Für euch:


Tipps aus


der Redaktion


© Marcel Gluschak / WWF
Neues aus der Redaktion: Themenspecials und die Gesichter dahinter!


von Rhino
20.11.2013
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Seit etwa einem Monat sind sechs völlig neue Themenspecials hier auf der WWF-Jugend-Seite verfügbar. Waren die Themengebiete im Bereich „Entdecken“ bis vor Kurzem noch in WWF-Projektregionen (Dzanga-Sangha, Alpen usw.) unterteilt, so gibt es nun eine Gliederung nach Kontinenten (Afrika, Asien, Europa usw.) – Vorteile für euch: Zum einen habt ihr es jetzt weitaus leichter, eine thematisch passende Kategorie für eure Berichte zu finden und zum anderen, kann durch die erweiterten Themenfelder nun noch viel mehr an wichtigen Informationen rund um’s große Oberthema Artenschutz vermittelt werden!

Für uns als WWF-Jugend-Redaktion ist die Veröffentlichung der neuen Themenspecials etwas ganz Besonderes, denn die vielen neuen Texte entstammen zum größten Teil unserer Feder. Insgesamt sechs Redakteure waren an den neuen Infoseiten beteiligt, jeder zu einem bestimmten Thema. Zwar versorgen wir euch schon seit Jahren in Form von Berichten stetig mit wichtigen Infos rund um Wilderei, Lebensraumzerstörung oder Überfischung und versuchen gleichzeitig, die Schönheit der letzten verbliebenen Naturparadiese darzustellen, doch sich mit einem bestimmten Kontinent (oder auch eine bestimmten Tierart) allumfassend zu beschäftigen und eine vierteilige Infoseite zu konzipieren, ist immer noch eine völlig andere Erfahrung!

In der heutigen Ausgabe von „Neues aus der Redaktion“ erzählen Franzi, Marcel, Fabi, Ines, Uli und ich von ihrer Arbeit an den neuen Themenspecials und zeigen euch auch, was sie an den jeweiligen Themen so begeistert und fasziniert!

Pandas, Tiger, Schneeleoparden und noch viel mehr sind Teil des Themenspecials Asien, mit dem größten aller Kontinente hat sich Fabi beschäftigt:

„In Sachen Natur und Wildnis werden häufig Afrika, Amerika und co genannt, während Asien eher selten angesprochen wird. Bevor ich mit dem Projekt begann, war dies zumindest bei mir so. Je mehr ich jedoch über den Kontinenten gelesen und mich mit den unterschiedlichen Regionen und deren Problemen befasst hatte, desto mehr wuchs mir der Kontinent ans Herz. Es ist vergleichbar mit dem Kennenlernen einer vielfältigen Person, deren verschiedene Charakterzüge immer mehr ergründet werden. Charakterzüge die einem gefallen, die aufregend – besonders – sind. Asien hat die verschiedensten Landschaftsformen. Seien es die Gebirge des Himalajas, die Wälder der Amur-Region oder der Ganges. Zu sehen, dass ein Kontinent solch unterschiedliche Naturregionen bergen kann, war sehr interessant. Über Asien zu lesen und zu schreiben hat bei mir bewirkt, dass ich eine Region, welche mir zuvor eher unbekannt war, mit all ihren Naturwundern, ihren Bewohnern (Tiere, Pflanzen und Menschen) kennen gelernt habe. Hinterher kam sofort wieder die Ernüchterung. Gerade noch lese ich eine Beschreibung über die vielfältige Tierwelt in der Amur-Region, dann lese ich einen Bericht über die korrupte Holzmafia und den illegalen Holzeinschlag. Doch mit dem Schreiben des Themenspecials „Asien“ ist mir eines bewusst geworden: Es ist wichtig, sowohl die Naturschätze als auch deren Bedrohungen einer Region zu kennen. Die Themenspecials führen diese komplexen Themen zusammenfassend vor Augen. Ich kann allen nur empfehlen, sich mit den Themenspecials auseinanderzusetzen!“

-> zum Themenspecial „Asien“ !


