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Camp Uckermark 2010- Eine super geile Zeit!!!!!


von Bienenkoenigin
16.08.2010
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„10 Tage, 13 fremde Personen, 3 verrückte Betreuer und ein Ort am Arsch der Welt“
das waren die Zutaten für eine hammer geile Zeit, die wir NIE vergessen werden!!!!!

Lasst mich überlegen... Es begann alles an einem recht schönen Morgen, der 6 August, wenn ich mich Recht erinnere, an dem ich mich mit meinem riesen Campinggepäck durch die Züge quetschte und schon Ausschau hielt nach Personen, die die selben Probleme hatten wie ich. Leider musste ich enttäuscht feststellen, das ich sie wohl erst am Bahnhof Fürstenberg-Havel sehen werde.

Neugierde, Vorfreude, vielleicht auch Angst, das waren die ersten Gefühle, als wir uns am Bahnhof stehen sahen.. „Das werden also die sein mit denen ich 10 Tage zusammen leben soll.“ stellten wir alle wohl fest. Doch viel Zeit zum kennenlernen war noch nicht, denn das ganze riesen Campinggepäck musste jetzt in den Bulli und dann ging es los.

Gleich angekommen stellten sich uns unsere Betreuer vor, Anne, Helge und Steffen. Zu diesem Punkt dachten wir noch es wären ganz normale Menschen... aber da täuschten wir uns. Nun musste geklärt werden wer mit wem in einem dieser tollen Tippis schlafen sollte. Was gar nicht so leicht ist, wenn man sich erst ein paar Minuten kennt. Nachdem jeder seinen Platz im Zelt gefunden hatte, gab es erst mal lecker essen und anschließend den ganzen Orga-Kram, wobei wir gleich lernten „Kinderzeugen im Camp ist eine super Idee, denn die Betreuer zahlen dann den Unterhalt.“ Ausklingen ließen wir den Tag mit Kennen-lern-spielen und gemütlich ums Feuer sitzen. Schon jetzt merkten wir, dass es einfach nur super schön werden kann.

„Ankommen“ das war das Motto des nächsten Tages. Nur ganz viel freiwilliges Programm stand auf dem Plan, so konnten wir töpfern, im See schwimmen, schnitzen oder alle möglichen Zirkussachen wie jonglieren, Diabolo spielen usw. lernen. Schon längst waren wir keine fremden Personen mehr. Unsere Gemeinschaft wuchs immer mehr zusammen und damit auch unser Spaß.

Lukas, Patrick und Emma schauen Leon beim Küppel machen zu und im HIntergrund versuchen sich Mahalia und Lea bei den Zirkussachen.

Eine schwierige Prüfung stand uns am Abend bevor. In der Dämmerung zogen wir ohne unsere geliebten Taschenlampen los in den Wald. Dann hielten wir an und Helge erzählte uns von unserer Aufgabe. 20 min lang sollten wir ganz alleine im Abstand von 5 min durch den dunklen Wald gehen. Langsam und mit einem murmeligen Gefühl im Magen zogen die ersten los.“Schritt für Schritt, nur nicht stehen bleiben“ daran dachte ich den ganzen Weg. Rechts raschelte etwas im Wald... die Bäume wurden immer dichter und dichter und die Grillen zirpten, so ging ich meinen Weg. Ich denke ich war nicht die einzige, die erleichtert war als irgendwann das Kerzenlicht mit den anderen auftauchte. Jeder erzählte von seinen Erfahrungen. Den Einen fiel es ganz leicht und haben es genossen den Wald so wahr nehmen zu können und die anderen sind vor Angst beinah umgekommen. Doch alle waren wirklich froh, das sie diese Erfahrung gemacht haben.
Dann ging es weiter, wir setzten uns alle alleine mitten in den Wald und lauschten den Geräuschen. Auf einmal ein „grunzen“. Alle meine Muskeln waren angespannt, bereit für die Flucht, meine Ohren und Augen nahmen jeden kleinen Hinweis auf und in meinem Kopf schwirrte nur das Wort „Wildschwein“. In kurzer Zeit verwandelte ich mich zurück in ein Fluchttier, so saß ich meine Zeit im Wald ab, bis uns Helge endlich davon befreite. Gleich erzählte ich den anderen von meinem Erlebnis. Doch Angst hatte ich nur vor einem Steffen-Schwein, den der Betreuer hat sich einen Spaß gemacht und gegrunzt.

,, Bis der Schweiß in Strömen fließt“, das war das Ziel des Sonntags. Gemeinsam bauten wir den ganzen Tag eine Schwitzhütte und dann wurde geschwitzt. Eng aneinander gedrängt saßen wir darin, mit Gesang und Geschichten versuchten wir uns von der Hitze abzulenken, was bei manchen leider nicht reichte und so verließen einige, darunter auch ich, schon nach der ersten Runde von 4 die Hütte und kühlten sich im kalten See ab. Über eine Stunde später kamen dann auch die anderen mit knall roten Köpfen aus der Hütte hervor und stürzten sich in den See. Ausklingen ließen wir den Tag mit einem bilderbuchschönen Lagerfeuer an dem wir unser Lieblings Spiel „Werwolf“ kennenlernten.

