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© Marcel Gluschak / WWF
Tipp der Woche! - RAW for the Oceans


von LaLoba
18.04.2014
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„If we don't radically change our thinking and our actions, the only place we will all get to see what's in the oceans will be here: the Museum of Natural History“
        David Lachapelle im American Museum of Natural History in NYC

Unsere Ozeane versinken im Plastikmüll. Während wir uns fleißig bei jedem Einkauf eine neue Plastiktüte in die Hand drücken lassen, entsteht im Pazifischen Ozean eine riesige Plastikmüllinsel – so groß wie ein Kontinent. Unzählige Meeresbewohner leiden unter der Verschmutzung, sie verwechseln Plastik mit Essen und verfangen sich in Plastikteilen. Das Problem ist bekannt, doch eine Lösung noch fern.

Pharrell Williams ist uns ein Begriff. G-Star RAW ebenfalls. Der erste hat wochenlang mit seinem Song „Happy“ Platz eins der deutschen Charts besetzt. Das Modelabel begegnet uns fast täglich in Form von Jeans und Shirts. Aber was haben ein Jeans Label und ein amerikanischer Musiker gemeinsam? Sie wollen unsere Ozeane vor der Plastikverschmutzung retten. In Kombination mit Parley for the Oceans – die es sich in Zusammenarbeit mit Sea Shepherd zur Aufgabe gemacht haben, das Plastik aus dem Meer aufzusammeln – entsteht ein Projekt, das die Macht haben soll, den Kreislauf der Plastikverschmutzung zu unterbrechen. RAW for the Oceans – das steht für eine Jeans aus recyceltem Ozean-Plastik.

Pharrell Williams ist nicht nur Musiker. Er ist auch der Creative Director von Bionic Yarn, einer Firma, die Garn aus recyceltem Plastik herstellt. Dieses Plastik soll nun direkt aus den Ozeanen kommen, zu Garn verarbeitet und dann von G-Star für eine komplette Jeans-Kollektion verwendet werden, die ab August erhältlich ist. Durch eine lang-zeit Zusammenarbeit von G-Star und Bionic Yarn, soll das Garn zusätzlich in allen Produkten des Modelabels integriert werden, soweit es möglich ist. „G-Star has always been driven by innovation, and by integrating Bionic Yarn into our collection we’re taking the next step in creating denim for the future“, erklärt G-Star Strategy Director Thecla Schaeffer – „G-Star wurde immer durch Innovation vorangetrieben und durch die Integration von Bionic Yarn in unsere Kollektion machen wir den nächsten Schritt, um das Denim der Zukunft zu erschaffen.“

„Happy life, happy human beings and happy oceans.“ Das Plastik aus dem Ozean in die Jeans. Die Jeans in die Plastiktüte. Die Plastiktüte in den Ozean. Die Plastiktüte vom Ozean in die Jeans. Ein ganz neuer Kreislauf, den RAW for the Oceans hier eröffnet. Was meint ihr? Geht ihr für die Plastik-Jeans ab jetzt bei G-Star shoppen oder bleibt ihr bei der Biokleidung?

Ein Video mit mehr Infos zu Bionic Yarn findet ihr hier.

Und hier geht es zum letzten Tipp der Woche: Die Ökokiste!

“We’re the big brained animals on this planet and we’re putting everything in danger because we don’t really understand the planet as a whole, and human beings, through our consumption and our waste, are messing with the system.”
        Graham Hawkes, bei Parley for the Oceans


Quellen:
http://grist.org/list/pharrell-is-making-jeans-out-of-recycled-ocean-plastic/
https://bionic-yarn.squarespace.com/
http://www.parley.tv/thevortexproject#vortex4
http://www.youtube.com/watch?v=heB01dCOj3s

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Kommentare (10)
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25.04.2014
Jonas_Kittel hat geschrieben:
Ich finde die Idee zwar gut, aber die Umsetzung sehe ich kritisch.. Klar ist es wichtig, die Meere vom Plastikmüll zu befreien aber wir sollten vor allem dafür Sorgen, dass kein neuer Abfall dort hin gelangt ! Ein Unternehmen wie G-Star erzeugt durch solche Aktionen zwar Publikumswirkung und einen Aufschrei in der Gesellschaft, der jedoch leider nicht lange anhalten wird. Wenn das natürlich dann auch zur Folge hat, dass G-Star vermehrt auf Stoffbeutel und Papier zurückgreift hat schon das geholfen. Wäre mal interessant wie sie das handhaben.
Ansonsten ist eine solche Aktion meiner Meinung nach einfach nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
21.04.2014
LilianA hat geschrieben:
Toll, dass Menschen mit ihren Mitteln für saubere Meere kämpfen und nicht nur alles schlimmer machen und/oder die Augen verschließen, weil sie viel mehr bewirken können als viele denken. Die Idee ist echt super! :)
20.04.2014
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Echt eine kreative Idee, hoffentlich klappt das ganze auch gut. Wie es sich anfühlen wird- Bionic Yarn hat doch auch schon früher Garn aus recyceltem Plastik gemacht; nur dass das Plastik jetzt eben aus dem Meer kommt :)
Aber ansonsten schließe ich mich Morgentaus Fragen an. Vor allem denke ich, dass die Jeans nicht ganz billig sein wird...
19.04.2014
Westernpferdle hat geschrieben:
Die Idee find ich auch super! :)
Mein Vater kauft ab und an bei G-Star, ich werde es ihm mal ausrichten, ich bin dann auch gespannt wie sich die Jeans anfühlen.
18.04.2014
Puma hat geschrieben:
Danke für den Bericht.Mir geht das Lied zwar allmählich auf die Nerven,aber dass der Sänger davon sich für so etwas einsetzt,finde ich echt super.Nur schade,dass wenige davon wissen (denk ich mal).
Aber die Idee finde ich an für sich echt super!Da muss man dann nicht mehr so ein schlechtes Gewissen haben,wenn man ne neue Jeans braucht. xDAber ich kann mich Morgentau nur anschließen:Hoffentlich ist sie dann auch bezahlbar!
18.04.2014
Morgentau hat geschrieben:
@Cookie: Das hoffe ich auch!
Also ich bin auch wirklich gespannt. Ob die Idee Nachahmer findet (aus dem ganzen Plastik in den Ozeanen kann man ja noch viel mehr machen als einige Jeans!), ob die Jeans denn bezahlbar wird, wie groß die Nachfrage sein wird, wie die Jeans wird, ob wir in Zukunft alle Plastikprodukte, die wir kaufen, aus "Ozeanplastik" haben können...
18.04.2014
Malla hat geschrieben:
Klingt wirklich interessant. Bin gespannt, wie die Hosen sich am Ende anfühlen.
18.04.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Ich finde die Idee auch super! Bin mal gespannt, wie die bei anderen Leuten so ankommt =)
18.04.2014
Kerstin hat geschrieben:
Die Idee ist toll! Hoffentlich gibt es bald noch mehr ähnliche Projekte!
18.04.2014
Cookie hat geschrieben:
Definitiv eine kreative Idee und eine gute Sache! Bleibt nur zu hoffen, dass es am Ende heißt: "Das Plastik aus dem Ozean in die Jeans. Die Jeans in den Stoffbeutel."
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