Ab ins Grüne!


Was gibt's


Neues?


© WWF
Camp Schweden 2009


von Marcel
17.08.2009
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Die Teilnehmer des Schweden-Camps haben uns ihr gemeinsames Tagebuch geschickt. Was sie vom 11. bis zum 25. Juli erlebt haben, ist pures WWF Jugend Camp Abenteuer - lies selbst:

(Und hier geht's zum Fotoalbum!)

Wo fahrt ihr hin? Nach Schweden….wow da würde ich auch gerne mitfahren. So, oder ähnlich hat es sich in den letzten Wochen angehört wenn man erzählt hat wo wir mit dem WWF hinfahren. Nun ist es endlich soweit 15 Mädels und 8 Jungs, 3 Betreuer, gute Laune und viel Abenteuerlust machen sich von Kassel auf nach Norden. Dabei warten ca. 16 Stunden Busfahrt, 2 Fähren und rund 1200km auf uns, also ne echte Herausforderung.
Als wir endlich in Arvika (Schweden) angekommen sind, waren viele von uns erschöpft und hatten wenig geschlafen. Die Landschaft und unser neues zu Hause für die nächste Woche waren aber so traumhaft schön, dass wir sogleich die ersten Camprundgänge, Spiele und Baden gehen genossen. Beim ersten gemeinsamen Kochen und Essen bei einem gemütlichen Feuer im Holzofen haben wir den Tag dann langsam ausklingen lassen. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell aus zwei dutzend unterschiedlicher Menschen eine Gruppe wurde, die sich gegenseitig unterstützt, zuhört und viel Spaß an den gemeinsamen Aktivitäten hat.

13. Juli

altNach einem coolen Bad im See wurde der Tagesablauf besprochen. Experimenteller Zeltaufbau, Handhabung des Campingkochers, Mittagessen, Ausflug nach Arvika per Pedes.
Vor dem Zelte aufbauen haben wir noch ein Kennenlernspiel gespielt (nicht was ihr denkt, es war sogar ganz lustig). Wir haben dann unser Tagesprogramm mit viel Spaß gemeistert. Auf dem Rückweg von Arvika fiel uns dann der Unterschied zwischen schwedischen und deutschen Gärten auf: Alle schwedischen Gärten haben einen Hund mit einer Fahnenstange.
Der 45 minutige Fußweg eignete sich gut um die neu geschlossenen Freundschaften zu vertiefen und wir haben das Gefühl immer mehr zusammenzuwachsen.

14. Juli

altWas macht eigentlich ein WWF Jugendcamp aus? Es sind die tollen Gruppenzusammensetzungen und die einfach unvergleichbaren (fast) immer witzigen Gruppenerlebnisse. Nach dem wir morgens bei gefühlten 0°C im See baden waren gab es eine Einweisung ins Kanu fahren. Die darauffolgende kurze Tour wurde mit allerlei steuerschwierigkeiten dann aber doch gemeistert. Auch die Seetour am Nachmittag war sehr schön und wir machten fast alle Vortschritte im Umgang mit den Kanus. Ein undamenhaftes Seebad ließ sich aber nicht vermeiden. Aufgrund einer mehr oder weniger (un)glücklichen Verkettung der Umstände mussten wir eine Veränderung der Namensliste vornehmen. Dank tatkräftiger Hilfe mehrerer Mädchen wurde ein Junge mithilfe einiger Schminke in ein Mädchen umfunktioniert, sehr zur Freude des Rests der Gruppe.

15. Juli

Es gibt ein paar Sachen, die sollte man auf einer Jugendfreizeit nie vergessen:
1. Betreuer haben Spaß daran die Jugendlichen zu verarschen (kann gar nicht sein).
2. Selbige haben ein Interesse daran die TN früh (1°° Uhr Nachts) einschlafen zu lassen, um ihre (wohlverdiente ??) Ruhe zu haben.
Deshalb hieß es wohl gestern Abend „ Wir machen eine 8-stündige Kanufahrt“…Die Reaktion darauf: eher negativ (Zitat eines Mädchens gegenüber einem Jungen….“ Geh früh schlafen, damit Du uns morgen paddeln kannst…?
Das mit den 8 Stunden wäre der Horror gewesen, so waren es dann 3 als wir auf einer einsamen Insel im See ankamen. Nach dem wir die Zelte aufgebaut hatten und uns unser Essen auf den Kochern zubereitet hatten, konnte jeder der Beschäftigung seiner Wahl nachgehen wie z.B. Schwimmen, Kanufahren, Chillen.
Erneut genossen wir den wunderschönen Sonnenuntergang und das sitzen um das gemütliche Lagerfeuer.

