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Steven Siegel, NOAA / Marine Photobank
A Normal Day - 1


von JuliusS
20.01.2015
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„Burn the evidence of my existence clear the ashes on the ground!
Burn the evidence of all these things that pull my spirit down ...”
Es ist 7 Uhr morgens und mein Wecker klingelt. Um genau zu sein, ist es mein Handy (1), das Wecker spielt. Metal am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Aber nicht so früh am morgen :( Naja was solls, die Uni wartet. Also das Handy vom Ladekabel (2) genommen, an dem es die Nacht über zum Laden hing. Dann aufstehen ins Bad schlurfen und duschen (3/4/5). Anziehen und frühstücken (6/7), dann meinen Rucksack (8) packen und auf zur Uni (9). In der Bahn (10) noch schnell die letzten aufgaben machen. Dann in dem Hörsaal in die hinterste Reihe setzten, Sachen auspacken, über den Tisch (11) verteilen und hoffen, dass man nichts vorrechnen muss. Nach 45 Minuten endlich die Erlösung, inzwischen ist es 12 und das Mittagessen wartet (12/13/14). Schnell gegessen und weiter zur nächsten Vorlesung. In den nächsten Hörsaal und Block und Stifte raus (15/16) nur für den Fall, dass man etwas mitschreiben muss. Anderthalb Stunden später bin ich endlich erlöst. Schnell verabschieden und in die Bahn nach Hause. Dort angekommen den PC an (17/18/19/20/21) , dann Musik, (22) endlich. Das in der Uni gehörte muss wiederholt, die anderen Sachen ordentlich aufgeschrieben und gelernt werden. Zwischendurch neue Arbeitsblätter Lochen (23) und Einkleben (24), schnell in den Kalender (25) gucken, was heute noch ansteht. Treffen mit Freunden zur Preview im Kino. Bis dahin ist aber noch was Zeit. Also kann ich noch ein wenig lesen (26). Musik und was gutes zu lesen. Warum kann das Leben nicht immer so leicht sein.
Nach einer guten halben Stunde (gefühlt, ein Blick auf meine Uhr sagt mir, dass es eigentlich schon zwei stunden sind, wie die Zeit vergeht. Schlimm.) muss ich dann aber wieder aufstehen und mal wieder was essen (27). Frisch gesättigt geht es dann zum Kino. Nach einem schönen Film mit Popcorn (28) und Getränken (29) geht es noch schnell zur Kneipe um die Ecke noch kurz was mit den anderen zu trinken (30). Und schließlich nach einem Nachtspaziergang, denn die Bahnen fahren nicht mehr, lande ich spät Abends wieder in meinem Bett. Alles in allem war es doch wieder ein schöner Tag. Und so schlafe ich glücklich und zufrieden ein.

Doch gucken wir uns den Tag nochmal genau an. Was bedeuten eigentlich die Anmerkungen?

