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©  Florian Niethammer / WWF
Das Ende der Expedition - und der Blick nach vorne


von Marcel
24.11.2009
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Janine, Oliver und Silke sind wieder zu Hause angekommen. Für sie beginnt wieder der Alltag, der Stress an der Schule oder der Uni. Und trotzdem wird für sie nicht mehr alles so sein wie vorher. Das Expeditionsteam wurde in zwei Wochen mit so viel konfrontiert: Ungerechtigkeit, Gewalt, atemberaubende Natur... Die drei begleiteten WWF-Ranger auf ihrer Tour durch den Regenwald, lebten zwei Tage in einem Dorf der BaAka-Pygmäen und trafen an der Seite von WWF-Forschern auf Waldelefanten und Flachlandgorillas. Wer schon in den Blog geschaut hat weiß, was für ein einmaliges Abenteuer das war. Ein Abenteuer für die Zukunft.

altBesonders die Begegnung mit den Menschenaffen hat die drei tief beeindruckt. Dabei hatte das Team das große Glück, den beeindruckenden Silberrücken Makumba aus nächster Nähe zu beobachten. „Makumba drehte sich zu uns um. Mein Herz raste beim Anblick des stattlichen Gorillas", erzählt Silke. "Ich betrachtete ihn genau. Sein Blick ist so sanft. Unvorstellbar, dass Menschen ein ihnen so ähnliches Geschöpf umbringen können.“

Begleitet wurden die Jugendlichen von der erfahrenen Leiterin der WWF-Forschungsstation Angélique Todd. „Ich wünsche mir, dass das Projekt für lange Zeit bestehen bleibt. Doch das kann nur geschehen, wenn wir regelmäßig neues Personal einstellen und schulen und die Anti-Wildererbrigaden weiter ausbauen“, sagte Angelique.

Auch die gemeinsame Zeit beim Stamm der BaAka, einem Pygmäenvolk, das im Dzanga-Sangha-Gebiet zuhause ist, hat Janine, Silke und Oliver tief bewegt. „Alle BaAka würden in einem einzigen Fußballstadion Platz finden. Ihre Existenz ist sensibel. Sollte sich der Wald ändern, keinen Lebensraum mehr bieten oder von Wilderern ausgeräumt werden, verlieren sie ihre Lebensgrundlage“, warnt Oliver.

altWie geht es weiter? Wenn die Expedition eins gezeigt hat, dann das: Dzanga-Sangha braucht Hilfe! Und es wurde klar, wofür: für den Kampf gegen die Wilderer, den Aufbau einer besseren Bildung für die Kinder, den Schutz der Gorillas vor dem Ebola-Virus und der Bewahrung der kulturellen Identität der BaAka. Janine, Silke und Oliver wollen aufklären und Spenden sammeln. Denn mit mehr Geld könnte der WWF vor Ort diese Ziele erreichen.

"Wenn wir wieder zurück sind", sagt Janine, "fängt die Arbeit für uns erst richtig an. Wir wollen alles daran setzen, diesem Fleckchen Erde eine Zukunft zu geben. Wir wollen mit Vorträgen und Spendenaktionen genügend Mittel sammeln, um unser Ziel zu verwirklichen."

Sei auch du Teil des Projekts! Du hast sicher ein paar Euro übrig. Werde Regenwaldretter - für Dzanga-Sangha.

Bilder: © Florian Niethammer / WWF

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Kommentare (5)
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26.11.2009
Marcel hat geschrieben:
Vielen Dank, da hast du absolut Recht, Maikäfer. Jetzt wird es darauf ankommen, noch sehr viel mehr Spenden zu organisieren, denn das Projekt braucht dringend mehrere tausend Euro! Bei diesen Umweltproblemen ist die Spende das effektivste Mittel, isabella. Wir können leider nicht alle nach Afrika und zum Beispiel die Antiwilderereinheit unterstützen. Deshalb war ja gerade diese Expedition so wichtig, damit wir, die nicht hinfahren können, einen genaueren Eindruck von der Region bekommen konnten. Bei anderen Umweltproblemen, zum Beispiel dem Klimawandel oder der Vergiftung unserer Böden, können wir auch durch unseren Lebensstil sehr viel verändern und unseren Alltag ökologischer machen. Bei Dzanga-Sangha ist es hingegen das Beste, die Initiativen vor Ort finanziell zu unterstützen. Damit erreicht man mehr als man vielleicht denkt. Und natürlich ist es auch besonders hilfreich, wenn ihr so vielen Menschen wie möglich von unserem Projekt erzählt. Allen die bisher gespendet haben: Vielen vielen Dank. Euer Beitrag ist nicht selbstverständlich. Damit habt ihr gezeigt, dass euch nicht nur euer eigenes Leben wichtig ist. Dass ihr Verantwortung auch für den Naturschutz in weit entfernten Ländern übernehmen wollt. Das ist etwas ganz Besonderes.
25.11.2009
Maikaefer hat geschrieben:
Auch ich kann vor Silke, Janine und Olli sowie allen Beteiligten vor Ort (Film, Foto, Trackern, WWF-Forschern usw.) sowie nicht zuletzt den Organisatoren in Frankfurt nur den Hut ziehen. Das die Expedition kein erholsamer Urlaub war, wurde in beeindruckender Weise durch die täglichen Videos, Fotos und Texte der drei Regenwaldbotschafter in beeindruckender Weise deutlich. Vielen Dank an ALLE!!! Auch die Dzanga-Sangha-Gruppe in Deutschland hat durch ihre Berichte informiert und neugierig gemacht. Bleibt zu hoffen, dass die Spendenbereitschaft nicht verloren geht, um das Projekt nicht zu gefährden.
25.11.2009
isabella hat geschrieben:
Klasse Artikel Marcel...wie immer^^
Aber schade das es Schon verbei ist:-(...ach ja, kann man eig noch was tun außer spenden??...ir-wie habe ich das Gefühl nichts machen zu können.
Und wo gehts als nächstes hin??...
lg isabella
25.11.2009
Marcel hat geschrieben:
@Bienenkönigin: Ja, die zwei Wochen vergingen wie im Flug - uns kam das auch so vor. Aber für länger war die Expedition nicht geplant. Abgesehen davon, dass natürlich die Kosten im Rahmen bleiben mussten, war ja das Hauptziel der Expedition, dass Janine, Silke und Olli die wichtigsten Orte und Probleme von Dzanga-Sangha kennen lernen und dann bald zu uns zurückkommen, um mit dem WWF eine Initiative für den zentralafrikanischen Regenwald zu sammeln. Das ist nun die wichtigste Aufgabe: Die Menschen informieren und Geld für die Projekte vor Ort sammeln. Wenn das Umweltbildungsprogramm startet kann zum Beispiel für 5 Euro ein Kind mit Lernmaterial (Öko-Lernheft, WWF-Schulheft, Stift) ausgestattet werden. Mit 40 Euro können wir einen Einheimischen einen Monat lang zum Wildhüter ausbilden. Und mit 50 Euro finanziert der WWF eine zweitägige Patrouille im Schutzgebiet. Die Wildhüter machen dabei viele Drahtschlingen unschädlich. So gesehen ist also das Projekt Dzanga-Sangha noch längst nicht vorbei.
24.11.2009
Bienenkoenigin hat geschrieben:
Wie?? das ist schon vorbei... ich hätte gedacht das würde länger dauern...
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