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Steven Siegel, NOAA / Marine Photobank
A Normal Day 2 – Mut zum Verzichten!


von JuliusS
02.02.2015
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 “No explanation will matter after we begin
Unlock the dark destroyer that's buried within
My true vocation and now my unfortunate friend
You will discover a war you're unable to win
I'll have you know That I've become Indestructible”

Schon wieder dieses Handy. :( Warum muss ich überhaupt aufstehen? Kann ich nicht einfach liegen bleiben? Naja wahrscheinlich sollte ich mich nicht beschweren, immerhin habe ich grade Ferien und kann sogar schon länger schlafen als normal. Doch es ist immernoch zu früh. :( Nun ja. Erst mal ins Bad duschen (1), danach Deo (2) und anziehen (3). Jetzt frühstücken (4), oder Mittag essen? Immerhin ist es gleich schon zwölf Uhr. Doch es bleibt ein Frühstück. Zur Verteidigung, meine Arbeit fängt ja jetzt erst an. Und Arbeit heißt lernen. Ich schreibe heute noch eine Klausur und dafür muss ordentlich gelernt werden, zum Beispiel mit Karteikarten (4,5). Zwischendurch was kleines zum knabern (5) und was trinken (6).Dann geht es weiter zum Mittagessen (7) Anschließend an meinen Computer, Mails checken und schreiben, etc. Inzwischen ist es drei Uhr. Jetzt aber schnell zur Bahn gehetzt und in die Uni, mit Kommilitonen treffen. Nach ein paar interessanten Stunden dann schnell wieder zurück und zum Chor (8). Von da weiter hetzen, um die Bahn zu meiner Freundin zu bekommen. Heute nach schlafe ich auswärts. Dort wird es sicher Probleme geben mit dem Experiment, oder? Ganz im Gegenteil. Das Abendessen ist komplett Plastikfrei (9). Und zwar nicht nur wegen mir! Das ist doch etwas schönes, da schläft man gleich nochmal so gut :)

Doch auch zu Recht? Machen wir den Test.

Ihr erinnert euch sicher noch an meinen ersten Teil. Falls nicht ist auch nicht schlimm, hier könnt ihr ihn nochmal nachlesen.
Es geht um die Auflistung am Schluss. Vergleichen wir mal, wie der “plastikfreie” Tag wirklich war.

Handy → bleibt aus Plastik und wird sich auch so schnell nicht ändern.
Ladekabel → Ich habe den Verbrauch deutlich reduziet und lade das Handy nun nur noch alle zwei Tage auf. besser, aber nicht ganz weg.
Duschkabine → bleibt, wird aber wahrscheinlich bei einer groß angelegten Badsanierung demnächst durch eine Glas Kabine ersetzt. Diese ist dann zwar immernoch nicht ganz plastikfrei, aber deutlich besser als jetzt.
(1)Duschgel → Einen neuen Rekordumsatz hat LUSH diese Woche sicherlich gemacht. bei so vielen neuen Kunden. Auch ich war dort und habe mir eine Körperseife geholt. Funktioniert großartig.
(2) Deo → Plastikfrei dank LUSH
(3) Auch meine Kleidung ist Plastikfrei. Und zwar mehr als ich gedacht habe. ich bin erstaunt aber (4) mein Kleiderschrank besteht tatsächlich zu großen Teilen aus 100% Baumwolle. Das freut mich.
Frühstück dank Milch aus Glasflaschen nahezu plastikfrei. Einziges Problem: Der Kakao und die Plastikaufbewahrungsbox für meine Haferflocken. Diese kann man allerdings Problemlos durch Metal ersetzen. Wird sie auch, wenn sie mal kaputt geht.
Zähneputzen → Dank selbstgemachter Zahnpasta (Rezept hier) und Bambuszahnbürste auch hier plastikfrei.
(4.5) Die Karteikarten sind zwar aus Pappe und der Füller zum größten Teil aus Metal (Einer dieser schönen alten Füller, für die man noch ein Tintenfass brauch (Leider mit Plastikdeckel)), doch auch hier ist das innenleben aus Plastik. Starke Reduzierung zu dem Kugelschreiber, aber immer noch keine 100%
(5) Die Snacks zwischendurch kommen diese Woche aus der Alu Dose,
(6) Die Getränke aus der Glasflasche.
(7) Das Mittagessen (Rührei mit Tomaten) ist plastikfrei, dank Eiern aus der Papier Verpackung und Losen Tomaten vom Markt.
Die Uni ist und bleibt ein haufen Plastik, da kann man auch nicht wirklich etwas gegen machen.
Ebenso die Bahnen.
(8) Doch mein Rucksack lässt sich ersetzten. Undzwar durch eine Lederumhänge Tasche. Oder durch Stoffbeutel.
Ebenso ist meine Chormappe ein edles Ding mit Leder bezug und Papp innenausrichtung. teuer aber gut.
(9)Essen auswärts scheint bei vielen ein Prblem zu sein. ich habe Glück, dass es bei meiner Freundin Abends immer Brot gibt. und sowohl das Brot als auch nahezu der gesamte Belag ist in Papier oder Glas verpackt. Herrlich.

