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Pelikane und die Überfischung der Meere


von Tigerhai
25.08.2013
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Die Meere sind gnadenlos überfischt, das wissen wir nicht erst seit gestern. Auch die Folgen für alle Tiere, die im oder vom Meer leben, sind eigentlich nicht neu.


Aber was bedeutet die Überfischung im Einzelnen für die Meerestiere? Das war mir lange Zeit nicht klar. Ich dachte mir schon, dass die eine oder andere Art vermutlich leider Aussterben muss, weil sie entweder weggefischt wird oder ihr eben die Nahrung fehlt. Eine konkrete Vorstellung hatte ich aber nicht.


Das änderte sich letztens, als ich nichtsahnend eine Reportage über Reptilien und Vögel sah. Ein Beitrag zeigte Pelikane, irgendwo in der Nähe Südafrikas. Neben den Pinguinen gibt es wohl kaum einen zweiten Vogel, der so charakteristisch für Fischverzehr steht, wie ein Pelikan. Gleich werden sie sicher zeigen, wie ein Pelikan Fische in seinem Kehlsack verstaut, dachte ich mir also.


Falsch gedacht.


Denn sein Lebensraum ist überfischt. Die Pelikane haben gar keine Chance mehr, genug Fische für ihre Küken zu fangen, weil die Gewässer nahezu leer gefischt wurden. Also brauchten die Rosapelikane eine neue Nahrungsquelle. Als Geschwader flogen sie in dem Beitrag nun also, in perfekter und energiesparender V-Formation, von ihrer Brutinsel aus, um Nahrung zu beschaffen. Die fanden sie auch – in einer Nistkolonie der Kaptölpel. Da schlenderten nun also die Pelikane zwischen den Küken herum und „sackten“ wirklich jedes Küken ein, das allein und klein genug war. Was das für deren Bestand nun langfristig bedeutet, das wurde nicht gesagt. Die Küken der Rosapelikane waren gerettet. Ein bitterer Nachgeschmack blieb trotzdem bei mir haften.


Natürlich ist es eigentlich gut, dass die Rosapelikane einen Weg gefunden haben, trotz der Überfischung zu überleben. Aber was machen jetzt die Kaptölpel oder die unzähligen anderen Arten, die sich so schnell nicht anpassen können? Die ziehen den Kürzeren. So viel ist mir klar. Und dann ist da ja noch die Sache mit dem Plastik, das tonnenweise unsere Weltmeere belastet. So kann und darf das einfach nicht weitergehen.


Ich hoffe, dass wir es gemeinsam schaffen, die Überfischung der Meere zu beenden, damit auch der Rosapelikan wieder Fisch fressen kann.

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Kommentare (2)
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26.08.2013
Ronny123 hat geschrieben:
Ich versteh schon gar nicht wie Menschen fischen können.Irgendwann gibt es keine Fische mehr und sie haben auch nichts mehr davon,außer das sie viele Tierarten ausgerottet haben
26.08.2013
Sasha13 hat geschrieben:
Diese Doku (oder eine andere, in der genau das auch vorkam) hab ich auch schon gesehen! Ich finde, du hast es auf den Punkt gebracht: Natürlich kann man froh sein, dass es wenigstens einige Tierarten schaffen, sich an die (vom Menschen) veränderten Umweltbedingungen anzupassen. Aber die, die es nicht können, bleiben auf der Strecke oder es werden eben andere genau dadurch beeinträchtigt. Daran kann man auch mal wieder erkennen, wie sehr alles in der Natur zusammenhängt und sich gegenseitig bedingt.
Ein toller Bericht, danke dafür!
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