Unsere gro??e Aktion im Sommer:


WWF Jugend


Fahrradstaffel


© M. Gluschak / WWF

Auf geht's! Einmal quer durch Deutschland

Wir durchqueren die komplette Republik - per Fahrrad! In vier Wochen radelt die WWF Jugend von Flensburg bis Freiburg. Unsere Vorbereitungen, Erlebnisse und Eindrücke könnt ihr hier nachlesen:

Fahrradstaffel - Tag 4 - Den Mund voller Insekten ....


von Denis-C.
26.07.2013
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… hatte ich zwar nicht, aber wäre er offen gewesen hätte ich bestimmt das ein oder andere Kleinstlebewesen verspeist. Mit was ich mich neben Insekten noch alles auf der 4. Etappe der Fahrradstaffel rumschlagen durfte, erfahrt ihr hier:                                                                        


Lübeck – Büchen … wie ich mich auf diese Etappe gefreut hatte. Endlich nicht mehr alleine. Doch dann kam alles anders. Um 10 Uhr war ich dann doch alleine vor dem Lübecker Hauptbahnhof und sprach mit einer Reporterin und ließ mich vom Fotografen ablichten. Kristina musste wegen Magen-Darm Grippe leider absagen. Also ging es wie die Tage zuvor alleine los. Nach gut einer Stunde war ich raus aus Lübeck und machte mich in Richtung Ratzeburg … durch einen Wald, der auf der Karte wie eine Abkürzung aussah. Doch mit der Wegesbeschaffenheit stellte sich das als ein Fehler heraus.


Auf diesem sandigen Untergrund konnte ich mein Fahrrad nur schieben und auch das war noch schwierig genug. Ein kleiner Waldbewohner war mir dann aber sofort aufgefallen.


Doof nur, das sich Eichhörnchen erschrecken, wenn ein Fahrrad umkippt. Dies hat mein Fahrrad nämlich, da es auf dem sandigen Untergrund keinen Halt fand. Das Eichhörnchen haute ab und mir gelang nur dieser Notschuss von oben.
Dann rappelte ich mein Fahrrad wieder auf und schob weiter. Endlich an der befestigten Straße angekommen ging die Radtour dann richtig los. Dank der super tollen ausgeschilderten Radwegstrecke von Krumesse nach Ratzeburg ging es kreuz und quer durch abwechslungsreiche Wege. Abwechslungsreich vor allem was die Höhen und Tiefen anging. Ging es hoch, war es nicht schön genug zum Fotografieren, ging es runter, wollte man lieber den Schwung für den nächsten Berg mit nehmen, anstatt an zu halten und ein Foto von einer hügeligen Landschaft zu schießen. Ratzeburg war dann schnell erreicht … nur bemerkt hatte ich es nicht, denn es gab kein Ortseingangsschild. Vielleicht lag es an diesem Tunnel.



Hier darf einem aber auch nix zu schnell entgegen kommen. Schnell ein Foto geschossen und weiter. Es ging bergab, was mich sehr freute … noch, denn … Erst unten in der Stadt stand das nächste Hinweisschild mit „Mölln“, welches ich als nächstes Etappenzwischenziel ausgewählt hatte. Es ging also wieder hoch … und zwar sehr lange. Belohnung war ein Blick auf die Karibik des Nordens.


Das Wasser des Ratzeburger Sees schimmerte türkis-blau und lud eigentlich zum Baden ein. Nur hätte ich dafür wieder runter gemusst. Und wer runter muss, muss auch wieder rauf … und das wäre dann zu viel des Guten gewesen.
So kämpfte ich mich auch noch den Rest nach oben, ohne auf die Hinweisschilder für Radfahrer zu achten … ich denke mal das es irgendwo hätte abgehen müssen, den auf einmal stand ich vor der großen Bundesstraße, auf die ich gar keinen Fall wollte. Und so kam zum ersten Mal der neue Stadtatlas zum Einsatz. Nach ein wenig schauen, wo Büchen liegt, wo ich grad bin und wo die gottverdammte Bundesstraße lang ging sah ich einen Weg namens „Alter Frachtweg“, der komplett einmal durch den Kreisforst ging und an einer Landstraße nach Büchen endete. Dafür muss ich ein wenig der Bundesstraße folgen, aber dann:


„Wisentgehege“ fiel mir natürlich sofort ins Auge. „Mensch, was wäre das toll, ein paar Wisente in der Community zu zeigen … Wäre bestimmt toll geworden, wenn welche da gewesen wären. Doch beide Gehege waren ratzeputz leer. Naja … okay, dann halt nicht. Dafür gab es was anderes schönes, der alte Frachtweg … aus altem Kopfsteinpflaster. Also solches, wo 15 cm Lücken zwischen zwei Steinen ist. Machte fürchterlich Spaß auf dem zu fahren. Aber auch hier wechselten sich Pech und Glück ab … nach nur wenigen 100 Meter (es fühlten sich wie 5 km an … mein Hintern meint es wären 10 km gewesen) ging es über in Schotter. Erst relativ grober, später feinkörnig. Zwischen durch musste ich dann meine Taschen mal abstauben und Herrn Stativ reinigen. Das gab mir gleich mal die Möglichkeit ein Foto in der Natur zu machen.