Neben dem Themenspecial „Asien“ gibt es nun außerdem das Themenspecial „Südostasien“, da diese Region, die vor allem durch ihre einzigartigen Regenwälder hervorsticht, eine der bedeutendsten und gleichzeitig gefährdetsten aller WWF-Projektregionen darstellt. Ein umfassendes Bild dieses tropisch warmen Erdteils liefert Marcel:

„Südostasien: Keine Region ist so artenreich und gefährdet zugleich. Gerade das Korallen-Dreieck zwischen Indonesien, Australien und den Philippinen hat mich besonders fasziniert. Diese Meeresregion ist etwa so artenreich wie der Amazonas-Regenwald. Doch durch die Überfischung sind beispielsweise die Bestände des Thunfischs und vieler anderer Arten bedrohlich geschrumpft. Aber auch über Wasser fasziniert Südostasien. Es ist die Heimat von Tigern, Nashörnern, Elefanten, Orang-Utans, aber auch Exoten wie dem Nebelparder und dem Saola-Waldrind - Was ich vorher nicht kannte. Das Saola wurde erst 1992 entdeckt und es ist kaum etwas über diese Art bekannt. Was wohl noch so alles in den Tiefen des südostasiatischen Regenwaldes auf uns wartet? Was mich einfach immer wieder umgehauen hat, ist die Vielfalt. 17.000 Inseln umfasst Südostasien und ganze 287 verschiedene Baumarten. Zum Vergleich: Griechenland hat gerade einmal 6.000 Inseln und ganz Westeuropa nur 50 heimische Baumarten.“

-> zum Themenspecial „Südostasien“!


Mindestens genauso vielseitig wie Asien ist der viel zu oft auf Savanne und Safari reduzierte Kontinent Afrika, mein Themengebiet:

„Afrika war bei mir eigentlich schon immer Thema, meist in Berichten zu Wilderei in Südafrika oder Rodungen in Madagaskar. Bei der Arbeit am Themenspecial konnte ich jedoch verstärkt auch die andere Seite der Münze kennen lernen, die Schönheit und Einzigartigkeit der letzten Regenwälder Zentralafrikas und Madagaskars z. B. , die einem erst so richtig klar macht, was wir da eigentlich auf’s Spiel setzen. Gerade droht ja der Virunga-Nationalpark im Osten der Demokratischen Republik Kongo der Ölförderung zum Opfer zu fallen. Ich glaube, wenn die Öffentlichkeit hier in Europa ein klareres und umfassendes Bild des mittlerweile fast 100 Jahre alten Schutzgebiets vor Augen hätte, gäbe es eine verdammt laute Empörung über die Umweltverbrechen, die sich dort zur Zeit vollziehen. Gerade deshalb halte ich die neuen Themenspecials für außerordentlich wichtig, denn Sie präsentieren in verständlicher Form den Zustand der letzten verbliebenen Naturparadiese … und zu unserem großen Glück steht es nicht um jedes der Naturparadiese kritisch, so kann man z. B. das 2011 initiierte Riesenschutzgebiet Kavango-Zambesi als tolles Beispiel für eine durchdachte Koexistenz zwischen Mensch und Tier bezeichen, dem WWF ist es gelungen, mit kreativen Mitteln die Lebensbedingungen auf beiden Seiten zu verbessern – solche Geschichten stechen besonders hervor und geben mir die Hoffnung, dass unser Engagement auch in anderen Projektregionen irgendwann ähnliche Erfolge zeigen kann …und ich hoffe, die Themenspecials werden dabei helfen, auch Jugendlichen für diese gefährdeten Lebensräume zu sensibilisieren!“

-> zum Themenspecial „Afrika“ !


