Regenwälder, Savannen, ??lfelder...?


Keine ??lbohrungen


im Nationalpark!


Brent Stirton / WWF

WWF und UCI Kinowelten präsentierten Kurzfilm über Virunga

Afrikas ältester Nationalpark ist bedroht!

So viele Menschen wie möglich sollen von Virunga erfahren! Dieses Video wurde zu Beginn der Kampagne in Kinos gezeigt. Es bringt auf den Punkt, warum Virunga vor Ölförderung und anderen Bedrohungen geschützt bleiben muss:

Die Ausgangssituation

Warum SOCO in Virunga nicht nach Öl bohren darf

Keine Öl-Erkundungen in Virunga © Ed Kashi / WWF Canon

Der Britische Ölkonzern SOCO International PLC wollte Öl-Erkundungen im Weltnaturerbe Virunga vornehmen, die Umweltgefahren solcher Unternehmungen sind unabsehbar. Dagegen hat sich Ende August 2013 die Britische Regierung ausgesprochen. Die unabhängige Forschungsorganisation IPIS wirft dem Konzern außerdem vor, sich nicht ausreichend um die Menschenrechte zu kümmern. Was ist das für eine Firma, die solch einen Eingriff in Afrikas ältesten Nationalpark wagt?

Im Gegensatz zum Öl-Riesen TOTAL kennt SOCO kaum jemand. Genau das ist das Problem, und genau das hat auch Methode. SOCO ist ein internationaler Öl- und Gas-Konzern mit Hauptsitz in London. Über verschiedene Tochterfirmen und Projekte ist das Unternehmen neben dem Kongo auch in Vietnam und Angola aktiv. Mit Probebohrungen und der Suche nach Öl gerade in umstrittenen und schwierigen Gebieten wie Virunga machen sich große und bekannte Konzerne ungern die Finger schmutzig. Denn damit wäre ihr Ruf beim Endverbraucher in Gefahr.

Virunga Nationalpark © Brent Stirton Getty-Images / WWF-Canon

Eine Firma wie SOCO International PLC dagegen muss viel weniger auf ihr Image achten. "SOCO ist im Vergleich zu Öl-Multis wie Shell oder TOTAL relativ klein und überwiegend eine Explorationsfirma", erklärt Johannes Kirchgatter, Afrika-Referent beim WWF Deutschland. "Solche Firmen suchen oft nur nach lukrativen Vorkommen, gerade in kritischen Gebieten, und verkaufen ihre Rechte im Erfolgsfall. Wenn sie selbst Öl fördern, dann verkaufen sie auf dem Weltmarkt und nicht an den Endverbraucher. Sie sind daher wenig bekannt und im Gegensatz zu den großen Konzernen von Boykottdrohungen der Verbraucher oder möglichen Imageschäden kaum beeindruckt. Erst wenn Ihre Investoren unruhig werden, geraten sie unter Druck."

Kinder in Virunga © Sandra Mbanefo Obiago / WWF Canon

Eine mögliche Erdölförderung im Virunga-Nationalpark birgt große Risiken für die Umwelt, widerspricht nationalen Gesetzen und internationalen Vereinbarungen und gefährdet die Lebensgrundlage der Menschen. Der unabhängige Friedensinformationsdienst IPIS (International Peace Information Service) wirft SOCO große Nachlässigkeit in Bezug auf die Rechte der Bevölkerung vor: Der Konzern berufe sich allein auf die Genehmigung der Kongolesischen Regierung. Doch "in einem Land wie der Demokratischen Republik Kongo, wo die Menschenrechte in der Vergangenheit oft genug verletzt wurden, reicht es nicht zu behaupten, man habe die Regierung hinter sich", so IPIS. Die Öl-Erkundung durch die Firma SOCO sollten vor allem rund um den Eduardsee im Virunga-Nationalpark stattfinden. In einem solchen Gebiet gilt es zum Beispiel sicherzustellen, dass die ortsansässigen Fischer ihre Lebensgrundlage nicht verlieren.

Von der Fischerei im Virunga-Nationalpark leben momentan rund 27.000 Menschen. Ein funktionierendes Öko-System bietet den Menschen neben der Ernährung viele weitere, lebenswichtige Vorteile. "Ökosystemdienstleistungen wie sauberes Wasser, Schutz vor Erosion und nachhaltige Einkommen für hunderttausende Menschen sind gefährdet. Der Virunga-Nationalpark könnte - wie der benachbarte Vulcanoes-Nationalpark in Rwanda - durch Ökotourismus zu einem der größten Devisenbringern des Landes werden. Aber nicht, wenn in diesem Naturparadies zugleich nach Öl gebohrt wird," betont Johannes Kirchgatter vom WWF Deutschland.

In einer Region mit immer wieder aufflackerndem Bürgerkrieg und der Präsenz zahlreicher Rebellenmilizen sind die Risiken für die Ölförderung zudem unabschätzbar. Niemand weiß zum Beispiel, wie in einem solch schwierigen Umfeld Ölverschmutzungen oder Rebellenübergriffe verhindert werden könnten. Auch in der Beschäftigung privater Sicherheitsdienste sieht IPIS eine Gefahr. Hier muss dringend bewaffneten Konflikten vorgebeugt werden, die durch eine Ölförderung und die damit verbundenen Geldströme und Begehrlichkeiten zusätzlich angeheizt würden.

Auf unseren Druck hin hat SOCO bekannt gegeben, in Virunga doch nicht nach Öl zu bohren. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir uns nun zurücklehnen. Der WWF wird sich weiterhin für Virunga einsetzen und die Region genau beobachten.

Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Mitglied des Monats
teaser_220.png


Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil
Folgen und mit Freunden teilen