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Das Italien-Camp 2013: Super tolle Leute, Gewitter, Natur, Natur und Natur!


von Helen1698
21.02.2014
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75 P
Tags: ValGrande, Camp

„Italien-Camp? Ist das nicht schon ein bisschen her?“, denkt ihr jetzt vielleicht.

Zugegeben, es ist schon lange her. Doch wir haben erst jetzt die Fotos bekommen und so beim Angucken habe ich mir gedacht:“Es war einfach zu geil, darüber muss ich was schreiben!“ Also, dann versuch ich das jetzt mal irgendwie anhand meines Tagebuchs und Erinnerungen zu rekonstruieren!

 

Am Montag, dem 5.8. haben wir uns (ich glaube wir waren so elf Leute und unsere drei Betreuer Sebastian, Svenja und Mattias) bei gefühlten 70°C in Freiburg getroffen und die erste Nacht im „Black Forest Hostel“ verbracht. Abends sind wir ein bisschen durch Freiburg geschlendert und haben noch eine Lektion in „Wie packe ich meinen Rucksack am besten“ bekommen. Das war ein ziemliches Gestopfe, da zu der Ausrüstung ja auch noch das Essen für die ganze Woche verstaut werden musste.

 

Am nächsten Morgen ging’s früh los zum Bahnhof, mit dem Zug nach Basel, von dort nach Locarno, von Locarno nochmal mit einem Panoramazug weiter nach Malesco und anschließend mit einem nicht wirklich vertrauenserweckenden Shuttlebus ein Stück den Berg rauf. Allein die Zugfahrt war’s schon wert! Beim Anblick der ganzen tolle Berge wäre man am liebsten gleich losgewandert! Als wir dann gegen späten Nachmittag und heranziehendem Gewitter endlich unsere Anfahrt geschafft hatten, verlief der Weg durch ein schönes Hochtal und anschließend den Berg rauf und den Berg rauf und den Berg rauf. Nach circa zwei Stunden und schon einsetzender Dämmerung waren wir gut erschöpft an der ersten Hütte, der Alpe Scaredi.

Das Gewitter hatte uns dann doch verschont und alle waren beim anschließenden Essen glücklich. Und dass wir, weil da schon eine Gruppe da war, in einem undichten Schuppen geschlafen haben und dass es durch das draußen stattfindende Gewitter mit heftigem Sturm saukalt war, hatte irgendwie auch was.

 

Mehr oder weniger ausgeschlafen machten wir uns am nächsten Morgen nach Frühstück und Gruppenbild (gemacht von einem freundlichen Italiener) auf zur nächsten Etappe.

Gleich zu Beginn gab es ein Highlight der Tour: Gämsen! Sogar mit Kleinen!!! Nachdem jeder mal durchs Fernglas geschaut hatte ging’s weiter, nun vermehrt durch Wald und stetig bergab. Unser Mittagessen gab’s an einer wunderschönen Gumpe mit kleinem Wasserfall – Wie im Bilderbuch!

Gegen Nachmittag waren wir dann an der Alpe In La Piana, die aus drei Hütten besteht, so dass genug Platz für die Italiener und uns war! Dort war leider die Wasserstelle kaputt, sodass wir immer zum Fluss laufen mussten um Wasser zu holen. Dort gab es durch große Steine geformte natürliche Pools, die wir zum ausgiebigen baden genutzt haben. Und soooo kalt war’s auch gar nicht!

Abends gab’s Couscous und im Schein des Lagerfeuers dann noch Stockbrot. Sehr schön!

Die Nacht bestand wieder aus einem einzigen Gewitter, das sich auch bis zum Morgen nicht gelegt hatte. Nichtsdestotrotz sind wir los und im strömenden Regen den Berg rauf. Sebastian hatte zwar gesagt, dass die Etappe über zwei Stunden nur bergauf geht, aber normalerweise ist das ja dann viel harmloser. Hier jedoch nicht! Die Etappe ging echt nur steil bergauf, die ganze Zeit! Umhüllt von dichtem Nebel haben wir dann irgendwann die Baumgrenze überschritten und man musste wirklich aufpassen, wo man hintritt. Wie sich später herausstellte hat man von dort einen tollen Blick auf die Berge und Seen, doch das einzige, was wir sehen konnten war: weiß. Hatte aber auch irgendwie was Verwunschenes so!

Belohnt wurden wir dann mit einer wunderschönen Hütte und als der Nebel sich verzogen hatte, hatte man einen tollen Blick! Wahnsinn! Nachdem wir uns trockengelegt hatten und die weit entfernte Wasserstelle ausfindig gemacht hatten, hat uns Mattias sozusagen am lebenden Objekt die Gletscherbildung erklärt.

Die Hütte war wirklich gemütlich und abends haben wir uns bei schönem Kerzenschein über das Camp, darüber dass man so schnell nette Leute findet und über dies und das ausgetauscht. Viel zu schnell ging der Abend rum und begleitet von einem neuen, Ja, genau!, Gewitter legten wir uns auf unsere „bequemen“ Isomatten.

