Für euch:


Tipps aus


der Redaktion


© Marcel Gluschak / WWF
Tipp der Woche! - Ökologische Weihnachtsbäume


von JohannesB
19.12.2012
5
0
100 P

In gerade einmal 5 Tagen ist Heiliger Abend und wir sitzen wohl fast alle am festlich geschmückten Weihnachtsbaum. Für alle, die sich noch keinen Baum ausgesucht haben, haben wir heute, extra zwei Tage auf Mittwoch vorgezogen, einen Tipp: Achtet beim Kauf des Christbaums darauf, dass er aus heimischen Wäldern oder aus Ökoanbau stammt.

Bei vielen Familien werden die Geschenke am Montag unter einer Nordmanntanne liegen. Dabei ist die Nordmanntanne kein heimischer Baum, sie kommt ursprünglich aus dem Kaukasus, wird aber mittlerweile auch in Mittel- und Nordeuropa angebaut.

Die meisten der etwa 25 bis 30 Millionen Weihnachtsbäume, die am 24. Dezember im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stehen werden, „stammen aus ökologisch bedenklichem Anbau in Monokulturen, die mit Chemikalien behandelt werden. Das ist schlecht für die Umwelt und den Menschen“, sagt Christian Beuter, Waldreferent beim WWF Deutschland.
Zwar kommen etwa 9 von 10 Bäumen aus Deutschland, auf den speziellen Plantagen wird aber häufig die Chemiekeule geschwungen. Und das nicht zu knapp: Herbizide, Insektizide und Mineraldünger klingen nicht nur ungesund, sie sind es auch.

Doch es gibt Alternativen!
Erste Wahl sind Christbäume aus ökologisch bewirtschafteten Kulturen, die man an dem FSC-, Naturland- oder Bioland-Siegel erkennt. Auch wenn es hier noch keinen so großen Markt gibt, wie bei Bio-Lebensmitteln, wer danach sucht, der findet seinen Ökobaum aus der Region. Wo ihr fündig werden könnt, verrät eine umfassende Liste von Robin Wood.

 

 

 

 

 

 

 

Die Liste von Robin Hood informiert über Öko-Bäume in Deiner Region

Auch bei der lokalen Försterei könnt ihr mal nachfragen.
Ebenfalls empfehlenswert sind regionale Fichten, Tannen oder Kiefern, die auf sogenannten Sonderflächen unter Strom- oder auf Leitungstrassen wachsen. Und schließlich haben lokale Bäume noch den Vorteil, dass der Transportweg kurz und die Ökobilanz daher besser ist.

Wenn ihr dann Euren wirklich grünen Baum gefunden habt, könnt ihr fehlt noch was: Genau, der Schmuck! Für umweltfreundlichen Christbaumschmuck kann man zum Beispiel aus Salzgebäck Figuren ausstechen und anmalen, Papiersterne basteln, Samen, Zapfen oder Früchte von Bäumen und Sträuchern gebrauchen. Außerdem könnt ihr auch Fruchtringe von Äpfeln, Orangen oder Aprikosen trocknen, auffädeln und aufhängen.

Und dann steht er im Idealfall in ein paar Tagen vor Euch, der Weihnachtsbaum mit grünen Blättern und weißer Weste.

Das Team vom Tipp der Woche wünscht Euch in diesem Sinne ein fröhliches Weihnachtsfest und erholsame Feiertage!
Den nächsten Tipp gibt’s dann wieder am gewohnten Freitag, den 28. Dezember.

PS: Wer noch was zum Unter-den-Baum-legen braucht: Hier findet ihr Anregungen für ein tolles Weihnachtsgeschenk!

 

Quellen:
http://www.wwf.de/2012/november/die-pest-zum-fest/
http://www.nabu.de/oekologischleben/umweltschutztipps/rundumweihnachten/01888.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Nordmanntanne

Fotos:
Titelbild © WWF
Tannenwald © Mauri Rautkari - WWF-Canon
Screenshot © Robin Wood

Weiterempfehlen

Kommentare (5)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
21.12.2013
Makanie hat geschrieben:
Das werde ich meinem Vater mal erzählen, wenn er den Weihnachtsbaum morgen mit mir kaufen geht...
Wir kaufen ihn sonst immer bei einem Bauer um die Ecke, nur dass so viel mit Chemiekalien hantiert wird, dass hätte ich wirklich nicht gedacht!
19.12.2012
Josephine hat geschrieben:
Wir haben auch das Glück, dass es in dem Dorf, in dem meine Eltern leben, jemanden gibt, der neben Kirschen, Himbeeren und Äpfeln auch Weihnachtsbäume anpflanzt. Es sind nur so wenige, dass es gerade so für diesen kleinen Ort reicht. Und beim Thema CO2-Ausstoß durch den Transport schneiden wir bestmöglich ab: wir tragen ihn selber nach Hause. Kein Auto oder Ähnliches nötig, höchstens mal ein Bollerwagen oder Schlitten.
19.12.2012
Juliaaa hat geschrieben:
Holen unsern Baum immer von irgendwelchen Leuten in der Nachbarschaft, die die extra für Weihnachten anpflanzen :-)
19.12.2012
Franzi hat geschrieben:
Super, danke für den Tipp! Wir haben wirklich noch keinen Baum ;-)
19.12.2012
zeemzee hat geschrieben:
Eine echte Marktlücke in Deutschland sind Bäume im Topf, die man mieten kann. In der Schweiz gibt's sie schon: http://www.ecosapin.ch/2012/de/
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Mitglied des Monats
teaser_220.png


Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil
Folgen und mit Freunden teilen