Unsere gro??e Aktion im Sommer:


WWF Jugend


Fahrradstaffel


© M. Gluschak / WWF

Auf geht's! Einmal quer durch Deutschland

Wir durchqueren die komplette Republik - per Fahrrad! In vier Wochen radelt die WWF Jugend von Flensburg bis Freiburg. Unsere Vorbereitungen, Erlebnisse und Eindrücke könnt ihr hier nachlesen:

'Ne Demo im Wald - Fahrradstaffel Tag 10


von JohannesB
01.08.2013
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„Schon wieder ‘ne Demo, wa?!“ fragt mich eine Frau mittleren Alters in gereiztem Ton. Sie spielt auf die WWF-Jugend-Flaggen an, mit denen ich am Dienstag zum Berliner Hauptbahnhof radele und gerade an der roten Ampel stehe. Ich erkläre ihr, was es mit der Fahrradstaffel der WWF Jugend auf sich hat und als sie bemerkt, dass es um eine gute Sache geht und sie durch uns keine Straßensperrungen oder dergleichen zu befürchten hat, heitert sich ihre Stimmung auf und sie ruft mir „Viel Spaß und gute Fahrt!“ hinterher als ich bei Grün wieder in die Pedale trete.


Einige Minuten später treffe ich Sebastian und Nils am Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof. Während Nils und ich nur nach Borkheide radeln, hat Sebastian mehr vor: Er will den radelnden Panda bis Frankfurt am Main begleiten. Nachdem die Installation der Flaggen wie schon am Vortag improvisiert werden muss starten wir in Richtung Borkheide.
Unser Weg führt uns gleich in den ersten Minuten am Kanzleramt und dem Schloss Bellevue vorbei, danach dann durch den Berliner Südwesten. Wenige Meter bevor wir Berlin verlassen geht ein kräftiger Regenschauer nieder, Nils hat aber eine prima Idee: Wir stellen uns einfach unter der Glienicker Brücke unter, warten ab und schauen derweil dem regnerischen Treiben auf der Havel zu.

Nach zehn Minuten regenbedingter Pause steigen wir wieder auf die Räder und erreichen Potsdam, wo wir Mittagspause machen und uns von einer ortskundigen Passantin erklären lassen, dass wir „eigentlich falsch“ sind und „mindestens 6 Kilometer zurückfahren“ müssten. Schließlich fällt ihr aber doch noch eine Variante ein, bei der wir auch ohne Zurückfahren wieder auf unsere angedachte Route zurückkommen können. Gesättigt und glücklich, nicht 12 Kilometer umsonst gestrampelt zu haben, fuhren wir weiter durch Potsdam, am dortigen Hauptbahnhof vorbei und radelten in der Folge am Ufer des Templiner- und Schwielowsees entlang. In Caputh musste, auch wenn es weder Start- noch Endort der Etappe war, natürlich ein Foto mit Ortsschild her. Der Name hat einfach was.

Ab Ferch ging es dann, der kürzesten Route von google maps folgend, auf mehr oder weniger befahrbare Wege, größtenteils durch den Wald. Immer wieder mussten wir absteigen, der tiefe Sand war einfach nicht befahrbar. Die Beschilderung in Wäldern ist ja bekanntlich nicht so ausgebaut, weswegen wir erleichtert waren, als ein Wegweiser endlich nach Borkheide führte. Noch 5 Kilometer. Wir folgten der Wegmarkierung, das nächste Schild wies nur noch 2 Kilometer aus. Motiviert vom nahenden Zielort traten wir kräftig in die Pedale und trotzten dem holprigen und matschigen Waldweg, immer der Wegmarkierung an den Bäumen folgend. Die nächste Weggabelung, eigentlich müssten es jetzt nur noch ein paar Meter sein … Das Schild war anderer Meinung: Noch 5,5 Kilometer. Hmm … Wir waren kurzzeitig etwas ratlos, waren wir doch stur dem Weg gefolgt. Wir orientierten uns kurz darauf am Stand der Sonne und Sebastians Handynavigation. Beide Hilfestellungen wiesen in die gleiche Richtung. Weg vom angestrebten Pfad und ab nach rechts. Und siehe da … schon eine Minute später fuhren wir auf einer Landstraße und erblickten einen Bahnübergang. Wie sich zu unserer Freude herausstellte: Wir hatten den Bahnhof Borkheide erreicht und unsere etwa 60 Kilometer lange Etappe am späten Nachmittag erfolgreich abgeschlossen.

Impressionen:

Blick auf den Wannsee

Wir waren nicht die einzigen, die auf das Ende des Regens gewartet haben

Pause am Schwielowsee

Nicht immer stand uns solch eine "Fahrradautobahn" zur Verfügung

Große Kreuzung im Wald

Skandalös: Nicht mal im Wald durften wir richtig Gas geben ;)

Leibchenhalter

 

Fotos: © J. Barthelmeß

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Kommentare (5)
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02.08.2013
Wasserjunge hat geschrieben:
Super Bericht Johannes! ;)
Und die Bilder sind auch echt gut geworden...
01.08.2013
Chamaeleonmuetze hat geschrieben:
Schöner Bericht und tolle Fotos :)
01.08.2013
Monamona hat geschrieben:
Schön, wieder etwas weiter! Am Schwielowsee scheints ja schön zu sein ;)
01.08.2013
lolfs hat geschrieben:
10 Minuten Regenpause ist ja noch zu verkraften. Schlimmer wäre es gewesen, wenn es den ganzen Tag geregnet hätte. Und am Ende schien ja wieder die Sonne.

Danke für die tollen Eindrücke.
01.08.2013
vince hat geschrieben:
cooler bericht mit tollen Bildern! Vor allem die Begegnung mit der Frau in Berlin klang sehr gut.
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