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„Dem Bären auf der Spur in Transsilvanien“ 2016


von zottelkralle
09.10.2016
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WWF-Jugendcamp 2016

„Dem Bären auf der Spur in Transsilvanien“

 

Als wir nach 24-stündiger Busfahrt endlich Fagaras erreichten, ging es sogleich mit drei Kleinbussen weiter zum Jugendzentrum in Seligstadt. Und unser Abendteuer in Rumänien begann…

Die erste Woche verbrachten wir in Seligstadt. Wir erkundeten die Umgebung, fuhren mit richtigen Pferdewagen durch die siebenbürgische Landschaft, lernten die Herzlichkeit der Einheimischen kennen und genossen deren leckeres, selbstgebackenes Brot. Außerdem verbrachten wir einen ganzen Tag im Wald und stellten an einem Workshop-Tag allerlei Nützliches selbst her, zum Beispiel biologisch abbaubare Seife. Auch ein paar rumänische Wörter, wie „Multumesc“ = „Danke“ konnten wir uns aneignen. Am letzten Abend dort hatten wir noch eine kleine Einweisung, wie wir am besten und sinnvollsten unseren Rucksack für die nächsten Tage packen sollten.

Die nächsten beiden Tage waren wir in einer Hütte im Stramba-Tal. Abends ging jeweils eine Hälfte unserer Gruppe Bären beobachten. Schon nach ca. einer halben Stunde kam der erste Bär ins Blickfeld… Und es wurden immer mehr. Es was einfach fantastisch und man konnte kaum glauben, wie verschieden alle aussahen. Von einer alten „Bärenoma“ bis zu ganz kleinen Jungtieren war alles dabei. Eine Gruppe konnte sogar, kurz bevor sie aufbrechen wollte, zwei Wölfe sehen! Sie konnte es kaum abwarten endlich zurück zur Hütte zu kommen, um es den anderen zu erzählen. Den zweiten Tag verbrachten wir in einem richtigen Urwald, wo wir verschiedenste Sachen über Urwälder erfuhren und sogar die größte Tanne der Welt sahen! Auch viele Tierspuren, wie die eines Wildschweins, konnten wir entdecken.

Am folgenden Tag ging es weiter zum PiatraCraiului Gebirge. Dort stiegen wir in etwa 2-4 Stunden zu unserer Unterkunft der nächsten Tage auf, der Berghütte „Curmatura“. Trotzdem wir alle viel Gepäck mit uns mitschleppten, schafften es alle hinauf. Oben erwartete uns eine wundervolle Aussicht, ein super entspannter, riesiger Hund und ein Drei-Gänge-Abendessen. Die einzigen kleinen Mängel waren, dass es lediglich kaltes Wasser zum Waschen und DIXI-Klos gab. Um die Hütte herum hatten mehrere Camper ihre Zelte aufgebaut und erstaunlich viele von ihnen sprachen Deutsch. Zum Schlafen hatten wir zwei große Gruppenschlafräume in der Berghütte, wobei einer einen Kamin und der andere einen Balkon mit noch besserer Aussicht hatte.

Schon am zweiten Tag im Gebirge unternahmen wir die erste Wanderung, wobei uns ein Bergführer den Weg wies. Das Ziel war der Gipfel des „Kleinen Königsteins“. Schon bei der ersten Pause, wo wir auf einer Art Plattform kurz verweilten, beobachteten wir eine Gämse ein Stück weiter oben. Nach dem ersten Waldstückchen verlief der schmale Pfad schon bald sehr steil die Felswand empor. An einigen Stellen waren Seile als Hilfen angebracht worden. Auf dem Kamm liefen wir hoch und runter bis zum eigentlichen Gipfel. Diesen erreichten wir am frühen Mittag. Den Ausblick genießend machten wir Mittagspause. Anschließend ging es wieder hinab zur Hütte, wobei der Abstieg so steil war, dass wir froh waren, als alle unten heil ankamen. Kurz bevor wir das letzte Stück durch den Wald zur Hütte gingen, machten wir nochmal Rast auf einer großen Wiese. Dabei konnten wir allerlei beobachten. Zuerst strebte eine kleine Gruppe Kühe in Richtung einer größeren Herde, ihr Weg führte direkt an uns vorbei und an ihren Hälsen bimmelten Kuhglocken lustig. Kurz darauf erschien aus derselben Richtung ein älterer Mann mit drei Eseln und einem Hund. Der eine Esel musste schwer an Wasser schleppen, während die anderen beiden sich neugierig uns näherten. Zwischendurch kam dann auch noch ein einfaches Hausschwein aus der entgegengesetzten Richtung. Als wir schließlich zurück zur Hütte kamen, stand uns der Nachmittag zur freien Verfügung. Zwischendurch fanden wir immer Zeit für gemeinsamen Spaß mit der kleinen Jeli, das Kind von Jörn und Petra.

Nach vier Tagen im Gebirge sind wir wieder zurück nach Seligstadt, zum Teil gewandert, zum Teil gefahren. Den letzten Abend verbrachten wir gemeinsam draußen bei leckerem Abendessen und später, als es schon dunkel war, saßen wir gemütlich am Lagerfeuer, schauten zum Sternenhimmel und lauschten den Liedern von Anne und Gauthier.

Mara und Vivienne

PS: Die schönen Fotos sind von Gauthier.

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Kommentare (1)
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09.10.2016
LuJoLu hat geschrieben:
Hallo Mara und Vivienne ! Das Camp war soooooooo toll. Danke für den Artikel ! Da kommen wunderschöne Erinnerungen hoch... Eure Luise :)
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