Die Meisten anderen Sachen aus meinem Teil 1 sind immernoch da und werden dies auch noch einige Zeit bleiben. Nur der Block ist in der Neuanschaffung einem mit Papierdeckel gewichen. Und auch meinen Taschenkalender werde ich nächstes mal wieder mit Papierdeckel kaufen.

Doch man sieht, dass sich sehr viel ersetzten lässt. Wenn auch nicht alles, so finde ich doch, dass man auch nicht einfach aufgeben darf. Zwar hat Platik viel Vorteile, doch es lässt sich auch verdammt viel Ersetzten. Und wenn man dann etwas vorsichtiger sein muss, weil die Glasflasche eben zerspringt, wenn man sie zu stark auf den Tisch knallt, dann ist es doch kein Grund auf diese zu verzichten.

In dem Experiment sind mir viele Dinge klar geworden, doch erschreckend fand ich die weitestgehend negativen Kommentare von Mitmenschen.

Fazit: Das Experiment war ein halber Erfolg. Ich konnte viel ersetzten und werde auch in Zukunft mehr auf den Konsum achten. Doch müssen sich einige Produkte erst noch beweisen. Dennoch hat es insgesamt viel Spaß gemacht.

 

Zu dem Geld. Ich habe nicht die besten Erfahrungen mit Überweisungen im Internet gemacht, deshalb habe ich mich persönlich gegen Betterplace entschieden. Allerdings werde ich trotzdem spenden, auf die gute alte Variante mit Überweisungsträgern. 

Der Betrag setzt sich aus den benutzen Plastikteilen zusammen. Insgesamt komme ich so auf 30 €

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Kommentare (5)
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03.02.2015
Cookie hat geschrieben:
Danke für diesen zweiten Teil! Ich liebe Lush, vor allem das Zimtshampoo. ^_^ Deo habe ich noch nicht ausprobiert, ich benutze meistens eines aus der Glasflasche (Leider mit Deckel und Sprühvorrichtung aus Plastik). Wie ist die plastikfreie Alternative denn so?
Vielen lieben Dank auch für deinen Einsatz gegen die Geisternetze! :)
Dass deine Mitmenschen so negativ reagiert haben, ist wirklich schade. Super, dass du dich trotzdem nicht hast entmutigen lassen!
02.02.2015
JuliusS hat geschrieben:
@Panda, bin in zwei Monaten in Berlin, kannst mir ja nen paar Sprossen mitgeben :P

@Iolfs: von "ach bringt doch nichts" bis "aber die Milch kannst du doch trinken, die ist dich in Pappe verpackt " war eigentlich alles dabei.
02.02.2015
lolfs hat geschrieben:
"Einen neuen Rekordumsatz hat LUSH diese Woche sicherlich gemacht. bei so vielen neuen Kunden." - Sehr cooler Spruch :D - Und das Experiment war bei dir doch auch schon ein voller Erfolg :)

Wie haben denn die Mitmenschen reagiert?
02.02.2015
Ronja96 hat geschrieben:
Super, dass du recht viel ersetzen konntest. Ich bin ganz neidisch, dass du so viele Baumwollsachen in deinem Schrank hast. Da hatte ich weniger Glück...=)
02.02.2015
EuerPanda hat geschrieben:
Tatze hoch, Julius! Find ich bambusbärenstark, dass Du 30€ spendest und so die Fischlis vor den ollen Geisternetzen rettest. Echt korrekt von Dir!

ps.: Wenn man den ganzen Tag nur Bambus isst, hat man keinen Verpackungsmüll. Probiers doch auch mal!
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