16. Juli

Trotz des späten Einschlafens am vorigen Abend (oder am selbigen Morgen..?) mussten wir früh raus. Mangels eines Herdes war der Cafe aber doch erbärmlich geworden. Nach dem Frühstück und vor dem nächsten Regenschauer bauten wir die Zelte ab und machten uns auf den Rückweg. Allerdings gab es vorher noch das berühmte Spinnen-Netz. Jeder, der einmal auf einem WWF Camp war, wird es kennen. Am Haus angekommen waren dann einige ziemlich geschafft aber aufräumen musste sein. Dann ging es zum See zur Gesamtwäsche und wir hatten danach viel Zeit zum Chillen, nach Arvika fahren oder ähnliches. Nach dem Abendessen gab es zum ersten Mal eine offizielle Feedback-Runde bei der es durchweg positive Rückmeldungen gab. Im Anschluss kam das mittlerweile schon fast obligatorische Entspannen am See mit Sonnenuntergang betrachten. So sieht wahres Ferienglück aus!!!!

17. Juli

Ein strahlend blauer Himmel empfing uns heute Morgen und froh und munter starteten wir in den Tag. Nach unseren eigenen Interessen teilten wir uns, um farbenfrohe Kunstobjekte aus Naturmaterialien herzustellen, Messer zu schleifen und Flöten aus Kälberkropf zu bauen.
Die Kunstgruppe bezog auf den Steinen am See Quartier und machte sich dann auf den Weg, bunte Blätter, Blüten, wilde Himbeeren, Zapfen und Schilf zu sammeln. In mühevoller Kleinarbeit legten sie danach Muster auf die Felsen, verschönerten einen Baum und bauten einen großen Traumfänger. Diejenigen, die sich für Messerkunde entschlossen, wurden zunächst in verschiedene Messertypen unterrichtet und legten dann beim schleifen selbst Hand an. Eine kleine Gruppe stiefelte derweil durch den Wald und suchte nach den Kälberkropf Pflanzen, um daraus tatsächlich Funktionstüchtige Flöten zu bauen. Schließlich trafen sich alle Gruppen am See und versanken in Ihren Handwerklichen Tätigkeiten. Ungeahnte Talente kamen dabei zum Vorschein. Am Abend gingen dann noch einige zum Angeln auf den See. Der Tag endete nach einigen UNO-Runden und dem obligatorischen am-See-sitzen (wenngleich wir den Sonnenuntergang bereits verpasst hatten).

18. Juli

altHeute wurde in Kleingruppen ins neue Camp umgesiedelt: das Wildnisscamp am Ende der Welt. Um es zu erreichen mussten wir mittels Ruderboot über einen See fahren, oder um den selbigen herum laufen. Das Camp selbst ist ein echtes Wildniscamp, ohne Strom und fließend Wasser. Die Mädels bezogen die Holzhütten und die Jungs bezogen das große Holztippi. Am Abend fuhren die Jungs mit dem Kanu welches undicht war, zum schwimmen, worauf das Kanu in den tiefen des Sees versank…..(scheiße).
Die Suchaktion, die bis in den Sonnenuntergang reichte blieb erfolglos. Am Abend waren dann viele bei uns in den gemütlichen Hütten und spielten UNO oder quatschten.

