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© Marcel Gluschak / WWF
WWF Jugend Adventskalender (16)


von RichardParker
16.12.2015
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Er ist weiß und lebt im Schnee - der Eisbär. Aber sein Leben ist auch nicht mehr das was es mal war. Uns mag der Schnee fehlen, weil er einfach irgendwie zu Weihnachten dazu gehört, aber für den Eisbär ist der lebensnotwendig.

Eisbär ist nur Eis mit Bären - Ein Portrait

In der Arktis herrschen eisige Minustemperaturen, wie hält sich der Eisbär da denn warm? Die Lösung ist simpel unter dem ohnehin schon dichten und wasserabweisenden Fell liegt eine rund 10 Zentimeter dicke Fettschicht, die den Bären vor der Kälte schützt.

Ihr Fell wandelt die einfallende Sonnenstrahlung zusätzlich in Wärmeenergie um. Dies ermöglichen die durchsichtigen und zugleich hohlen Haare, die die Wärme direkt auf die schwarze Haut des Tieres leiten. Allerdings gibt es an der pelzigen Wärmflasche ein Problem, Wärme wird zwar gespeichert, aber andersherum gelangt sie auch wieder nicht nach außen. Das ist der Grund, warum Eisbären wie Hunde hecheln, wenn sie sich anstrengen, es dient der Regulierung der Körpertemperatur. Die Wärme bleibt im Übrigen auch Wasser erhalten. Nicht zuletzt dient das weiße Fell aber auch als Tarnung bei der Jagd.

Der Eisbär ist das zweitgrößte Landsäugetier, neben dem Kodiakbären. Er hat keine natürlichen Feinde. Unter den Bären ist er die einzige Art, die keinen Winterschlaf hält. Zuzeiten der Winterruhebeginnt nämlich die eigentliche Jagdsaison. Der Grund: Wenig Atemlöcher für Robben in der gefrorenen Eisdecke. Man frisst sich Fettreserven an, um den harten Winter (die Weibchen auch die Säugung der Jungtiere) zu überstehen.

Eigentlich wandern die Bären das ganze Jahr über, meistens alleine. Kommt es dann doch zur Parrung bringen die Weibchen 1-2 Jungen zur Welt, die sie 20 Monate lang säugen. Wenn die Kleinen die Strapazen ihres ersten Winters überstehen, überleben sie in aller Regel auch weiter. In den ersten Monaten sind die Kleinen äußerst leichte Beute für Eisbärenmännchen, sie sind noch zu schwach und tapsig.

Aber in der heutigen Zeit haben die Eisbären noch mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen. Die Polkappen schmelzen unter dem Klimawandel langsam aber sicher fort, ihr Jagdgebiet wird immer kleiner, die Tiere können sich nicht ausreichend Fettreserven für den Winter anfressen. Ihre Lebensgrundlage schmilzt ihnen buchstäblich unter den Pfoten weg. Aber auch Umweltgifte werden ein immer größeres Problem, denn Gifte die auf unterschiedlichen Wegen in unsere Meere gelangen, gelangen in den Organismus der Beutetiere und schlussendlich im Eisbären.

Deswegen oder vielleicht gerade deswegen lässt die Entscheidung von der COP21 doch hoffen, der Welt unsere weißen, pelzigen Bären zu erhalten.

 

 Hier kommt ihr zum letzten Adventstürchen (15)

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