 

Der nächste Morgen empfing uns mit Sonnenschein und einem noch viel bombastischeren Blick! Nach einem erneuten Gruppenfoto: 

...machten wir uns auf zur „Mega-Etappe“. Immer auf dem superschmalen Grat ging’s den ganzen Tag an schönen Blumen mit einer Vielzahl an Schmetterlingen und anderen Tierchen vorbei.

Nach unserem wohlverdienten „Panorama-Mittagessen“ führte uns der Weg recht bald zu einem Pass, einer Lücke zwischen zwei Felsen, durch die wir das wunderschöne Val Grande verließen...

und mit Blick auf die ungewohnte Zivilisation und Domodossola weiter liefen, durch Schafherden und Brombeeren bis wir endlich nach sieben Stunden die letzte Hütte erreichten.

Hinter ihr türmten sich riesige Steine auf, die mich irgendwie an Karl May erinnerten...

An diesem Abend ging’s ziemlich früh ins „Bett“, da am nächsten Morgen aufstehen um 5 Uhr angesagt war, um den Zug zu erreichen.

Auch diese Nacht war wieder begleitet von Blitz und Donner, doch davon ließen wir uns nicht mehr stören.

Am nächsten Morgen wurde uns deutlich, wie der Monte Rosa zu seinem Namen kommt:

Nach diesem schönen Anblick machten wir uns in relativ schnellem Tempo auf den Weg Richtung Tal. Auch auf dieser Etappe war ich wieder glücklich Stöcke zu haben, da nach 4 Tagen mit 15 Kilo Gepäck meine Knie auch nicht mehr so die fittesten waren. Doch belohnt wurden wir wieder mit einer wunderschönen Strecke inklusive pittoresken alten Hütten.

Schließlich im Tal angelangt haben wir den Zug locker erreicht und die ganze Rückfahrt hat perfekt geklappt.

Als wir dann in Freiburg angekommen waren, mussten wir uns nach einem gemeinschaftlichen „Gut gemacht“ auch schon schweren Herzens trennen. Es ist doch erstaunlich, wie schnell man so als Gruppe zusammenwächst!

 

Abschließend kann ich sagen, dass das eine wahnsinnig tolle Woche war und ich jedem nur empfehlen kann, so etwas auch mal zu machen! Es ist erstaunlich, dass sich die Wahrnehmung von Wasser aus der Leitung schon ändert, wenn man nur ein paar Tage mal 5 Minuten laufen musste! Und auch die Natur im Val Grande ist einfach nur atemberaubend! Ich denke, man kann es durchaus, als einen von wenigen ursprünglichen Natur-Orten in Mitteleuropa beschreiben; wir haben in der einen Woche 3 Leute und diese Italiener-Gruppe getroffen!

 

Zum Schluss noch eine kleine Redensart, die in der Camp-Beschreibung zu lesen war und die ich jetzt vollen Herzens bestätigen kann!

„Wer aus dem Val Grande zurückkehrt, von dem bleibt immer ein Stück dort.“

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Kommentare (10)
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Sortieren nach Aktualität:
28.02.2014
screamingeagle hat geschrieben:
wirklich, wirklich tolle Landschaft! Sehr toller Bericht!
24.02.2014
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Wunderschön da...
23.02.2014
Helen1698 hat geschrieben:
Haha, danke, Nina! ;P
23.02.2014
Pandafreundin hat geschrieben:
Das hört sich wirklich nach Spaß an - ein tolles Abenteuer muss das gewesen sein! :)
Ein sehr gelungender Bericht!
22.02.2014
Westernpferdle hat geschrieben:
sehr toller Bericht Helen, klingt nach einer super Zeit!!:)
Das Layout ist doch gut geworden!!;P
22.02.2014
Wasserjunge hat geschrieben:
Hört sich echt schön an! Toller Bericht. Danke
Patrick war also wirklich dabei ich war mir nicht sicher ob er dort wirklich mitfährt…ich war mit ihm zusammen im Camp Lenggries und Schweden. :)
22.02.2014
Anais hat geschrieben:
Das klingt nach einem wunderbaren Abenteuer :)
21.02.2014
Cookie hat geschrieben:
Danke, dass du deine Eindrücke aus dem Camp mit uns teilst. Das klingt wirklich nach einem unvergesslichen Erlebnis und die Bilder sind einfach atemberaubend schön, da würde man am liebsten sofort den Rucksack packen und aufbrechen! :)
21.02.2014
FranziL hat geschrieben:
Wow, das klingt ja echt super! Ihr hattet sicherlich eine unvergessliche Zeit dort in den Bergen! Danke, dass du diese tolle Erlebnisse und Erfahrungen mit uns teilst.
21.02.2014
Zweitagsfliege hat geschrieben:
Sehr schöner Bericht... Hört sich nach einer tollen Zeit an! :)
Und das Schmetterlings-Foto ist ja cool. ;)
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