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© WWF
Wolscamp 2013


von JanaKG
27.08.2013
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 Dies ist nun der Bericht über das traumhafte Camp in der Lausitz...

Alles nahm am Dienstag den 2.7.13 um 16 Uhr ganz harmlos seinen Lauf, als wir alle nach und nach im Spreecamp Neustadt eintrafen.

Dort mussten wir dann erstmal alle anpacken um das große Zelt, unser Nachtlager, aufzubauen.

Als das geschafft war ging es auch schon langsam ans Essenkochen. Alle packten mit an und nach kurzer Zeit hatten wir über der Feuerstelle eine Gemüsesuppe gekocht und konnten essen.

Anschließend machten wir noch eine kleine Erkundungstour in den anliegenden Wald. Als die Sonne schon untergegangen war legten wir uns auf eine kleine Lichtung und lauschten den Waldgeräuschen. Wir hörten nicht, wie erhofft, einen Ziegenmelker, aber als wir dann weiter gingen sahen wir Massen von Glühwürmchen, die sogar noch in unserem Zelt herum schwirrten.

Mittwoch: Nach einer, für einige, sehr mückigen Nacht und einem Frühstück am Feuer ging es los zu unserer Spurenlesetour.

Auf einem Sandweg ging es immer am Waldrand entlang und wir konnten einige "Vertiefungen im Boden" ausfindig machen,die sich dann als Spuren vom Hirsch, Reh oder Wildschwein erkenntlich machten.

An einem Stausee machten wir eine Pause und konnten durch das Spektiv tatsächlich einen Seeadler sehen! Ein weiteres Highlight waren echte Wolfsspuren!!!

Als nächstes trafen wir uns mit Schäfer Neumann. Er ist der erste deutsche Schäfer der in seiner Herde Verluste durch den Wolf hatte. Er erzählte uns wie er seine Herde mit Hilfe seiner selbst ausgebildeten Hund vor dem Wolf schützt.

Wieder zurück im Camp gab es erst einmal eine Abkühlung in der Spree. Kaum waren wir wieder getrocknet ging es auch schon wieder ans Essenkochen, diesmal in Form von Reis mit Gemüsepfanne, was dann dank Lukas auch die richtige Würze erhielt ;)

Anschließend trafen wir uns mit Stephan, dem Wolfsexperten, um auf einem Hügel nach Wölfen Ausschau zu halten. Leider ohne Erfolg und mit vielen Mückenstichen fuhren wir als es dunkel war wieder zurück.auf dem Weg zur Wolfsbeobachtung

Donnerstag: Dieser Tag begann schon ganz früh, da wir morgens auch noch einmal unser Glück beim Wölfe beobachten testen wollten, nur waren schon nach kurzer Zeit so gut wie alle eingeschlafen und wir bekamen wieder keinen Wolf zu Gesicht.

Heute bekamen wir außerdem prominenten Besuch vom WWF: Anke kam uns begleiten...

Es ging heute darum mit Hilfe eines Senderhalsbands unseren Wolf, Stephan, zu orten. (Diese Art ,mit Hilfe eines Senderhalsbands einen Standort zu bestimmen, nennt sich Telemetrie und wird von Biologen für die Routenbestimmung der Wölfe verwendet.)

Nach einigen Startschwierigkeiten klappte das auch einigermaßen gut. Doch irgendwann gingen uns die Kräfte aus und wir machten an einem kleinen Tümpel eine Verschnaufpause, die sich im nachhinein aber doch als eine größere Schwimm-Plantsch-Schlammschlacht-Pause entpuppte.

Wieder erholt ging es dann, für einige klitschnass, weiter. Tatsächlich wurde das Signal des Senders auch immer lauter und dann standen wir irgendwann vor einer Wiese und wussten: Hier muss sich unser Wolf irgendwo verstecken. Was sich dann auch tatsächlich bewahrheitete.

Als wir müde wieder zurück ins Camp kamen, erwartete uns schon ein wunderbares Essen: Spagetti mit Pilz-Sahne-Sauce. Stefanie und Torsten hatten die Zeit als wir weg waren effektiv genutzt und hatten schon mal für uns gekocht.

Das abendliche nach den Wölfen Ausschau halten blieb auch heute nicht aus und wir fuhren wieder zu unserem Hügel. Leider wieder ohne Erfolg.