19.Juli

Plitsch, Platsch, Plitsch, Platsch...... schon der Regen, der am Abend begonnen hatte, ließ uns am Morgen Regenklamotten anziehen. Die Pfade im Camp verwandelten sich in rutschige, schlammige Pfade…..Regen??- Ist doch eigentlich egal!!! Wir waren trotzdem, mit manchmal besserer, manchmal schlechterer Laune draußen. Nach dem Frühstück starteten Holger und Andreas die Kanu-Suchaktion…..leider ohne Erfolg. Außerdem wurde heute das lustige Mörderspiel gestartet, welches bis zum Ende der Freizeit gespielt wurde .Keiner wusste wer wen umbringen musste und auf welche Art dies geschehen sollte. In einer Regenpause wanderten wir um unseren neuen Haussee den dank unseres Sonnentanzes den wir für den Wettergott Tatucita getanzt hatten, hörte es auf zu Regnen. Abends machten wir das lang ersehnte Stockbrot und es fing wieder an zu Regnen.

20. Juli

Als wir mit einem fröhlichen „ Guten Morgen, ihr schlaft ja noch“ geweckt wurden regnete es immer noch. Die Pfade auf dem Gelände hatten sich nun endgültig in Rutschbahnen verwandelt. Wegen der Komplizierten Wetterlage, musste das Tippi der Jungs mit Planen von außen abgedichtet werden. Holger und Andi bewiesen dabei echtes Balancegefühl, da die viel zu kurze Leiter einfach mittels langem Baumstamm verlängert wurde. Als es nach erneutem Sonnentanz wieder für eine Stunde aufhörte zu Regnen, konnten wir eine Interessante Wanderung mit Ingmar auf dem Bluepath machen, wobei er uns viel über die Landschaft und die Natur erzählte. Abends stand dann das heiß ersehnte Döner-Essen an. Bravo Jungs das war wirklich super lecker. Den Rest des Abends verbrachten wir dann bei den Jungs im Tippi, wo nun ein Feuer für Gemütlichkeit und wärme sorgte.

21. Juli

Nachdem wir wieder von prasselndem Regen geweckt wurden, stellten wir beim Frühstück mit schrecken fest, dass unsere Essensvorräte wieder bedenklich geschrumpft waren. Also mussten einige von uns mit 2 Betreuern in die Zivilisation um Nachschub zu besorgen. Nachschub bedeutet für uns auch immer Kekse und Schokolade. Zum Mittagessen gab es dann leckeres selbstgebackenes Fladenbrot mit frisch gepflückten Blaubeeren.
Am Nachmittag zeigte sich dann endlich mal die Sonne und wir brachen in drei Gruppen auf um für 2-3 Stunden die Gegend in Unterschiedlichen Richtungen zu erkunden. Jede Gruppe bracht etwas besonders mit. Später konnten wir zwei leuchtende Regenbogen über den Camp bewundern. Am Abend gab es dann eine super leckere Kartoffel-Lauchsuppe, die schnell aufgegessen war. Der Abend endete im Tippi bei Lagerfeuer, singen und Quatschen. Nach dem zwei nicht näher genannte TN den Bluepath zu später Stunde alleine wandern gingen und sich prompt verlaufen hatten gab es noch eine kurze Suchaktion der besorgten Betreuer. Nun konnten alle ins Betchen und die gewohnte Nachtruhe trat ein.

22. Juli

Am Morgen überraschte uns ein blauer Himmel uns Sonnenschein. Der See lag spiegelglatt im Sonnenlicht, leichter Nebel schwebte auf dem Wasser. Ein erfrischendes Bad war für einige unablässlich. Es gab heute wieder eine Feedbackrunde in der viel positives aber auch ein paar nicht so schöne Dinge besprochen wurde, was zur Klärung der Problemchen führte. Wir gingen dann alle gemeinsam los um den Baumstamm für den Totempfahl zu hohlen den wir im Camp aufstellen wollten. Als Entschädigung für Ingmars Kanu und als gemeinsames Andenken und Erinnerungshilfe für die Campteilnehmer. Dieser wurde zurechtgeschnitten und ins Camp geschleppt, wo die Figuren vorgezeichnet, dann von Andi und Holger mit dem Beil etc. geschnitzt wurden. Diese wurden von uns dann verfeinert. Der obligatorische Regen gesellte sich dann auch dazu, was zur folge hatten das man sich im Shelter, im Tippi oder am Esstisch traf um zu lesen, schnitzen oder einfach zum quatschen und Werwolf spielen, traf. In der Nacht saßen wir dann noch am prasselnden Feuer im Tippi, es war wieder ein schöner ausklang des Tages.

