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© Marcel Gluschak / WWF
Tipp der Woche - Leihen statt kaufen mit Pumpipumpe


von JohannesB
11.06.2015
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Gibt's bei Dir im Haushalt eine Bohrmaschine? Wenn ja, liegt sie bestimmt die allermeiste Zeit ungenutzt im dunklen Keller oder in der Abstellkammer. Während sie zur gleichen Zeit Dein Nachbar mal kurz gebrauchen könnte.

Auf Überlegungen wie dieser basiert die Sharing-Community „Pumpipumpe“. Das Prinzip ist schnell erklärt: Mit kleinen Aufklebern auf dem Briefkasten wird den Nachbarn signalisiert, was man so an „Ab-und-zu-Dingen“ hat und was man anderen gerne mal kurz ausleiht. So braucht sich nicht jeder eine Stichsäge und einen Grill anzuschaffen. Der eine hat das, der andere dies. Da liegt es doch nahe, sich gegenseitig auszuhelfen.


Neben dem bewussten Umgang mit Konsumgütern ist Pumpipumpe außerdem eine prima Gelegenheit, mal mit den Leuten in Kontakt zu kommen mit denen man ein Haus oder zumindest ein Viertel teilt.

Wer sich über den Namen wundert: Die Plattform kommt aus der Schweiz. Mit Pumpi bezeichnet man dort die Fahrradpumpe und pumpen ist ja auch bei uns ein umgangssprachliches Wort für leihen. Typisch schweizerisch gibt es natürlich auch einen Sticker für's Racletteöfeli.

Zunächst bekam man die Aufkleber kostenlos, nach Finanzierungsschwierigkeiten und einer entsprechenden Zwangspause kosten die Sticker und der Versand nun 5€. Die Macher betonen aber, weiterhin nicht profitorientiert zu arbeiten und sich unermüdlich für die Weiterentwicklung des Projekts einzusetzen.

Ich würde mich freuen, wenn einige unter Euch die Idee auch so gut finden wie ich und mitmachen. Damit die Briefkästen bald bunter und kommunikativer sind. Vielleicht ja sogar mit selbst gemachten Aufklebern? :)

Zum Schluss hier noch ein humorvoll-kritischer Blick auf den Trend des Sharens und der Shared Economy ;)

 

Letzten Freitag hat Euch Lisa die Degrowth-Summerschool vorgestellt.

 

Für die Fotos geht ein Dank an regentag

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Kommentare (5)
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18.06.2015
Taki hat geschrieben:
Gute Idee. Ich mache es schon mit Büchern. Jedes Buch was ich gelesen habe lasse ich nach dem Lesen und Registrieren bei Bookcrossing.com frei. Finde ich eine schöne Sache Bücher die man gelesen hat vielen Lesern zu Verfügung zu stellen. Spart Recurcen und schont die Umwelt.
18.06.2015
Line hat geschrieben:
Gute Idee allerdings zweifle ich derzeit noch etwas an der Umsetzung. Man muss die sticker schließlich kennen um sich nach dem gerät erkundigen zu können.
15.06.2015
Anais hat geschrieben:
@Uli: Ich denke, dass diejenigen, die sich die Sticker auf den Briefkasten hauen wohl kaum zu der Sorte Mensch gehören, die aus einer Mücke einen Elefanten machen. Kann ja immer mal passieren, dass was kaputt geht und man kann ja einfach vorab nochmal betonen, dass bitte mit Vorsicht damit umgegangen werden soll. Und bei teuren Gegenständen kann man ja auch zur Not im Vorfeld klären, dass es erstattet werden muss, wenn es kaputt gehen sollte ;))

@ Buchenblatt: Fragen kostet zwar nichts, aber ich denke den Meisten würde es trotzdem schwer fallen sich zu überwinden und mit den Stickern signalisiert man ja, dass man gerne Dinge verleiht, lädt also quasi dazu ein und setzt so die Hemmschwelle runter ;))
13.06.2015
Buchenblatt hat geschrieben:
Super Idee mit den Briefkasten-Aufklebern, auch wenn sie wahrscheinlich eher in der Stadt in Mehrfamilienhäusern oder Hochhäusern funktioniert. Auf dem Land stelle ich mir so etwas eher schwierig vor. Trotzdem könnte man ja vielleicht einfach mal beim Nachbarn fragen, ob man sich etwas ausleihen kann, bevor man es sich selbst kauft. Fragen kostet ja nichts.
Das Video ist allerdings auch klasse.
12.06.2015
midori hat geschrieben:
Ich finde die Idee klasse! Allerdings frage ich mich - was passiert, wenn ein Gerät beim Ausleihen kaputt geht? Nicht, dass das im handfesten Nachbarschaftsstreit ausartet.. :D
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