Jeden Montag drastisch pandastisch...


"Haste mal Bambus?"


Ein Panda in der Redaktion


WWF
"Haste mal Bambus?" (148) - Kummer, Cookies und Kondenspopos


von Marcel
02.05.2016
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Warum es bei Durst helfen kann, seinen Hintern in die Höhe zu recken, welches Tier eine Zunge hat, die länger ist als es selbst, und warum Uli und Luise am besten gemeinsam den Panda umsorgen sollten - die Welt hier drinnen und da draußen mal drastisch pandastisch.

"Panda, jetzt lass dich doch mal drücken. Ich bin doch nicht aus der Welt..."

"Ich fürchte, es hat keinen Sinn, Uli. Unser Panda hat einfach total schlechte Laune."

Aus dem Nebenbüro ruft jemand: "Jaja, kennen wir ja, unseren Morgenmuffel..."

"Hmpf! Ich bin kein Morgenmuffel! Ich möchte einfach nur in den ersten 16 Stunden nach dem Aufstehen nicht gestört werden!"

"Panda, wir wissen auch, dass du kein Morgenmuffel bist. Dass du so schlecht gelaunt bist und die ganze Zeit mit dem Rücken zu uns sitzt, hat sicher den Grund, dass..."

"Was habt ihr eigentlich immer gegen schlechte Laune? Das Gute an schlechter Laune ist: Die kost' nix, und sie hält länger als Gute."

"Ach, komm schon, alter Brummbär. Ich würde dir gerne in die Augen schauen, wenn ich mich von dir verabschiede."

"Na los, Panda, du solltest Uli nicht so gehen lassen. Sie ist doch sonst ganz traurig."

"Pah! Irgendwo auf der Welt ist auch ein einsamer Strand traurig, und zwar weil ich jetzt nicht auf ihm liege. Wen kümmert's?"

Doch Uli und ich wollen nicht aufgeben.

"Schau mal, Panda. Uli ist ja gar nicht richtig weg. Sie ist nur nicht mehr Community-Moderatorin, weil sie einen neuen Job anfängt. Aber als Redakteurin, Aktionsteamerin und Camp-Betreuerin ist sie weiter an Bord."

"Und als Freundin", fügt Uli leise hinzu.

Mit diesen Worten brechen alle Bambusdämme. Unser massiger Kollege wuchtet sich aus der Ecke, stürmt auf uns zu und nimmt uns in den Arm. Besorgte Kollegen schauen durch die Tür - für sie dürfte die innige Emotionalität des Pandas eher wie eine Aufforderung zum Ringkampf anmuten.

"Uli, meine liebste Uli, wer macht mir denn jetzt Bambus-Tee, wenn du nicht mehr hier bist? Und wer bäckt mir meine Bambus-Cookies? Und wer krault meinen verspannten Rücken, wer massiert mir die Füße..."

"Ich hab dir noch nie die Füße massiert, Panda!"

"Ja, genau, warum eigentlich nicht, hä?!?"

"Marcel und Luise werden sich bestens um dich kümmern!"

"Kann denn die Luise mit Bären? Ich meine, da muss man ein dickes Fell haben... Vielleicht solltet ihr euch gemeinsam um mich kümmern..."

"Also jetzt kriegt das aber eine falsche Richtung, Kollege. Wir sind ja kein Streichelzoo. Uli war ja vor allem dafür zuständig, sich um die Community zu kümmern, nicht nur um dich..."

Dicke Tränen kullern aus den Knopfaugen des Pandas.

"Hach, ich werde verhungern... elendig verhungern und vereinsamen... und mit gebrochenem Herzen in meiner Hängematte verstauben..."

"Jetzt übertreib mal nicht, Dicker, und steck nicht den Kopf in den Sand."

"Ihr Menschen immer mit euren falschen Vergleichen! Den Kopf in den Sand stecken kann total sinnvoll sein. Schwarzkäfer der Art Onymacris unguicularis - man nennt sie auch Nebeltrinker..."

"Aha, die Laune des Pandas steigt merklich. Er ist schon wieder im altbekannten Erklärbär-Modus."

"...stecken in der Wüste auch ständig den Kopf in den Sand. Und dann recken sie ihren Hintern in die Höhe, damit die Luftfeuchtigkeit an ihrem Körper kondensiert. Das Wasser läuft dann über Rillen in ihrem Panzer direkt in den Mund der Käfer."

"Das heißt: Du musst dich nur kopfüber in die Hängematte schmeißen, und die Gefahr zu verdursten wäre gebannt."

"MUAHAHAHA!!!"

"So, ihr Lieben. Mein Zug fährt bald. Ich muss los."

