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© Marcel Gluschak / WWF
WWF Jugend Adventskalender (21)


von Wasserjunge
21.12.2015
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Dichter, langer, dunkelbrauner bis grauer Fellwuchs, 90 bis 140 cm groß, das Gewicht variiert zwischen 60 und 300 Kilogramm. Lebt im eisigen Norden von Tundren und Taiga. Hier und dort nennt man ihn anders. Einerseits Rentier andererseits Karibu. Haben Sie Interesse? So oder so ähnlich würde sich wohl ein Flirtprofil für Rentiere lesen. Spaß beiseite.

Das Karibu ist wohl das bekannteste aller Weihnachtstiere. Vor allem als Rudolf hat es sich zur weihnachtlichen Zeit seinen Namen, an der Seite des großen, kräftigen, bärtigen Mannes gemacht. Doch das Rentier ist mehr als nur ein Begleiter des Weihnachtsmannes und dessen was für uns das Fest der Besinnlichkeit und Familie ist.

Es ist die einzig domestizierte Hirschart. Die typische Färbung hat sich im Laufe der Evolution beim „Peary-Karibus“ geändert. Sie Besitzen eine fast weiße Färbung, da sie im äußersten Norden Kanadas, der Ellesmere-Insel leben und somit eine bessere Tarnung vor Fressfeinden besitzen. Zudem besitzen diese Individuen eine dichtere Unterwolle als ihr Artgleichen im Norden Russlands, Finnlands Schwedens und dem tieferen Norden Kanadas. Ähnlich wie die riesigen Tierwanderungen in Afrika von Gnus oder den Monarchfaltern in Nordamerika, wandern Rentiere bis zu 5000 Kilometer. Dies ist die längste Strecke einer Wanderung von Säugetieren weltweit.

Im Norden Europas gibt es nur wenige wilde Populationen. Größere Herden stehen meist unter der Obhut von Samen, einem traditionellem Stamm in Lappland, der nördlichen Region zwischen Norwegen und dem nordöstlichen Teil Russlands.
Bis zum Ende der letzten Eiszeit, war das Verbreitungsgebiet von Rentieren in Europa bis an die Pyrenäen herangestoßen und auf dem nordamerikanischen Kontinent bis zur nördlichen Grenze zwischen USA und Mexiko. Mit der zunehmenden Erwärmung zum Ende der Eiszeit zog sich das Habitat des Rentiers nach Norden zurück. Auch auf den Britischen Inseln gab es einen großen Bestand, der jedoch vor 10.000 Jahren ausstarb. Eine künstliche Neubesiedelung in den schottischen Highlands von 29 Tieren im Jahr 1952, brachte nur mäßigen Erfolg, von heute ca. 130 Tieren.


Rentiere sind Herdentiere. Das heißt, dass sie sich in Gruppen von 10 bis zu 500.000 Tieren zusammentragen können, letzteres bleibt jedoch eher die Ausnahme. Hierarchie spielt für Männchen eine bedeutende Rolle. Dabei ist die Größe des Geweihs ausschlaggebend. Bei der Brunft im Herbst, beginnen auch Streitigkeiten, da jedes Männchen eine Vielzahl an Weibchen beansprucht um sich fortzupflanzen. Die Geburt der Jungtiere erfolgt im Mai und Juni des darauffolgenden Jahres. Die Kälber sind nach ihrer Geburt zur Tarnung vor Raubtieren gefleckt und zudem sehr selbstständig. So können sie schon nach einer Stunde laufen, was in dieser Umgebung vom Vorteil ist. Dennoch ist die Sterblichkeit von Jungtieren durch das schroffe Wetter hoch. Wenn die Jungtiere diese wohl schwerste Zeit ihres Lebens überwunden haben, kommen sie mit etwa zwei Jahren in die Geschlechtsreife und können ein Alter von 12 bis 15 Jahren erreichen.

Als Pflanzenfresser bevorzugen Karibus Fechten, Moose und Gräser und Pilze. Feinde dieser Tiere sind vor allem Vielfraße, Wölfe, Luchse und Bären. Diese erlegen jedoch meist nur kranke und geschwächte bzw. alte Tiere.
Schon in der Steinzeit waren Rens gern gesehene Gäste für Neandertaler. Dies belegen Jahrtausende alte Höhlenmalereien. Von der Steinzeit bis zum heutigen Tag leben immer noch Naturvölker wie die sibirischen Nanzen vom Rentier und verwerten nicht nur jegliches Körperteil, von Haut für Leder und Fell als Wärmeisolierung, sondern auch Knochen für Werkzeuge. Sowohl werden sie als Transportmittel und Lastentiere genutzt.

Heute gilt der Bestand von ca. 5 Millionen Tieren, davon drei Millionen wild und zwei Millionen halb-domestizierte, als stabil und intakt.

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Quellen:

Bilder:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ren#/media/File:Mech_06.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Ren#/media/File:20070818-0001-strolling_reindeer.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Ren#/media/File:Rentierschlitten_in_Russland_um_1900.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Ren#/media/File:Caribou.jpg

Text:
http://www.das-tierlexikon.de/rentier-458-pictures.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Ren#/media/File:20070818-0001-strolling_reindeer.jpg

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Kommentare (1)
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22.12.2015
Hummelelfe hat geschrieben:
Danke für den Einblick auf Rudolphs Verwandtschaft, Wasserjunge!!!!
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