Als es dann dunkel wurde gab es noch gemütliche Lagerfeuerstimmung mit Marschmallows. (Danke, Lena ;))

Freitag: Heute war unser letzter Tag, den wir deshalb noch einmal so richtig genießen wollten.

Alles fing mit einem Fußballspiel, Teamer gegen Teilnehmer, an. Wir gewannen haushoch und Torsten war für den Rest des Tages deprimiert. (okay ganz so schlimm war es auch nun wieder nicht ;)) Die Abkühlung danach in der Spree durfte natürlich auch nicht fehlen.

Danach ging es zum Tagebau Nochten, was für mich und ich glaube auch für einige andere ein sehr schockierendes Erlebnis war.Schon auf dem Hinweg sahen wir viele verlassene Häuser, die alle nach und nach abgerissen wurden. Der Tagebau selber ist ein riesiges Gebiet, wo im Jahr bis zu 18 Millionen Tonnen an Braunkohle gewonnen werden und wofür wirklich alles platt gemacht wird. Somit schrumpft auch der Lebensraum der Wölfe...

Aber damit wir an diesem Tag nicht nur die traurigen Seiten der Lausitz zu sehen bekommen, fuhren wir anschlißend weiter in die Teichlausitz. Hier ließen wir uns auf einem Aussichtsturm nieder, wo man weit über die Seen schauen konnte.Hier bekamen wir auch noch viele verschiedene Vögel zu sehen. Unter anderem zwei Seeadler, einen Neuntöter mit Jungvögeln, einen Rotmilan...

Auf dem Rückweg konnten wir sogar noch Kranich aus nächster Nähe bewundern.

Das Essen bestand heute aus Kartoffeln mit Quark und frischem Salat. An diesem Abend ging es nicht nochmal zu unserem Wolfshügel, dafür spielten wir aber nochmal Fußball und ließen den Abend mit Marschmallows und Gummibärchen über dem Feuer ausklingen.

Samstag: An diesem Tag ging es leider schon wieder ans Aufräumen und Packen. Nach einer abschließenden Gesprächsrunde kamen auch schon die ersten Eltern und schon waren die wunderbaren Tage in der Lausitz vorbei.

Vielen lieben Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass das Camp so einmalig schön geworden ist!

Diese Tage mit euch werde ich nie vergessen...

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Kommentare (9)
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Sortieren nach Aktualität:
01.09.2013
Helen1698 hat geschrieben:
Schön, schön! Hört sich echt super an! :)
29.08.2013
AliceimWunderland hat geschrieben:
Ich kann mich nur anschließen, suuuuperduper Bericht.
Ich war ebenso wie Ines als Wolfsretterin da, und fühle mich jetzt wie in der Zeit zurück versetzt und träume von der schönen Zeit vor mich hin :)
29.08.2013
Ronja96 hat geschrieben:
Toller Bericht =)
Das hört sich richtig gut an
28.08.2013
LaLoba hat geschrieben:
Wie schön, dass ihr so viel Spaß hattet! Das erinnert mich an unsere Tage in der Lausitz, da haben wir fast das selbe Programm gemacht. Danke für den Bericht! Da sehe ich die Wolfsspuren im Sand direkt wieder vor mir! ;-)
28.08.2013
JanaKG hat geschrieben:
Doch ich war auch in der Lausitz.
Den Spaß konnte ich mir nicht entgehen lassen ;)
28.08.2013
Jayfeather hat geschrieben:
Ich wusste gar nicht, dass du mitgefahren bist :D ich gucke mir so die Fotos an und denke: Moment mal ist das nicht Jana? Was macht die denn da? :D
28.08.2013
Lena14 hat geschrieben:
Ein echt toller Bericht! Da erinnere ich mich wieder an die schönsten Momente in diesem Camp! Echt super
28.08.2013
LSternus hat geschrieben:
Das Camp schein auch richtig super gewesen zu sein.
Ich habe übrigens ein paar alte Bekannte wieder erkannt ;)
(Sprich Torsten und Steffi ;)
28.08.2013
Lukas96 hat geschrieben:
War Stephanie auch dabei?
Ich fiNde Tosten rchtig cool:D SCHEINT EIN TOLLES CAMP GEWESEN ZU SEIN! ;)
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