Im HIntergrund die Schwitzhütte und vorne das Feuer indem die Steine erhitzt wurden

Wer meint das Frauen Tratschtanten sind der hat sich getäuscht, denn an diesem Abend bekamen wir Mädels voller Vergnügen live mit worüber männliche Wesen so unter sich zu später Stunde reden.

An dem Montag kamen zwei neue Personen ins Camp Anja und Markus. Sie zeigten uns die Welt der Geocacher und am Abend ging es mal wieder in den Wald, doch diesmal lernten wir haut nah Tiere kennen, die sich in der Dunkelheit sauwohl fühlen „Die Fledermäuse“. Wirklich faszinierende Tiere wie wir alle feststellten.

Der Dienstag war auch wieder vom Geocachen geprägt, so bildeten wir drei Teams und entwickelten selber einen Cach. Am Nachmittag suchte jede Gruppe die Caches der Anderen. Was den ein oder anderen in Moore, Seen und über Stacheldrahtzäune führte. Am Abend war wirklich jeder froh nach dem anstrengenden Tag ins Bett zu kommen, aber natürlich erst nach einem Lagerfeuer, wo die Atmosphäre mit Gitarre und Gesang noch gemütlicher wurde.

Mein persönliches Highlight des Camps begann am nächsten Tag. Die wichtigsten Sachen wasserfest gepackt und dann gings los. In Dreierteams ruderten wir in Kanus über die Seen Uckermarks. Unsere Strecke begann in einem bildschönen Fluss, noch ziemlich unkoordiniert nahm mein Blondinenboot so ziemlich jedes Hindernis mit und landeten schnell von dem führenden Boot zum Schlusslicht. Doch schon bald hatten wir die Taktik raus und eroberten unseren Platz zurück. Dann kamen wir den ersten See an. Schnell wurde das ganze lästige Gepäck und die Klamotten mit Badesachen getauscht und gekäntert ohne Ende. Nachdem alle wieder trocken und satt waren ging es weiter. Abgeholt wurden wir von einer Ponykutsche die uns und die Kanus zu unserem Schlafplatz brachte. Aus ein paar Stöckern, Seilen und Planen bauten wir uns unseren gemütlichen Schlafplatz. Doch viel Schlaf bekamen wir nicht, denn die Feuerwache machte einfach zu viel Spaß.

Patrick, Lukas und Steffen am paddeln

Am zweiten Tag der Kanutour war mein Blondinenboot nicht mehr zu schlagen, die meiste Zeit waren wir damit beschäftigt auf die anderen zu warten und auch das Wettrudern gegen das Jungenboot mit dem Betreuer Steffen schlugen wir locker. Der ein oder andere schien wohl ganz schön neidisch auf unser Team zu sein und so wurden wir fünf Meter vor der Austiegsstelle von dem anderen Jungenboot gekentert. Nass, angenervt, aber irgendwie glücklich stiegen wir in die Bulli und fuhren zurück in unser Camp, wo wir, wie könnte es anderes sein, den Abend mit Lagerfeuer und ganz viel Musik und Gesang beendeten.

An dem Freitag war arbeiten angesagt. Gemeinsam entfernten wir den abgemähten Schilf von einem 0,5 Hektar großen Fläche trockengelegtem Moor. Warum, fragt ihr euch wahrscheinlich grade. Ich versuch es euch zu erklären. In dem Torf der Moore ist ganz viel CO2 und der wird dadurch, dass die Moore früher für die Landwirtschaft trocken gelegt wurden frei. Viele Moore werden einfach wieder unter Wasser gelegt, bei diesem aber z.b. müsste man eine ganze Stadt evakuieren um das unter Wasser zulegen. Deswegen haben sie eine andere zeitaufwendige Lösung gefunden. Es gibt wichtige Pflanzen, z.B. Moos, die dafür sorgen, dass der Torf bestehen bleibt, aber der wird z.B. von Schilf behindert zuwachsen. Also muss der Schilf jährlich entfernt werden, damit das Moos die perfekten Lebensbedingungen hat. Als dank für unsere Arbeit bekamen wir auf einem Floss eine leckere Suppe. Anschließend hatten wir in unserem Camp freie Zeit, die meisten gingen schwimmen oder schnitzen etwas. Und den Abend beendeten wir, mit einem... ratet mal... Lagerfeuer!!!! Naja und in dieser Nacht bekamen die meisten nicht ganz so viel Schlaf. Gott sei Dank war am nächsten Tag auch kein anstrengendes Programm.