23. Juli

altNachdem wir zur Abwechslung nicht von Regen geweckt wurden, starteten wir mit nicht unerheblicher Verspätung zum Frühstücken (mit unermesslichem Heißhunger) in den Tag.
Das Wetter blieb nicht trocken was uns aber überhaupt nicht mehr störte. Die meinten von uns gingen dann zum begeisterten Bogenschießen und einer Zielscheibe auf dem See. Natürlich gingen auch die Schnitzarbeiten an unserem Totempfahl weiter. Einige von uns gingen auch den Bluepath und die Jungs konnten die Bögen nicht mehr aus der Hand legen. Bis zum Abendessen wurden dann auch noch die Hütten aufgeräumt und die seltsamer weise weit verteilten Besitztümer eingesammelt. Das Abendessen schmeckte wie immer vorzüglich und danach war es dann soweit: Der Totempfahl wurde aufgerichtet und gemeinsam mit unserem Tatucita Sonnentanz eingeweiht. Letzte Verschönerungsmaßnahmen in Form von Bemalungen aus Kohle und Paprikapulver wurden noch vorgenommen. Danach ging es ins Tippi zur Abschluss Feedback-Runde. Mit durchweg positiven Ergebnissen unserer Gruppe und den Verbesserungsvorschlägen fürs nächste Wildnisscamp.

24. Juli

Rückreisetag mit bekanntem Stress und langer Busfahrt nach Hause. Letztlich waren wir sehr pünktlich an den Unterschiedlichsten Zielorten und konnten Glückliche Teenager an wartende Eltern übergeben. Leider war das Abschiednehmen von einander dadurch schwer und unter Zeitdruck zu bewältigen. Möglicherweise können sich alle im Winter mal zu einem Schweden-Nachtreffen verabreden. Schön war es mit Euch in diesem Camp in Schweden in 2009, ich (Andi) werde Euch und unseren Aufenthalt dort, sehr vermissen……..!

Denk dran: Auch für 2010 wird es wieder spannende Camps geben! Das neue Campprogramm kommt im Dezember raus. Nächstes Jahr wird es neben Outdoor-Camps auch Workcamps geben, wo du konkret in Naturschutzprojekten mitarbeiten kannst. Also, dran bleiben!

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Kommentare (9)
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22.03.2010
Basti hat geschrieben:
Klingt echt gut! :) Wer kommt eigentlich dieses Jahr mit? Ich bin dabei.
27.10.2009
Lakritzschnecke hat geschrieben:
ja das war echt der hammer!!!
ich würd auch gern nächstes jahr nochmal mit wwf wegfahren =)
der bericht ist echt gut^^
26.10.2009
Sim94 hat geschrieben:
muss ich zustimmen. bis zum nachtreffen ihr beiden. ;-)
12.09.2009
amix33 hat geschrieben:
na dann hat ihn andi verändert :D.
ist ja auch egal.
es war einfach toll!
02.09.2009
Marcel hat geschrieben:
@ amix33: Also verändert wird hier gar nix! Hab's genauso eingestellt wie Andi mir den Text geschickt hat. Aber schön, dass du Spaß am Camp hattest - so soll's sein ;)
02.09.2009
amix33 hat geschrieben:
oh ja das war toll ;)
kann es sein das unser tagebuch verändert wurde oder so?
naja is aber immernoch wahrheitsgemäß.
liebe grüße an den typ 2 unter mir .. nh momo??
24.08.2009
Marcel hat geschrieben:
Camp-süchtig geworden? Auch neugierig auf Outdoor-Action? Noch sind Plätze frei für das Herbstcamp im Hunsrück und für's Segeln! Außerdem neu im Programm: Geocaching auf Rügen! Jetzt anmelden: http://www.wwf-jugend.de/wwf-mitglieder/camps/
18.08.2009
MJ1499 hat geschrieben:
Also ich fand das total toll da...und ich würde gerne nächstes Jahr wieder hinfahren!!!! Schöne Grüsse an alle aus Schweden, die das jetzt grad lesen xD
18.08.2009
straetsi hat geschrieben:
da kann man einfach nur fernweh bekommen. sehr schöner bericht!
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