie auszuräumen.Hier ist also mein Fazit:Plastikfrei lebt sich bequemer.Von dem Baumwollbeutel kann ich das größtenteils auch behaupten:man schleppt einfach viel weniger mit und es ist auch schön geordnet.Mit meinen Büchern hatte ich glücklicherweise auch kein Problem,da ich ein Fach besitze,wo ich die einach reinstellen kann wenn ich sie nicht brauche.Also auch hier:dicker Pluspunkt von plastikfrei.Mein Schulessen bekam ich auch plastikfrei eingepackt:In Butterbrottüten,die ich auch jetzt noch verwende,da ich sie einfach bequemer finde. :)

Ganz plastikfrei ging es in der Schule aber trotzdem nicht:Viele Stühle haben Plastikteile und in der Chemie werden die Chemikalien in Plastikbehältern aufbewahrt.Manche notwendigen Teile zum Experimentieren waren auch aus Plastik

Es gab leider auch Situationen,bei denen ich nicht auf Palstik verzichten konnte.Im Auto und Bus zum Beispiel.Auch beim Schwimmen ging es nicht anders.Ich bin Trainerin und konnte nicht einfach so aussetzen.Das Klemmbrett,der Kulli und meine Sporttasche wurden allerdings weggesperrt oder ersetzt,was auch nicht weiter schlimm war.Vor allem was die Sporttasche angeht war es mal wieder eine Erleichterung,da ich einfach viel weniger mitnehmen konnte.Mein Shampoo und das ganze Badgedöns habe ich auch nicht ersetzt.Ich versuche,es in Zukunft zu machen,nur da ich zum nächsten Lush nicht so einfach komme,wird das wahrscheinlich leider auch eher selten vorkommen.

Mein Fazit zur Plastikpause:Ich war befreiter.Nicht nur von Plastik,sondern auch von unnötigem Balast.Es war also richtig angenehem und das meiste habe ich bis jetzt auch noch nicht wieder geändert,weil ich erstens zu faul bin und mich zweitens frage:Wozu?ich lebe so doch viel bequemer! :D

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare (3)
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20.02.2015
KikiFi hat geschrieben:
Deine Einstellung zum plastikfreien Leben gefällt mir! Super cool ;)
20.02.2015
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Ich freue mich auch, dass dein Erlebnis so positiv war - das macht doch großen Mut!

Nebenbei gibt es auch Badesachen aus recyceltem Plastik - das ist dann doch immerhin besser als aus frisch gewonnenem Erdöl ...
19.02.2015
Cookie hat geschrieben:
Dein Bericht hat mir ein großes Lächeln aufs Gesicht gezaubert! Es freut mich total, dass die Plastik-Pause für dich so ein gutes Erlebnis war und du sie nicht als Einschränkung, sondern als Befreiung empfunden hast. Danke, dass du mitgemacht hast und weiterhin viel Spaß und Erfolg beim plastikfreier leben!

PS: Lush kann man auch online bestellen, aber Lush ist nicht die einzige Möglichkeit: Zum Duschen kann man so ziemlich jede feste Seife nehmen und die kriegt man ja überall. Feste Haarseife habe ich auch schon im Bio-Laden entdeckt (Leider in Plastik verpackt, aber immer noch weniger Plastik als für eine Flasche benutzt werden würde) oder an Marktständen, an denen handgemachte Seife angeboten wird. Hat man so ein Stück Haarseife dann erst mal ergattert, hält es auch recht lange. :)
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