Doch faszinierende Naturparadiese gibt es nicht nur in Kenia und Indonesien, sondern auch in all den schützenswerten Naturräumen Europas … viele hochinteressante Dinge, die wir noch über unseren Heimatkontinent lernen können, hat Uli für euch zusammengefasst:

„Ich dachte immer, ich würde Europa kennen. Ein bisschen Wald, ein paar Berge, Wasser. Nichts Spektakuläres auf jeden Fall. Wenn man von der Wildnis träumt, kommen einem Afrika, Asien, Amerika in den Sinn. Aber ganz bestimmt nicht Europa. Aber da habe ich mich sehr getäuscht. Während der Recherchen für das Europa Special kam ich immer mehr ins Staunen. Europa ist ein wahres Juwel und eine Schatzkammer von Naturwundern. Riesige Gebirge, tiefe Gewässer, unendliche Wälder, einzigartige Wildnis. Insbesondere der Kaukasus hat mich fasziniert und mir ein völlig neues Bild von Europa vermittelt. Wir sind umgeben von eindrucksvollen und märchenhaften Schmuckstücken, die eine Reise auf jeden Fall wert sind!“

-> zum Themenspecial „Europa“ !


Von den Bergen Europas zu den Tiefen unserer Meere, ein unglaublich vielfältiges Themengebiet, dem sich Franzi gewidmet hat:

„Unsere Meere – diese scheinbar unendlichen Weiten, der tiefblaue Ozean mit all seinen Geheimnissen und Wundern, er hat mich schon immer fasziniert. Bereits als Kind konnte ich es immer kaum erwarten wieder ans Meer zu kommen, es gab und gibt einfach nichts Schöneres als in die Wellen zu springen oder am Strand spazieren zu gehen. Da war es immer praktisch im „hohen Norden“ Deutschlands , in Hamburg zu wohnen und es nur einen „Katzensprung“ weit bis zum Meer zu haben. Als dann die Frage nach einer Neugestaltung der Themenspecials aufkam war für mich völlig klar, dass ich etwas zu den Meeren schreiben wollte. Es war eine spannende Aufgabe, die mich tief in die Arbeit des WWF zum Schutz dieses einzigartigen Lebensraumes – oder ich sollte lieber sagen vieler verschiedener Lebensräume – geführt hat. Es hat mich bekümmert wie rücksichtslos auch heute noch viele Menschen mit den Ozeanen umgehen, wie sie leergefischt und verschmutzt werden in der Annahme, dass sich die Giftstoffe schon irgendwie verlieren und auflösen würden. Aber trotz der schier unglaublichen Wassermassen sind die Meere eben nicht unendlich stark belastbar. Neben dem intensiven Fischfang ist der Beifang ein großes Problem. Zu meinem Bedauern gab es nur wenige gute Nachrichten, die ich in dieser Rubrik zu den alten Erkenntnissen hinzufügen konnte. Obwohl sich der WWF unermüdlich besonders auf EU-Ebene dafür einsetzt die Fangquoten zu mindern und durch innovative Fangmethoden und –netze das Beifang Problem zu lösen, haben wir dort noch einen langen Weg vor uns. Beeindruckend fand ich die ausgeklügelten Meeresraumplanungskonzepte, beispielsweise für die Ostsee. Die Realisierung dieser Ideen zeigt mir, dass es durchaus möglich ist wirtschaftliche Interessen und Naturschutz unter einen Hut zu bekommen. Auch die Arbeit des WWF bei der Schaffung neuer Schutzräume hat mich begeistert, denn auch im Meer gibt es unzählige sensible Regionen, in die keinesfalls eingegriffen werden sollte. Umso mehr ich über die Ozeane unsere blauen Planeten gelesen habe, umso klarer ist mir geworden, dass wir alles daran setzen sollten diese Lebensräume zu schützen und zu bewahren. Denn lebendige Ozeanen bedeuten auch eine lebendige Erde.“

-> zum Themenspecial „Meere“ !


