Unsere gro??e Aktion im Sommer:


WWF Jugend


Fahrradstaffel


© M. Gluschak / WWF

Urlaub für dich - und den Planeten

Ein Ausritt im Kaukasus © Frank Mörschel / WWF

Je näher das Urlaubsziel, desto geringer sind der Energieverbrauch und die Emissionen - es muss nicht immer gleich eine Weltreise sein, um sich zu erholen oder etwas zu erleben. Und dann ist die Frage, wie schädlich die Aktivitäten vor Ort sind. Als Beispiel mal der Klassiker unter den Abi-Abschlussfahrten: die spanische Mittelmeerküste, die mit unkontrolliertem Bauboom, schmutzigen Stränden oder verunreinigtem Meer zu kämpfen hat. Viveka hat in der Community geschrieben: Abifahrten gehen auch anders.

© Dainis Matisons via flickr
© Dainis Matisons via flickr

Erlebe die Natur, ohne sie dabei zu zerstören. So kannst du zum Beispiel an vielen Orten geführte Wanderungen oder Tierbeobachtungen erleben, Radtouren, Flussfahrten mit regionaltypischen Booten machen und ähnliches. Bei Sportarten und anderen Aktivitäten, die viel Energie oder Wasser verbrauchen, solltest du lieber abwinken. Nicht vergessen: Auch in vielen Regionen Europas herrscht Wasserknappheit.

Solltest du das Fahrrad im Schuppen stehen lassen und stattdessen mit dem Auto in den Urlaub fahren, dann schau doch mal in der VCD-Auto-Umweltliste nach, ob dein Gefährt dabei ist. Hier sind die Autos aufgezählt, die wenig verbrauchen und damt die Umwelt und den Geldbeutel weniger belasten. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) macht sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität stark.

Dann gibt's da ja noch die Unterbringung. Hier ist es ähnlich wie beim Verkehr, wo eigentlich auch nicht jeder sein eigenes Auto fahren müsste. Eine schöne Alternative zur Luxusanlage mit Klimaanlage, Pool und Riesenbuffet: Zu Gast sein bei einem ganz normalen Menschen. Zum Beispiel bieten auf der non-profit Webseite BeWelcome.org in Deutschland mehr als 2.000 Menschen einen Schlafplatz in ihrem Zuhause an. Und diese Leute haben meistens bessere Insidertipps für die Stadt als der Touri-Katalog an der Rezeption. ;)

Wenn du mehr über nachhaltige Mobilität und Verkehr wissen möchtest, ist das BNE-Portal.de eine gute Anlaufstelle. Hier bekommst du Wissenswertes und Materialien zum Downloaden.

Tourismus, Klimawandel und CO2-Fußabdruck - alles hängt miteinander zusammen. Wie genau, sagt dir der WWF! Du erfährt nicht nur über die Zusammenhänge etwas, sondern auch darüber, wie du umweltverträglich und nachhaltiger deine Ferien verbringen kannst!

Foto © Dainis Matisons via flickr, cc

Umweltverträglich reisen - ein paar Tipps

© Hans-Ulrich Rösner / WWF
© Hans-Ulrich Rösner / WWF

Wie weit willst du reisen? Musst du zum Erholen 1.000 oder 10.000 Kilometer weit fahren oder fliegen? Müssen es die Bahamas sein oder kannst du dich auch auf Borkum oder Rügen sonnen und entspannen?

Bei exotischen Reisezielen immer hinterfragen, ob und wie die Einheimischen von deiner Anwesenheit profitieren. Am besten informierst du dich über die Situation vor Ort, wie der Einfluss des Tourismus ist. Schadet er den Einheimischen? Die Tourismusbranche ist oft wichtig, respektiert aber nicht immer das Umfeld und die Ausgangssituation.

Achte beim Kauf von Sonnen- und Insektenschutz auf die Haut- und Umweltfreundlichkeit des Produkts. So gelangen auch weniger Chemikalien in das Meeres- und Grundwasser.

Achte darauf, das ökologisch günstigste Verkehrsmittel zu nutzen.

Respektiere die kulturellen Sitten und Gepflogenheiten der einheimischen Bevölkerung. Dazu zählen auch Essgewohnheiten (zum Beispiel der Verzehr von Fleisch oder Konsum vom alkoholischen Getränken) und Riten (so stellt man etwa in Japan keine Straßenschuhe in die Wohnung).

Verpflege dich mit Nahrungsmitteln aus der regionalen Landwirtschaft statt importierter, abgepackter Lebensmittel und verzichte auf den Verzehr bedrohter Arten - wie etwa Haie, Schildkröten, Wale oder Schlangen.

Nutze Angebote, bei denen du die Natur wirklich erleben kannst, ohne sie dabei zu zerstören – zum Beispiel geführte Wanderungen oder Tierbeobachtungen in Nationalparks, Radtouren, Flussfahrten mit regionaltypischen Booten und ähnliches.

Strandabschnitte, an denen Meeresschildkröten an Land gehen und Eier legen, sollten gemieden werden: Dies ist etwa auf der Touristenhochburg Zakinthos (Griechenland) der Fall.

Bedrohte Arten gehören nicht ins Gepäck: Viele Muscheln und Schnecken zum Beispiel sind geschützt. Wertvolle schwarze Korallen etwa werden für die Herstellung von Schmuck ausgebeutet.

Fazit: Was zu Hause sinnvoll ist, ist es auch im Urlaub – behalte deine umweltbewusste Lebensweise doch einfach bei!

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