Auf geht's! Einmal quer durch Deutschland
"Deutschland einmal anders erleben!" - im Sommer reiste die WWF Jugend in 26 Tagen durch sieben Bundesländer, von Flensburg im Norden bis nach Freiburg im Süden. Unsere Vorbereitungen, Erlebnisse und Eindrücke könnt ihr hier nachlesen:
Auch heute waren wir wieder unterwegs. Wir, das sind Nadine, Martin, ich und Staffelpanda Patrik.
Startpunkt war Bickenbach. Wir entschieden uns nahezu sofort, eine Alternativroute anstelle des eigentlich geplanten Reiseweges zu nehmen die Angaben (nach links, zweite Möglichkeit nach rechts, über die Autobahn, dann erste Möglichkeit nach links) waren leider überhaupt nicht mit den unzähligen kleinen Feldwegen vereinbar
Dank Martins lieben Smartphone hatten wir bald eine neue Route, die sich im Großen und Ganzen mit geradeaus, immer geradeaus zusammenfassen ließ.

Bis Bensheim wollte die Sonne nicht herauskommen, das nasskalte Wetter mit leichtem Gegenwind war nicht so ganz das Wahre. Gefahren sind wir natürlich trotzdem. Dafür wurden wir anschließend mit schönstem Sonnenschein belohnt. Was wir erleichtert zur Kenntnis nahmen wie wir den seeeehr langen sandigen Waldweg im Regen hätten zurücklegen sollen, war und ist uns ein Rätsel. Vermutlich würden wir uns im Moment immer noch irgendwo das Fahrrad schiebend den Weg entlangquälen
Einen kurzen Zwischenstopp machten wir auf einer niedlichen alten Brücke. Besonders Staffelpanda Patrik war höchst entzückt von dem Ausblick, der sich uns dort bot.

Zwischen Bensheim und Mannheim versuchte uns der Weg besonders durch eine Eigenschaft zu imponieren: extrem lineare Wegführung. Wirklich extreme. Da sieht der Weg kilometerlang nahezu gleich aus. Immer geradeaus. Hin und wieder kreuzte ein anderer Weg, ansonsten tat sich nicht viel. Da Mannheim erst ausgesprochen spät zum ersten Mal an einem Fahrradwegweiser erwähnt wurde, musste sich Martin in regelmäßigen Abständen einen leicht panischen Ausruf meinerseits anhören: Immer noch geradeaus?!?. Er antwortete zunächst entspannt, später amüsiert: Ja, geradeaus. Immer geradeaus.
Kurz vor 14.00 Uhr erreichten wir Mannheim, das Beweisfoto anzufertigen hat anschließend weit mehr Zeit in Anspruch genommen, als geplant. Wer hängt dieses Ortseingangsschild auch so hoch? Schon normalerweise sind sie für Personen meiner Größe kaum zu erreichen, dieses stand aber an einer Schnellstraße und hing gefühlt doppelt so hoch wie normale Ortseingangsschilder. Das Ergebnis: wir haben ein Foto brauchten aber 15 Minuten, ehe es im Kasten war

Das Schwerste an den Staffelstrecken ist immer das heraus- bzw. hereinkommen in die Stadtzentren. Zumindest habe ich diesen Eindruck nach zwei Tagen. Wir haben eine geschlagene Dreiviertelstunde benötigt, um uns vom Ortseingang zum Hauptbahnhof in Mannheim durchzuschlagen. Zunächst waren wir noch von den selbst in der Innenstadt gut ausgebauten Fahrradwege begeistert bis besagter unvermittelt mitten zwischen Unmengen an Autos und Fußgängern aufhörte. Hilfe! Stark bepackte Fahrräder sind bei weitem nicht gelenkig genug, um um Passanten Slalom zu fahren. Das funktioniert nicht. Wirklich nicht.

Aber auch heute kamen wir an, jetzt sitzen Nadine und ich am Rheinufer und genießen einen Hauch internationales Flair mit englischen Zeltplatznachbarn bis es morgen für uns weitergeht. Neue Strecke, neues Glück!















Nadel und Faden habt ihr also nicht im Gepäck.... Der arme Panda...
Bei langen Wegen, bin ich auch immer ganz hibbelig, ob ich nicht eine Abbiegung verpasst habe oder ob ich gar komplett falsch bin... Ich habe volle Verständnis für dich! :-)