Im sogenannten „Ruheforst“ ging es immer weiter in Richtung Süden. Es war super angenehm, da im Wetterbericht von 38°C gesprochen worden ist und es im Wald deutlich kühler war. Doch statt der Hitze nervte etwas anderes. Nach und nach zog ich einen Schwarm Fliegen hinter mir her. Vielleicht grade wegen dem Schweiß, vielleicht auch nur, weil ich so interessant war. Andauernd kollidierte eine Fliege mit meinem Gesicht oder mit meinen Armen. Besonders unschön wurde es, wenn sie sich in meinen Haaren verfingen. Doch die Fliegen hatten eine entscheidenen Schwäche. Sonne. So verflogen sich alle Fliegen und sonstiges Insektenzeug, als sich der Wald lichtete. Dort bekam ich dann aber ein anderes, mulmiges Gefühl bei dem Anblick von dem hier:

Wildschweinschutzzäune, geladen mit Strom, zeigten mir, dass hier vermehr mit Wildschweinen zu rechnen war. Doch zum Glück (oder auch aus Pech) konnte ich keins erblicken und mich anscheinend auch keins und wenn, dann hat es rechtzeitig die Biege gemacht.
So fuhr ich lange Zeit ohne auch nur auf eine Karte zu linsen und kam dann auf einmal bei ihm hier raus:


„Verdammt … du bist zu weit gefahren“, schoss es mir im ersten Moment durch den Kopf, als ich den Grenzstein der ehemaligen innerdeutschen Grenze sah. Doch das war nur ein „geklauter“ Stein. Die Grenze war noch gut einige Kilometer entfernt. Ich war in dem Ort angelangt, wo ich ursprünglich auch hin wollte. Büchen war jetzt noch gut 10 km entfernt … doch anstatt der Landstraße zu folgen und die Etappe zu beenden, kam ich auf die Wahnwitzige Idee, doch einfach noch ein Waldstück zu durch fahren. Doch dafür musste ich sehr lange durch nix fahren …. weites nix ohne Schatten. Und im Wald ging es dann auch wieder mit den Fliegen los. Außerdem war der Radweg in diesem Wald deutlich schlechter ausgebaut wie der „Alte Frachtweg“. Und die letzten 2 km im Wald war noch nicht mal ein Radweg … sondern ein Forstweg, welchen ich eigentlich nicht hätte durchfahren dürfen, was mir aber erst als ich draußen war, durch ein Schild gesagt worden ist.
Nun ging es noch einige Kilometer über eine Landstraße bis ich dann nach Querung des Elbe-Lübeck-Kanals …

… Büchen erreichte.

Der Bahnhof war recht schlicht gehalten, sodass mich nichts an diesem Ort mehr hielt und ich mich auf den Nachhauseweg machte.

Aber ein kleines Abschlussfoto möchte ich euch noch zeigen. Gut eine Stunde nach Ankunft in Büchen (17:30 oder so) brach in HH-Schnelsen ein heftiges Gewitter rein. Okay … Gewitter ist übertrieben, denn es regnete einfach nur sehr stark und es gab weder Blitz noch Donner … aber laut Wetterbericht sollte das eigentlich ein Gewitter sein.

Freut euch schon auf nachher, dann gibt es Teil 5 & 6 der Fahrradstaffel … und dann sehen wir, ob es auch weiter geht ;)
Was verpasst?! Hier geht es zu allen Berichten rund um die Fahrradstaffel.
 

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Kommentare (6)
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29.07.2013
regentag hat geschrieben:
So genial, wie du das auch alleine durchziehst! Hoffentlich stoßen endlich mal ein paar dazu...
29.07.2013
regentag hat geschrieben:
So genial, wie du das auch alleine durchziehst! Hoffentlich stoßen endlich mal ein paar dazu...
27.07.2013
Monamona hat geschrieben:
Wieder so ein schöner Bericht! Schade, dass du immer allein fahren musst, sehr tapfer! :)
27.07.2013
Westernpferdle hat geschrieben:
Es macht soo Spaß deine Berichte zu lesen!
Großes Kompliment ;)
27.07.2013
lolfs hat geschrieben:
Das Wetter scheint ja bisher gut mitzuspielen, so kannst du auch die Aussichten genießen.
27.07.2013
RichardParker hat geschrieben:
Ein wirklich schöner Bericht! Ich finde es klasse, dass du immer so ausführlich über deine Touren berichtest! :D
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