Die thematische Weltreise endet bei einem Tier, das in den verschiedensten Regionen der Erde zu finden ist, in unseren Wäldern aber all zu oft die Flinte zu spüren bekam … warum wir diesem ganz besonderen Tier, dass als Canis lupus (oder auch Wolf) bekannt ist, eine zweite Überlebenschance bieten sollten, erzählt uns Ines:

„In den letzten Jahren war ich zusammen mit Helen, Alice, Julius und Kristina als Wolfsbotschafterin für die WWF Jugend unterwegs und habe versucht, die Vorurteile über die Wölfe in Deutschland zu bekämpfen. Als ich das Angebot bekam, das neue Themenspezial über den Wolf für die WWF Jugend zu schreiben, habe ich mich sehr gefreut. So konnte ich meine Faszination für den Wolf auch in die Redaktionsarbeit mit einfließen lassen. Also habe ich wieder alle meine Zettel und Infos über den Wolf und vor allem meine Erinnerungen an Gespräche mit Wolfsexperten hervorgekramt, durchgelesen und für die Community zusammengefasst. Es hat sehr viel Spaß gemacht und dabei ist mir mal wieder richtig aufgefallen, was für ein tolles Tier der Wolf ist. Ganz ohne unseren Einfluss ist er wieder in die deutschen Wälder zurückgekommen und schleicht, ohne dass die meisten von uns ihn jemals zu Gesicht bekommen, weiter durch das Land Richtung Westen. Er gehört einfach hierher! Das hier ist seine Heimat und die müssen und können wir auch mit ihm teilen. Für den Menschen stellt er keine Gefahr dar, da wir nicht in sein Beuteschema passen und er uns aus dem Weg geht. Für den Wald aber ist er eine Bereicherung, da er die Wildbestände gesünder macht und so ein natürliches Gleichgewicht wiederherstellt. Ich hoffe, dass das Themenspezial weiter dazu beitragt, über Vorurteile aufzuklären und so die Akzeptanz des Wolfes in Deutschland zu verbessern. In diesem Sinne: Herzlich willkommen, Wolf!“

-> zum Themenspecial „Wolf“ !


Wir hoffen, dass euch all die neuen Themenspecials einen ebenso interessanten wie umfangreichen Eindruck von all den Naturschätzen unserer Erde vermitteln werden!

Doch natürlich bleibt es nicht bei den Themenspecials, die WWF Jugend Redaktion hält euch selbstverständlich auch weiterhin mit spannenden Berichten auf dem Laufenden, sodass ihr keine neuen Infos zu all den genannten Themengebieten verpasst!

Also schaut rein und macht euch stark für den Umweltschutz - praktische Tipps, wie ihr in eurem Alltag zum Erhalt von Pottwal, Wolf, Elefant und co beitragen könnt, gibt’s in unseren neuen Themenspecials natürlich auch!

Texte: Maxim Podobed, Fabian Nagel, Marcel Brüssow, Ulrike Leupold, Franziska Niehaus, Ines Plagemann

Fotos: © WWF

 

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Kommentare (5)
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25.11.2013
Marcel hat geschrieben:
Ich möchte mich nochmal im Namen des gesamten WWF-Teams für eure großartigen Themenspecials bedanken! Für mich ist es etwas ganz Besonderes, dass an einer so wichtigen Kernstelle der Website junge Redakteure wie ihr und WWF-Mitarbeiter so toll zusammengearbeitet haben. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen, und ich finde es großartig, dass diese Themenspecials ganz stark eure persönliche Handschrift tragen. Vielen vielen Dank für eure hervorragende Recherche, Konzeption und die absolut gelungenen Texte!
21.11.2013
LSternus hat geschrieben:
Klasse, mir gefallen die neuen Themenspecials echt gut.
21.11.2013
FabianN hat geschrieben:
Super Bericht, Maxim! Auf die Themenspecials können wir wirklich stolz sein ;)
21.11.2013
Helen hat geschrieben:
Und noch einmal vielen, vielen Dank für die tolle Arbeit, die ihr 6 für uns alle gemacht habt! Die Themenspecials sind echt einfach großartig geworden!!
21.11.2013
midori hat geschrieben:
Wow! Ich find uns großartig! ;o) Danke für den tollen Bericht lieber Maxim!!
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