1) Mein Handy: Das Gehäuse ist aus Plastik, ebenso wie viele teile des Innenlebens. Und das Displayglas ist wahrscheinlich auch irgendeine Art von Kunststoff.
2) Bei meinem Ladekabel ist die Isolierung aus Plastik, ebenso das Verlängerungskabel zu meinem Bett, die Steckdose in der Wand und wahrscheinlich gibt es hinter dieser Leitung auch noch etliche Plastikteile. Selbst wenn das alles nur Ökostrom wäre, dann sind die Windräder trotzdem aus Plastikteilen.
3) Duschkabine,
4) Die Tube von meinem Duschgel,
5) und der Duschkopf sind ebenfalls Plastikteile. Ganz zu schweigen von dem Fön, meinem Fußbodenbelag im Badezimmer, der Zahnbürste usw.
6) In meiner Kleidung ist sicherlich auch Plastik enthalten. und wenn es nur das Schildchen mit den Waschhinweisen ist.
7) Ich frühstücke immer Müsli. da haben wir dann die Verpackung des Müslis, aus Plastik, Die Milchverpackung, aus Plastik, und selbst der Kühlschrank ist aus Plastik, zumindest Teilweise.
8) Mein Rucksack? Recycelt, aber trotzdem Plastik.
9) Bei diesem nasskalten Wetter darf eine Regenjacke nicht fehlen, diese ist dann auch aus Plastik.
10) Auch in der Bahn ist vieles aus Plastik, da kann man leider nichts gegen machen.
11) Der Tisch bei uns in den Übungsräumen ist aus Spamholz, also ebenfalls mit Plastiküberzug.
12) Die Tabletts,
13) Meine Karte zum bezahlen,
14) und sicherlich auch die Verpackungen des Essens sind aus Plastik.
15) Der Block hat einen Plastikumschlag,
16) Die Kugelschreiber sind aus Kunststoff.
17) Der Rechner,
18) der Bildschirm,
19) Tastatur
20) und Maus? Ebenfalls Plastik.
21) Und die USB Verbindungen die ich brauche um meine ganzen externen Plastikteile anzuschließen sind ebenfalls aus Plastik.
22) Lautsprecher zum Beispiel.
23) Auch mein Locher ist aus Plastik,
24) genau so wie das Tesafilm.
25) Mein Taschenkalender hat einen Plastiküberzug. warum weiß ich nicht
26) Die ganzen Magazine und Bücher sind zwar schön bunt, aber eben auch aus Plastik.
27) Verpackungsmaterial der Zutaten, Herd, Teflon Beschichtung der Pfanne,...
28) Erstaunlicherweise ist das Popcorn Plastik auf die Verpackung der Maiskörner beschränkt. alles andere ist Glas, Metall, und Papier, zumindest soweit, ich das sehen kann.
29) Dafür kommen die Getränke aus einem Plastikkühlschrank und viele der Getränke sind Plastikflaschen,
30) Und abends in der Kneipe werden die Cocktails meist mit Strohalm serviert.

Das waren nur die offensichtlichsten Dinge an diesem Tag, und doch finden sich viel zu oft auch versteckt Plastikteile. Nicht alles davon kann man beeinflussen (Uni/Bahnen/etc.) und nicht für alles findet man so schnell Ersatz.

Und doch muss man da doch etwas verändern können?
Was genau, dass erfahrt ihr in dem zweiten Teil Anfang Februar. Dort werde ich euch dann erzählen, wie so ein Plastik freier Tag bei mir aussah.
Ich sage sofort, dass ich nicht alles, was man ersetzten kann auch ersetzen werde, da dies dann einfach nur Verschwendung wäre, doch werde ich dies dann explizit in dem Artikel erwähnen und auf die Alternativen hinweisen.


Ist ein Leben ohne Plastik überhaupt noch möglich? Wir wollen es mit euch gemeinsam herausfinden. Hast du Lust das Experiment zu wagen? Dann sei dabei bei der WWF Jugend Plastik-Pause vom 26.01. bis zum 01.02.2015. Alle Infos zum Experiment findest du in diesem Bericht

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Kommentare (4)
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21.01.2015
Cookie hat geschrieben:
Billy Talent! ^_^ Ich hab nen Ohrwurm!
Danke für diesen tollen Bericht, das mit den Anmerkungen ist ne tolle Idee, durch die Auflistung wird richtig gut sichtbar, welche große Rolle Plastik in unserem Alltag spielt.
Ich wünsch dir ganz viel Spaß bei unserem Experiment und bin sehr gespannt auf deinen zweiten Bericht! :)
20.01.2015
lolfs hat geschrieben:
Als ich die Überschrift las, dachte ich, dass du dich in der Woche geirrt hast :D - Ich bin schon sehr gespannt auf deinen zweiten Bericht.
20.01.2015
Ronja96 hat geschrieben:
Danke für den Bericht! Mir ist auch in den letzten Tagen aufgefallen, wie viele Sachen eigentlich aus Plastik sind. Ich bin auch schon gespannt auf deinen 2. Teil.
20.01.2015
Sunlight hat geschrieben:
Sehr schön und ehrlich! Ich bin auf den 2. Teil schon sehr gespannt und vor allem, welche Lösungen Du findest :)
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