"Danke, Uli. Für deine unglaublich tolle Arbeit in den letzten Jahren. Du warst so eine grandiose Community-Moderatorin! Die Community kann das nur bestätigen."

Der Panda untermalt meine Abschiedsrede mit Trommeln gegen die Brust und "UH! UH! UH! ULI WE LOVE YOU!"-Rufen.

"Wir im Team werden dich sehr vermissen - aber wir freuen uns auch darauf, dich schon bald bei der nächsten Aktion oder dem nächsten Camp wiederzusehen."

Viele herzliche Umarmungen später ist Uli schließlich durch die Tür verschwunden. Ihr Schreibtisch bleibt einsam zurück - und der Panda schmollt schon wieder in der Ecke.

"Ach, Panda... Schau mal, es wird auch nicht besser, wenn du den ganzen Tag damit verbringst, deinen Kopf gegen die Wand zu stützen. Für uns ist es doch auch nicht einfach."

"Pack mal'n bisschen Watte in deine Rübe, damit die Murmeln nicht so klackern, Schnucki. Offenbar hast du einfach keine Ahnung, wie Tiere leiden. Ich bin ein Bär, ich muss so trauern, Gene und so! Als die britische Verhaltensforscherin Jane Goodall 1960 begann..."

"Immer diese Extreme. In der Ecke hocken, dann wieder Plauder-Tsunami, dann wieder in der Ecke hocken, dann wieder..."

"Klappe, Knautschflummi. Wenn der Bambus spricht, haben die Sprossen zuzuhören. Also: Als Jane begann, das Verhalten von Menschenaffen zu beobachten, fielen ihr sofort Parallelen zur Gefühlswelt der Menschen auf. Wut, Ärger, Freude - wir können das komplette Programm, und da können wir richtig impulsiv werden. Stießen die Schimpansen zum Beispiel auf einen Haufen Bananen, gerieten sie vor diesen Leckerbissen offensichtlich in eine Art Freudentaumel. Plötzlich fielen sich die Tiere in die Arme, küssten sich und klopften sich gegenseitig auf den Rücken..."

"Und wenn ein Panda auf einen Haufen Bambus-Cookies stößt, was passiert dann?"

Luise kommt zurück ins Büro. In ihren Händen ein Tablett, auf dem sich die Cookies in schwindelerregende Höhen türmen...

...Und schon wieder kam es zum Gute-Laune-Ringkampf.

"Ach Luise, du bringst die Wonne zurück in mein zermürbtes Pandaherz! Lass dich drücken!"

"Weißt du, die Uli, die hat mir immer so schön die Ohren gekrault. Das kannst du doch bestimmt auch, nicht wahr?"

"Ich kann's ja mal versuchen."

"Lass dich nicht zu schnell um die Tatze wickeln, Luise. Der Panda müsste heute auch noch ein paar Päckchen an Franzi verschicken, für die Müllsammelaktion in Leipzig und die Infostand-Aktion in Halle..."

"Jaja, kann ich doch alles später noch machen. Jetzt will ich erstmal mit Luise plaudern und die Cookies genießen. Apropos genießen: Um eine Mahlzeit zu verdauen, braucht ein Wombat 14 Tage. Wusstest du das?"

"Oje, Luise. Stell dich auf einen drastisch-pandastischen Monolog ein. Professor Hokus-Bambus-Pokus erklärt die Welt..."

"Und Mäuse singen wie Vögel, nur können wir sie nicht hören, weil ihre Frequenzen so hoch sind, wusstest du das, Luise? Und die längste Zunge in Relation zur Körperlänge hat die Fledermausart Anoura fistulata. Ihre Zunge kann 7,5 cm lang werden, die Fledermaus bringt's aber nur auf 5 cm Länge. Das heißt, ihre Zunge ist eineinhalb mal so lang wie sie selbst..."

Na dann: Auf eine gute Zusammenarbeit.

 

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Kommentare (2)
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04.05.2016
Luise hat geschrieben:
Oh Uli, es ist gar nicht so einfach, dem Cookie mampfenden Ohrenkraul-Panda alles Recht zu machen! ;)
03.05.2016
midori hat geschrieben:
Hey Panda! Wollte Dir nur Bescheid sagen, dass ich gut angekommen bin! :o) Natürlich werde ich auch weiterhin Deine "Arbeit" verfolgen und bin deshalb schon sehr gespannt auf die nächsten Folgen vom Bambus - benimm Dich, sei artig und bereite Luise und Marcel nicht so viel Kopfzerbrechen! ;o) Drück Dich und alle anderen! :o*
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