Nachhaltig reisen:


Urlaub mit und


nicht gegen die Natur.


© M. Keil

Urlaub für dich - und den Planeten

© Dainis Matisons via flickr
© Dainis Matisons via flickr

Je näher das Urlaubsziel, desto geringer sind der Energieverbrauch und die Emissionen - es muss nicht immer gleich eine Weltreise sein, um sich zu erholen oder etwas zu erleben. Und dann ist die Frage, wie schädlich die Aktivitäten vor Ort sind. Als Beispiel mal der Klassiker unter den Abi-Abschlussfahrten: die spanische Mittelmeerküste, die mit unkontrolliertem Bauboom, schmutzigen Stränden oder verunreinigtem Meer zu kämpfen hat. Viveka hat in der Community geschrieben: Abifahrten gehen auch anders.

Erlebe die Natur, ohne sie dabei zu zerstören. So kannst du zum Beispiel an vielen Orten geführte Wanderungen oder Tierbeobachtungen erleben, Radtouren, Flussfahrten mit regionaltypischen Booten machen und ähnliches. Bei Sportarten und anderen Aktivitäten, die viel Energie oder Wasser verbrauchen, solltest du lieber abwinken. Nicht vergessen: Auch in vielen Regionen Europas herrscht Wasserknappheit.

Dann gibt's da ja noch die Unterbringung. Hier ist es ähnlich wie beim Verkehr, wo eigentlich auch nicht jeder sein eigenes auto fahren müsste. Eine schöne Alternative zur Luxusanlage mit Klimaanlage, Pool und Riesenbuffet: Zu Gast sein bei einem ganz normalen Menschen. Zum Beispiel bieten auf der non-profit Webseite BeWelcome.org in Deutschland mehr als 2.000 Menschen einen Schlafplatz in ihrem Zuhause an. Und diese Leute haben meistens bessere Insidertipps für die Stadt als der Touri-Katalog an der Rezeption. ;)

Foto © Dainis Matisons via flickr, cc

Umweltverträglich reisen - ein paar Tipps

© Hans-Ulrich Rösner / WWF
© Hans-Ulrich Rösner / WWF

Wie weit willst du reisen? Musst du zum Erholen 1.000 oder 10.000 Kilometer weit fahren oder fliegen? Müssen es die Bahamas sein oder kannst du dich auch auf Borkum oder Rügen sonnen und entspannen?

Bei exotischen Reisezielen immer hinterfragen, ob und wie die Einheimischen von deiner Anwesenheit profitieren. Am besten informierst du dich über die Situation vor Ort, wie der Einfluss des Tourismus ist. Schadet er den Einheimischen? Die Tourismusbranche ist oft wichtig, respektiert aber nicht immer das Umfeld und die Ausgangssituation.

Achte beim Kauf von Sonnen- und Insektenschutz auf die Haut- und Umweltfreundlichkeit des Produkts. So gelangen auch weniger Chemikalien in das Meeres- und Grundwasser.

Achte darauf, das ökologisch günstigste Verkehrsmittel zu nutzen.

Respektiere die kulturellen Sitten und Gepflogenheiten der einheimischen Bevölkerung. Dazu zählen auch Essgewohnheiten (zum Beispiel der Verzehr von Fleisch oder Konsum vom alkoholischen Getränken) und Riten (so stellt man etwa in Japan keine Straßenschuhe in die Wohnung).

Verpflege dich mit Nahrungsmitteln aus der regionalen Landwirtschaft statt importierter, abgepackter Lebensmittel und verzichte auf den Verzehr bedrohter Arten - wie etwa Haie, Schildkröten, Wale oder Schlangen.

Nutze Angebote, bei denen du die Natur wirklich erleben kannst, ohne sie dabei zu zerstören – zum Beispiel geführte Wanderungen oder Tierbeobachtungen in Nationalparks, Radtouren, Flussfahrten mit regionaltypischen Booten und ähnliches.

Strandabschnitte, an denen Meeresschildkröten an Land gehen und Eier legen, sollten gemieden werden: Dies ist etwa auf der Touristenhochburg Zakinthos (Griechenland) der Fall.

Bedrohte Arten gehören nicht ins Gepäck: Viele Muscheln und Schnecken zum Beispiel sind geschützt. Wertvolle schwarze Korallen etwa werden für die Herstellung von Schmuck ausgebeutet.

Fazit: Was zu Hause sinnvoll ist, ist es auch im Urlaub – behalte deine umweltbewusste Lebensweise doch einfach bei!

Ökotourismus - hat das Zukunft?

Bestimmt hast du schon den Begriff "Ökotourismus" gehört. Beim Ökotourismus - auch naturnaher Tourismus genannt - kommt es auf zwei Dinge an: Rücksichtnahme auf die Umwelt und die Bevölkerung vor Ort. Grüne Urlaubsangebote gibt es immer mehr - der Ökotourismus wächst, was eine gute Sache ist. Trotzdem solltest du immer kritisch bleiben.

Reisen im Kaukasus © Frank Mörschel / WWF
Reisen im Kaukasus © Frank Mörschel / WWF

Aber auch Ökotourismus ist nicht immer frei von Fehlern. Die bereisten Gebiete sind auch oft die Heimat seltener Pflanzen und Tiere. Gebiete, die sich dem Ökotourismus öffnen, werden mit der Zeit immer bekannter und können mit zunehmendem Ausbau der Infrastruktur dem Massentourismus verfallen - inklusive all seiner umweltschädigenden Auswirkungen.

Deshalb: Achte darauf, dass die Reiseziele, die du besuchst, wirklich naturverträglichen Tourismus betreiben. Es gibt Gütesiegel, die dir bei der Recherche helfen - Beispiele aus den Alpenregionen

Kenia / Tansania © WWF
Kenia / Tansania © WWF

WWF-Projekte erleben!

Du möchtest die Arbeit des WWF vor Ort kennenlernen? Das geht! Das „forum anders reisen e.V.“ arbeitet mit dem WWF zusammen und gibt auf einzigartige Weise in der Branche verbindliche Nachhaltigkeitskriterien für die Angebote seiner Mitglieder vor.

Mehr zu Reisen in WWF-Projekte!

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