Abends am Lagerfeuer beim Werwolf spielen

Unser letzter gemeinsamer Tag. Die Gestaltung war uns selber überlassen, wie wir uns das gewünscht hatten. Es regnete in Eimern und so verbrachten wir die meiste Zeit in unserer gemütlichen Höhle um ein Feuer. Wir spielten Spiele, schnitzten, gingen noch einmal alle gemeinsam schwimmen im See, obwohl alle Handtücher und Badesachen vom Regen nass waren, ließen uns von Steffen bemalen und genossen einfach unsere Gemeinschaft. So ging auch dieser Tag ganz schnell vorbei, doch wir hatten ja noch eine ganze Nacht und auch diese nutzen wir vollkommen aus.

An dem nächsten Tag schwirrte jedem nur das Wort „Abschied“ im Kopf. Alle waren mit dem Aufräumen und packen beschäftigt. Und uns allen viel es schwer das Camp hinter uns zu lassen. Deutlich wurde es durch unsere letzte gemeinsame Aktion im Camp, für unsere Köchin und den „Campvater“ sangen wir ein Lied, dann nahmen wir alle uns in die Hände und Helge sagte:,, Wir waren eine tolle Gemeinschaft, doch jetzt ist es Zeit sie aufzubrechen und alle ihre eigenen Wege gehen zulassen.“ Nun sollten wir uns alle loslassen.... die ein oder anderen Tränen tropften schon jetzt. Und dann gingen die ersten schon ihre Wege.. schon zwei wurden vom Camp abgeholt, dann setzte sich der Rest in den Bulli und ließ das Camp mit den Betreuern hinter sich. Gemeinsam fuhren wir fast alle noch zum Berliner Bahnhof und jeder wurde von der Gruppe zu seinem Gleis gebracht. Dann gings nach Hause.

Anna, Emma, Helen, Lukas, Anouk, Jacqueline, Linda, Hannes, Leon, Mahalia, Konstantin, Patrick, Anne, Helge und Steffen... Es war ne super geile Zeit und denkt dran, man sieht sich immer zweimal im Leben!!

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Kommentare (16)
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Sortieren nach Aktualität:
10.12.2012
Anais hat geschrieben:
Dass du zuvor bereits in Uckermark dabei gewesen bist, habe ich garnicht mitbekommen - klingt nach jeder Menge Spaß :)
Liebe Grüße
16.02.2012
Marcel hat geschrieben:
Auch dieses Jahr gibt's wieder ein Uckermark-Camp! Schnell anmelden auf http://www.wwf-jugend.de/camps!
06.02.2011
Hanja hat geschrieben:
super artikel
02.09.2010
straetsi hat geschrieben:
der auto hat echt nen hammergeilen schreibstil!!! keep it up
27.08.2010
Mahalia hat geschrieben:
Der Bericht ist echt super...
man wie ich euch vermisse
19.08.2010
AnnaP hat geschrieben:
Das hört sich echt super schön an... :) wird es das camp nächstes Jahr nochmal geben? Dann komm ich mit :)
18.08.2010
Nohero hat geschrieben:
bienenkönigin, wunderbar geschrieben. ich freue mich so sehr, das es euch gefallen hat, wir sollten mal wieder gemeinsam frei sein, in naher zukunft, ahoi, helge
17.08.2010
Hannes93 hat geschrieben:
so ein geiler artikel *_*

"Der ein oder andere schien wohl ganz schön neidisch auf unser Team zu sein und so wurden wir fünf Meter vor der Austiegsstelle von dem anderen Jungenboot gekentert."

An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass es sich um einen tragischen Unfall eignete, der dadurch hervorgerufen wurde, dass sich die 3 Blondinen des Bootes alle am selben Rand festklammerten.

*hahahahahahahahahaha* noch mal dazu :D

Nichtsdestotrotz vermisse ich euch alle ! (Sogar das fiese Mördergesindel xDDDD)
17.08.2010
LukasH hat geschrieben:
Du hast alles so genial auf den Punkt gebracht.
Super Artikel.
Ich vermiss euch
17.08.2010
Anna3011 hat geschrieben:
ein echt schöner bericht! und das blondinenboot war das Beste!!! ;-) vermiss euch auch und würde viel lieber in der uckermark, als in der schule sein
17.08.2010
Jacqueline hat geschrieben:
ein wundervoller bericht!!
der trifft es wirlich genau!!
es war eine geile zeit mit all diesen tollen leuten!
ich vermisse euch so!
16.08.2010
WALDPIRAT hat geschrieben:
...ja, geht uns genauso... aber höret auf die Worte der Bienenkönigin: IMMER ZWOMAL ;)
(GRUNZ!)
16.08.2010
LindaK hat geschrieben:
super geschrieben
genauso wars auch
16.08.2010
tigerlady93 hat geschrieben:
ach meine abgedrehte bienenkönigin...wie sehr ich dich und die anderen vermisse!! der bericht ist einfach super und ...man..ihr fehlt mir einfach!
16.08.2010
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Wow, das klingt nach einer echt geilen Zeit ;-) Sicher was ganz besonderes für Leute, die sonst so gut wie nie in die Natur kommen.
16.08.2010
Peet hat geschrieben:
Klingt super ;). Erinnert mich an meine Ausflüge!
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